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.Kapitel 39 | Die Begrüßung |
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  1246 Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Der Reitende grüsst den Gehenden, der Gehende grüsst den Sitzenden und die kleinere Gruppe grüsst die größere.  
  1247 Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Der Muslim hat fünf Pflichten seinem Glaubensbruder gegenüber. Er ist verpflichtet, den Friedensgruss zu erwidern, dem Niesenden Allahs Erbarmen zu wünschen, der Einladung nachzukommen, den Kranken zu besuchen und dem Begräbniszug zu folgen.  
  1248 Anas, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Begrüßen euch die Leute der Schrift und wünschen sie euch Frieden, dann sagt gleichfalls!.  
  1249 Ibn `Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Wenn euch die Juden begrüßen, wobei der eine sagt: Sam (Tod) sei über euch! (statt Salaam, d.i. Frieden) sei über euch!, dann sagt: über dich auch!.  
  1250 `A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete Eine Gruppe von Juden bat um Einlaß bei dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm. Als sie eintraten, sagten sie: Sam(Tod) sei über euch!. `A´ischa erwiderte: Sam sei aber über euch und Fluch auch!. Da sagte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm: O `A´ischa, Allah liebt aber die Zärtlichkeit in allen Dingen. Sie sagte: Hast du nicht gehört, was sie sagten? Da erwiderte der Prophet: Ich habe ihnen gesagt: über euch auch!.  
  1251 Anas Ibn Malik, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete Es geschah, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, an einigen Kindern vorbeiging und er begrüsste sie  
  1252 `A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete Nachdem den Frauen die Verschleierung vorgeschrieben wurde, ging Sawda aus, um ihre Notdurft zu verrichten. Sie war aber eine beleibte Frau, die die anderen Frauen an Größe übertraf. Daher war es ihren Bekannten leicht, sie zu erkennen. Dabei sah sie `Umar Ibnal Khattab und sagte ihr: O Sawda, bei Allah, du kannst dich vor uns nicht verbergen. Also paß darauf, wie du ausgehst. So kehrte sie zurück. Zu dieser Zeit war der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, bei mir, sein Abendessen habend. Er hielt einen Hammelschulter in der Hand, als sie eintrat. Sie sagte: O Gesandter Allahs, ich ging aus und `Umar sagte mir soundso. Ihm wurde etwas offenbart, und dann war die Offenbarung vorbei. Dabei hatte er den Hammelschulter noch in der Hand; er lag ihn aber nicht nieder. Schließlich sagte er: Es wurde euch aber erlaubt auszugehen, um ihre Notdurft zu verrichten.  
  1253 `Uqba Ibn `Amer, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Hütet euch davor, dass ihr bei den Frauen eintretet! Ein Mann von den Ansar sagte: O Gesandter Allahs, wie ist mit dem Bruder des Mannes? Und der Prophet sagte: Der Bruder des Mannes ist der Tod!  
  1254 Safiyya Bint Huyay, die Gattin des Propheten, Allahs Wohlgefallen auf ihr berichtete: Einmal zog sich der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, in die Moschee zurück. Ich besuchte ihn bei Nacht, sprach mit ihm und dann stand ich auf, um nach Hause zu gehen. Der Prophet stand auf, um mich zu begleiten. Ich war damals bei Usamah Ibn Zaid ansässig. Zwei Männer aus den Ansar gingen an uns vorbei. Als sie den Propheten sahen, liefen sie schneller. Da sagte der Prophet: Geht langsamer! Das ist Safiyya Bint Huyay. Sie sagten: O Gesandter Allahs, Gepriesen sei Allah! (d.h. wir können an nichts Böses denken). Da sagte der Prophet: Der Satan geht dem Menschen in Fleisch und Blut. Ich fürchtete, dass er einen bösen Gedanken (oder etwas) in eure Herzen wirft.  
  1255 Abu Waqid Al-Laithi, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete Eines Tages saß der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, mit den Leuten in der Moschee, als drei Männer eintraten. Zwei von ihnen näherten sich dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, während der dritte sich abwandte. Die beiden standen unweit des Gesandten Allahs, bis der eine einen freien Platz innerhalb der Menschenmenge entdeckte und sich dort niederließ. Der andere setzte sich hinter die Versammlten, während der dritte Mann sich wieder entfernte. Als der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, seine Rede beendet hatte, sagte er: Soll ich euch von den drei Männern erzählen? Einer von ihnen suchte Zuflucht bei Allah, und Allah gewährte ihm Zuflucht. Der zweite schämte sich vor Allah, aber Allah, nahm Sich Seiner an. Der dritte kehrte Allah den Rücken, und auch Allah wandte sich von ihm ab.  
  1256 Ibn `Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete Der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, verbot es, dass einer von uns seinen Glaubensbruder auffordert, von dessen Platz (in der Moschee) aufzustehen, damit er sich dort hinsetzt.  
  1257 Umm Salama, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete Ein verweiblichter Mann war bei mir, während der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, auch zu Hause war. Er sagte zum Bruder von Umm Salama: O `Abdullah Ibn Abi Umayya, falls Allah euch die Eroberung von At-Ta´if verleiht, dann werde ich dir Bint Ghailan zeigen, denn sie hat vier Falten im Bauch und acht im Rücken. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, hat ihn gehört, und da sagte er: Solche Leute sollen euch nicht besuchen.  
  1258 Asma´, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete Zu dieser Zeit, als Az-Zubair mich heiratete, besaß er weder Ländereien noch Sklaven, sondern nur ein Pferd. Ich fütterte das Pferd und schöpfte Wasser, ich besserte den Eimer aus und knetete Teig. Mit dem Brotbacken kam ich nicht zurecht. Aber meine Nachbarinnen halfen mir dabei. Sie gehörten zu den Ansar und waren sehr nette Frauen. Gewöhnlich trug ich die Datteln von der Plantage az-Zubairs, die der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, ihm als Lehen übergeben hatte, auf dem Kopf nach Hause. Die Entfernung betrug etwa zwei Drittel eines Farsach. Eines Tages, als ich wieder mit den Datteln auf dem Weg nach Hause war, begegnete ich dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, und einigen von seinen Gefährten. Er rief mich zu sich und sagte: Ikh! Ikh! (Er gab seinem Kamel Zeichen, niederzuknien), um mich hinter sich aufsitzen zu lassen. Ich aber schämte mich, zusammen mit einem Mann auf einem Kamel zu sitzen. Ich dachte aber an die Eifersucht meines Mannes. Als ich meinem Mann später von diesem Vorfall erzählte, sagte er: Bei Allah, es ist schlimmer für mich, dass du die Datteln auf deinem Kopf selbst tragen musst, als dass du zusammen mit dem Gesandten Allahs auf einem Kamel reitest! Nach diesem Vorkommnis schickte mir Abu Bakr einen Sklaven, der mir die Sorge um das Pferd abnahm. Ich fühle mich, als hätte er mir wie einem Sklaven die Freiheit gegeben.  
  1259 Ibn `Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Wenn sich drei Menschen zusammen befinden, so sollen nicht zwei von ihnen ein vertrauliches Gespräch unter Ausschluss des dritten führen!  
  1260 `Abdullah Ibn Mas`ud, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete Der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Solange ihr (Menschen) zu dritt seid, sollen nicht zwei von euch ein vertrauliches Gespräch unter Ausschluss des dritten führen, bis ihr wieder mit anderen Menschen zusammenkommen, denn dies macht ihn traurig!  
  1261 Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Das böse Auge ist Realität.  
  1262 `A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete Einmal stand der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, unter dem Einfluss der Magie eines Juden vom Stamm Banu Zuraiq, der Labied Ibnal A`sam hieß. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, bildete sich ein, dass er etwas tut, obwohl er es wirklich nicht tut. Eines Tages oder eines Nachts später sprach der Prophet mehrere Bittgebete aus, dann sagte er zu mir: O `A´ischa, weißt du, dass Allah mich Aufschluss über meinen Zustand gegeben hat, als ich Ihn danach fragte? Zwei Männer kamen zu mir. Der eine setzte sich neben meinen Kopf, der andere neben meine Füße. Der eine fragte den anderen: Was ist mit dem Mann los? Der andere erwiderte: Er ist verhext! Der erste fragte wieder: Wer hat ihn verhext? Der andere erwiderte: Wie hat der Magier Macht über ihn gewonnen? Der andere erwiderte: Durch einen Kamm, den er ihm entwendet und in dem einige Haare gesteckt waren, und durch einen Palmwedel. Der erste fragte: Und wo sind diese Dinge jetzt? Der andere sagte: Im Brunnen Dhi Arwan! Da ging der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, mit einigen seiner Gefährten dort(, um die genannten Dinge wieder in seinen Besitz zu bringen.) Dann erzählte er mir: O `A´ischa, das Wasser des Brunnens sah aus als sei es mit Henna vermischt. Und die Palmen dort waren wie die Köpfe von Teufeln. Da sagte ich: O Gesandter Allahs, warum hast du ihn nicht gebrannt? Er erwiderte: Nein! Allah hat mich schon geheilt. Und ich wollte den Menschen kein schlechtes Vorbild sein! Ich ließ aber diesen Brunnen begraben.  
  1263 Anas, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete Eine Jüdin brachte dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, vergiftetes Hammelfleisch. Er aß davon. Dann wurde die Frau dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, gebracht. Er fragte sie danach und sie sagte: Ich wollte dich töten. Darauf sagte er ihr: Allah wird dir die Kraft dafür nie geben. Er(Anas) oder `Ali berichtete weiter: Da sagten die Gefährten des Propheten: Sollten wir sie nicht töten? Er erwiderte: Nein. Der Überlieferer sagte weiter: Ich konnte die Wirkung des Giftes noch am Zäpfchen des Gesandten Allahs erkennen.  
  1264 `A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete Wenn einer von uns krank wurde, pflegte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, mit seiner Rechten zu streichen und zu sagen: Nimm die Schmerzen, o Herr der Menschen! Heile, dann du bist Der, Der heilt! Es gibt kein Heilen außer Deinem Heilen; denn da kann nichts vom Leid bleiben. Als der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, selbst krank wurde und sein Gesundheitszustand sich verschlechterte, hielt ich ihm die Hand, um das Gleiche mit ihm zu verfahren. Er nahm seine Hand von meiner aber weg und sagte: O Allah, vergib mir, erbarme Dich meiner und laß mich Deiner Allerhöchsten Gegenwart gehen! Ich sah ihn aber an und fand, dass er starb!  
  1265 `A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete Wenn ein Mitglied der Familie des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, krank war, pflegte der Prophet, für ihn in seine beiden Handflächen zu pusten, indem er die beiden Schutz-Suren rezitierte. Als der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, an seiner Krankheit litt, an der er starb, pustete ich für ihn und strich seinen Körper mit seiner eigenen Hand, da sie viel segensreicher als meine ist!  
  1266 `A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, erlaubte den Mitgliedern einer Familie von den Ansar, die Heilwirkung gegen das Gift der Schlangen durch entsprechendes Bittgebet (Ruqya) zu erreichen.  
  1267 `A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete Als irgendeine Person krank war oder hatte ein Geschwür oder eine Wunde, pflegte der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, seinen Zeigefinger so zu legen (Dabei legte Sufjan seinen Zeigefinger auf den Boden `A´ischas Wörter erklärend).Dann hob der Prophet seinen Finger und sagte: Im Namen Allahs kann der Staub unseres Bodens, mit dem Speichel gemischt, unseren Kranken mit Allahs Willen heilen.  
  1268 `A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, pflegte, ihr zu befehlen, die Heilwirkung gegen den bösen Blick durch entsprechendes Bittgebet (Raqya) zu erreichen.  
  1269 Umm salama, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, ein junges Mädchen im Haus von Umm Salama, Gattin des Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm sah, auf dessen Gesicht ein Farbfleck war. Er sagte: Sucht für sie die Heilwirkung durch entsprechendes Bittgebet (Raqya); denn sie wurde von einem bösen Blick getroffen. (Er meinte damit, dass ihr Gesicht bleich war.)  
  1270 Abu Sa`id Al-Khudriy, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete Einige Gefährten des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, waren auf einer Fahrt, als sie zu einem Beduinenstamm kamen, der ihnen die gastliche Aufnahme verweigerte. Die Beduinen fragten aber die Gefährten: Kann einer von euch Zaubersprüche lesen, denn unser Oberhaupt ist verletzt oder von einer Schlange gebissen? Einer der Gefährten erwiderte: Ja! Dieser kam zum Oberhaupt und suchte für ihn die Heilwirkung durch entsprechendes Bittgebet. Darauf begann er, die Fatiha (die erste Sura im Koran) zu rezitieren. Wenig später war der Oberhaupt wieder gesund und dem Gefährten wurde Schafe dafür gegeben, aber er sagte: Ich kann sie nicht annehmen, bevor ich den Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm, dazu befrage! Als er dann zum Propheten kam und das ihm mitteilte, sagte er: O Gesandter Allahs, Bei Allah ich habe nur die Fatiha als Heilmittel rezitiert! Da lächelte der Gesandte Allahs und sagte: Woher hast du denn gewusst, dass die Fatiha eine heilsame Wirkung hat? Ja, nehmt die Schafe und gebt mir eins davon ab!  
  1271 Der Hadith von Gabir Ibn `Abdillah, Allahs Wohlgefallen auf beiden `Asim Ibn `Umar Ibn Qatada berichtete, dass Gabir Ibn `Abdillah Al-Muqanna` besuchte, als dieser krank war. Er sagte zu ihm: Ich werde dich nicht verlassen, bis du geschröpft wirst. Denn ich hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagen: Die Schröpfung ist ein Heilmittel.  
  1272 `A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Das Fieber ist ein Hauch des Höllenfeuers, so kühlt es mit Wasser ab.  
  1273 Asma´, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete Mir wurde die Frau gebracht, die hohes Fieber hatte. So forderte ich, dass Wasser gebracht wurde, und ich schüttete es in den Ausschnitt des Kleides über das oberste Teil der Brust, denn der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Kühle das Fieber mit Wasser, da es aus der Vehemenz der Hölle ist.  
  1274 Rafi` Ibn Khadig, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Das Fieber ist eine Ausdünstung der Hölle! Kühlt es mit Wasser!  
  1275 `A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, war krank, und wir träufelten ihm Medizin in den Mund. Er deutete uns, dass wir aufhören sollten, wir aber dachten, es sei nur die übliche Abneigung eines Kranken gegenüber der Arzenei, und schenkten ihm keine Beachtung. Als der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, wieder wohlauf war, sagte er: Jedem von euch soll irgendwann Medizin in den Mund geträufelt werden außer Al-Abbas, denn er war dabei nicht dabei.  
  1276 Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Im Schwarzkümmel gibt es Heilung für jede Erkrankung, mit Ausnahme des Todes.  
  1277 `A´ischa, Gattin des Propheten, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete Wenn jemand aus ihrer Familie starb, und sich die Frauen aus diesem Anlaß bei ihr versammelten, alsdann heimgingen, und anschließend nur ihre eigenen Familienangehörigen mit den nächsten Verwandten überigblieben- sie einen Topf voll mit einem Milchgericht aus Honig und Kleie (Talbina) zubereiten ließ. Gleichzeitig ließ sie Brot einweichen (Tharid), auf das die die Talbina hinzufügte. Dann sagte sie zu den anwesenden Frauen: Esset davon; denn ich hörte den Gesandten Allahs sagen: Die Talbina ist sowohl eine Erholung für das Herz eines Leidenden als auch eine Linderung für die Traurigkeit!  
  1278 Abu Sa`id Al-Khudriy, Allahs Wohlgefallen aif ihm, berichtete Ein Mann kam zum Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm, und sagte: Mein Bruder hat Durchfall! Der Prophet sagte zu ihm: Gib ihm Bienenhonig(-Wasser) zum Trinken. Der Mann kam nochmals zum Propheten und sagte: Ich habe ihm Bienenhonig gegeben, aber das machte seinen Durchfall schlimmer! Da sagte der Prophet: Gib ihm Bienenhonig(-Wasser) zum Trinken! Und als der Mann zum dritten Mal in derselben Sache zu ihm kam, sagte der Prophet: Gib ihm Bienenhonig(-Wasser) zum Trinken. Dann kam der Mann nocheinmal und berichtete dem Propheten, dass er dies doch tat (und sein Bruder immer noch Schmerzen hat). Da sagte der Prophet zu ihm: Allah sagt die Wahrheit, und der Bauch deines Bruders hat gelogen. Gib ihm Bienenhonig(-Wasser) zum Trinken. Der Mann gab seinem Bruder endlich dieses Getränk, und er wurde dadurch geheilt.  
  1279 Usama Ibn Zaid, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Die Pest ist aber ein Unheil oder eine Strafe, die den Kindern Israels oder Leuten vor euch geschickt wurde. Hört ihr, dass sie in einem Land ausgebrochen ist, dann betretet es nicht. Bricht sie aber in einem Land aus, in dem ihr euch befindet, dann flieht nicht davor!  
  1280 `Abdullah Ibn Abbas, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete `Umar Ibnal Khattab brach nach Asch-Scham (Syrien). In Sargh traf er Abu Ubaida Ibnal Garrah und seine Kollegen, die Oberkommandierenden des Heeres. Diese Männer erzählten, dass in Asch-Scham die Pest aufgebrochen sei. Ibn Abbas berichtete weiter: `Umar befahl, die ersten Muhagirin zu ihm zu bringen. Als sie bei ihm waren, erzählte er ihnen von der Pest in Asch-Scham und fragte sie nach ihrer Meinung, ob sie dorthin reiten oder lieber darauf verzichten sollten. Einige sagten: Wir sind mit einem bestimmten Ziel aufgebrochen und denken nicht, dass wir (wegen der Pest) umkehren sollten. Andere sagten: Viele Leute sind bei dir, darunter auch einige Gefährten des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm! Wir glauben, du solltest sie nicht in dieses pestverseuchte Land führen! `Umar entließ die Muhagirin und befahl, die Ansar herbeizuholen. Auch sie fragte er nach ihrer Meinung. Die Ansar waren wie die Muhagirin verschiedener Meinung. `Umar schickte sie wieder fort und befahl: Bring mir die alten Quraisch, die im Jahr der Eroberung Mekkas auswanderten und den Islam annahmen, herbei! Diese Männer waren alle einer Meinung. Sie sagten: Wir denken, du solltest mit deinen Leuten umkehren und nicht in dieses Seuchengebiet reiten! Darauf verkündete `Umar den Menschen seine Entscheidung. Er sagte: Morgen früh werden wir umkehren und nach Medina zurückreiten! Da sagte ihm Abu `Ubaida Ibnal Garrah: Bedeutet diese Entscheidung nicht eine Flucht vor der göttlichen Vorherbestimmung? `Umar erwiderte: Dass ausgerechnet du das sagen musst, o Abu Ubaida! (`Umar hasste besonders mit ihm zu streiten) Ja wir fliehen vor der göttlichen Vorherbestimmung- hin zur göttlichen Vorherbestimmung! Stell dir vor, du machst mit deinen Kamelen an einem Flusslauf Rest, dessen Ufer fruchtbar, und dessen anderes aber unfruchtbar ist. Wenn du deine Kamele auf der fruchtbaren Seite weiden lässt, entspricht das dann nicht genauso der göttlichen Vorherbestimmung, wie wenn du sie am unfruchtbaren Ufer weiden lässt? Später kam `Abdurahman Ibn `Auf, der bei den vergangenen Gesprächen nicht dabei gewesen war. Er sagte: Ich kann zu eurem Problem etwas sagen! Ich war dabei, als der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Wenn ihr hört, dass die Pest in einem Land ausgebrochen ist, dann geht nicht in dieses Land! Und bricht sie in einem Land aus, wo ihr euch aufhaltet, dann bleibt da und flieht nicht vor der Seuche! Allah sei gelobt! rief `Umar. Und die Leute ritten nach Medina zurück.  
  1281 Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Es gibt keine Ansteckung von sich selbst ohne Allahs Willen, kein Safar (keinen Tod infolge der Ansteckung von Eingeweidewürmern) und kein Hama (keine Verwandlung von Totenknochen in einen Vogel). Da entgegnete ein Beduine: Und was ist mit den Kamelen in der Wüste, die Gazellen gleichen? Aber wenn ein räudiges Kamel bei ihnen ist, dann werden sie bald alle räudig! Da sagte der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm: Und wie soll das erste Kamel angesteckt worden sein?  
  1282 Anas, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Es gibt keine Krankheit, die von sich selbst und ohne den Willen Allahs ansteckt, und es gibt keine bösen Vorzeichen (im Vogelflug). Mir gefällt aber das gute Vorzeichen, d.h. das recht gute Wort.  
  1283 `Abdullah Ibn `Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Ein schlechtes Vorzeichen (Omen) gibt es im Zusammenhang mit einer Frau, mit einem Wohnhaus und mit einem Pferd.  
  1284 Sahl Ibn Sa`d, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Wenn es etwas davon (schlechtem Vorzeichen) in einer Sache geben würde, dann nur im Zusammenhang mit einer Frau, mit einem Wohnhaus und mit einem Pferd.  
  1285 `A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete Ich sagte: O Gesandter Allahs, die Wahrsager sprechen uns von etwas, das wir wahr finden. Da sagte der Prophet: Das ist aber das zur Wahrheit gehörendes Wort, das sich ein Dschinn schnappt. Er wirft es aber ins Ohr seines Freundes, wobei er ihm noch hundert Lügen hinzufügt.  
  1286 `A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, befahl, zu-Tufaitain(eine besondere Schlange mit zwei weißen Streifen auf dem Rücken)zu töten, da sie dem Sehvermögen schadet und Fehlgeburt verursacht.  
  1287 Ibn `Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete Der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Tötet die Schlangen besonders diese mit zwei weißen Streifen und diejenigen mit(oder ohne) kurzem Schwanz, da sie die Fehlgeburt verursachen und das Sehvermögen schaden.  
  1288 `Abdullah Ibn Mas'ud, Allahs Segen und Heil auf ihm, berichtete Wir waren mit dem Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm, in einer Höhle, als ihm Bei den Windstößen, die einander folgen (Surat Al-Mursalat) offenbart wurde. Wir hörten die Verse ganz frisch von seinen Lippen, als plötzlich eine Schlange vor uns auftauchte. Da sagte der Prophet: Tötet sie! Wir eilten uns, um sie zu töten, aber sie rutschte und verschwand. Darauf sagte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm: Allah möge sie vor eurem Übel bewahren und Allah möge euch vor ihrer Übel bewahren!.  
  1289 Umm Schraik, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete Der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, befahl ihr, (giftige) Geckos zu töten. (Dieser Hadith wurde auch von Ibn Abi Schaiba überliefert, wobei er berichtete, dass der Prophet diesen Befehl im allgemeinen erteilte.)  
  1290 `A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, nannte den Gecko eine Maus.  
  1291 Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete Ich hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, folgendes sagen hörte: Eine Ameise biss einen der Propheten, der darauf einen Befehl gab, das ganze Ameisendorf zu verbrennen. Und Allah gab ihm folgendes ein: Nur weil dich eine einzige Ameise gebissen hat, hast du dafür eines der Völker zugrunde gehen lassen, das Allah preist?  
  1292 `Abdullah Ibn `Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Eine Frau wurde wegen einer Katze bestraft, weil sie sie solange einsperrte, bis sie verhungerte. Sie ging dafür ins Höllenfeuer. Sie hat ihr weder Nahrung noch etwas zum Trinken gegeben, als sie sie einsperrte, noch ließ sie sie laufen, damit sie sich von den Tierchen der Erde ernähren könnte.  
  1293 Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Eine Frau wurde wegen einer Katze bestraft; denn sie hat ihr weder Futter, noch Wasser zu trinken gegeben noch hat sie sie freilaufen lassen, damit sie von den Tierchen der Erde hätte fressen können.  
  1294 Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Während ein Mann unterwegs war, spürte er den starken Durst. Er fand einen Wasserbrunnen, kletterte darin hinab und trank davon. Als er wieder draußen war, sah er einen Hund, dessen Zunge herausging und vor starkem Durst den Sand fraß. Der Mann sagte zu sich: Der Hund wurde vom starkem Durst genauso befallen wie ich. So kletterte er noch einmal in den Brunnen, füllte seinen Schuh mit Wasser, hielt diesen mit dem Mund, kletterte hinauf und tränkte den Hund; da dankte ihm Allah dafür und vergab ihm (seine Sünden). Die Leute sagten: O Gesandter Allahs, erhalten wir auch einen Lohn (von Allah) wegen der Tiere? Der Prophet erwiderte: Wegen jedem Lebewesen gibt es Lohn!  
  1295 Abu Huraira, Allahs Segen und Heil auf ihm, berichtete Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: Eine Prostituierte sah einen Hund an einem heißen Tag, der um einen Wasserbrunnen umherging und dessen Zunge aus Durst heraushing. Da zog sie für ihn das Wasser mit ihrem Schuh heraus. Für dieses wurde ihr die Sünden vergeben.