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.Sure 22 | Die Pilgerfahrt | Koran durchsuchen
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  1 Ihr Menschen! Fürchtet euren Herrn! Das Beben der Stunde (des Gerichts) ist etwas Gewaltiges.  
  2 Am Tag, da ihr es erleben werdet, wird jede stillende (Frau in ihrer Bestürzung) vergessen, (weiter) auf ihren Säugling zu achten, und jede, die schwanger ist, (vorzeitig) zur Welt bringen, was sie (als Frucht ihres Leibes in sich) trägt. Und man könnte die Menschen (dann) für betrunken halten, ohne daß sie es (in Wirklichkeit) sind. Die Strafe Allahs ist eben schwer.  
  3 Und unter den Menschen gibt es (manch) einen, der in (seinem) Unverstand über Allah streitet und (blindlings) jedem rebellischen Satan folgt.  
  4 Ihm ist es bestimmt, wenn einer sich ihm anschließt, ihn (vom rechten Weg) abirren zu lassen und der Strafe des Höllenbrandes zuzuführen.  
  5 Ihr Menschen! Wenn ihr wegen der Auferweckung (der Toten) im Zweifel seid (so bedenket): Wir haben euch (ursprünglich) aus Erde geschaffen, hierauf aus einem Tropfen (Sperma), hierauf aus einem Embryo, hierauf aus einem Fötus, wohlgestaltet oder auch ungestaltet, um euch Klarheit zu geben. Und wir lassen, was wir wollen, bis zu einer bestimmten Frist (im Mutterleib) verweilen. Hierauf lassen wir euch als Kind (aus dem Mutterleib) herauskommen. Hierauf sollt ihr (heranwachsen und) mannbar werden. Und der eine von euch wird (frühzeitig) abberufen, ein anderer erreicht das erbärmlichste Greisenalter, so daß er, nachdem er (vorher) Wissen gehabt hat, nichts (mehr) weiß. Und du siehst, daß die Erde erstarrt ist (und kein Leben mehr zeigt). Wenn wir dann Wasser (vom Himmel) auf sie herabkommen lassen, gerät sie (mit ihrer Vegetation) in Bewegung, treibt und läßt allerlei herrliche Arten (von Pflanzen und Früchten) wachsen.  
  6 Dies (geschieht) deshalb, weil Allah wahrhaftig ist, die Toten (wieder) zum Leben bringt und zu allem die Macht hat,  
  7 und weil die Stunde (des Gerichts) - an ihr ist nicht zu zweifeln - kommen und Allah (alle), die in den Gräbern sind, auferwecken wird.  
  8 Und unter den Menschen gibt es (manch) einen, der in (seinem) Unverstand, ohne Rechtleitung und erleuchtende Offenbarungsschrift, über Allah streitet,  
  9 (den Blick) zur Seite gewandt, um (seine Mitmenschen) vom Wege Allahs abirren zu lassen. Ihm wird im Diesseits Schande zuteil, und am Tag der Auferstehung lassen wir ihn die Strafe des Höllenbrandes fühlen.  
  10 (Und zu ihm wird gesagt:) Das (kommt über dich zur Strafe) für die früheren Werke deiner Hände, und (darum) daß Allah nicht gewohnt ist, den Menschen Unrecht zu tun (vielmehr Lohn und Strafe nach Gebühr verteilt).  
  11 Und unter den Menschen gibt es (manch) einen, der Allah (nur) am Rande (`alaa harfin) dient (ohne bei der Sache zu sein). Wenn ihm etwas Gutes beschieden wird, beruhigt er sich dabei. Wenn er aber von einer Prüfung heimgesucht wird, wendet er sich (wieder) seiner (altgewohnten) Lebensweise zu (und wird ungläubig) (?inqalaba `alaa wadschhihie). Er geht (damit) des Diesseits und des Jenseits verlustig. Das ist der offensichtliche Verlust.  
  12 Er betet, statt zu Allah, zu (etwas) was ihm weder schadet noch nützt. Das ist der Irrtum, der weit (vom Weg) abführt.  
  13 Er betet wahrhaftig zu jemand, der eher schadet als nützt. Welch schlimmer Schutzherr und Gefährte (`aschier)!  
  14 Allah läßt diejenigen, die glauben und tun, was recht ist, (dereinst) in Gärten eingehen, in deren Niederungen Bäche fließen. Er tut, was er will.  
  15 Wenn einer meint, daß Allah ihm im Diesseits und Jenseits nicht helfen werde, mag er mit einem Seil den Himmel zu erreichen suchen und (es) hierauf abschneiden! Und dann mag er schauen, ob (diese) seine List dahinschwinden läßt, worüber er grollt!  
  16 So (wie er dir vorliegt) haben wir ihn als klare Zeichen hinabgesandt. Allah leitet eben recht, wen er will.  
  17 Zwischen denjenigen, die glauben, denjenigen, die dem Judentum angehören, den Saabiern, den Christen, den Zoroastriern (al-madschuus) und denjenigen, die (Allah) beigesellen, wird Allah am Tag der Auferstehung entscheiden. Er ist über alles Zeuge.  
  18 Hast du denn nicht gesehen, daß sich vor Allah (alle in Anbetung) niederwerfen, die im Himmel, und die auf der Erde sind, desgleichen die Sonne, der Mond und die Sterne, die Berge, die Bäume, die Tiere (dawaabb) und viele von den Menschen? Aber an vielen geht die (Androhung der) Strafe in Erfüllung. Wenn Allah jemand erniedrigt, gibt es niemand, der ihm Ehre erweisen würde. Allah tut, was er will.  
  19 Das sind zwei (Typen von) Widersacher(n), die (in ihrem Erdenleben) über ihren Herrn streiten. Für diejenigen nun, die ungläubig sind, sind Kleider aus (Höllen)feuer zugeschnitten. (Sie müssen sie sich anlegen) während ihnen heißes Wasser über den Kopf gegossen wird,  
  20 wodurch zum Schmelzen gebracht wird, was sie im Bauch haben, und (ebenso außen am Körper) die Haut.  
  21 Und Stöcke (maqaami`) aus Eisen sind für sie da (mit denen man sie ins Höllenfeuer treibt).  
  22 Sooft sie in ihrer Bedrängnis aus ihm herauskommen wollen, werden sie (mit Schlägen) wieder hineingebracht. Und (zu ihnen wird gesagt:) Ihr bekommt (jetzt) die Strafe des Höllenbrandes zu fühlen.  
  23 Diejenigen (aber), die glauben und tun, was recht ist, läßt Allah in Gärten eingehen, in deren Niederungen Bäche fließen. Sie sind (dann) darin mit Armringen aus Gold und mit Perlen geschmückt und haben seidene Kleider.  
  24 Und sie sind rechtgeleitet zu dem, was auszusagen gut ist (ilaa t-taiyibi mina l-qauli), und auf den Weg dessen, der des Lobes würdig ist.  
  25 Diejenigen, die ungläubig sind und (ihre Mitmenschen) vom Wege Allahs abhalten, desgleichen von der heiligen Kultstätte, die wir für jedermann gemacht haben, gleichviel ob er seinen Wohnsitz an ihr hat oder Beduine ist (und sich nur vorübergehend in Mekka aufhält, werden ihrer Strafe nicht entgehen). Wer (immer) darauf aus ist, ihr in frevelhafter Weise Abbruch zu tun (wa-man yurid fiehi bi-ilhaadin bi-zulmin), bekommt von uns eine schmerzhafte Strafe zu fühlen.  
  26 "Und (damals) als wir dem Abraham die Stätte des Hauses (der Ka`ba) anwiesen (und ihm die Verpflichtung auferlegten): ""Geselle mir nichts (als Teilhaber an meiner Göttlichkeit) bei und reinige mein Haus für diejenigen, die die Umgangsprozession machen und (andächtig im Gebet) stehen, und die sich verneigen und niederwerfen!"  
  27 Und ruf unter den Menschen zur Wallfahrt auf, damit sie (entweder) zu Fuß zu dir kommen, oder auf allerlei hageren (Kamelen reitend), die aus jedem tief eingeschnittenen Paßweg daherkommen!  
  28 Und sie sollen dabei bezeugen, daß sie allerlei Nutzen (manaafi`) (davon) haben, und in einer bestimmten Anzahl von Tagen (beim Schlachten) den Namen Allahs über jedem Stück Vieh aussprechen, das er ihnen beschert hat. - Eßt (selber) davon, und gebt (auch) dem Notleidenden und Armen (davon) zu essen! -  
  29 "Hierauf sollen sie die (durch den Weihezustand bedingte) körperliche Reinigung (tafath) abstellen (und Haare und Nägel schneiden), ihre Gelübde erfüllen und den Umgang um das altehrwürdige Haus machen."""  
  30 Dies (ist der Wortlaut der Offenbarung). Wenn nun einer die Gebote Allahs ehrt, ist das, so dünkt es seinen Herrn, gut für ihn. Und (zum Schlachten) erlaubt ist euch alles Vieh mit Ausnahme dessen, was euch (in der Schrift als verboten) verlesen wird. Darum meidet die Verunreinigung durch die Götzen (ar-ridschsa mina l-authaani)! Und meidet falsche Aussagen!  
  31 (Verhaltet euch) als Allah ergebene Haniefen (hunafaa§a li-llaahi), die ihm nichts beigesellen! Wenn einer (dem einen) Allah (andere Götter) beigesellt, ist es, wie wenn er vom Himmel stürzen und (noch im Fallen) von Vögeln aufgegriffen oder vom Wind (verweht und) an einem fernen (?sahieq) Ort abgesetzt werden würde.  
  32 Dies (ist der Wortlaut der Offenbarung). Wenn nun einer die Kultsymbole (scha`aa§ir) Allahs hochhält (tut er gut daran). Sie sind (Zeichen dafür, daß jemand) Gottesfurcht im Herzen (hat).  
  33 Bis zu einer bestimmten Frist habt ihr allerlei Nutzen (manaafi`) von ihnen. Hierauf sind sie (wenn ihr mit ihnen) beim altehrwürdigen Haus (angelangt seid) zu schlachten.  
  34 Und für jede Gemeinschaft (umma) haben wir einen Ritus (mansak) bestimmt, damit sie (beim Schlachten) den Namen Allahs über jedem Stück Vieh aussprechen, das er ihnen beschert hat. Euer Gott ist (nun einmal) ein einziger Gott. Ihm müßt ihr euch ergeben. Und bring denen, die sich (vor ihrem Herrn) demütigen, gute Nachricht (von der Seligkeit, die sie im Jenseits zu erwarten haben),  
  35 (ihnen) deren Herz sich ängstigt, wenn Allah erwähnt wird (izaa zukira llaahu), und die geduldig ertragen, was sie zu erleiden haben, das Gebet (salaat) verrichten und von dem, was wir ihnen (an Gut) beschert haben, Spenden geben!  
  36 Und die Opferkamele (budn) haben wir euch zu Kultsymbolen (scha`aa§ir) Allahs gemacht. Ihr habt an ihnen etwas Gutes. Sprecht den Namen Allahs über ihnen aus, wenn sie (zum Schlachten) aufgereiht sind! Und wenn sie (tot) umgesunken sind, dann eßt (selber) davon und gebt (auch) dem Genügsamen und dem Bittenden zu essen! So haben wir sie euch dienstbar gemacht. Vielleicht würdet ihr dankbar sein.  
  37 Weder ihr Fleisch noch ihr Blut gelangt zu Allah, wohl aber die Gottesfurcht (die ihr) eurerseits (empfindet und an den Tag legt). So haben wir sie euch dienstbar gemacht, damit ihr Allah dafür preiset, daß er euch rechtgeleitet hat. Und bring denen, die fromm sind (al-muhsiniena), gute Nachricht (von der Seligkeit, die sie im Jenseits zu erwarten haben)!  
  38 Allah sorgt für die Verteidigung derer, die glauben. Er liebt keinen, der verräterisch und undankbar (kafuur) ist.  
  39 Denjenigen, die (gegen die Ungläubigen) kämpfen, ist die Erlaubnis (zum Kämpfen) erteilt worden, weil ihnen (vorher) Unrecht geschehen ist. - Allah hat die Macht, ihnen zu helfen. -  
  40 (Ihnen) die unberechtigterweise aus ihren Wohnungen vertrieben worden sind, nur weil sie sagen: Unser Herr ist Allah. - Und wenn Allah nicht die einen Menschen durch die anderen zurückgehalten hätte (indem er ihnen aus ihren eigenen Reihen Widersacher entstehen ließ), wären (überall) Einsiedlerklausen (sawaami`), Kirchen (biya`), Synagogen (? salawaat) und (andere) Kultstätten, in denen (allen) der Name Allahs unablässig erwähnt wird, zerstört worden. Aber bestimmt wird Allah denen, die ihm helfen, (ebenfalls) helfen. Er ist stark und mächtig. -  
  41 (Ihnen) die, wenn wir ihnen auf der Erde Macht geben, das Gebet (salaat) verrichten, die Almosensteuer (zakaat) geben, gebieten, was recht ist, und verbieten, was verwerflich ist. Und Allah entscheidet in letzter Instanz.  
  42 Und wenn sie dich der Lüge zeihen (braucht man sich nicht zu wundern). (Schon) vor ihnen haben die Leute Noahs, `Aad und Thamuud (ihre Gesandten) der Lüge geziehen,  
  43 desgleichen die Leute Abrahams, die Leute Lots  
  44 und die Gefährten von Madyan. Und Moses ist (ebenso) der Lüge geziehen worden. Und ich gewährte den Ungläubigen (jedesmal) Aufschub. Hierauf kam ich (mit einem Strafgericht) über sie. Und wie war meine Verleugnung (nakier)!  
  45 Und wie manche Stadt gibt es, die wir in ihrer Frevelhaftigkeit haben zugrunde gehen lassen, so daß sie (nun) in Trümmern liegt! Und wie manchen Brunnen, der nicht mehr benützt wird! Und wie manches (einst schön) verputzte Schloß (das von seinen Bewohnern verlassen ist)!  
  46 Sind sie denn nicht im Land umhergezogen mit einem Herzen, mit dem sie hätten verstehen, und mit Ohren, mit denen sie hätten hören können? (Aber nein, sie sind mit Blindheit geschlagen.) Nicht die Augen sind (bei ihnen) blind. Blind ist vielmehr das Herz (das sie) in der Brust (haben).  
  47 Und sie wollen die Strafe (die ihnen in Aussicht gestellt ist) eilends von dir haben. (Mögen sie sich gedulden!) Allah wird nicht brechen, was er versprochen hat. (Aber er hat ein anderes Zeitmaß als die Menschen.) Ein Tag ist bei deinem Herrn wie nach eurer Berechnung tausend Jahre.  
  48 Wie mancher Stadt habe ich in ihrer Frevelhaftigkeit Aufschub gewährt! Hierauf kam ich (mit einem Strafgericht) über sie. Bei mir wird es (schließlich alles) enden.  
  49 Sag: Ihr Menschen! Ich bin euch nur ein deutlicher Warner.  
  50 Diejenigen nun, die glauben und tun, was recht ist, haben (dereinst) Vergebung und vortrefflichen Unterhalt (rizq kariem) (zu erwarten).  
  51 Diejenigen aber, die sich hinsichtlich unserer Zeichen ereifern, indem sie sich (unserem Zugriff) zu entziehen suchen, werden Insassen des Höllenbrandes sein.  
  52 Und wir haben vor dir keinen Gesandten oder Propheten (zu irgendeinem Volk) geschickt, ohne daß ihm, wenn er etwas wünschte, der Satan (von sich aus etwas) in seinen Wunsch unterschoben hätte. Aber Allah tilgt dann (jedesmal), was der Satan (dem Gesandten oder Propheten) unterschiebt. Hierauf legt Allah seine Verse (eindeutig) fest (yuhkimu). Er weiß Bescheid und ist weise.  
  53 (Er läßt dies alles geschehen) um das, was der Satan (dem betreffenden Gesandten oder Propheten) unterschiebt, zu einer Versuchung (fitna) für diejenigen zu machen, die eine innere Krankheit und ein verhärtetes Herz haben - die Frevler machen heftig Opposition (?la-fie schiqaaqin ba`iedin) -,  
  54 und damit diejenigen, denen das Wissen gegeben worden ist, erkennen, daß es die Wahrheit ist (und) von deinem Herrn (kommt), so daß sie daran glauben und ihr Herz sich vor ihm demütigt. - Allah führt diejenigen, die glauben, auf einen geraden Weg. -  
  55 Und diejenigen, die nicht glauben, sind immer noch im Zweifel darüber, bis die Stunde (des Gerichts einmal) ganz plötzlich über sie kommt, oder die Strafe eines vernichtenden Tages.  
  56 An jenem Tag hat Allah (allein) die Herrschaft. Er wird zwischen ihnen entscheiden. Diejenigen, die glauben und tun, was recht ist, werden dann in den Gärten der Wonne sein.  
  57 Diejenigen aber, die ungläubig sind und unsere Zeichen für Lüge erklären, haben eine erniedrigende Strafe zu erwarten.  
  58 Und diejenigen, die um Allahs willen ausgewandert sind und hierauf (im Kampf) getötet werden oder (eines friedlichen Todes) sterben, denen wird Allah bestimmt einen schönen Unterhalt bescheren. Er kann am besten bescheren.  
  59 Er wird ihnen einen Eingang gewähren, der ihnen genehm ist. Allah weiß Bescheid und ist mild.  
  60 Dies (ist der Wortlaut der Offenbarung). Wenn nun einer (für eine Untat, die gegen ihn verübt worden ist) eine Strafe verhängt nach Maßgabe dessen, was ihm (von der Gegenseite) angetan worden ist (bi-mithli maa `uuqiba bihie), und (wenn) man ihm hierauf (von neuem) Gewalt antut, wird Allah ihm bestimmt helfen. Er ist bereit, Nachsicht zu üben und zu vergeben.  
  61 Dies (geschieht) deshalb, weil Allah die Nacht in den Tag übergehen läßt, und den Tag in die Nacht, und weil er (alles) hört und sieht.  
  62 Dies (geschieht) deshalb, weil Allah wahrhaftig, und weil das, wozu ihr betet, statt zu ihm (zu beten), Lug und Trug ist, und weil Allah (unvergleichlich) erhaben und groß ist.  
  63 Hast du denn nicht gesehen, daß Allah Wasser vom Himmel hat herabkommen lassen, worauf die Erde grün wurde? Er findet (bei jeder Schwierigkeit) Mittel und Wege (inna llaaha latiefun) und ist (über alles) wohl unterrichtet.  
  64 Ihm gehört (alles), was im Himmel und auf Erden ist. Er ist der, der reich und des Lobes würdig ist.  
  65 Hast du denn nicht gesehen, daß Allah (alles), was auf der Erde ist, in euren Dienst gestellt hat, desgleichen die Schiffe, damit sie - auf seinen Befehl - auf dem Meer fahren, und (daß er) den Himmel (oben) hält, so daß er nicht - außer mit seiner Erlaubnis - auf die Erde fällt? Allah ist gegen die Menschen mitleidig und barmherzig.  
  66 Und er ist es, der euch lebendig gemacht hat und euch dann (wieder) sterben läßt und darauf (bei der Auferstehung wieder) lebendig macht. Der Mensch ist (sofern er dies alles nicht anerkennt) wirklich undankbar (kafuur).  
  67 Für jede Gemeinschaft (umma) haben wir einen Ritus (mansak) bestimmt, den sie einzuhalten haben. Sie sollen doch nicht (nachdem alles geklärt ist) mit dir über die Angelegenheit streiten (fa-laa yunaazi`unnaka fie l-amri). Und ruf (die Menschen) zu deinem Herrn! Wahrlich, du folgst der rechten Führung. (innaka la-`alaa hudan mustaqiemin).  
  68 Und wenn sie (trotzdem) mit dir streiten (dschaadaluuka), dann sag: Allah weiß sehr wohl, was ihr tut.  
  69 Allah wird am Tag der Auferstehung zwischen euch entscheiden über das, worüber ihr (in eurem Erdenleben) uneins waret.  
  70 Weißt du denn nicht, daß Allah (alles) weiß, was im Himmel und auf Erden ist? Das ist (alles) in einer Schrift (verzeichnet). Dies (alles zu wissen) ist Allah ein Leichtes.  
  71 Und sie verehren an Allahs Statt etwas, wozu er keine Vollmacht herabgesandt hat, und wovon sie kein Wissen haben. Die Frevler haben (dereinst) keinen Helfer.  
  72 Und wenn ihnen unsere Verse als klare Beweise (baiyinaat) verlesen werden, siehst du denen, die ungläubig sind, die Mißbilligung (? al-munkar) am Gesicht an. Sie würden am liebsten über diejenigen, die ihnen unsere Verse verlesen, herfallen. Sag: Soll ich euch Kunde geben von etwas, was schlimmer ist als das (was ihr an der Verlesung unserer Verse auszusetzen habt)? (Schlimmer ist) das Höllenfeuer, das Allah denen angedroht hat, die ungläubig sind. - Ein schlimmes Ende!  
  73 Ihr Menschen! Ein Gleichnis ist geprägt. Hört darauf! Diejenigen, zu denen ihr betet, statt zu Allah (zu beten), können nicht (einmal) eine Fliege erschaffen, auch wenn sie sich (alle) dafür zusammentun (und einander behilflich sind). Und wenn (umgekehrt) eine Fliege ihnen etwas wegnimmt, können sie es ihr nicht wieder abnehmen. (Wie) schwach ist (hier) der, der (nach etwas) verlangt, und das, wonach verlangt wird!  
  74 Sie haben Allah nicht richtig eingeschätzt. Er ist stark und mächtig.  
  75 Allah erwählt aus den Engeln und (ebenso) aus den Menschen Gesandte. Er hört und sieht (alles).  
  76 Er weiß, was vor und was hinter ihnen ist. Und vor ihn werden (dereinst) die Angelegenheiten (alle zur letzten Entscheidung) gebracht werden.  
  77 Ihr Gläubigen! Verneigt euch (beim Gottesdienst), werft euch (in Anbetung) nieder, dienet eurem Herrn und tut Gutes! Vielleicht wird es euch (dann) wohl ergehen.  
  78 Und eifert um Allahs willen (fie llaahi), wie dafür geeifert werden soll (haqqa dschihaadihie)! Er hat euch erwählt. Und er hat euch in der Religion (dien) nichts auferlegt, was (euch) bedrückt. Die Religion (milla) eures Vaters Abraham! Er hat euch Muslime genannt (schon) früher und (nunmehr) in diesem (Koran), damit der Gesandte Zeuge über euch sei, und ihr über die (anderen) Menschen Zeugen seiet. Verrichtet nun das Gebet (salaat), gebt die Almosensteuer (zakaat) und haltet an Allah fest! Er ist euer Schutzherr. Welch trefflicher Schutzherr und Helfer!