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.Sure 4 | Die Frauen | Koran durchsuchen
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  1 Ihr Menschen! Fürchtet euren Herrn, der euch aus einem einzigen Wesen geschaffen hat, und aus ihm das ihm entsprechende andere Wesen, und der aus ihnen beiden viele Männer und Frauen hat (hervorgehen und) sich (über die Erde) ausbreiten lassen! Fürchtet Allah, in dessen Namen ihr einander zu bitten pflegt, und die Blutsverwandtschaft! Allah paßt auf euch auf.  
  2 Und gebt den (eurer Obhut anvertrauten) Waisen ihr Vermögen und tauscht (dabei) nicht etwas Schlechtes gegen etwas Gutes aus, und zehrt nicht ihr Vermögen auf, indem ihr es eurem eigenen zuschlagt! Das wäre eine schwere Sünde.  
  3 Und wenn ihr fürchtet, in Sachen der (eurer Obhut anvertrauten weiblichen) Waisen nicht recht zu tun, dann heiratet, was euch an Frauen gut ansteht, (ein jeder) zwei, drei oder vier. Und wenn ihr fürchtet, (so viele) nicht gerecht zu behandeln, dann (nur) eine, oder was ihr (an Sklavinnen) besizt! So könnt ihr am ehesten vermeiden, unrecht zu tun.  
  4 Und gebt den Frauen ihre Morgengabe als Geschenk (so daß sie frei darüber verfügen können)! Wenn sie euch aber freiwillig etwas davon überlassen, könnt ihr es unbedenklich (für euch selber) verbrauchen.  
  5 Und gebt nicht euer Geld, das Allah euch zum Unterhalt bestimmt hat, den Schwachsinnigen (sufahaa') (in die Hand)! Beschafft ihnen (vielmehr) damit Unterhalt und Kleidung! Und sprecht ihnen freundlich zu!  
  6 Und prüft die Waisen (ob sie reif genug sind)! Wenn sie schließlich das Heiratsalter erreicht haben und ihr an ihnen feststellt, daß sie, (in Geldsachen) verständig sind, dann händigt ihnen ihr Vermögen aus! Und zehrt es nicht verschwenderisch und voreilig auf (in der Erwartung), daß sie groß werden (und ihr dann nicht mehr darüber verfügen könnt)! Wer reich ist, soll sich enthalten (etwas von dem ihm anvertrauten Vermögen der Waisen zu verbrauchen). Wer arm ist, soll (nur) in rechtlicher Weise (davon) zehren. Und wenn ihr ihnen ihr Vermögen aushändigt, dann laßt es bezeugen! Allah rechnet (streng) genug ab.  
  7 Den Männern steht ein Teil von der Hinterlassenschaft ihrer Eltern und Verwandten zu, und ebenfalls den Frauen steht ein Teil von der Hinterlassenschaft ihrer Eltern und Verwandten zu. Sei es wenig oder viel. (Das gilt) als vorgeschriebener Anteil.  
  8 Und wenn bei der Teilung (der Erbschaft) Anverwandte, Waisen und Arme zugegen sind, dann laßt ihnen (ebenfalls) etwas davon zukommen und sprecht ihnen freundlich zu!  
  9 Und diejenigen, die um ihre minderjährigen Nachkommen in Sorge wären, wenn sie (selber) welche hinterlassen würden, sollen sich (ja davor) in acht nehmen (Minderjährige um ihr Recht zu bringen). Und sie sollen Allah fürchten und sagen, was recht ist.  
  10 Diejenigen, die das Vermögen der Waisen zu Unrecht aufzehren, bekommen in ihren Bauch nichts als Feuer zu essen. Und sie werden (dereinst) im Höllenbrand schmoren.  
  11 Allah verordnet euch hinsichtlich eurer Kinder: Auf eines männlichen Geschlechts kommt (bei der Erbteilung) gleichviel wie auf zwei weiblichen Geschlechts. Wenn es (ausschließlich) Frauen sind, (und zwar) mehr als zwei, stehen ihnen zwei Drittel der Hinterlassenschaft zu; wenn es (nur) eine ist, die Hälfte. Und den beiden Eltern steht jedem ein Sechstel der Hinterlassenschaft zu, wenn der Erblasser Kinder hat. Wenn er jedoch keine Kinder hat und seine beiden Eltern ihn beerben, steht seiner Mutter ein Drittel zu. Und wenn er (in diesem Fall auch noch) Brüder hat, steht seiner Mutter ein Sechstel zu. (Das alles) nach (Berücksichtigung) einer (etwa) vom Erblasser getroffenen testamentarischen Verfügung oder einer (von ihm hinterlassenen) Schuld. - Ihr wißt nicht, wer von euren Vätern und Söhnen euch im Hinblick auf (den) Nutzen (den ihr von ihm habt) am nächsten steht. (Das gilt) als Verpflichtung von seiten Allahs. Allah weiß Bescheid und ist weise.  
  12 Und von der Hinterlassenschaft eurer Gattinnen steht euch die Hälfte zu, falls sie keine Kinder haben. Falls sie jedoch Kinder haben, steht euch ein Viertel davon zu. (Auch dies) nach (Berücksichtigung) einer (etwa) von ihnen getroffenen testamentarischen Verfügung oder einer (von ihnen hinterlassenen) Schuld. Und euren Gattinnen steht ein Viertel zu von dem, was ihr (Männer) hinterlaßt, falls ihr keine Kinder habt. Falls ihr jedoch Kinder habt, ein Achtel. (Auch dies) nach (Berücksichtigung) einer (etwa) von euch getroffenen testamentarischen Verfügung oder einer (von euch hinterlassenen) Schuld. Und wenn ein Mann oder eine Frau von seitlicher Verwandtschaft (kalaala) beerbt wird und er (bzw. sie) einen Halbbruder oder eine Halbschwester hat, steht jedem von den beiden ein Sechstel zu. Wenn es mehr (als zwei) sind, teilen sie sich in ein Drittel (und zwar) nach (Berücksichtigung) einer (etwa) getroffenen testamentarischen Verfügung oder einer (hinterlassenen) Schuld. Dabei soll niemand schikaniert werden. (Das gilt) als Verordnung von seiten Allahs. Allah weiß Bescheid und ist mild  
  13 Das sind die Gebote Allahs. Wer nun Allah und seinem Gesandten gehorcht, den läßt er (dereinst) in Gärten eingehen, in deren Niederungen Bäche fließen, und in denen sie (ewig) weilen werden. Das ist dann das große Glück (al-fauz al-`aziem).  
  14 Wer aber gegen Allah und seinen Gesandten widerspenstig ist und seine Gebote übertritt, den läßt er in ein Feuer eingehen, damit er (ewig) darin weile. Eine erniedrigende Strafe hat er zu erwarten.  
  15 Und wenn welche von euren Frauen etwas Abscheuliches begehen, so verlangt, daß vier von euch (Männern) gegen sie zeugen! Wenn sie (tatsächlich) zeugen, dann haltet sie im Haus fest, bis der Tod sie abberuft oder Allah ihnen eine Möglichkeit schafft (ins normale Leben zurückzukehren)!  
  16 Und wenn zwei von euch (Männern) es begehen, dann züchtigt sie! Wenn sie (daraufhin) umkehren und sich bessern, dann wendet euch von ihnen ab (und setzt ihnen nicht weiter zu)! Allah ist gnädig (tauwaab) und barmherzig.  
  17 Nur diejenigen haben bei Allah Vergebung (tauba) zu erwarten, die in Unwissenheit Böses tun und hierauf beizeiten umkehren. Diesen wendet sich Allah (gnädig) wieder zu. Allah weiß Bescheid und ist weise.  
  18 "Diejenigen aber haben keine Vergebung zu erwarten, die schlechte Taten begehen (und darin verharren), so daß einer erst, wenn er zum Sterben kommt, sagt: ""Jetzt kehre ich um"". Auch diejenigen nicht, die als Ungläubige sterben. Für sie haben wir (im Jenseits) eine schmerzhafte Strafe bereit."  
  19 Ihr Gläubigen! Es ist euch nicht erlaubt, Frauen (nach dem Tode ihres Mannes) wider (ihren) Willen zu erben. Und drangsaliert sie nicht in der Absicht, (ihnen) einen Teil von dem, was ihr ihnen (vorher als Morgengabe) gegeben habt, wegzunehmen! (Behaltet nichts von ihrer Morgengabe ein) es sei denn, sie begehen etwas ausgesprochen Abscheuliches. Und geht gut mit ihnen um! Wenn sie euch zuwider sind, so ist euch vielleicht etwas zuwider, während Allah viel Gutes in es hineinlegt.  
  20 Und wenn ihr eine Gattin an Stelle einer anderen eintauschen wollt und der einen von ihnen (vorher) einen Qintaar gegeben habt, dann nehmt nichts davon (wieder an euch)! Wollt ihr es (denn etwa) mit Verleumdung und offenkundiger Sünde (wieder an euch) nehmen?  
  21 Wie könnt ihr es (denn wieder an euch) nehmen, wo ihr doch zueinander eingegangen seid und sie eine feste Verpflichtung von euch entgegengenommen haben?  
  22 Und heiratet keine Frauen, die (vorher einmal) eure Väter geheiratet haben, abgesehen von dem, was (in dieser Hinsicht) bereits geschehen ist! Das ist etwas Abscheuliches und hassenswert - eine üble Handlungsweise!  
  23 Verboten (zu heiraten) sind euch eure Mütter, eure Töchter, eure Schwestern, eure Tanten väterlicherseits oder mütterlicherseits, die Nichten, eure Nährmütter, eure Nährschwestern, die Mütter eurer Frauen, eure Stieftöchter, die sich im Schoß eurer Familie befinden (und) von (denen von) euren Frauen (stammen), zu denen ihr (bereits) eingegangen seid, - wenn ihr zu ihnen noch nicht eingegangen seid, ist es für euch keine Sünde (solche Stieftöchter zu heiraten) - und (verboten sind euch) die Ehefrauen eurer leiblichen Söhne. Auch (ist es euch verboten) zwei Schwestern zusammen (zur Frau) zu haben, abgesehen von dem, was (in dieser Hinsicht) bereits geschehen ist. Allah ist barmherzig und bereit zu vergeben.  
  24 Und (verboten sind euch) die ehrbaren Frauen (al-muhsanaat mina n-nisaa'), außer was ihr (an Ehefrauen als Sklavinnen) besitzt. (Dies ist) euch von Allah vorgeschrieben. Was darüber hinausgeht, ist euch erlaubt, (nämlich) daß ihr euch als ehrbare Männer, nicht um Unzucht zu treiben, mit eurem Vermögen (sonstige Frauen zu verschaffen) sucht. Wenn ihr dann welche von ihnen (im ehelichen Verkehr) genossen habt, dann gebt ihnen ihren Lohn als Pflichtteil! Es liegt aber für euch keine Sünde darin, wenn ihr, nachdem der Pflichtteil festgelegt ist, (darüber hinausgehend) ein gegenseitiges Übereinkommen trefft. Allah weiß Bescheid und ist weise.  
  25 Und diejenigen von euch, die nicht so bemittelt sind, daß sie ehrbare gläubige Frauen zu heiraten vermögen, (sollen welche) von euren gläubigen Mägden (heiraten), die ihr (als Sklavinnen) besitzt. Allah weiß sehr Wohl über euren Glauben Bescheid. Ihr gehört (als Gläubige) zueinander (ungeachtet der Unterschiede in der sozialen Stellung). Heiratet sie also mit der Erlaubnis ihrer Herrschaft und gebt ihnen ihren Lohn in rechtlicher Weise! (Dabei sollen sie sich) als ehrbare Frauen (betragen), nicht als solche, die Unzucht treiben und sich Liebschaften halten. Und wenn sie (durch die Eheschließung) ehrbare Frauen geworden sind und dann etwas Abscheuliches begehen, kommt ihnen die Hälfte der Strafe zu, die (in einem solchen Fall) für die (freigeborenen) ehrbaren Frauen vorgesehen ist. Dies ist (eine Erleichterung) für diejenigen von euch, die (bei gänzlicher Enthaltsamkeit) fürchten, in Bedrängnis zu kommen. Doch ist es besser für euch, Geduld zu üben (und auf die Heirat von Sklavinnen zu verzichten). Allah ist barmherzig und bereit zu vergeben.  
  26 Allah will euch Klarheit geben und euch rechtleiten, so wie mit denen verfahren worden ist, die vor euch lebten, und sich euch (gnädig) wieder zuwenden. Er weiß Bescheid und ist weise.  
  27 Allah will sich euch (seinerseits gnädig) wieder zuwenden. Diejenigen aber, die ihren Gelüsten folgen, wollen, daß ihr (vom rechten Weg) völlig abweicht.  
  28 Allah will euch Erleichterung gewähren. Der Mensch ist (ja) von Natur schwach.  
  29 Ihr Gläubigen! Bringt euch nicht untereinander in betrügerischer Weise um euer Vermögen! - Anders ist es, wenn es sich um ein Geschäft handelt, das ihr nach gegenseitigem Übereinkommen abschließt. Und tötet euch nicht (gegenseitig)! Allah verfährt barmherzig mit euch.  
  30 Wenn einer dies (trotzdem) in Übertretung (der göttlichen Gebote) und in frevelhafter Weise tut, werden wir ihn (dereinst) im Feuer schmoren lassen. Dies (wahr zu machen) ist Allah ein leichtes.  
  31 Wenn ihr (all) die schweren Sünden meidet, die euch untersagt sind, tilgen wir euch (dereinst) eure (weniger schwer wiegenden) schlechten Taten und lassen euch in Ehren (ins Paradies) eingehen.  
  32 Und wünscht euch nicht das, womit Allah die einen von euch vor den anderen ausgezeichnet hat! Den Männern steht ein (bestimmter) Anteil zu von dem, was sie erworben haben. Ebenso den Frauen. Und bittet Allah (um etwas) von seiner Huld (statt einander zu beneiden)! Allah weiß über alles Bescheid.  
  33 Für einen jeden haben wir hinsichtlich der Hinterlassenschaft der Eltern, der nächsten Verwandten und derer, mit denen ihr eine eidliche Bindung eingegangen habt, Erben (Mawaalie) bestimmt. Gebt ihnen ihren Anteil! Allah ist über alles Zeuge.  
  34 Die Männer stehen den Frauen in Verantwortung vor, weil Allah sie (von Natur vor diesen) ausgezeichnet hat und wegen der Ausgaben, die sie von ihrem Vermögen (als Morgengabe für die Frauen) gemacht haben. Und die rechtschaffenen Frauen sind (Allah) demütig ergeben und geben acht mit Allahs Hilfe auf das, was (den Außenstehenden) verborgen ist. Und wenn ihr fürchtet, daß (irgendwelche) Frauen sich auflehnen, dann vermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie! Wenn sie euch (daraufhin wieder) gehorchen, dann unternehmt (weiter) nichts gegen sie! Allah ist erhaben und groß.  
  35 Und Wenn ihr fürchtet, daß es zwischen einem Ehepaar zu einem (ernsthaften) Zerwürfnis kommt, dann bestellt einen Schiedsrichter aus seiner und einen aus ihrer Familie (um zu vermitteln)! Wenn die beiden sich (dann) aussöhnen wollen, wird Allah ihnen zu ihrem (weiteren) Zusammenleben (in der Ehe) Gelingen geben. Er weiß Bescheid und ist wohl (darüber) unterrichtet (was ihr tut).  
  36 Und dienet Allah und gesellt ihm nichts (als Teilhaber an seiner Göttlichkeit) bei! Und zu den Eltern (sollt ihr) gut sein, und (ebenso) zu den Verwandten, den Waisen und den Armen, (weiter) zum verwandten und zum fremden Beisassen (wal-dschaari zie l-qurbaa wal-dschaari l-dschunubi), zum Gefährten (der euch) zur Seite (steht) (? as-saahibi bil-dschanbi), zu dem, der unterwegs ist, und zu dem, was ihr (an Sklaven) besitzt. Wer eingebildet und prahlerisch ist, den liebt Allah nicht.  
  37 (Er liebt) diejenigen (nicht), die geizig sind und den Leuten gebieten, geizig zu sein, und verheimlichen, was Allah ihnen von seiner Huld gegeben hat, - für die Ungläubigen haben wir (im Jenseits) eine erniedrigende Strafe bereit -  
  38 und diejenigen, die ihr Vermögen spenden, um von den Leuten gesehen zu werden, und nicht an Allah und den Jüngsten Tag glauben - wenn einer den Satan zum Gesellen hat, ist das ein schlimmer Geselle.  
  39 Was würde es ihnen denn ausmachen, wenn sie an Allah und den jüngsten Tag glauben und von dem, was Allah ihnen (an Gut) beschert hat, Spenden geben würden? Aber Allah weiß über sie Bescheid.  
  40 Allah tut (bei der Vergeltung um Jenseits) nicht im Gewicht eines Stäubchens Unrecht. Und wenn es eine gute Tat ist (die vergolten werden soll), vervielfältigt er sie. Er gibt von sich aus gewaltigen Lohn.  
  41 Aber wie (wird es sein), wenn wir (dereinst) von jeder Gemeinschaft (umma) einen Zeugen beibringen (damit er über sie aussage) und dich als Zeugen über diese da beibringen?  
  42 An jenem Tag wünschten (wohl) diejenigen, die (im Erdenleben) ungläubig und gegen den Gesandten widerspenstig waren, die Erde würde über ihnen eingeebnet. Aber sie werden vor Allah nichts (was irgend zu sagen wäre) (hadithan) verborgen halten.  
  43 Ihr Gläubigen! Kommt nicht betrunken zum Gebet (salaat), ohne vorher (wieder zu euch gekommen zu sein und) zu wissen, was ihr sagt! Und (kommt auch) nicht unrein (zum Gebet) - es sei denn, ihr (kommt nicht eigentlich zum Gebet, sondern) geht (nur zufällig am Gebetsplatz) vorüber -, ohne euch vorher zu waschen! Und wenn ihr krank seid (und deshalb nicht die regelrechte Waschung vornehmen könnt) oder (wenn ihr euch) auf einer Reise (befindet) oder (wenn) einer von euch vom Abort kommt oder (wenn) ihr mit Frauen in Berührung gekommen seid und kein Wasser findet (um die Waschung vorzunehmen), dann sucht guten (reinen) Sand und reibt euch dann Gesicht und Hände ab! Wahrlich, Allah ist Allverzeihend, Allvergebend.  
  44 Hast du nicht jene gesehen, die einen Anteil an der Schrift erhalten haben? Sie erkaufen den Irrtum (um die Rechtleitung) und wollen, daß (auch) ihr vom (rechten) Weg abirrt.  
  45 Allah weiß sehr wohl über eure Feinde Bescheid. Und Allah genügt als Beschützer. Er genügt als Helfer.  
  46 "Unter denen, die dem Judentum angehören, entstellen welche die Worte (der Schrift) (indem sie sie) von der Stelle weg(nehmen), an die sie hingehören. Sie sagen: ""Wir hören und sind widerspenstig"" und: ""Höre, ohne daß (es) zu Gehör gebracht wird!"" und: ""Sei uns nachsichtig (raa`inaa)"", wobei sie den Wortlaut verdrehen und hinsichtlich der Religion (des Islam) ausfällig werden (ta`nan fid-dieni). Wenn sie sagen würden: ""Wir hören und gehorchen"" und ""Höre!"" und ""Schaue gnädig auf uns zu (unzurnaa)"", wäre es besser und richtiger für sie. Aber Allah hat sie (zur Strafe) für ihren Unglauben verflucht. Darum glauben sie nur wenig."  
  47 Ihr, die ihr die Schrift erhalten habt! Glaubt an das, was wir (nunmehr) zur Bestätigung dessen, was euch (an früheren Offenbarungen bereits) vorliegt, (als neue Offenbarung) hinabgesandt haben! (Beeilt euch, diese Mahnung zu befolgen) damit wir nicht (etwa gewisse) Gesichter (von Leuten, die unsere Mahnung nicht befolgen) verschwinden lassen und (von vorn) nach hinten versetzen, oder (damit wir) sie (nicht) verfluchen, wie wir (seinerzeit) die Leute des Sabbats verflucht haben. Was Allah anordnet (amru llaahi), wird (unweigerlich) ausgeführt.  
  48 Allah vergibt nicht, daß man ihm (andere Götter) beigesellt. Was darunter liegt, vergibt er, wem er (es vergeben) will. Wenn einer (dem einen) Allah (andere Götter) beigesellt, hat er (damit) eine gewaltige Sünde ausgeheckt.  
  49 Hast du nicht jene gesehen, die sich selber für rein erklären? (Sie können ja gar nicht aus eigener Kraft rein werden.) Vielmehr erklärt Allah für rein, wen er will. Und ihnen wird nicht ein Fädchen Unrecht getan.  
  50 Schau, wie sie gegen Allah eine Lüge aushecken! Das ist (reichlich) genug an offenkundiger Sünde.  
  51 "Hast du nicht jene gesehen, die einen Anteil an der Schrift erhalten haben? Sie glauben an Zauberei (al-dschibt) und die Götzen (at-taaghuut) und sagen hinsichtlich derer, die ungläubig sind: ""Die da sind eher auf dem rechten Weg als die Gläubigen."""  
  52 Das sind diejenigen, die Allah verflucht hat. Und wen Allah verflucht, für den findest du keinen Helfer.  
  53 Oder haben sie (etwa) einen Anteil an der Herrschaft? (Gesetzt den Fall, es wäre so) dann würden sie den Leuten nicht ein Dattelgrübchen (davon) abgeben.  
  54 Oder beneiden sie etwa die Leute wegen dessen, was Allah ihnen von seiner Huld gegeben hat? (Dabei haben ihre eigenen Vorfahren in gleicher Weise Allahs Huld erfahren.) Wir haben (doch früher) der Sippe Abrahams die Schrift und die Weisheit gegeben und ihnen gewaltige Herrschaft verliehen.  
  55 Und nun glaubten die einen von ihnen daran, während die anderen (ihre Mitmenschen) davon abhielten. Die Hölle wird (dereinst die Ungläubigen) schlimm genug brennen.  
  56 Diejenigen, die nicht an unsere Zeichen glauben, werden wir (dereinst) im Feuer schmoren lassen. Sooft (dann) ihre Haut gar ist, tauschen wir ihnen eine andere (dagegen) ein, damit sie die Strafe (richtig) zu fühlen bekommen. Allah ist mächtig und weise.  
  57 Diejenigen aber, die glauben und tun, was recht ist, werden wir (dereinst) in Gärten eingehen lassen, in deren Niederungen Bäche fließen, und in denen sie ewig weilen werden. Darin haben sie gereinigte Gattinnen (zu erwarten). Und in dichten Schatten lassen wir sie kommen.  
  58 Allah befiehlt euch, anvertraute Güter (nach Ablauf der verabredeten Frist) ihren Eigentümern (wieder) auszuhändigen und, wenn ihr als Schiedsrichter tätig seid, zu entscheiden, wie es recht und billig ist (bil-`adli). Welch treffliche Ermahnung, die Allah euch (damit) gibt! Er hört und sieht (alles).  
  59 Ihr Gläubigen! Gehorchet Allah und dem Gesandten und denen unter euch, die zu befehlen haben! Und wenn ihr über eine Sache streitet (und nicht einig werden könnt), dann bringt sie vor Allah und den Gesandten, wenn (anders) ihr an Allah und den jüngsten Tag glaubt! So ist es am besten (für euch) und nimmt am ehesten einen guten Ausgang.  
  60 Hast du nicht jene gesehen, die behaupten, an das zu glauben, was (als Offenbarung) zu dir, und was (zu den Gottesmännern) vor dir herabgesandt worden ist, während sie sich (gleichzeitig) an die Götzen (at-taaghuut) um Entscheidung (ihrer strittigen Angelegenheiten) wenden wollen, wo ihnen doch befohlen worden ist, nicht daran zu glauben? Der Satan will sie (vom rechten Weg) weit abirren lassen.  
  61 "Wenn man zu ihnen sagt: ""Kommt her zu dem, was Allah (als Offenbarung) herabgesandt hat, und zum Gesandten!"", siehst du, daß die Heuchler (munaafiquun) (die anderen) nachdrücklich von dir abhalten."  
  62 "Aber wie (ist es), wenn sie (einmal zur Strafe) für die früheren Werke ihrer Hände ein Unglück trifft und sie hierauf zu dir kommen und bei Allah schwören: ""Wir wollten es ja nur gut machen und (euch) behilflich sein""?"  
  63 Das sind die, von denen Allah weiß, was sie (insgeheim) im Herzen haben. Wende dich von ihnen ab! Und vermahne sie und sag ihnen deutlich darüber Bescheid, was von ihnen zu halten ist!  
  64 Und wir haben keinen Gesandten (zu irgendeinem Volk) geschickt, ohne daß ihm - mit Allahs Erlaubnis - Gehorsam geleistet werden sollte. Wenn sie (nun), wo sie (durch ihre Sündhaftigkeit) gegen sich selber gefrevelt haben, zu dir kämen und Allah um Vergebung bitten würden, und (wenn) der Gesandte (daraufhin seinerseits Allah) für sie um Vergebung bitten würde, dann würden sie finden, daß Allah gnädig (tauwaab) und barmherzig ist.  
  65 Aber nein, bei deinem Herrn! Sie sind so lange nicht (wirklich) gläubig, bis sie dich zum Schiedsrichter machen über das, was zwischen ihnen umstritten ist, und sich hierauf durch die Entscheidung, die du getroffen hast, nicht bedrückt fühlen, (dir) vielmehr uneingeschränkt beipflichten (wa-yusallimuu taslieman).  
  66 Wenn wir ihnen vorschreiben würden, sie sollen sich (gegenseitig) töten oder aus ihren Wohnungen ausziehen (und emigrieren), würden sie es (begreiflicherweise) - mit wenigen Ausnahmen - nicht tun. Wenn sie aber (wenigstens) tun würden, wozu sie (in ihrem eigenen Interesse) ermahnt werden (anstatt alle Ermahnungen in den Wind zu schlagen), wäre es besser für sie und würde sie (im Glauben) eher festigen (aschadda tathbietan).  
  67 Dann würden wir ihnen unsererseits gewaltigen Lohn geben  
  68 und würden sie einen geraden Weg führen.  
  69 Diejenigen, die Allah und dem Gesandten gehorchen, sind (dereinst im Paradies) zusammen mit den Propheten, den Wahrhaftigen (siddiequun), den Zeugen (schuhadaa') und den Rechtschaffenen (saliehuun), denen (allen) Allah (höchste) Gnade erwiesen hat. Welch gute Gefährten!  
  70 Derart ist Allahs Huld. Und Allah weiß gut genug Bescheid.  
  71 Ihr Gläubigen! Seid (vor dem Feind) auf eurer Hut! Und rückt in Trupps aus, oder (alle) zusammen (aber laßt euch nicht als Einzelgänger überraschen)!  
  72 Und unter euch gibt es (manch) einen, der (beim Ausrücken) ganz langsam tut (la-yubti'anna) (und auf diese Weise zurückbleibt). Wenn euch (andere) dann (im Kampf) ein Unglück trifft, sagt er: "Allah hat mir Gnade erwiesen, da ich nicht mit ihnen dabei war (und so von ihrem Unglück nicht auch betroffen worden bin)."  
  73 "Wenn euch aber Huld von Allah beschieden ist, sagt er, als ob zwischen euch und ihm nie Freundschaft bestanden hätte: ""Wäre ich doch mit ihnen gewesen und hätte so (mit ihnen) großes Glück gewonnen!"""  
  74 Diejenigen aber, die das diesseitige Leben um den Preis des Jenseits verkaufen, sollen um Allahs willen kämpfen. Und wenn einer um Allahs willen kämpft, und er wird getötet - oder er siegt -, werden wir ihm (im Jenseits) gewaltigen Lohn geben.  
  75 "Warum wollt ihr (denn) nicht um Allahs willen und (um) der Unterdrückten (al-mustad`afuun) (willen) kämpfen, (jener) Männer, Frauen und Kinder, die (in Mekka zurückbleiben mußten und) sagen: ""Herr! Bring uns aus dieser Stadt hinaus, deren Einwohner frevlerisch sind, und schaff uns deinerseits einen Beschützer und einen Helfer""?"  
  76 Diejenigen, die gläubig sind, kämpfen um Allahs willen, diejenigen, die ungläubig sind, um der Götzen (at-taaghuut) willen. Kämpft nun gegen die Freunde des Satans! Die List des Satans ist schwach.  
  77 "Hast du nicht jene gesehen, zu denen man (anfänglich) sagte: ""Haltet eure Hände (vom Kampf) zurück und verrichtet das Gebet (salaat) und gebt die Almosensteuer (zakaat)""? Als ihnen dann (später) vorgeschrieben wurde, zu kämpfen, fürchtete auf einmal ein Teil von ihnen die Menschen, wie man Allah fürchtet, oder (gar) noch mehr. Und sie sagten: ""Herr! Warum hast du uns vorgeschrieben, zu kämpfen? Würdest du uns doch (wenigstens) für eine kurze Frist Aufschub gewähren!"" Sag: Die Nutznießung des Diesseits ist kurz bemessen. Und das Jenseits ist für die, die gottesfürchtig sind, besser. Und euch wird (dereinst bei der Abrechnung) nicht ein Fädchen Unrecht getan."  
  78 "Wo ihr auch seid, wird euch der Tod erreichen, und wäret ihr in hochgebauten Türmen. Und wenn sie etwas Gutes trifft, sagen sie: ""Das kommt von Allah."" Wenn sie aber etwas Schlimmes trifft, sagen sie: ""Das kommt von dir."" Sag: Alles kommt von Allah. Warum verstehen denn diese Leute kaum etwas, was man ihnen sagt (? hadiethan)?"  
  79 Was dich an Gutem trifft, kommt von Allah, was dich an Schlimmem trifft, von dir selber. Und wir haben dich zum Gesandten für die Menschen bestellt. Allah genügt (dafür) als Zeuge.  
  80 Wenn einer dem Gesandten gehorcht, gehorcht er (damit) Allah. Und wenn einer sich abwendet (und keinen Gohorsam leistet, ist das seine Sache). Wir haben dich nicht als Hüter über sie gesandt.  
  81 "Und sie sagen (wenn sie dir gegenübersetehen): ""(Wir sind zum) Gehorsam (bereit)."" Wenn sie aber von dir weggehen, munkelt (? baiyata) eine Gruppe von ihnen von etwas anderem, als was du sagst. Allah schreibt (zu ihren Lasten) auf, wovon sie munkeln (? yubaiyituuna). Darum wende dich von ihnen ab und vertrau auf Allah! Er genügt als Sachwalter."  
  82 Machen sie sich denn keine Gedanken über den Koran? Wenn er von jemand anderem als (von) Allah wäre, würden sie in ihm viel Widerspruch finden.  
  83 Und wenn ihnen etwas zu Ohren kommt, was Sicherheit oder Furcht (vor einem feindlichen Überfall) betrifft, machen sie es (in der Öffentlichkeit) bekannt. Wenn sie es jedoch (für sich behalten und) vor den Gesandten und vor diejenigen von ihnen bringen würden, die zu befehlen haben, würden diejenigen von ihnen es wissen, die der Sache wirklich nachgehen können (? yastanbituunahuu). Und wenn nicht Allah seine Huld und Barmherzigkeit über euch hätte walten lassen, wäret ihr - mit wenigen Ausnahmen - dem Satan gefolgt.  
  84 Kämpfe nun um Allahs willen! Du hast (dereinst) nur die Last für deine eigenen Handlungen zu tragen. Und feure die Gläubigen (zum Kampf) an! Vielleicht wird Allah die Gewalt derer, die ungläubig sind, (vor euch) zurückhalten (so daß Sie euch nichts anhaben können). Allah verfügt über mehr Gewalt und kann schrecklicher bestrafen (aschaddu tankielan) (als irgendwer auf der Welt).  
  85 Wer eine gute Fürbitte einlegt, bekommt (dereinst) einen Anteil daran. Und wer eine schlechte Fürbitte einlegt, bekommt (dereinst), was ihr entspricht (kiflun minhaa). Allah hat Macht über alle Dinge (? muqiet).  
  86 Und wenn euch ein Gruß entboten wird, dann grüßt (eurerseits) mit einem schöneren (zurück) oder erwidert ihn (in derselben Weise, in der er euch entboten worden ist)! Allah rechnet über alles ab.  
  87 Allah (ist einer allein). Es gibt keinen Gott außer ihm. Er wird euch sicher zu dem Tag der Auferstehung versammeln, an dem nicht zu zweifeln ist. Wer wäre, wenn er etwas aussagt, glaubwürdiger als Allah (wa-man asdaqu mina llaahi hadithan)?  
  88 Wie könnt ihr hinsichtlich der Angelegenheit der Heuchler (munaafiquun) in zwei Parteien gespalten sein, wo doch Allah sie wegen dessen, was sie (an Sünden) begangen haben, verstoßen hat (? arkasahum)! Wollt ihr denn rechtleiten, wen Allah irregeführt hat? Wen Allah irreführt, für den findest du keinen Weg.  
  89 Sie möchten gern, ihr wäret ungläubig, so wie sie (selber) ungläubig sind, damit ihr (alle) gleich wäret. Nehmt euch daher niemand von ihnen zu Freunden, solange sie nicht (ihrerseits) um Allahs willen auswandern! Und wenn sie sich abwenden (und eurer Aufforderung zum Glauben kein Gehör schenken), dann greift sie und tötet sie, wo (immer) ihr sie findet, und nehmt euch niemand von ihnen zum Beschützer oder Helfer!  
  90 (Kämpft gegen sie) mit Ausnahme derer, die zu Leuten gelangen, mit denen ihr in einem Vertragsverhältnis steht, oder die (in friedlicher Absicht) zu euch gekommen sind, nachdem sie davor zurückscheuten, gegen euch oder ihre (eigenen) Leute zu kämpfen. - Wenn Allah gewollt hätte, hätte er ihnen Gewalt über euch gegeben, und dann hätten sie gegen euch (mit Erfolg) gekämpft. - Wenn sie sich (nun) von euch fernhalten und nicht gegen euch kämpfen und euch ihre Bereitschaft erklären, sich (künftig) friedlich zu verhalten (und keinen Widerstand mehr zu leisten), gibt euch Allah keine Möglichkeit, gegen sie vorzugehen.  
  91 Ihr werdet andere finden, die (zwar) vor euch und vor ihren (eigenen) Leuten Sicherheit haben wollen. (Aber) jedesmal, wenn sie wieder der Versuchung ausgesetzt sind (rudduu ilaa l-fitnati), werden sie in ihr zu Fall gebracht (? urkisuu). Und wenn sie sich nicht von euch fernhalten und euch (nicht) ihre Bereitschaft erklären, sich (künftig) friedlich zu verhalten, und ihre Hände (nicht vom Kampf gegen euch) zurückhalten, dann greift sie und tötet sie, wo (immer) ihr sie zu fassen bekommt! (Zum Vorgehen) gegen Leute dieser Art haben wir euch offenkundig Vollmacht gegeben.  
  92 Kein Gläubiger darf einen (anderen) Gläubigen töten, es sei denn (er tötet ihn) aus Versehen. In diesem Fall ist (als Sühne) ein gläubiger Sklave in Freiheit zu setzen und (außerdem) Wergeld (zu bezahlen), das seinen Angehörigen auszuhändigen ist - es sei denn, sie zeigen sich mildtätig. Und wenn er zu Leuten gehört, die euch feind sind, während er (seinerseits) gläubig ist, ist (als Sühne) ein gläubiger Sklave in Freiheit zu setzen (ohne daß auch noch Wergeld bezahlt wird). Und wenn er Leuten zugehört, mit denen ihr in einem Vertragsverhältnis steht (ohne daß sie ihrerseits den Islam angenommen haben), ist Wergeld (zu bezahlen), das seinen Angehörigen auszuhändigen ist, und (außerdem) ein gläubiger Sklave in Freiheit zu setzen. Und wenn einer keine Möglichkeit findet (einen Sklaven in Freiheit zu setzen), hat er (dafür) zwei aufeinanderfolgende Monate zu fasten. (Das ist) ein Gnadenakt von seiten Allahs. Allah weiß Bescheid und ist weise.  
  93 Und wenn einer einen Gläubigen vorsätzlich tötet, ist die Hölle sein Lohn, daß er (ewig) darin weile. Und Allah wird ihm zürnen und ihn verfluchen, und er hat (im Jenseits) eine gewaltige Strafe für ihn bereit.  
  94 "Ihr Gläubigen! Wenn ihr um Allahs willen (auf einem heiligen Kampf) unterwegs seid, dann paßt genau auf (tabaiyanuu) und sagt nicht zu einem, der euch den Heilsgruß (as-salaam) entboten hat: ""Du bist kein Gläubiger"", wobei ihr (unter dem Vorwand, einen Ungläubigen vor euch zu haben und ihn bekämpfen zu müssen) den Glücksgütern (`arad) des diesseitigen Lebens nachgeht! Allah bietet (euch) doch genug (andere) Möglichkeiten, Beute zu machen. So seid ihr früher gewesen (als ihr noch Heiden waret). Aber dann hat euch Allah Gnade erwiesen (indem er euch dem Glauben zugeführt und euren Blick auf das Jenseits gerichtet hat). Paßt also genau auf (und begeht keine solchen Mißgriffe)! Allah ist wohl darüber unterrichtet, was ihr tut."  
  95 Diejenigen Gläubigen, die daheim bleiben (statt in den Krieg zu ziehen) - abgesehen von denen, die eine (körperliche) Schädigung (als Entschuldigungsgrund vorzuweisen) haben -, sind nicht denen gleich(zusetzen), die mit ihrem Vermögen und mit ihrer eigenen Person um Allahs willen Krieg führen. Allah hat diejenigen, die mit ihrem Vermögen und mit ihrer eigenen Person kämpfen, gegenüber denjenigen, die daheim bleiben, um eine Stufe höher bewertet. Aber einem jeden (Gläubigen, ob er daheim bleibt oder Krieg führt) hat Allah das Allerbeste (al-husnaa) versprochen. Doch hat Allah die Kriegführenden gegenüber denen, die daheim bleiben, mit gewaltigem Lohn ausgezeichnet,  
  96 (mit besonderen) Rangstufen (die sie) von ihm (im Paradies zugewiesen bekommen) und Vergebung und Barmherzigkeit. Allah ist barmherzig und bereit zu vergeben.  
  97 "Zu denen, die (zu Lebzeiten durch ihre Weigerung, sich offen zum Islam zu bekennen) gegen sich selber gefrevelt haben, sagen die Engel, wenn sie sie abberufen: ""In was für Umständen waret ihr (denn zu euren Lebzeiten, daß ihr nicht gläubig geworden seid)?"" Sie sagen: ""Wir waren (überall) im Land (ard) unterdrückt (und konnten es deshalb nicht wagen, uns zum Glauben zu bekennen)."" Sie sagen: ""War (denn) die Erde (ard) Allahs nicht weit (genug) so daß ihr darauf hättet auswandern (und in der neuen Umgebung als Gläubige leben) können?"" Diese (Schwächlinge) wird die Hölle aufnehmen - ein schlimmes Ende! -"  
  98 Ausgenommen die unterdrückten Männer, Frauen und Kinder, die über keine Möglichkeit (hiela) verfügen (sich aus Mekka wegzustehlen) und (aus Hilflosigkeit) auf dem Weg (den sie eingeschlagen haben) nicht rechtgeleitet sind.  
  99 Denen wird Allah vielleicht verzeihen. Allah ist bereit, Nachsicht zu üben und zu vergeben. -  
  100 Wenn einer um Allahs willen auswandert, findet er auf der Erde viel Gelegenheit, sich (aus seiner bisherigen Umgebung) zurückzuziehen (muraaghaman kathiran), und Spielraum (genug). Und wenn einer sein Haus verläßt, um zu Allah und seinem Gesandten auszuwandern, und ihn hierauf der Tod ereilt, fällt es Allah anheim, ihn zu belohnen. Allah ist barmherzig und bereit zu vergeben.  
  101 Und wenn ihr im Land (draußen) unterwegs seid, ist es für euch keine Sünde, das Gebet (salaat) abzukürzen, falls ihr fürchtet, daß diejenigen, die ungläubig sind, euch zu schaffen machen. Die Ungläubigen sind euch (nun einmal) ein ausgemachter Feind.  
  102 Und wenn du dich (im Fall, daß vom Feind Gefahr droht) unter ihnen befindest und nun (mit) ihnen das Gebet (salaat) abhältst, dann soll sich (gleichzeitig nur) eine Gruppe von ihnen mit dir (zum Gebet) aufstellen, und sie sollen ihre Waffen griffbereit halten. Wenn sie dann niedergefallen sind (und mit der Prosternation das Gebet beendet haben), sollen sie nach hinten abtreten, und eine andere Gruppe, die (noch) nicht gebetet hat, soll (nach vorne) kommen. Und sie sollen dann (ebenfalls) mit dir beten. Und sie sollen (währenddessen) auf ihrer Hut sein und ihre Waffen griffbereit halten. Diejenigen, die ungläubig sind, möchten gern, daß ihr auf eure Waffen und eure Sachen nicht acht gebt, damit sie alle auf einmal über euch hereinbrechen können. Es ist (allerdings) für euch keine Sünde, eure Waffen abzulegen, wenn ihr unter Regenwetter zu leiden habt oder krank seid. Aber seid (auf jeden Fall) auf eurer Hut! Allah hat für die Ungläubigen (im Jenseits) eine erniedrigende Strafe bereit.  
  103 Wenn ihr nun das Gebet (im abgekürzten Verfahren) vollzogen habt, dann gedenket Allahs im Stehen, Sitzen oder Liegen! Und wenn ihr (nachher wieder) in Ruhe und (Sicherheit) seid, dann verrichtet das Gebet (in der üblichen Weise)! Das Gebet ist für die Gläubigen eine (auf bestimmte Zeiten) festgelegte Vorschrift (kitaaban mauquutan).  
  104 Und laßt nicht nach (in eurer Bereitschaft), den Feind (al-qaum) aufzusuchen (und zum Kampf zu stellen)! Wenn ihr (unter den Beschwerden des Krieges) zu leiden habt, so hat er (ebenso darunter) zu leiden wie ihr. Ihr aber habt von seiten Allahs zu erhoffen, was er nicht zu erhoffen hat. Allah weiß Bescheid und ist weise.  
  105 Wir haben die Schrift mit der Wahrheit zu dir herabgesandt, damit du zwischen den Menschen entscheidest auf Grund dessen, was Allah dich (durch die Offenbarung) hat sehen lassen. Mach dich nicht zum Anwalt der Verräter!  
  106 Und bitte Allah um Vergebung! Allah ist barmherzig und bereit zu vergeben.  
  107 Und streite nicht zur Verteidigung derer, die (durch ihren Unglauben) gegen sich selber Verrat üben! Allah liebt keinen, der ein Verräter und Sünder ist.  
  108 Sie verstecken sich (mit ihren geheimen Gedanken) vor den Menschen. Aber vor Allah können sie sich nicht verstecken, wo er doch bei ihnen ist, wenn sie von etwas munkeln, was ihm nicht gefällt (iz yubaiyituuna maa laa yardaa mina l-qauli). Allah umfaßt (mit seinem Wissen alles), was sie tun.  
  109 Ihr habt da im diesseitigen Leben zu ihrer Verteidigung gestritten. Aber wer wird am Tag der Auferstehung mit Allah zu ihrer Verteidigung streiten oder wer wird (dann) ihr Sachwalter sein?  
  110 Und wenn einer Böses tut oder (indem er sündigt) gegen sich selber frevelt und hierauf Allah um Vergebung bittet, wird er finden, daß Allah barmherzig ist und bereit zu vergeben.  
  111 Und wer eine Sünde begeht, begeht sie zu seinem eigenen Nachteil. Allah weiß Bescheid und ist weise.  
  112 Und wer eine Verfehlung oder eine Sünde begeht und hierauf einen Unschuldigen damit in Verruf bringt, lädt damit (das Vergehen von) Verleumdung und offenkundige Sünde auf sich.  
  113 Und wenn nicht Allah seine Huld und Barmherzigkeit über dir hätte walten lassen, hätte eine Gruppe von ihnen dich am liebsten irregeführet. Aber sie führen (in Wirklichkeit) nur sich selber in die Irre und schaden dir nichts. Und Allah hat die Schrift und die Weisheit auf dich herabgesandt und hat dich gelehrt, was du (bisher) nicht wußtest. Die Huld, die Allah dir erwiesen hat, ist gewaltig.  
  114 In vielem, was sie (in vertrautem Kreis unter sich) besprechen (nadschwaahum), liegt nichts Gutes. Wenn jedoch einer zu einem Almosen auffordert oder zu etwas, was (sittlich) recht ist (ma`ruuf), oder zu einer Aussöhnung zwischen (sich streitenden) Parteien, und wenn einer dies im Streben nach Allahs Wohlgefallen tut, werden wir ihm (dereinst) gewaltigen Lohn geben.  
  115 Wenn aber einer gegen den Gesandten Opposition treibt (? yuschaaqiq), nachdem ihm die Rechtleitung (durch den Islam) klar geworden ist, und einem anderen Weg folgt als dem der Gläubigen, geben wir ihm da Anschluß, wo er Anschluß gesucht hat, und lassen ihn in der Hölle schmoren - ein schlimmes Ende!  
  116 Allah vergibt nicht, daß man ihm, (andere Götter) beigesellt. Was darunter liegt, vergibt er, wem er (es vergeben) will. Und wenn einer (dem einen) Allah (andere Götter) beigesellt, ist er (damit vom rechten Weg) weit abgeirrt.  
  117 Statt zu ihm, beten sie zu nichts als weiblichen Wesen (inaath), und sie beten (indem sie Götzendienst treiben) zu nichts als einem rebellischen Satan.  
  118 "Allah hat ihn (einst) verflucht. Und er sagte (als Allah ihn verfluchte): ""Ich will mir von deinen Dienern einen (für mich von vornherein) festgesetzten Anteil nehmen,"  
  119 "und ich will sie irreführen und (nichtige) Wünsche in ihnen wecken und ihnen befehlen, den (geweihten) Herdentieren die Ohren abzuschneiden und die Schöpfung Allahs zu verändern."" Diejenigen, die sich den Satan an Allahs Statt zum Beschützer nehmen, haben (letzten Endes) offensichtlich den Schaden."  
  120 Der Satan macht ihnen Versprechungen und weckt in ihnen Wünsche. Aber er macht ihnen nur trügerische Versprechungen.  
  121 Diese (Gefolgsleute des Satans) wird die Hölle aufnehmen, und sie werden ihr nicht entrinnen können.  
  122 Diejenigen aber, die glauben und tun, was recht ist, die werden wir (dereinst) in Gärten eingehen lassen, in deren Niederungen Bäche fließen, und in denen sie ewig weilen werden. (Das ist) das Versprechen Allahs und (als solches) Wahrheit (wa`da llaahi haqqan). Wer wäre, wenn er etwas aussagt, glaubwürdiger als Allah (wa-man asdaqu mina llaahi qielan)?  
  123 Es geht nicht nach euren Wünschen, auch nicht nach denen der Leute der Schrift. (Entscheidend sind die Taten.) Wenn einer Böses tut, wird ihm (dereinst) dafür vergolten. Er findet (dann) für sich außer Allah weder Freund noch Helfer.  
  124 Diejenigen aber, die handeln, wie es recht ist, (gleichviel ob) männlich oder weiblich, und dabei gläubig sind, werden (dereinst) in das Paradies eingehen, und ihnen wird (bei der Abrechnung) nicht ein Dattelkerngrübchen Unrecht getan.  
  125 Wer hätte eine bessere Religion (dien), als wer sich Allah ergibt (aslama) und dabei rechtschaffen ist und der Religion (milla) Abrahams folgt, eines Haniefen. Allah hat sich Abraham zum Freund (khaliel) genommen.  
  126 Und Allah gehört (alles), was im Himmel und auf Erden ist. Er umfaßt (mit seinem Wissen) alles.  
  127 Man fragt dich um Auskunft über die Frauen. Sag: Allah gibt euch (hiermit) über sie Auskunft, und (weiter gibt darüber Auskunft) was euch in der Schrift über die weiblichen Waisen, denen ihr nicht gebt, was für sie vorgeschrieben ist, und die ihr zu heiraten begehrt, verlesen wird, und (was in der Schrift über) die minderjährigen Kinder (verlesen wird), und (die Vorschrift) daß ihr für das Recht der Waisen eintreten sollt. Was ihr an Gutem tut, darüber weiß Allah Bescheid.  
  128 Und wenn eine Frau von ihrem Mann rohe Behandlung (nuschuuzan) oder Abneigung befürchtet, ist es für die beiden keine Sünde, sich friedlich (auf einen finanziellen Ausgleich) zu einigen. Es ist besser, sich friedlich zu einigen (als weiter im Unfrieden zu leben). Die Menschen sind (nun einmal) auf Habsucht eingestellt. (Daher läßt sich manche Schwierigkeit mit Gold ausgleichen). Aber wenn ihr rechtschaffen und Gottesfürchtig seid (ist es besser für euch). Allah ist wohl darüber unterrichtet, was ihr tut.  
  129 Und ihr werdet die Frauen (die ihr zu gleicher Zeit als Ehefrauen habt) nicht (wirklich) gerecht behandeln können, ihr mögt noch so sehr darauf aus sein. Aber vernachlässigt nicht (eine der Frauen) völlig, so daß ihr sie gleichsam in der Schwebe laßt! Und wenn ihr euch (auf einen Ausgleich) einigt und Gottesfürchtig seid (ist es gut). Allah ist barmherzig und bereit zu vergeben.  
  130 Und wenn die beiden (falls keine Einigung mehr möglich ist) sich trennen, wird Allah jeden (von beiden) aus der Fülle seiner (allumfassenden) Macht (min sa`atihie) (für den Verlust) entschädigen. Allah umfaßt (alles) und ist weise.  
  131 Allah gehört (alles), was im Himmel und auf Erden ist. Und wir haben doch denen, die (schon) vor euch die Schrift erhalten haben, und (ebenso auch) euch anbefohlen: Fürchtet Allah! Wenn ihr ungläubig seid (und Allahs Allmacht anerkennen wollt, ist das eure Sache). Allah gehört (alles), was im Himmel und auf Erden ist. Er ist auf keinen angewiesen und des Lobes würdig.  
  132 Und Allah gehört, was im Himmel und auf Erden ist. Er genügt als Sachwalter.  
  133 Wenn er will, läßt er euch, ihr Menschen, vergehen und andere nachkommen (und eure Stelle einnehmen). Er hat dazu die Macht.  
  134 Wenn einer diesseitigen Lohn haben möchte, so liegt es bei Allah, im Diesseits und im Jenseits zu belohnen. Allah hört und sieht (alles).  
  135 Ihr Gläubigen! Steht (wenn ihr Zeugnis ablegt) als Zeugen (die) Allah gegenüber (ihre Aussagen machen) für die Gerechtigkeit ein (kuunuu qauwaamiena bil-qisti schuhadaa§ a li-llaahi), auch wenn es gegen euch selbst oder gegen die Eltern und nächsten Verwandten (gerichtet) sein sollte! Wenn der Betreffende reich oder arm ist (und ihr deshalb glaubt, zur Rücksichtnahme auf den einen oder anderen verpflichtet zu sein), so steht Allah ihnen beiden näher (als ihr) Und folgt nicht der (persönlichen) Neigung (von euch), (anstatt) daß ihr gerecht seid! Wenn ihr (das Recht) verdreht und euch (davon) abwendet (bleibt das nicht verborgen). Allah ist wohl darüber unterrichtet, was ihr tut.  
  136 Ihr Gläubigen! Glaubt an Allah und seinen Gesandten und die Schrift, die er auf seinen Gesandten herabgeschickt hat, und die Schrift, die er (schon) früher herabgeschickt hat! Wer nicht an Allah, seine Engel, seine Schriften, seine Gesandten und den jüngsten Tag glaubt, ist (damit vom rechten Weg) weit abgeirrt.  
  137 Diejenigen, die (zuerst) gläubig, hierauf ungläubig und hierauf (wieder) gläubig waren und hierauf (wieder) ungläubig geworden sind und hierauf dem Unglauben (immer mehr) verfallen, denen kann Allah unmöglich vergeben, und er kann sie unmöglich einen rechten Weg führen.  
  138 Verkünde den Heuchlern (munaafiquun), daß sie (dereinst) eine schmerzhafte Strafe zu erwarten haben,  
  139 (sie) die die Ungläubigen anstatt der Gläubigen sich zu Freunden nehmen! Hoffen sie (etwa), bei ihnen Macht (und Ansehen) zu finden? Alle Macht kommt (nur) Allah zu.  
  140 Er hat (doch) in der Schrift (das Gebot) auf euch herabgesandt: Wenn ihr hört, daß man an die Zeichen Allahs nicht glaubt und darüber spottet, dann sitzt (so lange) nicht mit ihnen (zusammen), bis sie über etwas anderes plaudern! Sonst seid ihr wie sie (und macht euch derselben Sünde schuldig). Allah wird (dereinst) die Heuchler (munaafiquun) und die Ungläubigen allesamt in der Hölle versammeln,  
  141 "(die Heuchler) die abwarten (wie es) mit euch (geht). Wenn euch von Allah ein Erfolg beschieden ist, sagen sie (zu euch): ""Haben wir nicht zu euch gehalten?"" Und wenn (umgekehrt) die Ungläubigen einmal Glück haben, sagen sie (zu diesen): ""Haben wir nicht Gewalt über euch gehabt (?a-lam nastahwiz `alaikum) und euch (dank unserer Machtstellung) vor den Gläubigen geschützt?"" Aber Allah wird am Tag der Auferstehung zwischen euch entscheiden. Und Allah wird den Ungläubigen keine Möglichkeit geben gegen die Gläubigen (vorzugehen)."  
  142 Die Heuchler möchten Allah betrügen während (in Wirklichkeit) er sie betrügt. Und wenn sie sich zum Gebet (salaat) aufstellen, tun sie es nachlässig, wobei sie von den Leuten gesehen werden wollen. Ihre Gedanken sind kaum einmal auf Allah eingestellt.  
  143 Sie schwanken unentschieden zwischen den Parteien (indem sie sich) weder zu diesen noch zu jenen (entschließen können). Wen Allah irreführt, für den findest du keinen Weg.  
  144 Ihr Gläubigen! Nehmt euch nicht die Ungläubigen anstatt der Gläubigen zu Freunden! Wollt ihr (denn, indem ihr das tut) Allah offenkundige Vollmacht geben gegen euch (vorzugehen)?  
  145 Die Heuchler (munaafiquun) befinden sich (dereinst) auf dem untersten Grund des Höllenfeuers, und du findest (dann) für sie keinen Helfer,  
  146 - ausgenommen diejenigen, die umkehren und sich bessern und an Allah festhalten und sich in ihrem Glauben ganz auf ihn einstellen. Die gehören zu der Gruppe der Gläubigen. Und Allah wird den Gläubigen (dereinst) gewaltigen Lohn geben.  
  147 Was wird Allah aus eurer Bestrafung machen, wenn ihr dankbar und gläubig seid? Allah ist (seinerseits) dankbar und (über alles) unterrichtet.  
  148 Allah liebt nicht, daß man laut vernehmbar (gegen jemand) böse Worte gebraucht, - außer wenn einem Unrecht geschehen ist (und er sich deshalb zur Wehr setzt). Er hört und weiß (alles).  
  149 Ob ihr etwas Gutes kundtut oder es geheimhaltet oder etwas Böses vezeiht, Allah ist bereit zu verzeihen und hat (zu allem) die Macht.  
  150 "Diejenigen, die an Allah und seine Gesandten nicht glauben und zwischen Allah und seinen Gesandten einen Unterschied machen möchten und sagen: ""Wir glauben an die einen, und verwerfen die anderen"" und einen Zwischenweg einschlagen möchten,"  
  151 das sind die wahren Ungläubigen. Und für die Ungläubigen haben wir (im Jenseits) eine erniedrigende Strafe bereit.  
  152 Denen aber, die an Allah und seine Gesandten glauben und bei keinem von ihnen (den anderen gegenüber) einen Unterschied machen, wird er ihren Lohn geben. Allah ist barmherzig und bereit zu vergeben.  
  153 "Die Leute der Schrift verlangen von dir, daß du ihnen (zur Bestätigung deiner Botschaft) eine Schrift vom Himmel herabkommen läßt. Von Moses haben sie (seinerzeit) noch mehr als das verlangt mit den Worten: ""Laß uns Allah klar und deutlich (dschahratan) sehen!"" Da kam (zur strafe) für ihre Frevelhaftigkeit der Donnerschlag über sie. Hierauf nahmen sie sich das Kalb (zum Gegenstand ihrer Anbetung), nachdem sie die klaren Beweise (baiyinaat) erhalten hatten. Aber wir rechneten es (ihnen) nicht an. Und wir gaben Moses (gegen Pharao) offenkundige Vollmacht."  
  154 "Und wir hoben den Berg (Sinai) über ihnen empor, indem wir sie (auf die Gebote) verpflichteten. Und wir sagten zu ihnen: ""Tretet zum Tor (der Stadt) ein, indem ihr euch niederwerft!"" Und wir sagten zu ihnen: ""Übertretet nicht (unser Gebot) hinsichtlich des Sabbats!"" Und wir nahmen von ihnen eine feste Verpflichtung entgegen."  
  155 "Und weil sie ihre Verpflichtung brachen und nicht an die Zeichen Allahs glaubten und unberechtigterweise die Propheten töteten und sagten: ""Unser Herz ist hinter einem Schleier"" - aber nein, Allah hat es ihnen (zur Strafe) für ihren Unglauben versiegelt, weshalb sie nur wenig glauben -,"  
  156 und weil sie ungläubig waren und gegen Maria eine gewaltige Verleumdung vorbrachten,  
  157 "und (weil sie) sagten: ""Wir haben Christus Jesus, den Sohn der Maria und Gesandten Allahs, getötet."" - Aber sie haben ihn (in Wirklichkeit) nicht getötet und (auch) nicht gekreuzigt. Vielmehr erschien ihnen (ein anderer) ähnlich (so daß sie ihn mit Jesus verwechselten und töteten). Und diejenigen, die über ihn uneins sind, sind im Zweifel über ihn. Sie haben kein Wissen über ihn, gehen vielmehr Vermutungen nach. Und sie haben ihn nicht mit Gewißheit getötet."  
  158 Nein, Allah hat ihn zu sich (in den Himmel) erhoben. Allah ist mächtig und weise.  
  159 Und es gibt keinen von den Leuten der Schrift, der nicht (noch) vor seinem Tode (der erst am Ende aller Tage eintreten wird) an ihn glauben würde. Und am Tag der Auferstehung wird er über sie Zeuge sein. -  
  160 (Wegen all dieser Vergehen) und weil von seiten derer, die dem Judentum angehören, gefrevelt wurde, haben wir ihnen gute Dinge verboten, die ihnen (an sich) erlaubt waren, und (deswegen) weil sie viele vom Wege Allahs abhielten,  
  161 und (weil sie) Zins nahmen, wo es ihnen doch verboten war, und die Leute in betrügerischer Weise um ihr Vermögen brachten. Für die Ungläubigen von ihnen haben wir (im Jenseits) eine schmerzhafte Strafe bereit.  
  162 Aber denen von ihnen, die ein gründliches Wissen haben, und den Gläubigen, die an das glauben, was (als Offenbarung) zu dir, und was (zu den Gottesmännern) vor dir herabgesandt worden ist, und denjenigen, die das Gebet (salaat) verrichten und die Almosensteuer (zakaat) geben und an Allah und den jüngsten Tag glauben, denen (allen) werden wir (im Jenseits) gewaltigen Lohn geben.  
  163 Wir haben dir (Offenbarungen) eingegeben (ebenso) wie (früher) dem Noah und den Propheten nach ihm: Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und den Stämmen (Israels), Jesus, Hiob, Jonas, Aaron und Salomo. Und dem David haben wir einen Psalter (zabuur) gegeben.  
  164 Und über einige Gesandte haben wir dir (schon) früher berichtet, über andere (bisher überhaupt noch) nicht - und mit Moses hat Allah wirklich gesprochen -,  
  165 Gesandte (die) als Verkünder froher Botschaft und als Warner (kamen), damit die Menschen, nachdem sie aufgetreten waren, keinen Beweisgrund gegen Allah haben sollten (indem sie behaupten könnten, von nichts zu wissen). - Allah ist gewaltig und weise. -  
  166 (Die Menschen möchten wohl die Wahrheit der göttlichen Offenbarung abstreiten.) Aber Allah bezeugt, was er (als Offenbarung) zu dir herabgesandt hat - er hat es mit seinem Wissen herabgesandt -, und die Engel bezeugen (es mit ihm). Und Allah genügt als Zeuge.  
  167 Diejenigen, die ungläubig sind und (ihre Mitmenschen) vom Wege Allahs abhalten, sind (damit vom rechten Weg) weit abgeirrt.  
  168 Denen, die ungläubig sind und (weiter) freveln, kann Allah unmöglich vergeben, und er kann sie unmöglich einen rechten Weg führen.  
  169 Vielmehr (füht er sie) den Weg zur Hölle, damit sie ewig darin weilen. Dies (wahr zu machen) ist Allah ein leichtes.  
  170 Ihr Menschen! Der Gesandte ist nunmehr von eurem Herrn mit der Wahrheit zu euch gekommen. Darum glaubt (an ihn und seine Botschaft! Das ist) besser für euch (als im Unglauben zu verharren). Aber wenn ihr (weiter) ungläubig seid (und Allahs Allmacht nicht anerkennen wollt, so ist das eure Sache). Allah gehört (alles), was im Himmel und auf Erden ist. Er weiß Bescheid und ist weise.  
  171 Ihr Leute der Schrift! Treibt es in eurer Religion nicht zu weit (laa taghluu fie dienikum) und sagt gegen Allah nichts aus, außer der Wahrheit! Christus Jesus, der Sohn der Maria, ist (nicht Allahs Sohn. Er ist) nur der Gesandte Allahs und sein Wort (kalima), das er der Maria entboten hat, und Geist von ihm. Darum glaubt an Allah und seine Gesandten und sagt nicht (von Allah, daß er in einem) drei (sei)! Hört auf (solches zu sagen! Das ist) besser für euch. Allah ist nur ein einziger Gott. Gepriesen sei er! (Er ist darüber erhaben) ein Kind zu haben. Ihm gehört, (vielmehr alles), was im Himmel und auf Erden ist. Und Allah genügt als Sachwalter.  
  172 Christus wird es nicht verschmähen, ein (bloßer) Diener Allahs zu sein, auch nicht die (Allah) nahestehenden Engel. Und wenn einer es verschmäht, Allah zu dienen, und (zu) hochmütig (dazu) ist (hat das nichts zu bedeuten). Er wird sie (dereinst) alle zu sich versammeln.  
  173 Denjenigen, die glauben und tun, was recht ist, wird er ihren vollen Lohn und (darüber hinaus) von seiner Huld noch mehr geben. Denen aber, die es verschmähen (ihm zu dienen) und (zu) hochmütig (dazu) sind, wird er eine schmerzhafte Strafe zukommen lassen. Und sie werden (dann) für sich außer Allah weder Freund noch Helfer finden.  
  174 Ihr Menschen! Nunmehr ist (durch die koranische Offenbarug) von eurem Herrn ein klarer Beweis (burhaan) zu euch gekommen. Und wir haben ein offenkundiges Licht zu euch hinabgesandt.  
  175 Was nun diejenigen angeht, die an Allah glauben und an ihm festhalten, so wird er sie (dereinst) in seine Barmherzigkeit und Huld eingehen lassen und auf einem geraden Weg zu sich führen.  
  176 Man fragt dich um Auskunft. Sag: Allah gibt euch (hiermit) über die seitliche Verwandtschaft (kalaala) (und deren Anteil am Erbe) Auskunft. Wenn ein Mann umkommt, ohne Kinder zu haben, und er hat eine Schwester (von Vater- und Mutterseite her), dann steht ihr die Hälfte zu von dem, was er hinterläßt. Und er beerbt (umgekehrt) sie, falls sie keine Kinder hat. Und wenn es zwei (Schwestern) sind (die einen kinderlos verstorbenen Bruder zu beerben haben), stehen ihnen zwei Drittel der Hinterlassenschaft zu. Und wenn es (verschiedene) Geschwister sind, Männer und Frauen, kommt auf eines männlichen Geschlechts gleichviel wie auf zwei weiblichen Geschlechts. Allah gibt euch Klarheit (um zu verhindern), daß ihr irregeht. Er weiß über alles Bescheid.