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.Sure 9 | Die Reue | Koran durchsuchen
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  1 Eine Aufkündigung (des bisherigen Rechtsverhältnisses und Friedenszustandes) von seiten Allahs und seines Gesandten (gerichtet) an diejenigen von den Heiden, mit denen ihr eine bindende Abmachung eingegangen habt: -  
  2 Zieht nun vier Monate (unbehelligt) im Land umher! Ihr müßt aber wissen, daß ihr euch dem Zugriff Allahs nicht werdet entziehen können, und daß Allah die Ungläubigen (früher oder später) zuschanden machen wird -;  
  3 und eine Ansage von seiten Allahs und seines Gesandten an die Leute (allesamt, veröffentlicht) am Tag der großen Pilgerfahrt, (des Inhalts) daß Allah und sein Gesandter der Heiden ledig sind (und ihnen für nichts mehr garantieren). - Wenn ihr euch nun bekehrt, ist das besser für euch. Wenn ihr euch aber abwendet (und die Botschaft des Islam weiter ablehnt), müßt ihr wissen, daß ihr euch dem Zugriff Allahs nicht werdet entziehen können. Und verkünde denen, die ungläubig sind, (daß sie dereinst) eine schmerzhafte Strafe (zu erwarten haben)! -  
  4 Ausgenommen diejenigen von den Heiden, mit denen ihr eine bindende Abmachung eingegangen habt, und die euch hierauf in nichts (von euren vertraglichen Rechten) haben zu kurz kommen lassen und niemanden gegen euch unterstützt haben. Ihnen gegenüber müßt ihr die mit ihnen getroffene Abmachung vollständig einhalten, bis die ihnen zugestandene Frist abgelaufen ist. Allah liebt die, die (ihn) fürchten.  
  5 Und wenn nun die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Heiden, wo (immer) ihr sie findet, greift sie, umzingelt sie und lauert ihnen überall auf (wa-q`uduu lahum kulla marsadin)! Wenn sie sich aber bekehren, das Gebet (salaat) verrichten und die Almosensteuer (zakaat) geben, dann laßt sie ihres Weges ziehen! Allah ist barmherzig und bereit zu vergeben.  
  6 Und wenn einer von den Heiden dich um Schutz angeht, dann gewähre ihm Schutz, bis er das Wort Allahs hören kann! Hierauf laß ihn (unbehelligt) dahin gelangen, wo er in Sicherheit ist! Dies (sei ihnen zugestanden) weil es Leute sind, die nicht Bescheid wissen.  
  7 Wie sollte es denn für die Heiden bei Allah und bei seinem Gesandten, ein Bundesverhältnis geben (das ihnen gegenüber einzuhalten wäre) - ausgenommen (für) diejenigen, mit denen ihr bei der heiligen Kultstätte, eine bindende Abmachung eingegangen habt? Sofern diese euch Wort halten, müßt (auch) ihr ihnen Wort halten. Allah liebt die, die (ihn) fürchten.  
  8 Wie (sollten die Heiden so etwas beanspruchen können), wo sie doch, wenn sie die Oberhand über euch bekommen, in Hinsicht auf euch weder Bindung (ill) noch Verpflichtung (zimma) einhalten? Mit ihren Äußerungen stellen sie euch zufrieden. Aber im Grund ihres Herzens nehmen sie eine ablehnende Haltung ein. Und die meisten von ihnen sind Frevler.  
  9 Sie haben die Verse Allahs für einen geringen Preis verkauft und (ihre Mitmenschen) von seinem Wege abgehalten. Schlimm ist, was sie getan haben.  
  10 Sie halten hinsichtlich eines Gläubigen weder Bindung (ill) noch Verpflichtung (zimma). Das sind die, die Übertretungen begehen.  
  11 Wenn sie sich nun bekehren, das Gebet (salaat) verrichten und die Almosensteuer (zakaat) geben, sind sie (damit) eure Glaubensbrüder (geworden). Wir machen die Zeichen klar für Leute, die Bescheid wissen.  
  12 Wenn sie aber, nachdem sie eine Verpflichtung eingegangen haben, ihre Eide brechen und hinsichtlich eurer Religion ausfällig werden, dann kämpft (gegen sie), die Anführer des Unglaubens! Für sie gibt es keine Eide. Vielleicht hören sie (wenn ihr den Kampf gegen sie eröffnet, mit ihrem gottlosen Treiben) auf.  
  13 Wollt ihr nicht gegen Leute kämpfen, die ihre Eide gebrochen und den Gesandten am liebsten vertrieben hätten, wobei sie (ihrerseits) zuerst mit euch (Feindseligkeiten) anfingen? Fürchtet ihr sie denn? Ihr solltet eher Allah fürchten, wenn (anders) ihr gläubig seid.  
  14 Wenn ihr gegen sie kämpft, wird Allah sie durch euch bestrafen, sie zuschanden machen, euch zum Sieg über sie verhelfen und Leuten, die gläubig sind, innere Genugtuung verschaffen  
  15 und den Groll, den sie in ihrem Herzen (gegen die Ungläubigen) hegen, dahinschwinden lassen. Allah wendet sich (gnädig) wieder zu, wem er will. Er weiß Bescheid und ist weise.  
  16 Oder meint ihr, daß ihr (in Ruhe) gelassen werdet, wo Allah doch noch nicht jene von euch gezeichnet hat, die (um seinetwillen) gekämpft und niemand außer Allah und seinem Gesandten und den Gläubigen sich zum Freund (waliedscha) genommen haben? Allah ist wohl darüber unterrichtet, was ihr tut.  
  17 Die Heiden dürfen die Kultstätten (masaadschid) Allahs nicht instandhalten (? ya`muruu), wo sie (doch) gegen sich selber bezeugen, daß sie ungläubig sind. Ihre Werke sind hinfällig, und sie werden (ewig) im Höllenfeuer weilen.  
  18 Die Kultstätten Allahs sollen (vielmehr) von denen instandgehalten werden, die an Allah und den jüngsten Tag glauben, das Gebet (salaat) verrichten, die Almosensteuer (zakaat) geben und niemand fürchten außer Allah. Vielleicht gehören (eben) sie zu denen, die rechtgeleitet sind.  
  19 Wollt ihr denn die Tränkung der Pilger und die Instandhaltung der heiligen Kultstätte gleich bewerten, wie wenn jemand an Allah und den jüngsten Tag glaubt und um Allahs willen kämpft? Bei Allah gelten sie nicht gleich (viel). Allah leitet das Volk der Frevler nicht recht.  
  20 Diejenigen, die glauben und ausgewandert sind und mit ihrem Vermögen und in eigener Person um Allahs willen gekämpft haben, stehen bei Allah in höherem Ansehen (als die anderen). Sie sind es, die das große Glück gewinnen.  
  21 Ihr Herr verkündet ihnen (aus dem Schatz seiner Gnade) Barmherzigkeit und Wohlgefallen, und (daß ihnen) Gärten (zuteil werden), in denen sie beständig Wonne empfinden,  
  22 und in denen sie ewig weilen werden. Bei Allah gibt es (dereinst) gewaltigen Lohn.  
  23 Ihr Gläubigen! Nehmt euch nicht eure Väter und eure Brüder zu Freunden, wenn diese den Unglauben dem Glauben vorziehen! Diejenigen von euch, die sich ihnen anschließen, sind die (wahren) Frevler.  
  24 Sag: Wenn eure Väter, eure Söhne, eure Brüder, eure Gattinnen und eure Sippe (`aschiera), Herdenbesitz, den ihr gewonnen habt, Handel, dessen Niedergang ihr fürchtet, und Wohnungen, die euch gefallen, euch lieber sind als Allah und sein Gesandter und Kriegführen um Allahs willen, dann wartet (nur) ab, bis Allah mit seiner Entscheidung (amr) kommt! Allah leitet das Volk der Frevler nicht recht.  
  25 Allah hat euch (doch) an vielen Orten zum Sieg verholfen, (so) auch am Tag von Hunain, (damals) als eure (große) Menge euch gefiel (und euch selbstsicher machte). Sie half euch aber nichts, und die Erde wurde euch in ihrer Weite eng. Hierauf kehrtet ihr den Rücken (um zu fliehen).  
  26 Dann sandte Allah seinen Frieden auf seinen Gesandten und auf die Gläubigen herab, und er sandte (zu eurer Unterstützung) Truppen, die ihr nicht sahet, (vom Himmel) herab und bestrafte die Ungläubigen. Das ist der Lohn derer, die ungläubig sind.  
  27 Hierauf, nachdem die (alles) geschehen ist (und nunmehr der Vergangenheit angehört), wendet sich Allah (gnädig) wieder zu, wem er will. Er ist barmherzig und bereit zu vergeben.  
  28 Ihr Gläubigen! Die Heiden sind (ausgesprochen) unrein. Daher sollen sie der heiligen Kultstätte nach dem jetzigen Jahr nicht (mehr) nahekommen. Und wenn ihr (etwa) fürchtet (deswegen) zu verarmen (macht ihr euch unnötig Sorgen): Allah wird euch durch seine Huld (auf andere Weise) reich machen (und schadlos halten), wenn er will. Allah weiß Bescheid und ist weise.  
  29 Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und den jüngsten Tag glauben und nicht verbieten, was Allah und sein Gesandter verboten haben, und nicht der wahren Religion angehören - von denen, die die Schrift erhalten haben - (kämpft gegen sie), bis sie kleinlaut (saghiruun) aus der Hand Tribut entrichten!  
  30 "Die Juden sagen: ""`Uzair ist der Sohn Allahs."" Und die Christen sagen: ""Christus ist der Sohn Allahs."" Das ist, was sie mit ihrem Mund sagen (ohne daß damit ein realer Sachverhalt gegeben wäre). Sie tun es (mit dieser ihrer Aussage) denen gleich, die früher ungläubig waren. Allahs Fluch über sie! Wie können sie nur so verschroben sein!"  
  31 Sie haben sich ihre Gelehrten (ahbaar) und Mönche sowie Christus, den Sohn der Maria, an Allahs Statt zu Herren genommen. Dabei ist ihnen (doch) nichts anderes befohlen worden, als einem einzigen Gott zu dienen, außer dem es keinen Gott gibt. Gepriesen sei er! (Er ist erhaben) über das, was sie (ihm an anderen Göttern) beigesellen.  
  32 Sie wollen das Licht Allahs ausblasen. Aber Allah will sein Licht unbedingt in seiner ganzen Helligkeit erstrahlen lassen - auch wenn es den Ungläubigen zuwider ist.  
  33 Er ist es, der seinen Gesandten mit der Rechtleitung und der wahren Religion geschickt hat, um ihr zum Sieg zu verhelfen über alles, was es (sonst) an Religion gibt - auch wenn es den Heiden zuwider ist.  
  34 Ihr Gläubigen! Viele von den Gelehrten (ahbaar) und Mönchen bringen die Leute in betrügerischer Weise um ihr Vermögen und halten (ihre Mitmenschen) vom Wege Allahs ab. Denjenigen nun, die Gold und Silber horten und es nicht um Allahs willen spenden, verkünde (daß sie dereinst) eine schmerzhafte Strafe (zu erwarten haben),  
  35 am Tag (des Gerichts), da es im Feuer der Hölle erhitzt wird und ihnen Stirn, Seite und Rücken damit gebrandmarkt werden (während zu ihnen gesagt wird): Das ist das, was ihr für euch gehortet habt. Nun bekommt ihr es (leibhaftig) zu fühlen.  
  36 Zwölf gilt bei Allah als die (richtige) Zahl der Monate. (Das ist) in der Schrift Allahs (bereits) am Tag, da er Himmel und Erde schuf (festgelegt worden). Davon sind vier heilig. Das ist die richtige Religion (ad-dien al-qaiyim). Frevelt nun in ihnen nicht gegen euch selber (indem ihr euch mit Sünde beladet)! Und kämpft allesamt (? kaaffatan) gegen die Heiden, so wie sie (ihrerseits) allesamt (? kaffatan) gegen euch kämpfen! Ihr müßt wissen, daß Allah mit denen ist, die (ihn) fürchten.  
  37 Die Verschiebung (der Kalenderordnung durch einen Schaltmonat) ist ein Übermaß an Unglauben. Diejenigen, die (an sich schon) ungläubig sind, werden dadurch (noch mehr) irregeführt. Sie erklären ihn in einem Jahr für profan, in einem anderen für heilig, um der Zahl dessen, was Allah (an Monaten) für heilig erklärt hat, gleichzukommen (und nicht etwa fünf Monate für heilig zu erklären), und (um andererseits) für profan zu erklären, was Allah für heilig erklärt hat. Das Böse, das sie tun, zeigt sich ihnen im schönsten Licht. Allah leitet das Volk der Ungläubigen nicht recht.  
  38 "Ihr Gläubigen! Warum laßt ihr den Kopf hängen, wenn zu euch gesagt wird: ""Rückt aus (und kämpft) um Allahs willen""? Seid ihr (denn) mit dem diesseitigen Leben eher zufrieden als mit dem Jenseits? Die Nutznießung des diesseitigen Lebens hat (doch) im Hinblick auf das Jenseits nur wenig zu bedeuten."  
  39 Wenn ihr nicht ausrückt, läßt er euch eine schmerzhafte Strafe zukommen und ein anderes Volk eure Stelle einnehmen, und ihr könnt ihm (wenn er das tut) nichts anhaben. Allah hat zu allem die Macht.  
  40 "Wenn ihr ihm keinen Beistand leistet (tansuruuhu) (kann er doch auf die Hilfe Allahs rechnen). Allah hat ihm ja schon (damals) Beistand geleistet, als die Ungläubigen ihn zu zweit (aus Mekka) vertrieben. (Damals) als die beiden in der Höhle waren, und als er zu seinem Gefährten sagte: ""Sei nicht traurig! Allah ist mit uns."" Da sandte Allah seinen Frieden auf ihn herab und stärkte ihn mit Truppen (vom Himmel), die ihr nicht sahet. Und er verwies das Wort der Ungläubigen ganz nach unten, während das Wort Allahs obenauf war (und allein Geltung hatte). Allah ist mächtig und weise."  
  41 Rückt leichten oder schweren Herzens (zum Kampf) aus und führet mit eurem Vermögen und in eigener Person um Allahs willen Krieg! Das (zu) tun ist besser für euch, wenn (anders) ihr (richtig zu urteilen) wißt.  
  42 "Wenn es sich um nahe Glücksgüter (`arad) oder um eine Reise mäßigen Ausmaßes (? safar qaasid) handeln würde, würden sie dir folgen (und mit dir ins Feld ziehen). Aber das schwer erreichbare Ziel (? schuqqa) ist ihnen zu fern. Und sie werden bei Allah schwören: ""Wenn wir (dazu) imstande wären, würden wir mit euch ausziehen."" Dabei richten sie (durch einen solchen falschen Schwur) sich selber zugrunde. Allah weiß, daß sie lügen."  
  43 Allah verzeihe (es) dir! Warum hast du ihnen (denn gleich) Dispens gegeben, noch bevor du über diejenigen Klarheit bekommen hattest, die die Wahrheit sagten, und (bevor) du wußtest, wer die Lügner waren?  
  44 Diejenigen, die an Allah und den jüngsten Tag glauben, bitten dich nicht um Dispens (von der Verpflichtung), mit ihrem Vermögen und in eigener Person Krieg zu führen. Allah weiß Bescheid über die, die (ihn) fürchten.  
  45 (Nein.) Nur diejenigen bitten dich um Dispens, die nicht an Allah und den jüngsten Tag glauben. Sie hegen Zweifel im Herzen, und in ihrem Zweifel wenden sie sich (unschlüssig) hin und her (? yataraddaduuna).  
  46 "Wenn sie (mit euch) ausziehen wollten, würden sie (die nötigen) Vorbereitungen dazu treffen. Aber Allah mochte nicht, daß sie sich aufmachen würden, und so zwang er sie zur Untätigkeit, und es wurde (zu ihnen) gesagt: ""Schließt euch denen an, die (wegen körperlicher Gebrechen oder dergleichen) daheim bleiben!"  
  47 Wenn sie mit euch zusammen ausziehen würden, würden sie euch nur noch mehr in Verwirrung bringen, und (sie würden) unter euch Umtriebe anzetteln (? la-auda`uu khilaalakum) in dem Wunsch, unter euch Zweifel und Zwietracht zu verbreiten. Und unter euch sind welche, die immer nur auf sie hören (sammaa`una lahum). Aber Allah weiß über die Frevler Bescheid.  
  48 Sie haben ja schon früher danach getrachtet, Zweifel und Zwietracht zu verbreiten, und schmiedeten Pläne gegen dich, bis (schließlich) - (ganz) gegen ihren Willen - die Wahrheit (zum Durchbruch) kam und die Entscheidung (amr) Allahs in Erscheinung trat.  
  49 "Und unter ihnen gibt es welche, die sagen: ""Gib mir Dispens und setz mich nicht der Versuchung aus!"" Sind sie (denn) nicht (bereits) in Versuchung gefallen? Die Hölle wird (dereinst) die Ungläubigen (allesamt) umfassen."  
  50 "Wenn dich etwas Gutes trifft, tut es ihnen leid. Wenn dich aber ein Unglück trifft, sagen sie: ""Wir haben unsere Angelegenheit (schon) vorher (selber in die Hand) genommen"", und wenden sich erfreut ab."  
  51 Sag: Uns wird nichts treffen, was nicht Allah uns vorherbestimmt hat. Er ist unser Schutzherr (maulaa). Auf Allah sollen die Gläubigen (immer) vertrauen.  
  52 Sag: Erwartet ihr für uns (vielleicht) etwas anderes als eine der beiden besten (Möglichkeiten, die in Betracht kommen, nämlich Sieg oder das Paradies)? Wir aber erwarten für euch, daß Allah euch mit einer Strafe trifft (die unmittelbar) von ihm aus oder durch uns (über euch kommen wird). Wartet (nur) ab! Wir warten mit euch ab.  
  53 Sag: Ihr mögt freiwillig spenden oder widerwillig, es wird (dereinst bei Allah) nicht (als gutes Werk) von euch angenommen werden. Ihr seid (eben) frevlerische Leute.  
  54 Ihre Spenden werden nur deswegen nicht von ihnen angenommen, weil sie an Allah und seinen Gesandten nicht geglaubt haben, nur lässig zum Gebet (salaat) kommen und nur widerwillig Spenden geben.  
  55 Du brauchst ihr Vermögen und ihre Kinder nicht zu bestaunen. Allah will sie im diesseitigen Leben damit (geradezu) bestrafen (indem er ihnen Sorge und Kummer damit macht), und ihre Seelen sollen verscheiden, während sie (noch) ungläubig sind.  
  56 Und sie schwören bei Allah, daß sie zu euch gehören, während sie (in Wirklichkeit) nicht zu euch gehören, vielmehr ängstliche Leute sind (die nicht wagen, sich offen zur Gegenseite zu bekennen).  
  57 Wenn sie einen Zufluchtsort fänden oder (irgendwelche) Höhlen oder (sonst) einen Ort, in den man hineingehen kann (um sich darin zu verstecken), würden sie sich in wilder Hast (wa-hum yadschmahuuna) dahin wenden.  
  58 Und unter ihnen gibt es welche, die dich wegen der Almosenabgaben (sadaqaat) bekritteln. Wenn sie dann etwas davon erhalten, sind sie zufrieden. Wenn sie aber nichts davon erhalten, sind sie gleich aufgebracht.  
  59 "Wären sie (doch) mit dem zufrieden, was Allah und sein Gesandter ihnen gegeben haben, und würden sagen: ""Wir lassen uns an Allah genügen. Er wird uns (etwas) von seiner Huld geben, (er) und sein Gesandter. Nach Allah steht unser Verlangen."" -"  
  60 Die Almosen (sadaqaat) sind nur für die Armen und Bedürftigen (? lil-fuqaraa§i wal-masaakieni) (bestimmt), (ferner für) diejenigen, die damit zu tun haben, (für) diejenigen, die (für die Sache des Islam) gewonnen werden sollen, für (den Loskauf von) Sklaven, (für) die, die verschuldet sind, für den heiligen Krieg und (für) den, der unterwegs ist. (Dies gilt) als Verpflichtung von seiten Allahs. Allah weiß Bescheid und ist weise.  
  61 "Und unter ihnen gibt es welche, die dem Propheten Ungemach zufügen (yu§zuuna) und sagen: ""Er hört (auf alles)."" Sag: Er hört für euch (nur) Gutes, indem er an Allah glaubt und den Gläubigen Glauben schenkt (wenn sie ihm etwas berichten), und (er ist ein Erweis der göttlichen) Barmherzigkeit für diejenigen von euch, die glauben. Diejenigen, die dem Gesandten Allahs Ungemach zufügen, haben (dereinst) eine schmerzhafte Strafe zu erwarten."  
  62 Sie schwören euch bei Allah, um euch zufriedenzustellen. Aber sie sollten eher Allah und seinen Gesandten zufriedenstellen, wenn (anders) sie gläubig sind.  
  63 Wissen sie (denn) nicht, daß derjenige, der Allah und seinem Gesandten zuwiderhandelt (yuhaadid), das Feuer der Hölle zu erwarten hat, um (ewig) darin zu weilen? Das ist die gewaltige Schande.  
  64 Die Heuchler (munaafiquun) befürchten, daß eine Sure auf sie herabgesandt werde, die ihnen Kunde gibt über das, was sie im Herzen haben. Sag: Macht euch (nur) lustig! Allah wird das, von dem ihr fürchtet (daß es ruchbar werde), an den Tag bringen.  
  65 "Und wenn du sie fragst (und wegen ihrer spöttischen Bemerkungen zur Rechenschaft ziehst), sagen sie: ""Wir haben nur geplaudert und gescherzt."" Sag: Wie konntet ihr euch über Allah und seine Zeichen und seinen Gesandten lustig machen?"  
  66 Ihr braucht keine Entschuldigungen vorzubringen. Ihr seid ungläubig geworden, nachdem ihr gläubig waret. Wenn wir (auch) einer Gruppe von euch verzeihen, so bestrafen wir (doch) eine (andere) Gruppe (von euch. Das geschieht ihnen) dafür, daß sie Sünder waren.  
  67 Die heuchlerischen Männer und Frauen (al-munaafiquuna wal-munaafiqaatu) gehören zueinander (und bilden eine Gruppe für sich). Sie gebieten, was verwerflich ist, und verbieten, was recht ist, und halten ihre Hand geschlossen (anstatt mit offener Hand zu spenden). Sie haben Allah vergessen, und nun hat (auch) er sie vergessen. Die Heuchler sind die (wahren) Frevler.  
  68 Allah hat den heuchlerischen Männern und Frauen und den Ungläubigen das Feuer der Hölle angedroht, daß sie (ewig) darin weilen. Das ist gerade das Richtige für sie. Allah hat sie verflucht. Eine beständige Strafe haben sie zu erwarten.  
  69 (Ihr treibt es) wie diejenigen, die vor euch lebten. Sie waren kraftvoller und hatten mehr Vermögen und Kinder als ihr und nützten ihren Anteil (an den Gütern dieser Welt) aus. (Auch) ihr habt euren Anteil ausgenützt, wie die vor euch das getan haben, und (ebenso lose) geplaudert wie sie. Ihre Taten sind im Diesseits und Jenseits hinfällig. Das sind die, die (letzten Endes) den Schaden haben.  
  70 Ist (denn) nicht die Kunde von denen, die vor ihnen lebten, zu ihnen gekommen - von den Leuten Noahs, von `Aad und Thamuud, von den Leuten Abrahams, von den Gefährten von Madyan und von den zerstörten (Städten Sodom und Gomorrha)? Ihre Gesandten kamen (seinerzeit) mit den klaren Beweisen (baiyinaat) zu ihnen. Und Allah konnte unmöglich gegen sie freveln, sondern gegen sich selber frevelten sie (indem sie von den klaren Beweisen Allahs nichts wissen wollten und sich so ins Unrecht setzten).  
  71 Und die gläubigen Männer und Frauen sind untereinander Freunde (und bilden eine Gruppe für sich). Sie gebieten, was recht ist, und verbieten, was verwerflich ist, verrichten das Gebet (salaat), geben die Almosensteuer (zakaat) und gehorchen Allah und seinem Gesandten. Ihrer wird sich Allah (dereinst) erbarmen. Allah ist mächtig und weise.  
  72 Allah hat den gläubigen Männern und Frauen Gärten versprochen, in deren Niederungen Bäche fließen, daß sie (ewig) darin weilen, und gute Wohnungen in den Gärten von Eden (`Adn). Aber Wohlgefallen Allahs bedeutet (noch) mehr (als all dies). Das ist der gewaltige Gewinn (al-fauz al-`aziem).  
  73 Prophet! Führe Krieg gegen die Ungläubigen und die Heuchler (munaafiquun) und sei hart gegen sie! Die Hölle wird sie (dereinst) aufnehmen, - ein schlimmes Ende!  
  74 Sie schwören bei Allah, sie hätten das Wort des Unglaubens nicht gesagt. Dabei haben sie es doch (tatsächlich) gesagt und sind ungläubig geworden, nachdem sie Muslime gewesen waren, und haben (etwas) im Sinn gehabt, was sie (allerdings) nicht erreichen konnten, und sie haben nur darüber gegrollt, daß Allah - und sein Gesandter - sie durch seine Huld reich gemacht hat. Wenn sie sich nun bekehren, ist es besser für sie. Wenn sie sich aber abwenden (und die Aufforderung zur Bekehrung ablehnen), wird Allah ihnen im Diesseits und Jenseits eine schmerzhafte Strafe zukommen lassen. Und sie haben (dann) auf der Erde weder Freund noch Helfer.  
  75 Und unter ihnen gibt es welche, die sich Allah gegenüber verpflichtet hatten: Wenn er uns (etwas) von seiner Huld gibt, werden wir Almosen geben und (dereinst) zu den Rechtschaffenen (as-saalihiena) gehören.  
  76 Aber als er ihnen (etwas) von seiner Huld gegeben hatte, geizten sie damit, kehrten den Rücken und wandten sich ab.  
  77 Er ließ ihnen daraufhin Heuchelei (nifaaq) ins Herz kommen (damit sie darin sei) bis zu dem Tag, da sie ihm (beim Gericht) begegnen würden. (Das geschah ihnen) dafür, daß sie Allah das Versprechen brachen, das sie ihm gegeben hatten, und dafür, daß sie logen.  
  78 Wissen sie denn nicht, daß Allah weiß, was sie geheimhalten und (in vertrautem Kreis unter sich) besprechen (nadschwaahum), und daß er sich in den verborgenen Dingen auskennt?  
  79 Die (Nörgler), die (einerseits) die zu freiwilligen Leistungen (und Spenden) bereiten Gläubigen wegen der (von ihnen zusätzlich dargebrachten) Almosengaben (sadaqaat) bekritteln, und (die andererseits) diejenigen (bekritteln), die (aus Mangel an Mitteln) nichts als ihren Eifer vorweisen können, und über sie spotten, - über die spottet (dereinst) Allah (wenn sie zum Gericht kommen), und eine schmerzhafte Strafe haben sie zu erwarten.  
  80 Du magst (Allah) um Vergebung für sie bitten oder nicht, (ja) du magst (ihn sogar) siebzigmal um Vergebung für sie bitten, Allah wird ihnen (so oder so) nicht vergeben. Dies (geschieht ihnen) dafür, daß sie an Allah und seinen Gesandten nicht glauben. Allah leitet das Volk der Frevler nicht recht.  
  81 "Diejenigen, die zurückgelassen worden sind (anstatt ins Feld mitgenommen zu werden), freuen sich darüber, daß sie hinter dem Gesandten Allahs (der seinerseits ausgerückt ist) daheim geblieben sind. Es ist ihnen zuwider, mit ihrem Vermögen und in eigener Person um Allahs willen Krieg zu führen, und sie sagen: ""Rückt (doch) nicht in der Hitze aus!"" Sag: Das Feuer der Hölle ist heißer (als die Sommerhitze, in der dieser Feldzug stattfindet). Wenn sie doch Verstand annehmen würden!"  
  82 Sie werden nur kurz zu lachen, aber (dereinst) lange zu weinen haben. (Dies geschieht ihnen) zum Lohn für das, was sie begangen haben.  
  83 Wenn Allah dich nun (vom Kriegszug) zu einer Gruppe von ihnen zurückkehren läßt und sie dich dann (bei der Veranstaltung eines neuen Feldzugs) um Erlaubnis bitten, (mit dir) ausziehen zu dürfen, dann sag: Ihr werdet niemals mit mir ausziehen und gegen einen Feind kämpfen. Ihr waret zuerst damit zufrieden, daheim zu bleiben. Bleibt nun (auch jetzt) daheim (zusammen) mit denen, die (wegen körperlicher Gebrechen oder dergleichen) zurückbleiben!  
  84 Und sprich niemals, wenn einer von ihnen stirbt, das Totengebet über ihm und stell dich (dann bei der Beerdigung) nicht an sein Grab! Sie haben (ja) an Allah und seinen Gesandten nicht geglaubt und sind als Frevler gestorben.  
  85 Du brauchst ihr Vermögen und ihre Kinder nicht zu bestaunen (oder sie gar darum zu beneiden). Allah will sie im Diesseits damit (geradezu) bestrafen (indem er ihnen Kummer und Sorge damit macht), und (er will) daß sie (von ihrem Reichtum benommen) bis an das Ende ihres Lebens im Unglauben verharren.  
  86 "Und wenn eine Sure herabgesandt wird (des Inhalts): Glaubet an Allah und führet mit seinem Gesandten (gegen die Ungläubigen) Krieg, bitten dich diejenigen von ihnen, die wohlhabend sind (uluu t-tauli), um Dispens und sagen: ""Laß uns mit denen (zusammen) sein, die daheim bleiben!"""  
  87 Sie sind damit zufrieden, mit denen (zusammen) zu sein, die zurückbleiben. Ihr Herz ist versiegelt. Daher haben sie keinen Verstand.  
  88 Aber der Gesandte und diejenigen, die mit ihm glauben, führen mit ihrem Vermögen und in eigener Person Krieg. Ihnen kommen (dereinst) die guten Dinge (al-khairaat) zu, und ihnen wird es wohl ergehen.  
  89 Allah hat für sie Gärten bereit, in deren Niederungen Bäche fließen, und in denen sie (ewig) weilen werden. Das ist dann der gewaltige Gewinn (al-fauz al-`aziem).  
  90 Und diejenigen Beduinen, die (nichtige) Entschuldigungen vorbringen, kommen her, um Dispens zu erhalten. Und diejenigen, die Allah und seinen Gesandten anlügen, bleiben daheim (anstatt mit ins Feld zu ziehen). Diejenigen von ihnen, die ungläubig sind, wird (dereinst) eine schmerzhafte Strafe treffen.  
  91 Die Schwachen und die Kranken und diejenigen, die nichts zur Verfügung haben, was sie (für den Krieg gegen die Ungläubigen) spenden könnten, (sie alle) brauchen sich (darüber) nicht bedrückt zu fühlen (daß sie sich am Krieg nicht beteiligen), wenn sie (nur) Allah und seinem Gesandten aufrichtig zugetan sind (nasahuu). Gegen die, die rechtschaffen sind, gibt es nichts einzuwenden. Allah ist barmherzig und bereit zu vergeben.  
  92 "Auch nicht gegen diejenigen (gibt es etwas einzuwenden), die zu dir kommen, damit du ihnen die Möglichkeit zum Reiten verschaffst, und (zu denen) du sagst: ""Ich kann nichts finden, womit ich euch beritten machen könnte."" Da kehrten sie um, während ihre Augen von Tränen überfließen aus Trauer darüber, daß sie nichts zur Verfügung haben, was sie spenden könnten."  
  93 Etwas einzuwenden gibt es nur gegen diejenigen, die dich um Dispens bitten, obwohl sie reich sind (und deshalb wohl in der Lage wären, mit ins Feld zu ziehen). Sie sind damit zufrieden, mit denen (zusammen) zu sein, die zurückbleiben. Allah hat ihnen das Herz versiegelt. Daher wissen sie nicht Bescheid.  
  94 Sie bringen euch Entschuldigungen vor, wenn ihr (nach Beendigung des Feldzugs) zu ihnen zurückkommt. Sag: Ihr braucht keine Entschuldigungen vorzubringen. Wir werden euch nicht glauben. Allah hat uns einiges, was es über euch zu berichten gibt (min akhbaarikum), kundgetan. Und Allah wird euer Tun sehen, (er) und sein Gesandter. Hierauf werdet ihr vor den gebracht werden, der über das, was verborgen, und was allgemein bekannt ist (schahaada), Bescheid weiß. Dann wird er euch Kunde geben über das, was ihr (in eurem Erdenleben) getan habt.  
  95 Sie werden euch, wenn ihr (nach dem Kriegszug) zu ihnen heimkehrt, bei Allah schwören (sie wären am liebsten auch mit in den Krieg gezogen. So werden sie schwören), damit ihr euch von ihnen abwendet (und sie nicht zur Rede stellt). Aber wendet euch von ihnen (nur) ab! Sie sind (ein Ausbund von) Unreinheit (ridschs). Die Hölle wird sie (dereinst) aufnehmen zum Lohn für das, was sie (in ihrem Erdenleben) begangen haben.  
  96 Sie schwören euch, damit ihr mit ihnen zufrieden seiet. Aber wenn ihr (auch) mit ihnen zufrieden seid, so ist (doch) Allah mit dem Volk der Frevler nicht zufrieden.  
  97 Die Beduinen sind mehr (als die seßhaften Araber) dem Unglauben und der Heuchelei (nifaaq) ergeben und eher geneigt, die Gebote (huduud), die Allah auf seinen Gesandten (als Offenbarung) herabgesandt hat, zu übersehen. Allah weiß Bescheid und ist weise.  
  98 Und unter den Beduinen gibt es welche, die das, was sie spenden, als eine (lästige) Zahlungsverpflichtung (maghram) betrachten, und (die) für euch (schlimme) Schiksalswendungen erwarten. (Aber nein!) Über sie (selber) wird eine schlimme Schicksalswendung kommen. Allah hört und weiß (alles).  
  99 Jedoch gibt es unter den Beduinen (auch) welche, die an Allah und den jüngsten Tag glauben und (die) das, was sie spenden, als Möglichkeiten betrachten, Allah nahezukommen (? qurubaatin `inda llaahi), - (das, was sie spenden) und die Worte des Segens, die der Gesandte (für sie) spricht (? wa-salawaati r-rasuuli). Ist dies nicht (wirklich) eine Möglichkeit für sie, (Allah) nahezukommen (qurba)? Allah wird sie (dereinst) in seine Barmherzigkeit eingehen lassen. Er ist barmherzig und bereit zu vergeben.  
  100 Diejenigen, die als erste gewonnen haben, nämlich die Auswanderer (aus Mekka) (muhaadschiruun) und die Helfer (aus Medina) (ansaar), und diejenigen, die ihnen in der Frömmigkeit (bi-ihsaanin) gefolgt sind, - an denen hat Allah (dereinst) Wohlgefallen, und sie an ihm. Und er hat für sie Gärten bereit, in deren Niederungen Bäche fließen, und in denen sie ewig weilen werden. Das ist dann der gewaltige Gewinn (al-fauz al-`aziem).  
  101 Und unter den Beduinen (die ihre Wohnsitze) in eurer Umgebung (haben) - wie auch unter den Bewohnern von Medina - gibt es welche, die Heuchler (munaafiquun) sind, (- Leute) die sich (ganz und gar) auf die Heuchelei verlegt haben. Du kennst sie nicht, aber wir. Wir werden sie (noch zu ihren Lebzeiten) doppelt bestrafen. Hierauf werden sie einer gewaltigen Strafe zugewiesen werden.  
  102 (Es gibt unter ihnen aber) auch andere, die ihre Schuld bekennen. Sie vermengen rechtschaffenes und anderes, schlechtes Handeln miteinander. Vielleicht wendet Allah sich ihnen (gnädig) wieder zu. Allah ist barmherzig und bereit zu vergeben.  
  103 Nimm aus ihrem Vermögen eine Almosengabe (sadaqa), um sie damit rein zu machen und zu läutern (tutahhiruhum wa-tuzakkiehim bihaa), und sprich den Segen über sie (salli `alaihim)! Dein Segen (salaat) ist eine Beruhigung für sie. Allah hört und weiß (alles). -  
  104 Wissen sie (denn) nicht, daß Allah es ist, der die Buße (tauba) von seinen Dienern annimmt und (daß er) der Empfänger der Almosengaben (sadaqaat) ist, und daß er der Gnädige (tauwaab) und Barmherzige ist?  
  105 Und sag: Tut (was ihr wollt)! Allah wird es dann sehen, (er) und sein Gesandter und die Gläubigen. Und ihr werdet (dereinst beim Gericht) vor den gebracht werden, der über das, was verborgen, und was allgemein bekannt ist (schahaada), Bescheid weiß. Dann wird er euch Kunde geben über das, was ihr (in eurem Erdenleben) getan habt. -  
  106 Und mit (wieder) anderen (von den Beduinen und den Bewohnern von Medina) wird zugewartet, bis Allah über sie entscheidet. Entweder bestraft er sie, oder er wendet sich ihnen (gnädig) wieder zu. Allah weiß Bescheid und ist weise.  
  107 Und (was) diejenigen (angeht), die sich eine (eigene) Kultstätte (masdschid) gemacht haben, um (den Gesandten) zu schikanieren (diraaran), dem Unglauben zu frönen (kufran) und unter den Gläubigen ein Zerwürfnis hervorzurufen, und als Stützpunkt (? irsaadan) für (gewisse) Leute, die früher gegen Allah und seinen Gesandten Krieg geführt haben - und sie schwören bestimmt, daß sie es in bester Absicht getan haben. Aber Allah bezeugt, daß sie lügen -:  
  108 Stell dich niemals (zum Gebet) in ihr auf! Eine Kultstätte, die vom ersten Tag an auf der Gottesfurcht gegründet war, verdient dies eher. In ihr sind Männer, die es lieben, sich zu reinigen. Und Allah liebt diejenigen, die sich reinigen.  
  109 Ist denn einer, der seinen Bau auf Furcht Allahs und auf Wohlgefallen (von ihm) gegründet hat, besser (daran), oder einer, der ihn auf den Rand einer brüchigen Steilwand gegründet hat, worauf er mit ihm in das Feuer der Hölle abstürzt? Allah leitet das Volk der Frevler nicht recht.  
  110 Der Bau, den sie errichtet haben, wird in ihren Herzen immer wieder Zweifel (und Beunruhigung) hervorrufen, es sei denn, ihr Herz zerreißt (und hört auf zu schlagen). Allah weiß Bescheid und ist weise.  
  111 Allah hat den Gläubigen ihre Person und ihr Vermögen dafür abgekauft, daß sie das Paradies haben sollen. Nun müssen sie um Allahs willen kämpfen und dabei töten oder (selber) den Tod erleiden. (Dies ist) ein Versprechen, das (einzulösen) ihm obliegt, und (als solches) Wahrheit (? wa`dan `alaihi haqqan) (so wie es) in der Thora, im Evangelium und im Koran (verzeichnet ist). Und wer würde seine Verpflichtung eher halten als Allah? Freut euch über (diesen) euren Handel, den ihr mit ihm abgeschlossen habt (indem ihr eure Person und euer Vermögen gegen das Paradies eingetauscht habt)! Das ist dann der gewaltige Gewinn (al-fauz al-`aziem).  
  112 Diejenigen, die bußfertig und fromm sind, (Allah) loben, asketisch leben und sich (im Gebet) verneigen und niederwerfen, und die gebieten, was recht ist, und verbieten, was verwerflich ist, und auf die Gebote (huduud) Allahs achtgeben (das sind die wahren Gläubigen). Und bring den Gläubigen gute Nachricht (von der Seligkeit, die sie im Jenseits erwartet)!  
  113 Der Prophet und diejenigen, die glauben, dürfen (Allah) nicht für die Heiden um Vergebung bitten - auch (nicht) wenn es Verwandte (von ihnen) sein sollten -, nachdem ihnen (endgültig) klar geworden ist, daß sie (wegen ihres hartnäckigen Unglaubens) Insassen des Höllenbrandes sein werden.  
  114 Und wenn (seinerzeit) Abraham für seinen (heidnischen) Vater um Vergebung gebeten hat, so (hat er das) nur (getan) auf Grund eines Versprechens, das er ihm (vorher) gegeben hatte. Als ihm (nachträglich) klar wurde, daß er ein Feind Allahs war, sagte er sich von ihm los. Abraham war empfindsam (auwaah) und mild.  
  115 Und Allah kann unmöglich Leute irreführen, nachdem er sie (erst einmal) rechtgeleitet hat, ohne ihnen vorher klarzumachen, wovor sie sich zu fürchten haben. Er weiß über alles Bescheid.  
  116 Allah (allein) hat die Herrschaft über Himmel und Erde. Er macht lebendig und läßt sterben. Außer ihm habt ihr weder Beschützer noch Helfer.  
  117 Allah hat sich doch (seinerzeit) dem Propheten (gnädig) wieder zugewandt, (ihm) und den Auswanderern (aus Mekka) (muhaadschiruun) und den Helfern (aus Medina) (ansaar), die ihm in der Stunde der Bedrängnis folgten, nachdem eine Gruppe von ihnen mit dem Herzen beinahe (vom rechten Weg) abgeschweift wäre. Hierauf hat er sich ihnen (gnädig) wieder zugewandt. Er ist mitleidig und barmherzig gegen sie.  
  118 Auch den Dreien (hat er sich gnädig wieder zugewandt), die zurückgelassen wurden (anstatt ins Feld mitgenommen zu werden, aber nachträglich bereuten), bis ihnen angst und bange wurde und es ihnen das Herz zuschnürte und sie meinten, daß es vor Allah keine Zuflucht gebe, außer (eben) zu ihm. Hierauf wandte er sich ihnen (gnädig) wieder zu, damit sie (auch ihrerseits) umkehren (und Buße tun) würden. Allah ist der Gnädige (tauwaab) und Barmherzige.  
  119 Ihr Gläubigen! Fürchtet Allah und haltet es mit denen, die die Wahrheit sagen!  
  120 Die Bewohner von Medina und die Beduinen (die ihre Wohnsitze) in ihrer Umgebung (haben) dürfen nicht vom (Feldzug mit dem) Gesandten Allahs zurückbleiben und sich ihm abgeneigt zeigen. Dies deshalb, weil sie weder um Allahs willen Durst, Mühsal oder Hunger zu leiden haben noch einen Einfall machen (? yata'uuna mauti'an), der den Groll der Ungläubigen hervorruft, noch auch einem Feind (irgendwie) Abbruch tun, ohne daß ihnen dafür eine rechtschaffene Tat gutgeschrieben würde. Allah bringt diejenigen, die tun, was recht ist (al-muhsiniena), nicht um ihren Lohn.  
  121 Und sie geben weder eine kleine noch eine große Spende, und sie überqueren (im Kampf gegen die Ungläubigen) kein Tal, ohne daß es ihnen gutgeschrieben würde, damit Allah ihnen (dereinst) ihre besten Taten vergelte (ohne ihre schlechten Taten anzurechnen).  
  122 Und die Gläubigen können unmöglich geschlossen (zur Belehrung über religiöse Angelegenheiten nach Medina) ausrücken. Warum rückt dann (aber) nicht von jeder Abteilung von ihnen (wenigstens) eine Gruppe aus, damit sie sich in der Religion (des Islam) unterweisen lassen und ihre Leute (vor der Strafe Allahs) warnen, wenn sie zu ihnen zurückkommen? Vielleicht werden sie sich (dann) in acht nehmen (und Buße tun).  
  123 Ihr Gläubigen! Kämpft gegen diejenigen von den Ungläubigen, die euch nahe sind! Sie sollen merken, daß ihr hart sein könnt. Ihr müßt wissen, daß Allah mit denen ist, die (ihn) fürchten.  
  124 "Und wenn eine Sure herabgesandt wird, sagen welche von ihnen: ""Wen von euch bestärkt diese (Sure etwa) in seinem Glauben?"" Was nun (aber) diejenigen angeht, die glauben, so bestärkt sie sie (wirklich) noch in ihrem Glauben, und sie freuen sich (aufrichtig darüber)."  
  125 Diejenigen dagegen, die im Herzen eine Krankheit haben, macht sie noch mehr unrein, als sie an sich schon sind, und sie sterben als Ungläubige (anstatt sich noch vor ihrem Tod zum Glauben zu bekehren).  
  126 Sehen sie denn nicht, daß sie jedes Jahr ein- oder zweimal einer Prüfung ausgesetzt werden? Aber sie bekehren sich daraufhin nicht und lassen sich nicht mahnen.  
  127 Und wenn eine Sure herabgesandt wird, schauen sie einander an (als wollten sie sagen): Sollte euch etwa einer sehen? Hierauf wenden sie sich weg (insarafuu). Möge Allah ihr Herz (vom Wege des Heils) wegwenden (sarafa)! Es sind ja Leute, die keinen Verstand haben.