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.Sure 12 | Joseph | Koran durchsuchen
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    Ahmadeyya Rudi Paret M. A. Rassoul Azhar  
  1 Alif Lám Rá. Das sind die Verse des deutlichen Buches. §lr (alif laam raa§). Dies sind die Verse der deutlichen Schrift. Alif Lam Ra§. Das sind die Verse der deutlichen Schrift. Alif, Lâm, Râ§. Dies sind die Verse des eindeutigen, klaren Buches.  
  2 Wir haben es offenbart - den Koran auf arabisch -, damit ihr verstehet. Wir haben sie als einen arabischen Koran hinabgesandt. Vielleicht würdet ihr verständig sein. Wir haben sie als Qur§an auf Arabisch offenbart, auf daß ihr (sie) begreifen möget. Wir haben es auf Arabisch offenbart, damit ihr es versteht.  
  3 Erzählen wollen Wir dir die schönste der Geschichten, indem Wir dir diesen Koran offenbaren, wiewohl du zuvor unter denen warst, die nicht die (nötige) Kenntnis besaßen. Wir geben dir dadurch, daß wir dir diesen Koran (als Offenbarung) eingegeben haben, den besten Bericht. Du warst zuvor unter denen, die keine Kenntnis haben. Wir erzählen dir die schönste der Geschichten, indem Wir dir diesen Qur§an offenbaren, obwohl du zuvor unter denen warst, die keine Kenntnis besaßen. Wir erzählen dir die schönsten Geschichten in diesem Koran, den Wir dir offenbaren. Du wußtest vorher nichts davon.  
  4 (Gedenke der Zeit) da Joseph zu seinem Vater sprach: "O mein Vater, ich sah elf Sterne und die Sonne und den Mond, ich sah sie vor mir sich neigen." "(Damals) als Joseph zu seinem Vater sagte: ""Vater! Ich habe (im Traum) elf Sterne und die Sonne und den Mond gesehen. Ich sah sie (voller Ehrfurcht) vor mir niederfallen.""" "Damals sagte Yusuf zu seinem Vater: ""O mein Vater, ich sah elf Sterne und die Sonne und den Mond, (und) ich sah sie vor mir niederfallen.""" Einst sprach Joseph zu seinem Vater: "Vater, ich habe im Traum elf Planeten, die Sonne und den Mond sich vor mir niederwerfen sehen."  
  5 Er sprach: "Du, mein Söhnchen, erzähle dein Traumgesicht nicht deinen Brüdern, sie möchten sonst einen Allschlag gegen dich ersinnen; denn Satan ist dem Menschen ein offenkundiger Feind. "Sein Vater sagte: ""Mein Sohn! Erzähle dein Traumgesicht nicht deinen Brüdern, sonst werden sie eine List gegen dich anwenden! Der Satan ist dem Menschen ein ausgemachter Feind (und immer bereit, Zwietracht zu stiften)." "Er sagte: ""Du, mein Söhnchen, erzähle deinen Traum nicht deinen Brüdern, sie werden sonst eine List gegen dich ersinnen; denn Satan ist dem Menschen ein offenkundiger Feind." Der Vater erwiderte: "Mein Sohn! Erzähle deinen Brüdern diese Traumvision nicht, sonst werden sie gegen dich Böses aushecken! Satan ist dem Menschen ein erklärter Feind.  
  6 Also wird dein Herr dich erwählen und dich die Deutung der Träume lehren und Seine Huld an dir vollenden und an dem Geschlecht Jakobs, so wie Er sie zuvor an zweien deiner Vorväter vollendete, an Abraham und Isaak. Wahrlich, dein Herr ist allwissend, allweise." "So (wie du geträumt hast) wird dein Herr dich erwählen. Und er wird dich lehren, Träume zu deuten, und seine Gnade an dir und an der Sippe Jakobs vollenden, so wie er sie früher an deinen beiden Vorvätern Abraham und Isaak vollendet hat. Dein Herr weiß Bescheid und ist weise.""" "Und so wird dein Herr dich erwählen und dich die Deutung der Träume lehren und Seine Huld an dir und an dem Geschlecht Jakobs vollenden, so wie Er sie zuvor an zweien deiner Vorväter vollendete, an Abraham und Isaak. Wahrlich, dein Herr ist Allwissend, Allweise.""" Dich hat auf diese Weise der Herr auserkoren. Er wird dich lehren, Träume zu deuten und dir und den Nachkommen Jakobs Seine Gnade voll erweisen, wie Er sie deinem Vater und vor ihm deinem Urgroßvater und Großvater, Abraham und Isaak voll erwies. Das Wissen und die Weisheit deines Herrn sind unermeßlich."  
  7 Gewiß, in Joseph und seinen Brüdern sind Zeichen für die Suchenden. In (der Geschichte von) Joseph und seinen Brüdern lagen doch Zeichen für diejenigen, die (nach der Wahrheit) fragen. Gewiß, in (der Geschichte von) Yusuf und seinen Brüdern liegen Zeichen für die Ratsuchenden. Die Geschichte von Joseph und seinen Brüdern ist reich an Zeichen, die den nach Wissen Suchenden zur Lehre gereichen.  
  8 Da sie sprachen: "Wahrlich, Joseph und sein Bruder sind unserem Vater lieber als wir, ob wir gleich eine stattliche Schar sind. Unser Vater ist gewiß in offenkundigem Irrtum. "(Damals) als sie sagten: ""Joseph und sein Bruder sind unserem Vater lieber als wir, wo wir doch eine (ganze) Schar sind (und sie nur zwei)! Unser Vater befindet sich offensichtlich im Irrtum." "Damals sagten sie: ""Wahrlich, Yusuf und sein Bruder sind unserem Vater lieber als wir, obwohl wir mehrere sind. Unser Vater befindet sich gewiß in einem offenkundigen Irrtum." Josephs Brüder sprachen: "Unser Vater liebt Joseph und seinen Vollbruder mehr als uns, die wir eine mächtige Schar sind. Unser Vater begeht einen eindeutigen Fehler.  
  9 Tötet Joseph oder treibt ihn aus in ein (fernes) Land; eures Vaters Aufmerksamkeit wird ausschließlich euer sein, und ihr könnt sodann rechtschaffene Leute werden." "Tötet den Joseph oder setzt ihn irgendwo aus (itrahuuhu ardan), damit euer Vater sich (mit seiner Sympathie) ausschließlich euch zuwendet und ihr, wenn er (erst einmal) nicht mehr da ist, rechtschaffene Leute seid!""" "Tötet Yusuf oder vertreibt ihn in ein fernes Land; frei (für euch) wird damit das Antlitz eures Vaters, und ihr werdet danach gute Leute sein.""" Tötet Joseph oder schafft ihn weit weg, so werdet ihr das liebende Antlitz eures Vaters für euch allein haben! Ihr werdet euch dann bessern und gute Menschen werden."  
  10 Einer unter ihnen sprach: "Tötet Joseph nicht; wenn ihr aber etwas tun müßt, so werfet ihn in die Tiefe eines Brunnens; jemand von der Karawane der Reisenden wird ihn dann schon herausziehen." "Einer von ihnen sagte: ""Tötet Joseph nicht, sondern werft ihn auf den Grund der Zisterne, damit ihn irgendeiner der (dort vorbeikommenden) Reisenden findet (und an sich nimmt)! (Tut das) wenn ihr (schon) vorhabt, etwas zu tun!""" "Es sagte einer von ihnen: ""Tötet Yusuf nicht; wenn ihr aber vorhabt, etwas zu unternehmen, dann werft ihn in die Tiefe eines Brunnens; möge jemand von den Reisenden ihn herausziehen.""" Einer unter ihnen aber sprach: "Tötet Joseph nicht, sondern werft ihn in die Tiefe eines Brunnens! Einer von den Reisenden könnte ihn herausholen, wenn ihr unbedingt etwas tun wollt."  
  11 Sie sprachen: "O unser Vater, warum traust du uns wegen Josephs nicht, obwohl wir es wahrhaftig gut mit ihm meinen? "Sie sagten: ""Vater! Warum vertraust du uns Joseph nicht an? Wir sind ihm (doch) aufrichtig zugetan (naasihuuna)." "Sie sagten: ""O unser Vater, warum vertraust du uns Yusuf nicht an, obwohl wir es wahrhaftig gut mit ihm meinen?" Sie sprachen: "Vater, warum vertraust du uns Joseph nicht an? Wir werden ihn mit Rat und Tat hüten.  
  12 Schicke ihn morgen mit uns, daß er sich vergnüge und spiele, und wir wollen sicher über ihn wachen." "Schick ihn morgen mit uns, damit er es sich wohl sein läßt (yarta`) und spielt! Wir werden (bestimmt) auf ihn achtgeben.""" "Schicke ihn morgen mit uns, damit er sich vergnüge und spiele, und wir wollen gut auf ihn aufpassen.""" Schicke ihn morgen mit uns, damit er sich vergnügt und spielt! Wir passen gewiß auf ihn auf."  
  13 Er sprach: "Es betrübt mich, daß ihr ihn mit fortnehmen wollt, und ich fürchte, der Wolf möchte ihn fressen, während ihr nicht auf ihn achtgebt." "Er sagte: ""Ich bin traurig darüber, daß ihr ihn mitnehmen wollt. Und ich fürchte, daß ihn ein Wolf fressen wird, während ihr nicht auf ihn achtgebt.""" "Er sagte: ""Es macht mich traurig, wenn ihr ihn mit fortnehmt, und ich fürchte, der Wolf könnte ihn fressen, wenn ihr nicht auf ihn achtgebt.""" "Es stimmt mich traurig, daß ihr ihn fortnehmt, und ich fürchte, der Wolf könnte ihn fressen, wenn ihr gerade nicht auf ihn achtet."  
  14 Sie sprachen: "Wenn ihn der Wolf frißt, ob wir gleich eine stattliche Schar sind, dann wahrlich werden wir die Verlierenden sein." "Sie sagten: ""Wenn ihn ein Wolf fressen sollte, wo wir doch eine (ganze) Schar sind, wäre es schlecht um uns bestellt.""" "Sie sagten: ""Wenn ihn der Wolf frißt, obgleich wir zu mehreren sind, dann werden wir wahrlich die Verlierenden sein.""" Sie sprachen: "Wenn der Wolf ihn fressen würde, da wir eine so starke Schar sind, wären wir Taugenichtse."  
  15 Da sie ihn also mit sich fortnahmen und sich einigten, ihn in die Tiefe eines Brunnens zu werfen, sandten Wir ihm die Offenbarung: "Du wirst ihnen diese ihre Tat dereinst sicherlich verkünden, und sie werded es nicht wissen." "Als sie ihn dann mitgenommen hatten und übereingekommen waren, ihn auf den Grund der Zisterne zu tun (war es um ihn geschehen). Und wir gaben ihm ein: ""Du wirst ihnen (später) über das, was sie da getan haben, Kunde geben, ohne daß sie es merken (daß du selber zu ihnen sprichst).""" "Und als sie ihn also mit sich fortnahmen und beschlossen, ihn in die Tiefe des Brunnens zu werfen, gaben Wir ihm ein: ""Du wirst ihnen diese ihre Tat dereinst sicherlich verkünden, ohne daß sie es merken.""" Als sie ihn weit weggeführt und allesamt beschlossen hatten, ihn in den Brunnen zu setzen, gaben Wir ihm ein: "Du wirst ihnen gewiß eines Tages diese Tat vorhalten, und sie werden nicht merken, daß du es bist."  
  16 Und des Abends kamen sie weinend zu ihrem Vater. Und abends kamen sie weinend zu ihrem Vater. Und am Abend kamen sie weinend zu ihrem Vater. Sie kamen abends weinend zu ihrem Vater.  
  17 Sie sprachen: "O unser Vater, wir liefen miteinander um die Wette und ließen Joseph bei unseren Sachen zurück, und da hat ihn der Wolf gefressen; du wirst uns doch nicht glauben, auch wenn wir die Wahrheit reden." "Sie sagten: ""Vater! Wir gingen weg, um einen Wettlauf zu machen, und ließen Joseph bei unseren Sachen zurück. Da fraß ihn ein Wolf. Aber du glaubst uns (ja doch) nicht, auch wenn wir die Wahrheit sagen.""" "Sie sagten: ""O unser Vater, wir liefen miteinander um die Wette und ließen Yusuf bei unseren Sachen zurück, und da hat ihn der Wolf gefressen; du wirst uns doch nicht glauben, auch wenn wir die Wahrheit aussprechen.""" Sie sprachen: "Vater, wir sind um die Wette gelaufen und haben Joseph allein bei unseren Sachen gelassen, und da fraß ihn der Wolf. Du wirst uns nicht glauben, auch wenn wir die Wahrheit sagen.  
  18 Sie hatten falsches Blut auf sein Hemd gebracht. Er sprach: "Nein; eure Seelen haben euch etwas vorgespiegelt. So (obliegt mir nun) geziemende Geduld. Und Allah ist um Hilfe anzurufen wider das, was ihr erzählt." "Und sie brachten falsches Blut auf sein Hemd. Ihr Vater sagte: ""Nein! Ihr habt euch etwas eingeredet. Doch schön geduldig sein (ist meine Losung). Und Allah sei um Hilfe gebeten gegen das, was ihr aussagt (und was gar nicht wahr ist)!""" "Und sie hatten falsches Blut auf sein Hemd gebracht. Er sagte: ""Nein, ihr habt das geplant. Doch schön geduldig sein. Und Allah sei um Hilfe wider das gebeten, was ihr beschreibt.""" Und sie brachten sein Hemd befleckt mit falschem Blut. Der Vater sagte: "Ihr habt euch etwas Schwerwiegendes ausgedacht. Ich nehme mir vor, Geduld zu fassen. Gott möge mir in all dem, was ihr mir vormacht, beistehen!"  
  19 Es kam eine Karawane von Reisenden, und sie schickten ihren Wasserschöpfer aus. Er ließ seinen Eimer hinab. "O Glücksbotschaft!", sagte er. "Hier ist ein Jüngling!" Und sie verbargen ihn wie einen Ballen Ware, und Allah wußte wohl, was sie taten. "Und Reisende kamen daher. Sie schickten ihren Wasserholer, und der ließ seinen Eimer (in die Zisterne) hinunter. Er sagte: ""Eine gute Nachricht! Hier ist ein junger Mann (ghulaam)."" Und sie versteckten ihn als Ware. - Aber Allah wußte Bescheid über das, was sie taten." "Und dann kam eine Karawane, und sie schickte ihren Wasserschöpfer voraus. Er ließ seinen Eimer herab; und er sagte: ""O Glücksbotschaft! Hier ist ein Jüngling!"" Und sie verbargen ihn wie eine Ware, und Allah wußte wohl, was sie taten." Es kamen Reisende daher, die ihren Wasserträger zum Brunnen schickten. Als er seinen Eimer hinunterlielß, rief er: "Welch ein Glück! Da ist ein Junge!" Sie versteckten ihn, um ihn als Ware zu verkaufen. Gott wußte genau, was sie taten.  
  20 Sie verkauften ihn für einen winzigen Preis, für ein paar Dirhem, und darin waren sie enthaltsam. Und sie verkauften ihn um einen schäbigen Preis, eine Anzahl von Drachmen, und verzichteten (ihrerseits) auf ihn. Und sie verkauften ihn zu einem schäbigen Preis für einige Dirhams; denn (an ihm) hatten sie kein Interesse. Sie verkauften ihn zu einem schäbigen Preis, nur wenige Münzen bekamen sie, da sie ihn loswerden wollten.  
  21 Der Marm aus Ägypten, der ihn gekauft hatte, sprach zu seiner Frau: "Mache seinen Aufenthalt ehrenvoll. Vielleicht kann er uns einmal nützlich werden, oder wir nehmen ihn als Sohn an." Also setzten Wir Joseph im Land fest, damit Wir ihn (auch) die Deutung der Träume lehren möchten. Und Allah hat Macht über Seinen Ratschluß, allein die meisten Meschen wissen es nicht. "Derjenige, der ihn (dann) kaufte, (ein Mann) aus Ägypten, sagte zu seiner Frau: ""Nimm ihn freundlich (in unseren Haushalt) auf! Vielleicht wird er uns (noch) von Nutzen sein, oder wir nehmen ihn als Kind an."" So gaben wir dem Joseph Macht im Land. Auch wollten wir ihn lehren, Träume zu deuten. Und Allah hat in dem, was er sich vornimmt, die Oberhand. Aber die meisten Menschen wissen (es) nicht." "Und derjenige (Mann) aus Ägypten, der ihn gekauft hatte, sagte zu seiner Frau: ""Nimm ihn freundlich auf. Vielleicht kann er uns einmal nützlich werden, oder wir nehmen ihn als Sohn an."" Und so gaben Wir Yusuf Macht im Land, und Wir lehrten ihn (auch) die Deutung der Träume. Und Allah setzt das durch, was Er beschließt. Die meisten Menschen aber wissen es nicht." Der Käufer, der aus ?gypten war, sagte zu seiner Frau: "Behandle ihn gut und würdig! Er könnte uns nützlich sein, oder wir könnten ihn als Sohn annehmen." So haben Wir Joseph ein sicheres Dasein im Lande gewährt. Wir haben ihn gelehrt, Träume zu deuten. Gott setzt Seine Verfügung durch; doch die meisten Menschen wissen es nicht.  
  22 Als er seine Volkcraft erlangte, verliehen Wir ihm Weisheit und Wissen. Also belohnen Wir die Gutes Tuenden. Und als er mannbar geworden war, gaben wir ihm Urteilsfähigkeit (hukm) und Wissen. So vergelten wir denen, die Gutes tun (al-muhsiniena). Und als er zum Mann heranwuchs, verliehen Wir ihm Weisheit und Wissen. Und so belohnen Wir diejenigen, die Gutes tun. Als er zum Mann herangewachsen war, gewährten Wir ihm Weisheit und Wissen. So belohnen Wir die Rechtschaffenen.  
  23 Und sie, in deren Hause er war, suchte ihn zu verführen gegen seinen Willen. Sie verriegelte die Türen und sprach: "Nun komm!" Er sprach: "Ich suche Zuflucht bei Allah. Er ist mein herr. Er hat meinen Aufenthalt ehrenvoll gemacht. Wahrlich, die Frevler können nicht Erfolg haben." "Nun wollte die (Frau), in deren Haus er war, daß er sich ihr hingebe (raawadathu `an nafsihie). Sie schloß die Türen ab und sagte: ""Komm her!"" Er sagte: ""Da sei Allah vor! Er ist mein Herr. Er hat mich (in eurem Haus) gut aufgenommen. Den Frevlern wird es nicht wohl ergehen.""" "Und sie (die Frau), in deren Haus er war, versuchte ihn zu verführen gegen seinen Willen; und sie verriegelte die Türen und sagte: ""Nun komm zu mir!"" Er sagte: ""Ich suche Zuflucht bei Allah. Er ist mein Herr. Er hat meinen Aufenthalt ehrenvoll gemacht. Wahrlich, die Frevler erlangen keinen Erfolg.""" Die Frau, in deren Haus er lebte, versuchte ihn zu umgarnen, damit er sich ihr hingebe. Sie verriegelte die Türen und sagte: "Komm nun!" Darauf erwiderte er: "Gott behüte! Wie könnte ich das tun, hat dein Mann, mein Herr, mich doch ehrenvoll aufgenommen. Die Ungerechten werden keinen Erfolg haben."  
  24 Und sicher begehrte sie ihn, auch er hätte sie begehrt, wenn er nicht ein deutliches Zeichen von seinem Herrn gesehen hätte. Das geschah, auf daß Wir Schlechtigkeit und Unsittlichkeit von ihm abwendeten. Fürwahr, er war einer Unserer auserwählten Diener. Sie hätte sich ja nun am liebsten mit ihm eingelassen. Und (auch) er hätte sich mit ihr eingelassen. (Er hätte der Versuchung nicht widerstanden) wenn er nicht die Erleuchtung seines Herrn gesehen hätte. So (aber griffen wir ein) um Böses und Abscheuliches von ihm abzuwenden. Er ist (einer) von unseren auserlesenen Dienern. Und sie begehrte ihn, (und) auch er hätte sie begehrt, wenn er nicht ein deutliches Zeichen von seinem Herrn gesehen hätte. Das geschah, um Schlechtigkeit und Unsittlichkeit von ihm abzuwenden. Wahrlich, er war einer Unserer auserwählten Diener. Aber sie begehrte ihn, und auch er begehrte sie. Doch er gab nicht nach, weil er das einleuchtende Zeichen seines Herrn gewahrte. So hielten Wir das Böse und das Abscheuliche von ihm fern, gehört er doch zu Unseren rechtschaffenen Dienern.  
  25 Sie liefen beide zur Tür, und sie zerriß sein Hemd von hinten, und sie trafen auf ihren Herrn an der Tür. Sie sprach: "Was soll eines Lohn sein, der gegen dein Weib Böses plante, wenn nicht Kerker oder eine schmerzliche Strafe?" "Und sie liefen beide (so schnell sie konnten) zur Tür (er, um zu entkommen; sie, um ihn am Entkommen zu hindern). Dabei zerriß sie ihm hinten das Hemd. Und sie fanden ihren Herrn an der Tür (stehen). Die Frau sagte: ""Wer deiner Familie etwas Böses antun will, verdient nichts (anderes), als daß er gefangen gesetzt oder empfindlich bestraft wird.""" "Und sie eilten beide zur Tür, und sie zerriß sein Hemd von hinten, und sie trafen an der Tür auf ihren Mann. Sie sagte: ""Was soll der Lohn desjenigen sein, der gegen deine Familie etwas Böses plante, wenn nicht das Gefängnis oder sonst irgendeine schmerzliche Strafe?""" Er eilte zur Tür, und sie stürzte ihm nach und zerriß ihm dabei das Hemd von hinten. Sie fanden ihren Herrn an der Tür. Da sprach sie: "Was anderes gebührt dem an Vergeltung, der deiner Frau vorsätzlich Böses antut, als der Kerker oder die qualvolle Tortur?"  
  26 Er sprach: "Sie war es, die mich zu verführen suchte gegen meinen Willen." Und ein Zeuge aus ihrem Haushalt bezeugte: "Wenn sein Hemd vorne zerrissen ist, dann hat sie die Wahrheit gesprochen und er ist der Lügner einer. "Joseph sagte: ""Sie wollte, daß ich mich ihr hingebe."" Und einer aus ihrer Familie legte (folgendermaßen) Zeugnis ab: ""Wenn sein Hemd vorne zerrissen ist, sagt sie die Wahrheit, und er ist einer von denen, die lügen." "Er sagte: ""Sie war es, die mich gegen meinen Willen zu verführen suchte."" Und ein Zeuge aus ihrer Familie bezeugte es: ""Wenn sein Hemd vorne zerrissen ist, dann hat sie die Wahrheit gesprochen und er ist ein Lügner." Darauf sagte er: "Sie ist es, die mich zu verführen versuchte." Einer aus ihrer Familie urteilte: "Ist sein Hemd von vorn zerrissen, hat sie recht, und er gehört zu den Lügnern.  
  27 Ist sein Hemd jedoch hinten zerrissen, dann hat sie gelogen und er ist der Wahrhaftigen einer." "Wenn es aber hinten zerrissen ist, lügt sie, und er ist einer von denen, die die Wahrheit sagen.""" "Wenn sein Hemd jedoch hinten zerrissen ist, so hat sie gelogen, und er ist der, der die Wahrheit sagte.""" Ist sein Hemd aber von hinten zerrissen, hat sie gelogen, und er gehört zu den Ehrlichen, die die Wahrheit sagen."  
  28 Als er nun sah, daß sein Hemd hinten zerrissen war, da sprach er: "Fürwahr, das ist eine eurer Weiberlisten. Eure List ist wahrlich groß. "Als er nun sah, daß sein Hemd hinten zerrissen war, sagte er: ""Das ist (wieder einmal) eine List von euch (Weibern). Ihr seid voller List und Tücke." "Als er nun sah, daß sein Hemd hinten zerrissen war, da sagte er: ""Wahrlich, das ist eine List von euch (Weibern); eure List ist wahrlich groß." Als ihr Mann sah, daß Josephs Hemd hinten zerrissen war, sagte er seiner Frau: "Das ist eine List von euch Frauen. Eure List ist wirklich groß.  
  29 O Joseph, wende dich ab von dieser Sache, und du [o Frau], bitte um Vergebung für deine Sünde. Denn gewiß, du gehörst zu den Schuldigen." "Joseph! Laß davon ab! Und (du, Frau) bitte (Allah) um Vergebung für deine Schuld! Du hast dich versündigt.""" "O Yusuf, wende dich ab von dieser Sache, und du (, o Frau), bitte um Vergebung für deine Sünde. Denn gewiß, du gehörst zu den Schuldigen.""" Joseph, rede nicht mehr davon! Und du, Frau, bitte um Vergebung für deine sündhafte Tat, denn du hast dich in die Reihe der Sünder gestellt."  
  30 Und Frauen in der Stadt sprachen: "Die Frau des Aziz sucht ihren jungen Sklaven zu verführen gegen seinen Willen. Er hat sie zur Liebe entflammt. Wahrlich, wir sehen sie in offenbarem Irrtum." "Und (einige) Frauen in der Stadt sagten: ""Die Frau des hochmögenden (Herrn) (al-`aziez) will von ihrem Burschen (fataa), daß er sich ihr hingebe. Sie ist ganz verliebt in ihn. Wie wir sehen, befindet sie sich offensichtlich im Irrtum.""" "Und einige Frauen in der Stadt sagten: ""Die Frau des §Aziz verlangt von ihrem Burschen die Hingabe gegen seinen Willen; sie ist ganz verliebt in ihn. Wahrlich, wir sehen sie in einem offenbaren Irrtum.""" Die Frauen in der Stadt redeten: "Die Frau des Königs verführte ihren Jüngling. Sie hat sich heftig in ihn verliebt. Es scheint, daß sie einen eindeutigen Fehler begeht."  
  31 Als sie von ihrer Boshaftigkeit hörte, da sandte sie nach ihnen und bereitete ein Gastmahl für sie und gab einer jeden von ihnen ein Messer und sprach (zu Joseph): "Komm heraus zu ihnen!" Als sie ihn sahen, staunten sie ihn an und schnitten sich in die Hände und sprachen: "Preis sei Allah! Das ist kein Menschenwesen, das ist ein erhabener Engel." "Als die Frau nun von ihrem hinterhältigen Gerede hörte, sandte sie zu ihnen (um sie zu sich einzuladen) und bereitete ihnen ein Gelage (muttaka§). Und sie gab einer jeden von ihnen ein Obstmesser und sagte (zu Joseph): ""Komm zu ihnen heraus!"" Als sie ihn nun sahen, fanden sie ihn groß(artig), und sie schnitten sich (vor Staunen mit dem Messer) in die Hand und sagten: ""Allah bewahre! Das ist kein Mensch (baschar). Das ist nichts (anderes) als ein edler Engel.""" "Als sie von ihren Ränken hörte, da sandte sie ihnen (Einladungen) und bereitete ein Gastmahl für sie und gab einer jeden von ihnen ein Messer und sagte (zu Yusuf): ""Komm heraus zu ihnen!"" Als sie ihn sahen, bestaunten sie ihn und schnitten sich (dabei) in die Hände und sagten: ""Allah bewahre! Das ist kein Mensch, das ist nichts als ein edler Engel.""" Als sie von ihrem heimtückischen Gerede hörte, lud sie sie ein und bereitete ihnen ein Festmahl. Jeder von ihnen gab sie ein Messer und sprach zu Joseph: "Tritt zu ihnen hinaus!" Als sie ihn erblickten, fanden sie ihn berückend, schnitten sich in ihre Hände und sprachen. "Gott bewahre! Das ist kein Mensch! Nichts anderes als ein edler Engel ist er."  
  32 Sie sprach: "Und dieser ist§s, um dessentwillen ihr mich getadelt habt. Ich habe allerdings versucht, ihn zu verführen gegen seinen Willen, doch er bewährte sich. Wenn er nun nicht tut, was ich ihn heiße, so soll er fürwahr ins Gefängnis geworfen werden und der Gedemütigten einer sein." "Sie sagte: ""Das ist eben der (fa-zaalikunna), dessentwegen ihr mich getadelt habt. Ich wollte in der Tat von ihm, daß er sich mir hingebe. Doch er hat seine Unschuld behalten. Aber wenn er (weiterhin) nicht tut, was ich ihm befehle, wird er (unweigerlich) gefangen gesetzt werden und zu denen gehören, die gering geachtet sind (as-saaghiriena).""" "Sie sagte: ""Und dieser ist es, um dessentwillen ihr mich getadelt habt. Ich habe allerdings versucht, ihn gegen seinen Willen zu verführen, doch er bewährte sich. Wenn er nun nicht tut, was ich ihm befehle, so soll er unweigerlich ins Gefängnis geworfen werden und einer der Gedemütigten sein.""" "Dies ist der, um dessentwillen ihr mir Vorwürfe gemacht habt. Ich habe ihn zu verführen versucht, aber er hat sich standhaft widersetzt. Wenn er nicht tut, was ich ihm befehle, werde ich veranlassen, daß er eingekerkert wird. Schmach wird er erleiden."  
  33 Er sprach: "O mein Herr, mir ist Gefängnis lieber als das, wozu sie mich einladen; und wenn Du nicht ihre List von mir abwendest, so könnte ich mich ihnen zuneigen und der Törichten einer sein." "Er sagte: ""Herr! Gefangen gesetzt zu werden ist mir lieber als das, wozu sie mich auffordern. Und wenn du die List der Weiber nicht von mir abwendest, bekomme ich Verlangen nach ihnen und bin einer der Unwissenden.""" "Er sagte: ""O mein Herr, mir ist das Gefängnis lieber als das, wozu sie mich auffordern; und wenn Du ihre List nicht von mir abwendest, so könnte ich mich ihnen zuneigen und einer der Unwissenden sein.""" Er wandte sich an Gott und sprach: "O mein Herr! Der Kerker ist mir lieber als wozu mich diese Frauen verführen wollen. Wenn Du ihre List nicht von mir abwendest, könnte ich ihrer Versuchung verfallen und zu den Törichten gehören."  
  34 Also erhörte ihn sein Herr und wendete ihre List von ihm ab. Wahrlich, Er ist der Allhörende, der Allwissende. Da erhörte ihn sein Herr und wandte ihre List von ihm ab. Er ist der, der (alles) hört und weiß. Da erhörte ihn sein Herr und wendete ihre List von ihm ab. Wahrlich, Er ist der Allhörende, der Allwissende. Gott erhörte seine Bitte und wendete ihre List von ihm ab. Gott hört und weiß alles.  
  35 Hierauf schien es ihnen passend, nachdem sie die Zeichen (seiner Unschuld) gesehen, daß sie (um ihren Ruf zu wahren) ihn auf eine Zeitlang einkerkerten. Hierauf nachdem man die Zeichen (seiner Unschuld) gesehen hatte, kam man auf den Gedanken (badaa lahum), man müsse ihn eine Zeitlang gefangen setzen. Hierauf, nachdem sie die Zeichen (seiner Unschuld) gesehen hatten, schien es ihnen angebracht (zu sein), ihn eine Zeitlang einzukerkern. Obwohl sie seine Unschuldsbeweise klar erkannten, beschlossen sie, ihn eine Zeitlang einzukerkern.  
  36 Es kamen mit ihm zwei Jünglinge ins Gefängnis. Der eine von ihnen sprach: "Ich sehe mich Wein auspressen." Und der andere sprach: "Ich sehe mich auf meinem Kopfe Brot tragen, von dem die Vögel fressen. Verkünde uns die Deutung hiervon, denn wir sehen, daß du der Rechtschaffenen einer bist." "Nun kamen zusammen mit ihm zwei (weitere) Sklaven (fatayaani) ins Gefängnis. Der eine von ihnen sagte: ""Ich sah mich (im Traum), wie ich Wein kelterte."" Der andere sagte: ""Ich sah mich (im Traum), wie ich auf meinem Kopf Brot trug, von dem die Vögel fraßen. Gib die Deutung davon kund! Wie wir sehen, bist du ein rechtschaffener Mensch (mina l-muhsiniena).""" "Und mit ihm kamen zwei junge Männer ins Gefängnis. Der eine von ihnen sagte: ""Ich sah mich Wein auspressen."" Und der andere sagte: ""Ich sah mich auf meinem Kopf Brot tragen, von dem die Vögel fraßen. Verkünde uns die Deutung hiervon; denn wir sehen, daß du einer der Rechtschaffenen bist.""" Eingesperrt mit ihm waren zwei junge Männer. Der eine sagte ihm: "Ich habe mich im Traum gesehen, wie ich Wein preßte." Der andere sagte: "Ich habe mich im Traum gesehen, wie ich auf dem Kopf Brot trug, wovon die Vögel fraßen. Laß uns die Deutung wissen, denn wir halten dich für einen der rechtschaffenen Kenner!"  
  37 Er antwortete: "Ich werde euch die Deutung hiervon verkünden, noch ehe das Essen, mit dem ihr versorgt werdet, zu euch kommt, noch bevor es zu euch kommt. Dies auf Grund dessen, was mich mein Herr gelehrt hat. Verlassen habe ich die Religion jener Leute, die nicht an Allah glauben und Leugner des Jenseits sind. "Joseph sagte: ""Ihr werdet eure (nächste) Essensration nicht bekommen, ohne daß ich euch vorher die Deutung davon kundgegeben habe. Das ist (etwas) von dem, was mein Herr mich gelehrt hat. Ich habe nämlich die Religion (milla) von Leuten aufgegeben, die weder an Allah noch an das Jenseits glauben," "Er sagte: ""Jedes Essen, mit dem ihr versorgt werdet, wird euch nicht eher gebracht werden, bevor ich euch hiervon berichtet habe, und zwar noch, ehe es zu euch kommt. Dies (geschieht) auf Grund dessen, was mich mein Herr gelehrt hat. Ich habe die Religion jener Leute verlassen, die nicht an Allah glauben und Leugner des Jenseits sind." Er sprach: "Es wird euch kein Essen zugeteilt werden, das ich euch nicht melde, bevor es euch gebracht wird, was es ist und wie es darum steht. Das Deuten gehört zu dem Wissen, das mich Gott gelehrt hat. Ich habe mich der Weltanschauung derer, die an Gott nicht glauben und das Jenseits entschieden leugnen, verschlossen.  
  38 Und ich folge der Religion meiner Väter Abraham und Isaak und Jakob. Uns geziemt es nicht, Allah irgend etwas zur Seite zu stellen. Dies ist etwas von Allahs Huld gegen uns und gegen die Menschheit, jedoch die meisten Menschen sind undankbar. und bin der Religion meiner Väter Abraham, Isaak und Jakob gefolgt. Wir dürfen Allah nichts (als Teilhaber an seiner Göttlichkeit) beigesellen. Das ist (etwas) von der Huld, die Allah uns und den Menschen (überhaupt) erweist. Aber die meisten Menschen danken (es ihm) nicht. Und ich folge der Religion meiner Väter Abraham und Isaak und Jakob. Uns geziemt es nicht, Allah irgend etwas zur Seite zu stellen. Dies ist etwas von Allahs Huld gegen uns und gegen die Menschheit, jedoch die meisten Menschen sind undankbar. Ich folge dem Glauben meiner Väter Abraham, Isaak und Jakob. Wir gesellen Gott nichts bei. Das gehört zu den Gaben Gottes, die Er uns und den Mitmenschen aus Seiner Gabenfülle gewährt; aber die meisten Menschen sind nicht dankbar.  
  39 O meine beiden Kerkergenossen, sind verschiedene Herren besser oder Allah, der Eine, der Allmächtige? Ihr beiden Mitgefangenen! Sind verschiedene Herren (als göttliche Wesen) besser oder Allah, der Eine, der Allgewaltige? O meine beiden Kerkergenossen, sind Herren in größerer Anzahl besser oder (ist) Allah (besser), der Eine, der Allmächtige? Ihr Kerkergenossen! Sind die verschiedenartigen Gottheiten besser als Gott, der Eine, Der Allgewaltige?  
  40 Statt Ihn verehrt ihr nichts anderes als Namen, die ihr selbst genannt habt, ihr und eure Väter; Allah hat dazu keine Ermächtigung herabgesandt. Die Entscheidung ist einzig bei Allah. Er hat geboten, daß ihr Ihn allein verehret. Das ist der beständige Glaube, jedoch die meisten Menschen wissen es nicht. Ihr dienet an seiner Statt bloßen Namen, die ihr und eure Väter aufgebracht habt, und wozu Allah keine Vollmacht herabgesandt hat. Die Entscheidung (hukm) steht Allah allein zu. Er hat befohlen, daß ihr nur ihm dienen sollt. Das ist die richtige Religion (ad-dien al-qaiyim). Aber die meisten Menschen wissen (es) nicht. Statt Ihm verehrt ihr nichts anderes als Namen, die ihr selbst genannt habt, ihr und eure Väter; Allah hat dazu keine Ermächtigung herabgesandt. Die Entscheidung liegt einzig bei Allah. Er hat geboten, Ihn allein zu verehren. Das ist der richtige Glaube, jedoch die meisten Menschen wissen es nicht. Alle, die ihr an Seiner Statt anbetet, sind nichts anderes als Namen, die ihr und eure Väter erfunden habt. Dafür hat Gott keine Ermächtigung herabgesandt. Die Entscheidung obliegt Gott allein. Er hat verfügt, daß nur Ihm gedient wird. Das ist die richtige Religion. Doch die meisten Menschen wissen es nicht.  
  41 O meine beiden Kerkergenossen, was den einen von euch anlangt, so wird er seinem Herrn Wein kredenzen; und was den andern anlangt, so wird er gekreuzigt werden, so daß die Vögel von seinem Kopfe fressen. Beschlossen ist die Sache, über die ihr um Auskunft fragtet." "Ihr beiden Mitgefangenen! Was den einen von euch angeht, so wird er (demnächst) seinem Herrn Wein zu trinken geben. Was aber den anderen angeht, so wird er gekreuzigt werden, und die Vögel werden von seinem Kopf fressen. Die Angelegenheit, über die ihr mich um Auskunft fragt, ist (bereits) entschieden.""" "O meine beiden Kerkergenossen, was den einen von euch anbelangt, so wird er seinem Herrn Wein ausschenken; und was den anderen anbelangt, so wird er gekreuzigt werden, so daß die Vögel von seinem Kopfe fressen. Die Sache, worüber ihr Auskunft verlangtet, ist beschlossen.""" Ihr Kerkergenossen! Der eine von euch wird seinem Herrn Wein zu trinken reichen, der andere wird gekreuzigt werden, und die Vögel werden von seinem Kopf fressen. Abgeschlossen ist die Deutung, um die ihr gebeten habt."  
  42 Er sagte zu dem von den beiden, von dem er glaubte, er würde entkommen: "Erwähne meiner bei deinem Herrn." Doch Satan ließ ihn vergessen, es bei seinem Herrn zu erwähnen. so blieb er einige Jahre im Gefängnis "Und er sagte zu demjenigen von ihnen, von dem er annahm, daß er gerettet werden würde: ""Erwähne mich bei deinem Herrn (wenn du wieder in Freiheit bist)!"" Und der Satan ließ ihn vergessen, seines Herrn zu gedenken. (Er verließ sich statt dessen auf menschliche Fürsprache.) Darum blieb er (noch) etliche Jahre im Gefängnis." "Und er sagte zu dem von den beiden, von dem er glaubte, er würde entkommen: ""Erwähne mich bei deinem Herrn."" Doch Satan ließ ihn vergessen, es bei seinem Herrn zu erwähnen, (und) so blieb er noch einige Jahre im Gefängnis." Dem einen, dem er vorausgesagt hatte, daß er gerettet würde, sagte er: "Erwähne mich bei deinem Herrn!" Doch Satan ließ ihn vergessen, Josephs Fall vorzubringen, und so blieb Joseph einige Jahre im Gefängnis.  
  43 Und der König sprach: "Ich sehe sieben fette Kühe, und es fressen sie sieben magere; und sieben grüne Ähren und (sieben) andere dürre. O ihr Häupter, erkläret mir die Bedeutung meines Traums, wenn ihr einen Traum auszulegen versteht." "Und der König (von Ägypten) sagte: ""Ich sah (im Traum) sieben fette Kühe, die von sieben mageren gefressen wurden, und sieben grüne Ähren und (sieben) andere, die verdorrt waren. Ihr Vornehmen (mala§)! Gebt mir über mein Traumgesicht Auskunft, wenn (anders) ihr ein Traumgesicht auslegen könnt!""" "Und der König sagte: ""Ich sehe sieben fette Kühe, und sie werden von sieben mageren gefressen; und ich sehe sieben grüne Ähren und (sieben) andere dürre. O ihr Vornehmen, erklärt mir die Bedeutung meines Traums, wenn ihr einen Traum auszulegen versteht.""" Einmal sagte der König: "Ich sah im Traum sieben fette Kühe, die von sieben mageren gefressen wurden und sieben grüne und sieben verdorrte ?hren. Ihr Notablen, deutet mir meinen Traum, wenn ihr Träume zu deuten wißt!"  
  44 Sie antworteten: "Wirre Träume! und wir kennen die Deutung der Träume nicht." "Sie sagten: ""Eine Wirrnis von Träumen (ist das). Und wir kennen uns in der Deutung von Träumen nicht aus.""" "Sie sagten: ""Ein Wirrnis von Träumen! Und nicht wir sind jene, die das Deuten der Träume beherrschen.""" Sie sprachen: "Das sind sinnlose Traumvisionen. Wir können keine Träume deuten."  
  45 Und derjenige von den beiden, der entkommen war und der sich erinnerte nach geraumer Zeit, sprach: "Ich will euch die Deutung davon wissen lassen, darum sendet mich." "Und der von den beiden (Mitgefangenen des Joseph), der gerettet worden war, sagte - er erinnerte sich nach einer (gewissen) Frist (umma) (an Joseph) -: ""Ich werde euch die Deutung davon kundgeben. Schickt mich (weg, damit ich Auskunft holen kann)!""" "Und derjenige von den beiden, der (dem Kerker) entkommen war und sich nach geraumer Zeit (wieder an Yusuf) erinnerte, sagte: ""Ich will euch die Deutung davon wissen lassen, darum schickt mich (zu Yusuf).""" Der Gerettete erinnerte sich nach langer Zeit und sprach: "Ich verschaffe euch die Deutung des Traumes. Schickt mich zu einem hin, den ich kenne."  
  46 "Joseph! O du Wahrhaftiger, erkläre uns die Bedeutung von sieben fetten Kühen, die von sieben magern gefressen werden, und von sieben grünen Ähren und (sieben) andern dürren, auf daß ich zurückkehre zu den Leuten, damit sie es erfahren." "(Er kam ins Gefängnis und sagte:) ""Joseph, du Wahrhaftiger (siddieq)! Gib uns Auskunft über sieben fette Kühe, die von sieben mageren gefressen werden, und sieben grüne Ähren und (sieben) andere, die verdorrt sind! Vielleicht werde ich zu den Leuten (die mich geschickt haben) zurückkommen, (so) daß sie vielleicht Bescheid wissen.""" """Yusuf, o du Wahrhaftiger, erkläre uns die Bedeutung von sieben fetten Kühen, die von sieben mageren gefressen werden, und (die Bedeutung) von sieben grünen Ähren und (sieben) anderen dürren, auf daß ich zurückkehre zu den Leuten, damit sie es erfahren.""" "Joseph, der du die Wahrheit sagst, deute uns einen Traum, in dem von sieben fetten Kühen, die von sieben mageren gefressen werden und von sieben grünen und sieben verdorrten ?hren die Rede ist! Mit der Deutung möchte ich zu den Leuten zurück, damit sie wissen, worum es geht."  
  47 Er sprach: "Ihr werdet säen sieben Jahre lang, hart arbeitend und ohne Unterlaß, und was ihr erntet, lasset es in seinen Ähren, bis auf weniges, von dem ihr esset. "Joseph sagte: ""Ihr sollt sieben Jahre ununterbrochen (da§aban) säen. Was ihr dann erntet, das laßt in den Ähren (ohne es zu dreschen), außer einer geringen Menge, die ihr (während dieser Zeit) verzehrt!" "Er sagte: ""Ihr werdet ununterbrochen sieben Jahre lang säen und hart arbeiten; und was ihr erntet, belaßt auf den Ähren, bis auf das wenige, was ihr esset." Joseph sprach: "Ihr sollt sieben Jahre ununterbrochen Getreide anbauen. Was ihr erntet, laßt in den ?hren auf Lager, ausgenommen, was ihr an Nahrung braucht.  
  48 Nach diesem werden dann sieben schwere Jahre kommen, die alles aufzehren werden, was ihr an Vorrat für sie aufgespeichert hattet, bis auf weniges, das ihr bewahren mögt. Hierauf, wenn diese Zeit um ist, werden sieben schwere (Jahre) kommen, die aufzehren werden, was ihr für sie zurückgelegt habt (qaddamtum), außer einer geringen Menge, die ihr aufbewahrt (tuhsinuuna). Danach werden dann sieben schwere Jahre kommen, die alles aufzehren, was ihr an Vorrat für sie aufgespeichert habt, bis auf das wenige, was ihr bewahren möget. Dann kommen sieben harte Jahre, in denen ihr von den vorsorglich gelagerten Vorräten eßt, ausgenommen eine kleine Menge, die ihr später als Saat braucht.  
  49 Dann wird nach diesem ein Jahr kommen, in welchem die Menschen Erleichterung finden und in welchem sie Geschenke geben werden." "Hierauf, wenn diese Zeit um ist, wird ein Jahr kommen, in dem die Menschen (wieder) Regen haben, und in dem sie (wieder) keltern werden.""" "Danach wird ein Jahr kommen, in welchem die Menschen Erleichterung finden und in welchem sie (Früchte) pressen.""" Darauf folgt ein segensreiches Jahr, in dem die Menschen mit Regen gesegnet werden und keltern und pressen können."  
  50 Der König sprach: "Bringt ihn mir." Doch als der Bote zu ihm kam, sprach er: "Kehre zurück zu deinem Herrn und frage ihn, wie es den Frauen ergeht, die sich in die Hände schnitten, denn mein Herr kennt ihren Anschlag recht wohl." "Der König sagte (nachdem ihm diese Auskunft überbracht worden war): ""Bringt ihn zu mir her!"" Und als der Bote (des Königs) zu ihm kam (um ihn zu holen), sagte Joseph: ""Kehr zu deinem Herrn zurück und frag ihn, wie es mit den Frauen steht, die sich (seinerzeit) in die Hand geschnitten haben! Mein Herr weiß über ihre List Bescheid.""" "Und der König sagte: ""Bringt ihn zu mir!"" Doch als der Bote zu ihm kam, sagte er: ""Kehre zurück zu deinem Herrn und frage ihn, wie es den Frauen ergeht, die sich in die Hände schnitten; denn mein Herr kennt ihre List recht wohl.""" Der König sprach: "Bringt ihn mir her!" Als der Bote Joseph aufsuchte, sagte dieser ihm: "Geh zu deinem Herrn zurück und frage ihn nach den Frauen, die sich in die Hände geschnitten haben. Gott, mein Herr, weiß genau um ihre List."  
  51 Er sprach: "Wie stand es um euch, als ihr Joseph zu verführen suchtet gegen seinen Willen?" Sie sprachen: "Er hütete sich um Allahs willen. Wir haben nichts Böses über ihn erfahren." Da sprach die Frau des Aziz: "Nun ist die Wahrheit ans Licht gekommen. Ich versuchte ihn zu verführen gegen seinen Willen, .und er gehört sicherlich zu den Wahrhaftigen. "Der König sagte (zu den Frauen): ""Wie war das (damals) mit euch, als ihr wolltet, daß Joseph sich euch hingebe?"" Sie sagten: ""Allah bewahre! Wir können ihm nichts Böses zur Last legen."" Die Frau des hochmögenden (Herrn) sagte: ""Jetzt ist die Wahrheit an den Tag gekommen. Ich wollte, daß er sich mir hingebe. Und er ist einer von denen, die die Wahrheit sagen.""" "Er sagte (zu den Frauen): ""Wie stand es um euch, als ihr eure Verführungskünste an Yusuf gegen seinen Willen ausprobiertet?"" Sie sagten: ""Allah bewahre! Wir haben nichts Böses über ihn erfahren!"" Da sagte die Frau des §Aziz: ""Nun ist die Wahrheit ans Licht gekommen. Ich versuchte, ihn gegen seinen Willen zu verführen, und er gehört sicherlich zu den Wahrhaftigen.""" Den Frauen sagte der König: "Wie war es in Wahrheit, als ihr Joseph zu verführen versuchtet?" Sie erwiderten: "Gott behüte, daß etwas anderes als die Wahrheit gesagt wird! Wir finden an ihm nichts Schlechtes." Die Frau des Königs sprach: "Jetzt hat sich die Wahrheit klar herausgestellt. Ich bin es, die ihn verführen wollte. Er ist ehrlich und gehört zu den Aufrichtigen, die die Wahrheit sagen.  
  52 Dies, damit er (der Aziz) erfahre, daß ich nicht treulos gegen ihn war in (seiner) Abwesenheit und daß Allah den Anschlag der Treulosen nicht gelingen läßt. "(Joseph sagte:) ""Das (ist nunmehr klargelegt), damit er weiß, daß ich nicht im geheimen treulos gegen ihn gehandelt habe, und daß Allah die List derer, die Verrat üben, nicht zum Ziel bringt." "(Yusuf sagte): ""Dies (kommt ans Licht), damit er (§Aziz ) erfährt, daß ich in (seiner) Abwesenheit gegen ihn nicht treulos war, und damit Allah die List der Treulosen nicht gelingen läßt." Er möge erfahren, daß ich ihn nicht in Abwesenheit weiter verleumde. Gott läßt die List der Verleumder nicht durchgehen.  
  53 Und ich erachte mich selbst nicht frei von Schwäche; denn die Seele gebietet oft Böses, die allein ausgenommen, deren mein Herr Sich erbarmt. Fürwahr, mein Herr ist allverzeihend, barmherzig." "Und ich behaupte nicht, daß ich unschuldig sei. Das (Menschen-) Wesen verlangt (nun einmal) gebieterisch nach dem Bösen (inna n-nafsa la-ammaaratun bis-suu§i), - davon sind jene ausgenommen, derer mein Herr sich erbarmt. Er ist barmherzig und bereit zu vergeben.""" "Und ich behaupte nicht, daß ich unschuldig bin; denn das (Menschen-)Wesen gebietet oft Böses; davon sind jene ausgenommen, derer mein Herr Sich erbarmt. Wahrlich, mein Herr ist Allverzeihend, Barmherzig.""" Ich spreche mich von der Schuld nicht frei. Die Seele treibt gewiß zum Bösen. Es sei denn, Gott nimmt einen in seine Barmherzigkeit auf. Gott, mein Herr, vergibt und erbarmt sich unermeßlich."  
  54 Und der König sprach: "Bringt ihn mir, ich will ihn für mich wählen." Als er mit ihm geredet hatte, sprach er: "Du bist von heute an bei uns in Amt (und) Vertrauen." "Der König sagte: ""Bringt ihn zu mir her, damit ich ihn für mich persönlich ausersehe!"" Und nachdem er mit ihm gesprochen hatte, sagte er: ""Von heute ab hast du bei uns Macht (und Ansehen) und genießt unser Vertrauen (innaka l-yauma ladainaa makienun amienun).""" "Und der König sagte: ""Bringt ihn zu mir, ich will ihn für mich vorbehalten."" Als er mit ihm geredet hatte, sagte er: ""Du bist von heute an bei uns in Sicherheit und genießt unser Vertrauen.""" Der König sprach: "Bringt ihn mir her, damit ich ihn zu meinem Vertrauten mache!" Als er sich mit ihm unterhielt, sagte er ihm: "Bei mir gebührt dir ab heute Würde und Vertrauen."  
  55 Er sprach: "Setze mich über die Schatzkammern des Landes, denn ich bin ein Hüter, ein wohlerfahrener." "Joseph sagte: ""Setz mich über die Vorräte des Landes! Ich passe gut auf und weiß Bescheid.""" "Er sagte: ""Setze mich über die Schatzkammern des Landes ein; denn ich bin ein wohlerfahrener Hüter.""" Er sprach: "übertrage mir die Verantwortung für die Vorratskammern im Land! Ich bin ein guter Verwalter und verfüge über viel Wissen."  
  56 Also setzten Wir Joseph im Land fest. Er weilte darin, wo immer es ihm gefiel. Wir gewähren Unsere Gnade, wem Wir wollen, und Wir lassen den Lohn der Rechtschaffenen nicht verloren gehen. So gaben wir dem Joseph Macht im Land, so daß er darin Wohnung nehmen konnte, wo er wollte (yatabauwa§u minhaa haithu yaschaa§u). Wir treffen mit unserer Barmherzigkeit, wen wir wollen, und bringen diejenigen, die tun, was recht ist (al-muhsiniena), nicht um ihren Lohn. Und so verliehen Wir Yusuf Macht im Lande; er weilte darin, wo immer es ihm gefiel. Wir gewähren Unsere Gnade, wem Wir wollen, und Wir lassen den Lohn der Rechtschaffenen nicht verlorengehen. So haben Wir Joseph Macht im Lande verliehen, und er konnte wohnen wo immer er wollte. Wir gewähren Unsere Gnade, wem Wir wollen und enthalten denen, die Gutes tun, ihren Lohn nicht vor.  
  57 Der Lohn des Jenseits aber ist besser für jene, die glauben und Gott fürchten. Aber der Lohn des Jenseits ist für diejenigen, die glauben und gottesfürchtig sind, wahrhaftig besser. Der Lohn des Jenseits aber ist besser für jene, die glauben und (Allah) fürchten. Der Lohn im Jenseits ist bei weitem besser für die frommen Gläubigen.  
  58 Es kamen die Brüder Josephs und traten zu ihm ein; er erkannte sie, sie aber erkannten ihn nicht. Und die Brüder Josephs kamen (nach Ägypten, um Proviant zu holen) und traten bei ihm ein. Er erkannte sie, während sie ihn für einen Fremden hielten. Und es kamen die Brüder Yusufs und traten zu ihm ein; er erkannte sie, sie aber erkannten ihn nicht. Und die Brüder Josephs kamen und traten zu ihm. Er erkannte sie, sie ihn aber nicht.  
  59 Als er sie mit ihrem Bedarf ausgerüstet hatte, da sprach er: "Bringt mir euren Bruder von eures Vaters Seite. Seht ihr nicht, daß ich volles Maß (an Korn) gebe und daß ich der beste Gastgeber bin? "Als er ihnen nun ihre Ausstattung (mit Lebensmitteln) gegeben hatte, sagte er: ""Bringt mir (das nächste Mal) einen Bruder von euch, (einen) väterlicherseits! Seht ihr nicht, daß ich volles Maß gebe und (meinen Gästen) bestens für Unterkunft sorge?" "Und als er sie mit ihrem Bedarf ausgerüstet hatte, da sagte er: ""Bringt mir euren Bruder von eures Vaters Seite. Seht ihr nicht, daß ich volles Maß gebe und daß ich der beste Gastgeber bin?" Als er sie mit ihrer Zuteilung versorgte, sagte er ihnen: "Bringt mir das nächste Mal euren Bruder väterlicherseits mit! Seht ihr nicht, daß ich gerecht das Maß fülle und die Gäste bestens bewirte?  
  60 Doch wenn ihr ihn mir nicht bringt, dann sollt ihr kein Maß von mir haben, noch sollt ihr mir nahe kommen." "Wenn ihr ihn mir nicht bringt, wird euch bei mir nichts (mehr) zugemessen, und ihr werdet nicht mehr bei mir vorgelassen.""" "Doch wenn ihr ihn mir nicht bringt, dann sollt ihr kein Maß mehr von mir erhalten, noch sollt ihr mir nahe kommen.""" Bringt ihr ihn nicht mit, bekommt ihr von mir keine Zuteilung mehr, und ihr dürft nicht zu mir kommen."  
  61 Sie antworteten: "Wir wollen versuchen, ihn von seinem Vater zu trennen; und das tun wir bestimmt." "Sie sagten: ""Wir werden seinen Vater drängen, daß er ihn uns hergibt (sa-nuraawidu `anhu abaahu). Wir werden es bestimmt tun.""" "Sie sagten: ""Wir wollen versuchen, ihn von seinem Vater zu trennen; und das tun wir bestimmt.""" Sie sagten: "Wir werden auf seinen Vater einreden, daß er ihn mitkommen läßt. Wir werden es sicher tun."  
  62 Und er sprach zu seinen Dienern: "Stecket ihr Geld (auch) in ihre Satteltaschen, so daß sie es erkennen mögen, wenn sie zu ihren Angehörigen zurückgekehrt sind; vielleicht kommen sie wieder." "Und Joseph sagte zu seinen Sklaven (fityaan): ""Tut ihre Ware (wieder) in ihr Gepäck! Vielleicht werden sie sie entdecken, wenn sie zu ihrer Familie heimgekehrt sind. Vielleicht werden sie (dann nach Ägypten) zurückkehren.""" "Und er sagte zu seinen Dienern: ""Steckt ihre Ware in ihre Satteltaschen, so daß sie sie erkennen können, wenn sie zu ihren Angehörigen zurückgekehrt sind; vielleicht kommen sie wieder.""" Joseph sagte seinen Leuten: "Steckt ihr Tauschgut wieder in ihr Gepäck. Sie werden es, wenn sie zu den Ihren zurückkehren, erkennen und dadurch hoffentlich veranlaßt, wieder hierher zu kommen."  
  63 Als sie zu ihrem Vater zurückgekehrt waren, sprachen sie: "O unser Vater, ein (weiteres) Maß (an Korn) ist uns verweigert worden, so schicke unseren Bruder mit uns, daß wir Maß erhalten, und wir wollen ihn hüten." "Als sie nun zu ihrem Vater zurückgekehrt waren, sagten sie: ""Vater! Man hat uns (für das nächste Mal) die Zuteilung versagt (falls wir unseren Bruder nicht mitbringen würden). Darum schick unseren Bruder mit uns, damit wir eine Zuteilung bekommen! Wir werden (bestimmt) auf ihn achtgeben.""" "Als sie zu ihrem Vater zurückgekehrt waren, sagten sie: ""O unser Vater, das Maß ist uns verweigert worden; so schicke unseren Bruder mit uns, so daß wir das Maß erhalten; und wir wollen ihn hüten.""" Als sie zu ihrem Vater zurückkamen, sagten sie ihm: "O Vater, wir werden von den Zuteilungen ausgeschlossen. Schick unseren Bruder mit uns, damit wir Proviant bekommen. Wir werden ihn gewiß beschützen."  
  64 Er sprach: "Ich kann ihn euch nicht anders anvertrauen, als ich euch seinen Bruder zuvor anvertraut habe. Doch Allah ist der beste Beschützer, und Er ist der barmherzigste Erbarmer." "Er sagte: ""Kann ich ihn euch auf andere Weise anvertrauen, als wie ich euch früher seinen Bruder (Joseph) anvertraut habe? Doch Allah gibt besser acht (als ihr). Niemand ist barmherzig wie er." "Er sagte: ""Ich kann ihn euch nicht anders anvertrauen, als ich euch zuvor seinen Bruder anvertraut habe. Doch Allah ist der beste Beschützer, und Er ist der Barmherzigste Erbarmer.""" Er sagte: "Soll ich ihn euch etwa auch anvertrauen, wie ich euch einst seinen Bruder anvertraut habe? Gott ist der beste Beschützer und der höchste Erbarmer."  
  65 Als sie ihre Habe öffneten, da fanden sie ihr Geld ihnen zurückgegeben. Sie sprachen: "O unser Vater, was können wir mehr wünschen? Dies unser Geld ist uns zurückgegeben. Wir werden Vorrat für unsere Familie heimbringen und unseren Bruder behüten, und überdies werden wir das Maß einer Kamellast haben. Das ist ein leichterhältliches Maß." "Und als sie ihr Gepäck öffneten, fanden sie, daß ihre Ware ihnen zurückgegeben worden war. Sie sagten: ""Vater! Was wollen wir mehr (maa nabghie)? Da ist uns unsere Ware zurückgegeben worden. Wir werden nun unsere Leute verproviantieren und auf unseren Bruder achtgeben und (da er dabei ist) eine Kamelsladung mehr erhalten. Das ist ein leichtes Maß.""" "Und als sie ihr Gepäck öffneten, da fanden sie, daß ihnen ihre Ware wiedergegeben worden war. Sie sagten: ""O unser Vater, was können wir (uns) mehr wünschen? Diese unsere Ware ist uns zurückgegeben worden. Wir werden den Vorrat für unsere Familie heimbringen und unseren Bruder behüten, und überdies werden wir das Maß einer Kamellast haben. Das ist ein leicht erhältliches Maß.""" Als sie ihr Gepäck öffneten, fanden sie, daß ihnen ihr Tauschgut zurückgegeben worden war. Da sprachen sie: "Vater! Mehr können wir nicht wünschen. Unsere Ware ist uns zurückgegeben worden. Wir werden für unsere Leute Proviant holen, unseren Bruder beschützen und bekommen für ihn eine zusätzliche Kamelladung. Das wäre ein leichtes."  
  66 Er sprach: "Ich werde ihn nicht mit euch senden, ehe ihr mir nicht ein feierliches Versprechen im Namen Allahs gebt, daß ihr ihn mir sicher wiederbringt, es sei denn, ihr werdet alle umringt." Als sie ihm ihr feierliches Versprechen gegeben hatten, sprach er: "Allah wacht über das, was wir sprechen." "Er sagte: ""Ich werde ihn nicht mit euch schicken, wenn ihr mir nicht vorher vor Allah ein (bindendes) Versprechen gebt (des Inhalts), daß ihr ihn mir bestimmt (wieder) bringen werdet, - es sei denn, es ist um euch geschehen. (Wenn ihr nicht mehr am Leben seid, ist auch euer Versprechen hinfällig.) ""Als sie ihm ihr (bindendes) Versprechen gegeben hatten, sagte er: ""Allah ist Bürge für das, was wir sagen.""" "Er sagte: ""Ich werde ihn nicht mit euch schicken, ehe ihr mir nicht ein festes Versprechen im Namen Allahs gebt, daß ihr ihn mir sicher wiederbringt, es sei denn, daß euch selbst die Rückkehr abgeschnitten wird."" Als sie ihm ihr festes Versprechen gegeben hatten, sagte er: ""Allah wacht über das, was wir sagen.""" Er sprach: "Ich werde ihn nicht eher mit euch schicken, bis ihr mir vor Gott gelobt, daß ihr ihn mir wieder zurückbringt, es sei denn, ihr werdet vom Feind übermannt." Als sie ihm ihr verbindliches Gelöbnis abgelegt hatten, sprach er: "Gott möge über allem, was wir sagen, walten."  
  67 Und er sprach: "O meine Söhne, ziehet nicht ein durch ein einziges Tor, sondern ziehet ein durch verschiedene Tore; ich kann euch nichts nützen gegen Allah. Die Entscheidung ruht bei Allah allein. Auf Ihn vertraue ich, und auf Ihn vertrauen sollen die Vertrauenden." "Und er sagte: ""Söhne! Geht nicht durch ein einziges Tor (in die Stadt) hinein! Geht (vielmehr) durch verschiedene Tore hinein! Ich kann euch (allerdings) vor Allah nichts helfen. Die Entscheidung (hukm) steht Allah allein zu. Auf ihn vertraue ich. Und auf ihn sollen (alle) vertrauen, die (überhaupt) Vertrauen haben.""" "Und er sagte: ""O meine Söhne, zieht nicht durch ein einziges Tor ein, sondern zieht durch verschiedene Tore ein; ich kann euch nichts gegen Allah nützen. Die Entscheidung ruht bei Allah allein. Auf Ihn vertraue ich, und auf Ihn sollen die Vertrauenden vertrauen.""" Weiter sagte er: "Meine Söhne! Tretet nicht zusammen durch ein einziges Tor ein, sondern durch verschiedene! Ich kann euch - an Gottes Statt - vor keinem ?bel schützen. Nur Gott allein verfügt. Auf Ihn verlasse ich mich, und auf Ihn sollen alle sich verlassen."  
  68 Als sie auf die Art eingezogen waren, wie ihr Vater es ihnen geboten hatte, konnte er ihnen nichts nützen gegen Allah, außer daß ein Verlangen in Jakobs Seele war, das er (so) befriedigte; und er besaß gewiß großes Wissen, weil Wir ihn belehrt hatten, allein die meisten Menschen wissen es nicht. Und als sie da hineingingen, wo ihr Vater sie es geheißen hatte (nämlich durch verschiedene Tore), half es ihnen vor Allah nichts. Es war nichts als ein inneres Bedürfnis Jakobs, dessen er sich entledigte. Und er besaß Wissen, so wie wir es ihn gelehrt hatten. Aber die meisten Menschen haben kein Wissen. Daß sie auf die Art eingezogen waren, wie ihr Vater es ihnen geboten hatte, konnte nichts gegen Allah nützen; nur wurde auf diese Weise das Verlangen in Jakobs Seele befriedigt; und er besaß gewiß großes Wissen, weil Wir ihn gelehrt hatten, allein die meisten Menschen wissen es nicht. Sie traten so ein, wie ihr Vater ihnen befohlen hatte, wodurch von ihnen nichts abgewendet werden konnte, was Gott verfügt hatte. Es war lediglich ein Bedürfnis, das Jakob innerlich verspürte und befriedigen wollte. Er besaß Wissen, das Wir ihn gelehrt hatten. Viele Menschen wissen jedoch nicht, worum es geht.  
  69 Als sie vor Joseph traten, nahm er seinen Bruder zu sich. Er sprach: "Ich bin dein Bruder; so betrübe dich nicht ob dessen, was sie getan haben." "Als sie nun bei Joseph eingetreten waren, zog er seinen (jüngeren) Bruder in seine (unmittelbare) Nähe (aawaa ilaihi akhaahu). Er sagte: ""Ich bin dein Bruder. Mach dir nun keinen Kummer über das, was sie (seinerzeit mit mir) getan haben!""" "Und als sie vor Yusuf traten, nahm er seinen Bruder zu sich. Er sagte: ""Ich bin dein Bruder; so sei nicht traurig über das, was sie getan haben.""" Als sie zu Joseph eintraten, nahm er seinen Bruder zu sich und sagte: "Ich bin dein Bruder. Gräme dich nicht ihrer bösen Taten wegen!"  
  70 Als er sie mit ihrem Bedarf versehen hatte, steckte er den Trinkbecher in seines Bruders Satteltasche. Dann rief ein Ausrufer: "O ihr (Leute von der) Karawane, ihr seid wahrhaftig Diebe." "Als er ihnen nun ihre Ausstattung (mit Lebensmitteln) gegeben hatte, tat er das Trinkgefäß in das Gepäck seines (jüngeren) Bruders. Hierauf rief ein Rufer aus: ""(Ihr Leute von der) Karawane! Ihr seid Diebe.""" "Als er sie dann mit ihrem Bedarf ausgerüstet hatte, steckte er den Trinkbecher (des Königs) in die Satteltaschen seines Bruders. Dann gab ein Ausrufer bekannt: ""O ihr Kamelführer, ihr seid wahrhaftig Diebe.""" Als er sie mit den Zuteilungen versorgt hatte, ließ er den Trinkbecher in das Gepäck seines Bruders stecken. Ein Rufer meldete: "Halt, ihr Kamelreiter! Ihr seid Diebe!"  
  71 Sie sprachen, indem sie sich zu ihnen wandten: "Was ist es, das ihr vermisset?" "Sie sagten, indem sie sich ihnen zuwandten: ""Was vermißt ihr (denn)?""" "Sie sagten, indem sie sich zu ihnen wandten: ""Was vermißt ihr?""" Sie wandten sich ihnen zu und sprachen: "Was sucht ihr?"  
  72 Jene antworteten: "Wir vermissen den Maßbecher des Königs, und wer ihn wieder bringt, der soll eine Kamellast erhalten, und ich bin Bürge dafür." "Sie sagten: ""Wir vermissen den Pokal des Königs. Wer ihn beibringt, soll eine Kamelsladung (als Lohn) haben. Ich bürge dafür.""" "Jene sagten: ""Wir vermissen den Maßbecher des Königs, und wer ihn wiederbringt, soll eine Kamellast erhalten, ich bürge dafür.""" Sie erwiderten: "Wir suchen den Trinkbecher des Königs. Wer ihn bringt, bekommt als Belohnung eine Kamelladung. Ich verspreche es fest."  
  73 Sie erwiderten: "Bei Allah, ihr wisset doch, daß wir nicht gekommen sind, um Unheil im Land zu stiften, und wir sind keine Diebe." "Sie sagten: ""Bei Allah! Wir sind nicht gekommen, um im Land Unheil anzurichten, und sind keine Diebe. Das müßt ihr doch wissen.""" "Sie sagten: ""Bei Allah, ihr wisset doch, daß wir nicht gekommen sind, um Unheil im Land zu stiften, und wir sind keine Diebe.""" Sie sagten: "Wir schwören bei Gott. Ihr wißt, daß wir nicht hierher gekommen sind, um Unheil zu stiften, und wir sind keine Diebe."  
  74 Jene sprachen: "Was soll dann die Strafe dafür sein, wenn ihr Lügner seid?" "Sie sagten: ""Und was soll die Strafe dafür sein, wenn ihr lügt?""" "Sie sagten: ""Was soll dann die Strafe dafür sein, wenn ihr Lügner seid?""" Sie sagten: "Welche Strafe haltet ihr für angemessen, wenn ihr lügt?"  
  75 Sie antworteten: "Die Strafe dafür sei: der, in dessen Satteltasche er gefunden wird, soll selbst Entgelt dafür sein. Also lohnen wir den Übeltätern." "Sie sagten: ""Derjenige, in dessen Gepäck etwas gefunden wird, soll (in eigener Person) die Strafe dafür sein (und zum Sklaven gemacht werden). So vergelten wir den Frevlern.""" "Sie sagten: ""Die Strafe dafür sei: Der, in dessen Satteltaschen er (der Becher) gefunden wird, soll selbst das Entgelt dafür sein. So belohnen wir die Übeltäter.""" Sie sprachen: "Die Strafe, die der verdient, in dessen Gepäck er gefunden wird, ist, daß er Sklave wird. So bestrafen wir die Ungerechten."  
  76 Da begann er (die Suche) mit ihren Säcken vor dem Sack seines Bruders; dann zog er ihn aus seines Bruders Sack hervor. So richteten Wir es ein für Joseph. Er hätte nicht seinen Bruder aufhalten können unter des Königs Gesetz, hätte nicht Allah es so gewollt. Wir erhöhen um Rangstufen, wen Wir wollen; und über jedem mit Wissen Begabten ist Einer, der Allwissende. Und er begann mit ihren Säcken vor dem Sack seines (jüngeren) Bruders. Hierauf holte er es aus dem Sack seines (jüngeren) Bruders heraus. So wandten wir für Joseph eine List an. Nach der Religion (dien) des Königs (von Ägypten) konnte er unmöglich seinen Bruder (in seinen Besitz) nehmen, es sei denn, daß Allah es wollte. Wir verleihen, wem wir wollen, einen höheren Rang (als den anderen). Und über jedem, der Wissen hat, ist einer, der (noch mehr) weiß. Da begann er ihre Säcke vor dem Sack seines Bruders (zu durchsuchen); dann zog er ihn aus dem Sack seines Bruders hervor. So richteten Wir es für Yusuf ein; er hätte seinen Bruder nach dem Gesetz des Königs nicht aufhalten können; es sei denn, Allah hätte es so gewollt. Wir erhöhen um Rangstufen, wen Wir wollen; und über jedem, der Wissen hat, ist der Eine, Der noch mehr weiß. Er begann mit ihrem Gepäck, bevor er das Gepäck seines Bruders durchsuchte. Dann holte er ihn aus dem Gepäck des Bruders. So standen Wir Joseph mit einer List bei. Er konnte seinen Bruder nach dem Gesetz des Königs nur zu sich nehmen, wenn Gott es wollte. Wir heben im Rang, wen Wir wollen. ?ber jedem Wissenden ist der Allwissende.  
  77 Sie sprachen: "Hat er gestohlen, so hat zuvor schon sein Bruder Diebstahl verübt." Jedoch Joseph hielt es in seinem Herzen geheim und offenbarte es ihnen nicht. Er sprach: "Ihr (scheint) in der übelsten Lage zu sein; und Allah weiß am besten, was ihr behauptet." "Sie sagten: ""Wenn er stiehlt (ist es nicht zu verwundern). Ein Bruder von ihm hat schon früher gestohlen."" Da hielt Joseph es in sich geheim und tat es ihnen nicht kund. Er sagte: ""Ihr seid schlimmer daran . Allah weiß sehr wohl, was ihr aussagt (und was gar nicht wahr ist).""" "Sie sagten: ""Hat er gestohlen, so hat zuvor schon sein Bruder Diebstahl begangen."" Jedoch Yusuf hielt es in seinem Herzen geheim und offenbarte es ihnen nicht. Er sagte: ""Ihr (scheint) in der Tat übler (als das) zu sein; und Allah weiß am besten, was ihr behauptet.""" Sie sprachen: "Wenn dieser stiehlt, so hat ein Bruder von ihm vorher gestohlen. " Joseph verbarg seinen Unmut und zeigte ihn ihnen nicht. Er dachte: "Ihr seid wirklich weit niedriger einzustufen! Gott weiß am besten um eure Art, Menschen zu beschreiben."  
  78 Sie sprachen: "O Hochmögender, er hat einen greisen Vater, so nimm einen von uns an seiner Statt; denn wir sehen, du gehörst zu denen, die Gutes tun." "Sie sagten: ""Hochmögender (Herr) (yaa aiyuhaa l-`aziezu)! Er hat einen greisen alten Vater. Nimm deshalb einen von uns an seiner Stelle! Wie wir sehen, bist du ein rechtschaffener Mensch (mina l-muhsiniena).""" "Sie sagten: ""O §Aziz, er hat einen greisen Vater, so nimm einen von uns statt seiner an; denn wir sehen, du gehörst zu denen, die Gutes tun.""" Sie sprachen: "Mächtiger Herr! Er hat einen sehr alten Vater, nimm anstatt seiner einen von uns! Wir sehen wohl, daß du ein gutes Herz hast."  
  79 Er antwertete: "Allah behüte daß wir einen andern nehmen sollten als den, bei dem wir unser Eigentum gefunden haben; wir wären sonst wahrlich ungerecht." "Er sagte: ""Da sei Allah vor, daß wir einen (anderen) nehmen als den, bei dem wir unser Gerät gefunden haben! Sonst wären wir Frevler.""" "Er sagte: ""Allah behüte, daß wir einen anderen nehmen sollten als den, bei dem wir unsere Sachen gefunden haben; wir wären sonst wahrlich ungerecht.""" Er erwiderte: "Gott behüte! Wir können nur den nehmen, bei dem wir unser Eigentum gefunden haben. Wir wären sonst gewiß ungerecht."  
  80 Als sie all ihm verzweifelten, gingen sie abseits, heimlich beratend. Es sprach ihr Ältester: "Wißt ihr nicht, daß euer Vater von euch ein feierliches Versprechen im Namen Allahs empfangen hat und wie ihr zuvor in eurer Pflicht gegen Joseph gefehlt habt? Ich will darum das Land nicht verlassen, bis mein Vater es mir erlaubt oder Allah für mich entscheidet, und Er ist der beste Richter. "Und als sie die Hoffnung (etwas) bei ihm (zu erreichen) aufgegeben hatten, gingen sie zu vertraulicher Beratung (nadschieyan) abseits. Der Älteste von ihnen sagte: ""Bedenkt ihr (denn) nicht, daß euer Vater euch vor Allah ein (bindendes) Versprechen abgenommen hat, und wie ihr früher eure Pflichten hinsichtlich Josephs vernachlässigt habt? Ich werde das Land nicht verlassen (und heimkehren), solange mein Vater es mir nicht (ausdrücklich) erlaubt oder Allah eine Entscheidung für mich trifft. Er kann am besten entscheiden." "Als sie die Hoffnung, ihn umzustimmen, aufgegeben hatten, gingen sie zu vertraulicher Beratung abseits. Es sagte ihr Ältester: ""Wisset ihr nicht, daß euer Vater von euch ein festes Versprechen im Namen Allahs entgegengenommen hat und daß ihr zuvor in eurer Pflicht gegen Yusuf gefehlt habt? Ich will darum das Land nicht eher verlassen, bis mein Vater es mir erlaubt oder Allah für mich entscheidet; und Er ist der beste Richter." Als sie die Hoffnung aufgegeben hatten, ihn umzustimmen, traten sie beiseite und unterhielten sich leise. Der ?lteste sagte: "Ihr seid euch dessen bewußt, daß euer Vater euch ein verbindliches Gelöbnis vor Gott abgenommen hat und daß ihr ihn einst um Joseph gebracht habt. Ich verlasse das Land nicht, bis mein Vater es mir erlaubt oder bis Gott ein Urteil über mich fällt. Gott ist der beste Richter.  
  81 "Kehret ihr zurück zu eurem Vater und sprecht: ""O unser Vater, dein Sohn hat gestohlen; und wir haben nur ausgesagt, was wir wußten, und wir konnten nicht Wächter sein über das Verborgene." Kehrt zu eurem Vater zurück und sagt: Vater! Dein Sohn hat gestohlen. Wir bezeugen nur, was wir wissen. Und wir konnten keine Wächter des Verborgenen sein (? wa-maa kunnaa lil-ghaibi haafiziena). Kehrt ihr zu eurem Vater zurück und sprecht: "O unser Vater, dein Sohn hat gestohlen; und wir haben nur ausgesagt, was wir wußten, und wir konnten keine Wächter des Verborgenen sein. Geht zu eurem Vater und sagt ihm: "Dein Sohn hat gestohlen. Wir, als Zeugen, sagen dir nur das, was wir wissen. Wir können unmöglich für das Verborgene bürgen.  
  82 "Frage nur die Stadt, in der wir waren, und die Karawane, mit der wir kamen; gewiß, wir sprechen die Wahrheit."""" "Frag die (Bewohner der) Stadt, in der wir waren, und die (Männer der) Karawane, in der wir gekommen sind! Wir sagen (bestimmt) die Wahrheit.""" "Frage nur in der Stadt nach, in der wir waren, und in der Karawane, mit der wir kamen; gewiß, wir sagen die Wahrheit."""" Frage die Bewohner der Stadt, in der wir waren und die Kamelkarawane, mit der wir zurückkamen. Wir sagen wirklich die Wahrheit."  
  83 Er sprach: "Nein, eure Seelen haben euch etwas vorgespiegelt. So (obliegt mir nun) geziemende Geduld. Vielleicht wird Allah sie mir alle wieder bringen; denn Er ist der Allwissende, der Allweise." "(Sie taten, was der älteste Bruder sie geheißen hatte.) Er sagte: ""Nein! Ihr habt euch etwas eingeredet. Doch schön geduldig sein (ist meine Losung). Vielleicht wird Allah sie mir zusammen (wieder) bringen. Er ist der, der Bescheid weiß und Weisheit besitzt.""" "Er sagte: ""Nein, ihr habt euch etwas vorgemacht. Doch schön geduldig sein. Vielleicht wird Allah sie mir alle wiederbringen; denn Er ist der Allwissende, der Allweise.""" Da sagte Jakob: "Ihr hegtet unlautere Absichten. Nur Geduld! Hoffentlich gibt Gott sie mir alle beide zurück. Gottes Wissen und Weisheit sind unermeßlich."  
  84 Und er wandte sich ab von ihnen und sprach: "O mein Kummer um Joseph!" Und seine Augen wurden tränenvoll vor Kummer, dann unterdrückte er (seinen Schmerz). "Und er wandte sich von ihnen ab und sagte: ""Wie gräme ich mich um Joseph!"" Aus (lauter) Trauer (und Weinen) erblindeten seine Augen. Und dann beherrschte er sich (fa-huwa kaziemun)." "Und er wandte sich von ihnen ab und sagte: ""O mein Kummer um Yusuf!"" Und seine Augen wurden vor Traurigkeit trüb, (doch) dann beherrschte er sich." Er wandte sich von ihnen ab und sprach: "Wie gräme ich mich über Joseph!" Vor Kummer wurden seine Augen trübe und gleichsam weiß, aber er unterdrückte seinen Gram.  
  85 Sie sprachen: "Bei Allah, du wirst nicht aufhören, von Joseph zu sprechen, bis du dich ganz verzehrt hast oder zu denen gehörst, die zugrunde gehen." "Sie sagten: ""Bei Allah! Du wirst (nicht) aufhören, von Joseph zu sprechen, bis du (schließlich ganz) siech und elend (harad) bist oder (überhaupt) umkommst.""" "Sie sagten: ""Bei Allah, du hörst nicht auf, von Yusuf zu sprechen, bis du dich ganz verzehrt hast oder zu denen gehörst, die zugrunde gehen.""" Sie sagten ihm: "Bei Gott! Du hörst nicht auf, an Joseph zu denken und ihm nachzutrauern, bis du alle Kraft verlierst oder gar zugrunde gehst."  
  86 Er antwortete: "Ich klage nur meinen Kummer und meinen Gram zu Allah, und ich weiß von Allah, was ihr nicht wisset. "Er sagte: ""Ich klage meinen Gram und meine Trauer Allah allein. Und ich weiß (auf Grund dessen, was mir) von Allah (eröffnet worden ist, manches) was ihr nicht wißt." "Er sagte: ""Ich beklage nur meinen Kummer und meinen Gram vor Allah, und ich weiß von Allah, was ihr nicht wisset." "Ich mache nichts anderes als Gott meine Klage und Trauer vorzutragen. ?ber Gott weiß ich, was ihr nicht wißt.  
  87 O meine Söhne, ziehet aus und forschet nach Joseph und seinem Bruder und verzweifelt nicht an Allahs Erbarmen; denn an Allahs Erbarmen verzweifelt nur das ungläubige Volk." "Ihr Söhne! Geht hin und forschet nach Joseph und seinem Bruder! Und gebt nicht die Hoffnung auf, daß Allah Linderung (und Abhilfe) schafft (wa-laa tai§asuu min rauhi llaahi)! Nur das Volk der Ungläubigen macht sich keine Hoffnung darauf.""" "O meine Söhne, zieht aus und forscht nach Yusuf und seinem Bruder und zweifelt nicht an Allahs Erbarmen; denn an Allahs Erbarmen zweifelt nur das ungläubige Volk.""" O meine Söhne! Geht doch hin und forscht unauffällig nach Joseph und seinem Bruder! Gebt die Hoffnung auf Gottes Güte nicht auf! Nur die Ungläubigen geben die Hoffnung auf Gottes Güte auf."  
  88 Als sie vor ihn (Joseph) traten, da sprachen sie: "O Hochmögender, Armut hat uns geschlagen und unsere Sippe, und wir haben eine geringe Summe Geld gebracht, so gib uns das volle Maß und sei wohltätig gegen uns. Wahrlich, Allah belohnt die Wohltätigen." "Als sie nun (wieder nach Ägypten gezogen und) bei ihm eingetreten waren, sagten sie: ""Hochmögender (Herr) (yaa aiyuhaa l-`aziezu)! Wir und unsere Leute sind in Not geraten. Und wir haben Ware von geringem Wert mitgebracht (wa-dschi§naa bi-bidaa`atin muzdschaatin). Gib uns volles Maß und zeig dich mildtätig gegen uns! Allah wird (es) denen vergelten, die sich mildtätig zeigen.""" "Als sie dann vor ihn (Yusuf) traten, da sagten sie: ""O §Aziz, die Not hat uns und unsere Familie geschlagen, und wir haben Ware von geringem Wert mitgebracht; so gib uns das volle Maß und sei wohltätig gegen uns. Wahrlich, Allah belohnt die Wohltätigen.""" Als sie dann bei Joseph eintraten, sprachen sie: "Hoher Herr, uns und den Unseren ist Schaden geschehen, und wir bringen wenig Tauschgut mit. Gib uns bitte das volle Maß, und spende uns etwas darüber hinaus! Gott vergilt den Spendern."  
  89 Er sprach: "Wißt ihr, was ihr Joseph und seinem Bruder antatet, da ihr töricht wart?" "Er sagte: ""Wißt ihr nicht (mehr), was ihr damals in eurer Torheit mit Joseph und seinem Bruder gemacht habt?""" "Er sagte: ""Wisset ihr, was ihr Yusuf und seinem Bruder antatet, weil ihr töricht waret?""" Da sprach er: "Wißt ihr noch, was ihr Joseph und seinem Bruder in Unwissenheit angetan habt?"  
  90 Sie antworteten: "Bist du etwa gar Joseph?" Er sprach: "Ich bin Joseph, und dies ist mein Bruder. Allah ist fürnwahr gnädig gegen uns gewesen. Wahrlich, nver rechtschaffen und standhaft ist - nimmermehr läßt Allah den Lohn der Guten verloren gehen." "Sie sagten: ""Bist du denn Joseph?"" Er sagte: ""(Ja!) Ich bin Joseph. Und das ist mein Bruder. Allah hat sich wirklich um uns verdient gemacht. Wenn einer gottesfürchtig und geduldig ist (tut er gut daran). Allah bringt diejenigen, die tun, was recht ist (al-muhsiniena), nicht um ihren Lohn.""" "Sie sagten: ""Bist du etwa gar Yusuf?"" Er sagte: ""Ich bin Yusuf, und dies ist mein Bruder. Allah ist wahrlich gnädig gegen uns gewesen. Wahrlich, wer rechtschaffen und geduldig ist - nimmermehr läßt Allah den Lohn derer, die Gutes tun, verlorengehen.""" Darauf antworteten sie: "Bist du etwa Joseph?" Da sagte er: "Ich bin Joseph, und hier ist mein Bruder. Gott hat uns Gnade erwiesen. Wer zuversichtlich und geduldig ausharrt, dem vergilt es Gott. Gott läßt den Lohn der Rechtschaffenen, die das Gute tun, nicht verlorengehen."  
  91 Sie antworteten: "Bei Allah, siehe, Allah hat dich bevorzugt vor uns, und wir sind fürwahr Schuldige gewesen." "Sie sagten: ""Bei Allah! Wahrlich, Allah hat dich vor uns ausgezeichnet. Wir aber haben uns versündigt.""" "Sie sagten: ""Bei Allah, Allah hat dich wahrhaftig vor uns bevorzugt, und wir sind wahrlich schuldig gewesen.""" Sie sprachen: "Bei Gott! Gott hat dich uns vorgezogen. Wir sind gewiß irregegangen."  
  92 Er sprach: "Kein Tadel treffe euch heute. Möge Allah euch vergeben! Denn Er ist der barmherzigste Erbarmer. "Er sagte: ""Ihr sollt heute nicht ausgescholten werden. Möge Allah euch vergeben. Niemand ist so barmherzig wie er." "Er sagte: ""Kein Tadel treffe euch heute. Möge Allah euch vergeben! Denn Er ist der Barmherzigste Erbarmer." Er sagte: "Heute möchte ich euch nicht tadeln. Gott möge euch verzeihen, denn Er ist der Barmherzigste der Barmherzigen.  
  93 Nehmt dies mein Hemd mit und legt es vor meinen Vater; dann wird ihm Kenntnis werden. Und bringt alle eure Angehörigen zu mir." "Nehmt dieses mein Hemd mit und legt es meinem Vater auf das Gesicht, dann kann er (wieder) sehen! Und kommt mit euren Leuten alle zusammen zu mir (nach Ägypten)!""" "Nehmt dies mein Hemd und legt es auf das Gesicht meines Vaters; dann kann er (wieder) sehen. Und bringt eure Familien allesamt zu mir.""" Geht mit diesem Hemd zu meinem Vater, legt es auf sein Gesicht, so wird er wieder sehen und dann bringt die Euren alle zu mir!"  
  94 Als die Karawane aufgebrochen war, sprach ihr Vater: "Siehe, wahrlich, ich spüre den Geruch Josephs, wenn ihr mich auch für schwachsinnig haltet." "Als die Karawane (von Ägypten) aufbrach, sagte ihr Vater: Ich empfinde wahrhaftig den Geruch (rieh) von Joseph. Wenn ihr nur nicht behaupten würdet, ich rede dummes Zeug!""" "Als die Karawane aufgebrochen war, sagte ihr Vater: ""Wahrlich, ich spüre den Geruch Yusufs, auch wenn ihr mich für schwachsinnig haltet.""" Als die Kamelkarawane aufgebrochen war, sprach ihr Vater: "Ich nehme Josephs Geruch wahr. Glaubt nicht, daß ich Unsinn rede!"  
  95 Sie antworteten: "Bei Allah, du bist gewiß in deinem alten Irrtum." "Sie sagten: ""Bei Allah! Du befindest dich in deinem alten Irrtum.""" "Sie sagten: ""Bei Allah, du befindest dich gewiß in deinem alten Irrtum.""" Die Seinen erwiderten: "Bei Gott! Du bist wieder bei deinem alten Gerede."  
  96 Als nun der Freudenbote kam, da legle er es vor ihn, und er ward aufgeklärt. Er sprach: "Habe ich euch nicht gesagt: Ich weiß von Allah, was ihr nicht wisset?" "Als nun aber der Bote mit der guten Nachricht (al-baschier) kam, legte er es ihm auf das Gesicht, und da konnte er (tatsächlich) wieder sehen. Er sagte: ""Habe ich euch nicht gesagt, daß ich (auf Grund dessen, was mir) von Allah (eröffnet worden ist, manches) weiß, was ihr nicht wißt?""" "Als dann der Freudenbote kam, da legte er es (das Hemd) auf sein Gesicht, und da wurde er wieder sehend. Er sagte: ""Habe ich euch nicht gesagt: Ich weiß von Allah, was ihr nicht wisset?""" Als der Bote mit der frohen Botschaft eintraf und ihm das Hemd auf das Gesicht warf, konnte er wieder sehen. Hierauf sprach er: "Habe ich euch nicht gesagt, daß ich von Gott weiß, was ihr nicht wißt?"  
  97 Sie sprachen: "O unser Vater, bitte für uns um Verzeihung unserer Sünden; denn wir sind fürwahr Schuldige gewesen " "Sie sagten: ""Vater! Bitte (Allah) für uns wegen unserer Schuld um Vergebung! Wir haben uns versündigt.""" "Sie sagten: ""O unser Vater, bitte für uns um Vergebung unserer Sünden; denn wir sind wahrhaftig schuldig gewesen.""" Seine Söhne sprachen: "Vater! Bitte Gott, Er möge uns unsere Sünden vergeben. Wir haben gesündigt."  
  98 Er sprach: "Ich will Verzeihung für euch von meinem Herrn erbitten. Wahrlich Er ist der Allverzeihende, der Barmherzige." "Er sagte: ""Ich werde meinen Herrn um Vergebung für euch bitten. Er ist es, der barmherzig ist und bereit zu vergeben.""" "Er sagte: ""Ich will Vergebung für euch von meinem Herrn erbitten. Wahrlich, Er ist der Allvergebende, der Barmherzige.""" Er sprach: "Ich werde für euch meinen Herrn um Vergebung bitten. Er ist der Allvergebende, Allbarmherzige."  
  99 Als sie vor Joseph traten, nahm er seine Eltern bei sich auf und sprach: "Ziehet ein in Ägypten in Frieden, wie es Allah gefällt." "Als sie nun (allesamt nach Ägypten gezogen und) bei Joseph eingetreten waren, zog er seine Eltern in seine (unmittelbare) Nähe (aawaa ilaihi abawaihi) und sagte: ""Möget ihr, so Allah will, in Sicherheit (und Frieden) euren Einzug in Ägypten halten!""" "Als sie dann vor Yusuf traten, nahm er seine Eltern bei sich auf und sagte: ""Zieht in Ägypten in Sicherheit ein, wie Allah es will.""" Als sie zu Joseph eintraten, nahm er seine Eltern in seine Nähe und sprach: "Betretet ?gypten, so Gott will, in Sicherheit!"  
  100 Und er hob seine Eltern auf den Thron, und sie warfen sich (alle) fußfällig nieder um seinetwillen. Und er sprach: "O mein Vater, dies ist die Erfüllung meines Traums von einst. Mein Herr hat ihn wahr gemacht. Und Er hat gnädig an mir gehandelt, als Er mich aus dem Kerker führte und euch aus der Wüste herbrachte, nachdem Satan zwischen mir und meinen Brüdern Zwietracht gestiftet hatte. Wahrlich mein Herr ist gütig zu wem Er will; denn Er ist der Allwissende, der Allweise. "Und er erhob seine Eltern (zu sich) auf den Thron. Sie aber warfen sich (voller Ehrfurcht) vor ihm nieder (kharruu lahuu sudschadan). Er sagte: ""Lieber Vater! Das ist die Deutung meines Traumgesichts von früher. Mein Herr hat es nunmehr Wahrheit werden lassen. Und er hat es (immer) gut mit mir gemeint (wa-qad ahsana bie), (damals) als er mich aus dem Gefängnis herauskommen ließ, und (jetzt, da er) euch aus der Steppe (hierher in das Kulturland) gebracht hat, nachdem der Satan zwischen mir und meinen Brüdern (zu Bosheit und Gehässigkeit) aufgestachelt hatte (nazagha). Mein Herr ist gütig, zu dem er will (rabbie latiefun li-maa yaschaa§u). Er ist der, der Bescheid weiß und Weisheit besitzt." "Und er hob seine Eltern auf den Thron, und sie warfen sich vor ihm nieder. Und er sagte: ""O mein Vater, dies ist die Deutung meines Traumes von damals. Mein Herr hat ihn wahrgemacht. Und Er hat mich gütig behandelt, als Er mich aus dem Kerker führte und euch aus der Wüste herbrachte, nachdem Satan zwischen mir und meinen Brüdern Zwietracht gestiftet hatte. Wahrlich, mein Herr ist Gütig, zu wem Er will; denn Er ist der Allwissende, der Allweise." Und er erhob seine Eltern hoch auf das Ehren-Podium. Sie warfen sich ehrerbietig vor ihm nieder. Er sprach: "Vater! Das ist die Deutung meines damaligen Traumes. Gott hat ihn verwirklicht. Er hat mir Seine Huld erwiesen, als Er mich aus dem Gefängnis befreite und euch aus der Wüste herbrachte, nachdem der Satan zwischen meinen Brüdern und mir Zwietracht gesät hatte. Mein Herr führt das, was Er will, gütig aus. Sein Wissen und seine Weisheit sind unermeßlich.  
  101 O mein Herr, Du hast mir nun Herrschaft verliehen und mich die Deutung der Träume gelehrt. O Schöpfer der Himmel und der Erde, Du bist mein Beschützer in dieser Welt und in der künftigen. Laß mich sterben in Ergebenheit und vereine mich mit den Rechtschaffenen ." "Herr! Du hast mir (in Ägypten) Herrschergewalt gegeben und hast mich gelehrt, Träume zu deuten. Du Schöpfer von Himmel und Erde! Du bist im Diesseits und im Jenseits mein Beschützer. Laß mich (dereinst) als Muslim sterben und nimm mich (dann) unter die Rechtschaffenen (as-saalihiena) auf!""" "O mein Herr, Du hast mir nun die Herrschaft verliehen und mich die Deutung der Träume gelehrt. O Schöpfer der Himmel und der Erde, Du bist mein Beschützer in dieser Welt und im Jenseits. Laß mich als (Dir) ergeben sterben und vereine mich mit den Rechtschaffenen.""" Mein Herr! Du hast mir Macht gegeben und mich gelehrt, Träume zu deuten, Du, Schöpfer der Himmel und der Erde. Du bist mein Beschützer im Diesseits und im Jenseits. Berufe mich als einen Dir Ergebenen und vereine mich mit den Rechtschaffenen!"  
  102 Dies ist Kunde von dem Verborgenen, das Wir dir offenbaren. Du warst nicht bei ihnen, als sie sich über ihren Plan einigten, indes sie Ränke schmiedeten. Dies gehört zu den Geschichten, deren Kenntnis (den gewöhnlichen Sterblichen) verborgen ist. Wir geben es dir (als Offenbarung) ein. Und du warst nicht bei ihnen, als sie sich zusammentaten und Ränke schmiedeten. Dies ist die Kunde von dem Verborgenen, das Wir dir offenbaren. Du warst nicht bei ihnen, als sie sich über ihren Plan einigten, indem sie Ränke schmiedeten. Das sind Nachrichten über das Verborgene, die Wir dir eingeben. Du warst nicht bei ihnen, als sie den Beschluß faßten, ihre heimtückischen Pläne auszuführen.  
  103 Und die meisten Menschen werden nicht glauben, magst du es auch noch so eifrig wünschen. Und die meisten Menschen sind nicht gläubig, du magst noch so sehr darauf aus sein. Und die meisten Menschen werden nicht glauben, magst du es auch noch so eifrig wünschen. Die meisten Menschen werden nicht glauben, auch wenn du dir die größte Mühe geben würdest.  
  104 Du verlangst von ihnen keinen Lohn dafür. Vielmehr ist es eine Ehre für die ganze Menschheit. Und du verlangst von ihnen keinen Lohn dafür (daß du ihnen die Offenbarung verkündest). Es ist (keine persönliche Angelegenheit, vielmehr) eine Mahnung für die Menschen in aller Welt (al-`aalamuun). Und du verlangst von ihnen keinen Lohn dafür. Vielmehr ist es eine Ermahnung für alle Welten. Du verlangst von ihnen keinen Lohn. Das ist nichts anderes als Ermahnung für alle Welten.  
  105 Und wie viele Zeichen sind an den Himmeln und auf Erden, an denen sie vorübergehn, indem sie sich von ihnen abwenden! Und an wie manchem Zeichen im Himmel und auf Erden gehen sie achtlos vorbei! Und wie viele Zeichen sind in den Himmeln und auf Erden, an denen sie vorbeigehen, indem sie sich von ihnen abwenden! Wieviele Zeichen in den Himmeln und auf Erden sind es, an denen sie widerspenstig vorübergehen?  
  106 Und die meisten von ihnen glauben nicht an Allah, ohne daß sie (Ihm zugleich) Götter zur Seite stellen. Und die meisten von ihnen glauben nicht an Allah, ohne (ihm gleichzeitig andere Götter) beizugesellen. Und die meisten von ihnen glauben nicht an Allah, ohne (Ihm) Götter zur Seite zu stellen. Die meisten unter ihnen, die an Gott glauben, stellen Ihm gleichzeitig Götzen zur Seite.  
  107 Fühlen sie sich denn sicher davor, daß nicht eine überwältigende Strafe von Allah über sie kommt oder daß nicht plötzlich die "Stunde" über sie kommt, während sie nichts ahnend sind? Sind sie denn sicher daß (nicht) von Allah eine Strafe über sie kommt die (alles) zudeckt(? dhaaschiya), oder (daß nicht) plötzlich die Stunde (des Gerichts) über sie kommt, ohne daß sie es merken? Sind sie denn sicher davor, daß nicht eine überwältigende Strafe von Allah über sie kommt, oder daß nicht plötzlich die Stunde über sie kommt, während sie nichtsahnend sind? Sind sie denn sicher, daß keine Gottesstrafe sie heimsucht oder daß die Stunde des Jüngsten Tages nicht dann schlägt, wenn sie sich in Ahnungslosigkeit wiegen?  
  108 Sprich: "Das ist mein Weg: Ich rufe zu Allah. Ich und die mir folgen, haben sichere Kenntnis. Und heilig ist Allah; und ich gehöre nicht zu den Götzendienern." Sag: Das ist mein Weg. Ich rufe (euch) zu Allah aufgrund eines sichtbaren Hinweises (`alaa basieratin), ich und diejenigen, die mir folgen. Allah sei gepriesen! (Wie dürfte man ihm andere Wesen als Götter beigesellen!) Ich bin keiner von den Heiden. "Sprich: ""Das ist mein Weg: Ich rufe zu Allah; ich und diejenigen, die mir folgen, sind uns darüber im klaren. Und gepriesen sei Allah; und ich gehöre nicht zu den Götzendienern.""" Sage ihnen: "Das ist mein Weg. Ich rufe zu Gott auf und bin darüber im klaren. Das tun auch die Gläubigen, die meinem Weg folgen. Erhaben ist Gott. Ich gehöre nicht zu denen, die Gott etwas beigesellen.  
  109 Auch vor dir entsandten Wir nur Männer, denen Wir Offenbarung gaben, aus dem Volk der Städte. Haben sie denn nicht die Erde durchwandert und gesehen, wie das Ende derer vor ihnen war? Und gewiß, die Wohnstatt des Jenseits ist besser für die Gottesfürchtigen. Wollt ihr denn nicht begreifen? Und wir haben vor dir (immer) nur Männer (als unsere Gesandten) auftreten lassen, denen wir (Offenbarungen) eingaben, (Männer) von den Bewohnern der Städte. Sind sie denn nicht im Land umhergezogen, so daß sie schauen konnten, wie das Ende derer war, die vor ihnen lebten? Die Behausung des Jenseits ist für diejenigen, die gottesfürchtig sind, wahrhaftig besser. Habt ihr denn keinen Verstand? Auch vor dir entsandten Wir lediglich nur Männer, denen Wir die Offenbarung gaben, aus dem Volk der Städte. Sind sie denn nicht im Lande umhergezogen, so daß sie schauen konnten, wie das Ende derer war, die vor ihnen lebten? Und gewiß, die Wohnstatt des Jenseits ist besser für die Gottesfürchtigen. Wollt ihr es denn nicht begreifen? Alle Gesandten, die Wir vor dir entsandten, waren Menschen aus Städten und Dörfern, denen Wir Offenbarung gewährten. Sind sie nicht durch das Land gezogen, um zu sehen, zu welchem Ende die Menschen vor ihnen gekommen sind? Das Jenseits ist für die Frommen das Beste. Warum bedient ihr euch nicht des Verstandes?  
  110 Als nun die Gesandten (an den Ungläubigen) verzweifelten und glaubten ,wie Lügner behaudelt zu werden, kam Unsere Hilfe zu ihnen; da ward der errettet, den Wir wollten. Und Unsere Strafe kann nicht abgewendet werden von dem sündigen Volk. Als dann die Gesandten schließlich die Hoffnung aufgaben (daß Allah noch eingreifen werde) und (schon) meinten, sie würden (mit ihrer Verkündigung) belogen, kam unsere Hilfe zu ihnen. Und dann wurde errettet (nudschiya), wen wir (erretten) wollten. Aber vom Volk der Sünder wird unsere Gewalt (ba§s) nicht abgewandt. Als nun die Gesandten die Hoffnung aufgaben und dachten, sie würden belogen, kam Unsere Hilfe zu ihnen; da wurden jene errettet, die Wir wollten. Und Unsere Strafe kann nicht von dem sündigen Volk abgewendet werden. Erst wenn die Gesandten die Hoffnung fast aufgeben und annehmen, daß sie widerlegt worden sind, kommt ihnen unsere Hilfe zum Sieg. Wir retten, wen Wir wollen, und Unsere den Frevlern geltende Strafe vermag niemand abzuwenden.  
  111 Wahrlich, in ihren Geschichten ist eine Lehre für Menschen von Verstand. Es ist keine erdichtete Rede, sondern eine Erfüllung dessen, was ihm vorausging, und eine deutliche Darlegung aller Dinge und Führung und Barmherzigkeit für ein Volk, das da glaubt. Wahrlich, in ihren Geschichten ist eine Lehre (`ibra) für die Verständigen. Und es ist keine Geschichte, die aus der Luft gegriffen wäre. (Es ist) vielmehr eine Bestätigung dessen, was (an Offenbarung) vor ihm da war, und setzt alles (im einzelnen) auseinander - eine Rechtleitung und Barmherzigkeit für Leute, die glauben. Wahrlich, in ihren Geschichten ist eine Lehre für die Verständigen. Es ist keine erdichtete Rede, sondern eine Bestätigung dessen, was ihm vorausging, und eine deutliche Darlegung aller Dinge und eine Führung und eine Barmherzigkeit für ein gläubiges Volk. . In den Prophetengeschichten liegt eine Lehre für Menschen, die sich des Verstandes bedienen. Die auf dich herabgesandte Offenbarung ist keine Erdichtung, sondern eine Bestätigung der schon vorliegenden Bücher, eine umfassende, ausführliche Klärung aller Fragen, eine Rechtleitung und eine Barmherzigkeit für die Gläubigen.