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.Sure 2 | Die Kuh | Koran durchsuchen
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    Ahmadeyya Rudi Paret M. A. Rassoul Azhar  
  1 Alif Lám Mím. A.L.M. (alif laam miem). Alif Lam Mim. Alif, Lâm, Mîm.  
  2 Dies ist ein vollkommenes Buch; es ist kein Zweifel darin: eine Richtschnur für die Rechtschaffenen; Dies ist die Schrift, an der nicht zu zweifeln ist, (geoffenbart) als Rechtleitung für die Gottesfürchtigen, Dies ist (ganz gewiß) das Buch (Allahs), das keinen Anlaß zum Zweifel gibt, (es ist) eine Rechtleitung für die Gottesfürchtigen , Dieses Buch (der Koran) ist Gottes Offenbarung. Daran ist nicht zu zweifeln. Es enthält Rechtleitung für die Frommen,  
  3 Die da glauben an das Ungesehene und das Gebet verrichten und spenden von dem, was Wir ihnen gegeben haben; die an das Übersinnliche glauben, das Gebet (salaat) verrichten und von dem, was wir ihnen (an Gut) beschert haben, Spenden geben, die an das Verborgene glauben und das Gebet verrichten und von dem ausgeben, was Wir ihnen beschert haben , die an das Verborgene glauben, das Gebet verrichten und von den Gaben, die Wir ihnen bescheren, gern Spenden geben,
  4 Und die glauben an das, was dir offenbart worden, und an das, was vor dir offenbart ward, und fest auf das bauen, was kommen wird. und die an das glauben, was auf dich und vor dir herabgesandt wurde, und die mit dem Jenseits fest rechnen. und die an das glauben, was auf dich und vor dir herabgesandt wurde, und die mit dem Jenseits fest rechnen. die Frommen, die an die dir herabgesandte Offenbarung, sowie an die Heiligen Schriften, die vor dir herabgesandt wurden, und an das Jenseits glauben.  
  5 Sie sind es, die der Führung ihres Herrn folgen, und sie werden Erfolg haben. Sie sind von ihrem Herrn rechtgeleitet, und ihnen wird es wohl ergehen. Diese folgen der Leitung ihres Herrn und diese sind die Erfolgreichen. Diese Frommen erfreuen sich der Rechtleitung ihres Herrn und sind die Erfolgreichen.
  6 Die nicht geglaubt haben - und denen es gleich ist, ob du sie warnst oder nicht warnst -, sie werden nicht glauben. Denen, die ungläubig sind, ist es gleich, ob du sie warnst, oder nicht. Sie glauben (so oder so) nicht. Wahrlich, denen, die ungläubig sind, ist es gleich, ob du sie warnst oder nicht warnst: sie glauben nicht. Die Ungläubigen werden nicht an Gott glauben, ob du sie warnst oder nicht.  
  7 Versiegelt hat Allah ihre Herzen und ihre Ohren, und über ihren Augen liegt eine Hülle, und ihnen wird schwere Strafe. Allah hat ihnen das Herz und das Gehör versiegelt, und ihr Gesicht ist verhüllt. Sie haben (dereinst) eine gewaltige Strafe zu erwarten. Versiegelt hat Allah ihre Herzen und ihr Gehör; und über ihren Augen liegt ein Schleier; ihnen wird eine gewaltige Strafe zuteil sein. Sie sind dem wahren Glauben so verschlossen, als wären ihre Herzen und Ohren versiegelt und ihre Augen verdeckt. Eine schwere Strafe erwartet sie.  
  8 Unter den Leuten sind solche, die sagen: "Wir glauben an Allah und an den Jüngsten Tag", und sind gar nicht Gläubige. "Unter den Menschen gibt es auch welche, die sagen: ""Wir glauben an Allah und an den jüngsten Tag"", ohne daß sie (wirklich) gläubig sind." Und manche Menschen sagen: "Wir glauben an Allah und an den Jüngsten Tag", doch sie sind keine Gläubigen. Es gibt auch Menschen, die sagen, daß sie an Gott und den Jüngsten Tag glauben. Doch zu den Gläubigen zählen sie nicht.  
  9 Sie möchten Allah betrügen und diejenigen, die gläubig sind; doch sie betrügen nur sich selbst; allein sie begreifen es nicht. Sie möchten Allah und diejenigen, die glauben, betrügen. Aber sie betrügen (in Wirklichkeit) nur sich selber, ohne es zu merken. Sie versuchen, Allah und die Gläubigen zu betrügen, und doch betrügen sie nur sich selbst, ohne daß sie dies empfinden. Sie wollen Gott und die Gläubigen betrügen. In Wirklichkeit betrügen sie sich selbst, ohne sich dessen bewußt zu sein.  
  10 In ihren Herzen war Krankheit, und Allah hat ihre Krankheit vermehrt; und eine qualvolle Strafe wird ihnen, weil sie logen. In ihrem Herzen haben sie (an sich schon) eine Krankheit, und Allah hat sie (noch) kränker werden lassen. Für ihre Lügenhaftigkeit haben sie (dereinst) eine schmerzhafte Strafe zu erwarten. In ihren Herzen ist eine Krankheit, und Allah mehrt ihre Krankheit, und für sie ist eine schmerzliche Strafe dafür (bestimmt), daß sie logen. In ihren Herzen ist eine Krankheit, die Gott schlimmer werden läßt. Ihrer Verlogenheit wegen werden sie qualvoll bestraft werden.  
  11 Und wenn ihnen gesagt wird: "Stiftet keine Unruhe auf Erden", antworten sie: "Wir sind nur Förderer des Friedens." "Wenn man zu ihnen sagt: ""Richtet nicht Unheil auf der Erde an!"", sagen sie: ""Wir sorgen ja für Ordnung." Und wenn ihnen gesagt wird: "Stiftet kein Unheil auf der Erde", so sagen sie: "Wir sind doch die, die Gutes tun." Wenn ihnen gesagt wird: "Stiftet kein Unheil auf Erden", so sagen sie: "Wir tun doch nur Gutes."  
  12 Höret! gewiß sind sie es, die Unruhe stiften; allein sie begreifen es nicht. Dabei sind doch eben sie diejenigen, die Unheil anrichten. Aber sie merken es nicht. Gewiß jedoch sind sie die, die Unheil stiften, aber sie empfinden es nicht. In Wirklichkeit sind sie Unheilstifter, aber sie sind sich dessen nicht bewußt.
  13 Und wenn ihnen gesagt wird: "Glaubet, wie andere geglaubt haben", so sprechen sie: "Sollen wir glauben, wie die Toren glaubten?" Höret! sie sind die Toren, allein sie wissen es nicht. "Und wenn man zu ihnen sagt: ""Werdet (doch) gläubig wie die (anderen) Menschen!"", sagen sie: ""Sollen wir glauben wie die Toren?"" Dabei sind doch eben sie die Toren. Aber sie wissen es nicht." Und wenn ihnen gesagt wird: "Glaubt wie die Menschen geglaubt haben", sagen sie: "Sollen wir etwa wie die Toren glauben?" Gewiß jedoch sind sie selbst die Toren, aber sie wissen es nicht. Wird ihnen gesagt: "Glaubt an Gott wie die anständigen Menschen", sagen sie: "Sollen wir so glauben wie die Törichten?" Sie sind gewiß die Törichten, aber sie sind sich dessen nicht bewußt.  
  14 Und wenn sie mit denen zusammentreffen, die glauben, sagen sie: "Wir glauben"; sind sie jedoch allein mit ihren Bonzen, sagen sie: "Gewiß sind wir mit euch, wir treiben nur Spott" "Und wenn sie die Gläubigen treffen, sagen sie: ""Wir glauben"". Wenn sie aber (wieder) mit ihren teuflischen Gesinnungsgenossen beisammen sind, sagen sie: ""Wir halten es mit euch. Wir machen uns ja nur lustig.""" Und wenn sie mit den Gläubigen zusammentreffen, so sagen sie: "Wir glauben". Wenn sie aber mit ihren Satanen allein sind, sagen sie: "Wir sind ja mit euch; wir treiben ja nur Spott." Wenn sie die Gläubigen treffen, sagen sie: "Wir glauben an Gott." Treffen sie sich aber mit ihren satanischen Gesellen, sagen sie: "Wir sind mit euch und treiben mit den anderen lediglich Spott."  
  15 Allah wird sie Spott lehren und wird sie in ihren Freveln verharren lassen, daß sie verblendet irregehen. Allah ist es, der sich über sie lustig macht. Er bestärkt sie noch in ihrer Widersetzlichkeit, so daß sie (zuletzt) weder aus noch ein wissen. Allah verspottet sie und läßt sie weiter verblendet umherirren. Gott bestraft sie ihres Spottes wegen. Er läßt sie unsicher wie die Blinden weiter den Weg des Irrtums gehen.  
  16 Sie sind es, die Irregehen eingetauscht haben gegen Führung; doch brachte ihr Handel keinen Gewinn, noch sind sie rechtgeleitet. Das sind die, die den Irrtum um die Rechtleitung erkauft haben. Aber ihr Geschäft hat keinen Gewinn eingebracht, und sie waren nicht rechtgeleitet. Diese sind es, die das Irregehen gegen die Rechtleitung eingetauscht haben, doch ihr Handel brachte ihnen weder Gewinn, noch werden sie rechtgeleitet. Sie haben den Irrweg anstatt den rechten Weg (einer Handelsware gleich) gekauft. Ihr Handel erzielt keinen Gewinn, und sie finden nicht zum geraden Weg.  
  17 Sie sind jenem Manne vergleichbar, der ein Feuer anzündete; und als es alles um ihn erhellte, nahm Allah ihr Licht hinweg und ließ sie in Finsternissen; sie sehen nicht. Bei ihnen ist es wie bei dem, der ein Feuer anzündete. Nachdem es um ihn herum Helligkeit verbreitet hatte, nahm Allah ihr Licht weg und ließ sie in Finsternis zurück, so daß sie nichts sahen. Ihr Beispiel ist dem Beispiel dessen gleich, der ein Feuer anzündet; und als es nun alles um ihn herum erleuchtet hatte, ließ Allah ihr Licht verschwinden und ließ sie in Finsternissen zurück, und sie sahen nichts , Sie gleichen jemandem, der ein Feuer anzündete, das zunächst die umliegende Gegend erhellte. Dann ließ Gott das Licht ausgehen, und sie fanden sich hilflos in Dunkelheit, in der sie nichts sahen.  
  18 Taub, stumm, blind: also werden sie nicht zurückkehren. Taub (sind sie), stumm und blind. Und sie bekehren sich nicht. taub, stumm und blind; und so kehrten sie nicht um. Sie sind Taube, Stumme und Blinde und finden vom Irrweg nicht zurück,  
  19 Oder: wie schwerer Wolkenregen, worin Finsternisse und Donner und Blitz; sie stecken ihre Finger in die Ohren, in Todesfurcht vor den Donnerschlägen, während Allah die Ungläubigen umringt. Oder es ist, wie (wenn) ein Gewitterregen vom Himmel (niedergeht), voller Finsternis, Donner und Blitz. Sie stecken sich vor den Donnerschlägen in Todesfurcht die Finger in die Ohren. - Und Allah hat die Ungläubigen (allesamt) in seiner Gewalt. - Oder (ihr Beispiel ist) gleich (jenen bei) einem Regenguß vom Himmel, voller Finsternisse, Donner und Blitz; sie stecken ihre Finger in ihre Ohren in Todesangst vor den Donnerschlägen. Und Allah hat die Ungläubigen in Seiner Gewalt. wie Menschen, die von einem lebensgefährlichen Wolkenbruch durch Finsternis, Donner und Blitz heimgesucht werden. Sie stecken ihre Finger in die Ohren und meinen, sie retten sich so vor dem Tod. Gott umfaßt die Ungläubigen (mit Seinem Wissen und Seiner Macht).  
  20 Der Blitz benimmt ihnen fast das Augenlicht; wann immer er auf sie zündet, wandeln sie darin, und wenn es über ihnen dunkel wird, stehen sie still. Und wäre es Allahs Wille, Er hätte ihr Gehör und ihr Gesicht fortgenommen. Allah hat die Macht, alles zu tun, was Er will. Der Biltz raubt ihnen beinahe das Gesicht. Sooft er ihnen hell macht, gehen sie darin. Und wenn er es (wieder) dunkel über ihnen werden läßt, bleiben sie stehen. Wenn Allah wollte, würde er ihnen das Gehör und Gesicht (ganz) nehmen. Allah hat zu allem die Macht. Der Blitz raubt ihnen beinahe ihr Augenlicht: Sooft er ihnen Licht gibt, gehen sie darin voran, und wenn es dunkel um sie wird, so bleiben sie stehen. Und wenn Allah wollte, hätte Er ihnen gewiß Gehör und Augenlicht genommen. Wahrlich, Allah ist über alle Dinge Mächtig. Der Blitz nimmt ihnen fast das Augenlicht. Wenn er aufleuchtet, gehen sie ein paar Schritte, und wenn es dunkel um sie ist, stehen sie hilflos da. Wenn Gott wollte, würde Er ihnen Gehör und Augenlicht nehmen. Gottes Allmacht umfaßt alles.  
  21 O ihr Menschen, dienet eurem Herrn, Der euch erschuf und die, die vor euch waren, auf daß ihr beschirmt seid; Ihr Menschen! Dienet eurem Herrn, der euch und diejenigen, die vor euch lebten, geschaffen hat! Vielleicht werdet ihr (euch diese Mahnung zu Herzen nehmen und) gottesfürchtig sein. O ihr Menschen, dient eurem Herrn, Der euch und diejenigen vor euch erschaffen hat, damit ihr gottesfürchtig sein möget , O ihr Menschen! Dient Gott, eurem Herrn, Der euch und alle, die vor euch waren, erschaffen hat, damit ihr fromm werden möget!
  22 Der die Erde gemacht hat zu einem Bette für euch, und den Himmel zu einem Dach, und Wasser hat niederregnen lassen von den Wolken und damit Früchte für euren Unterhalt hervorgebracht hat. Stellt Allah daher keine Götter zur Seite, denn ihr wißt es doch. (Dienet ihm), der euch die Erde zu einem Teppich und den Himmel zu einem Bau gemacht hat, und der vom Himmel Wasser herabkommen ließ und dadurch, euch zum Unterhalt, Früchte hervorbrachte. Darum behauptet nicht, daß Allah (andere Götter) seinesgleichen (neben sich) habe, wo ihr doch wißt (daß er allein alles geschaffen hat)! Der euch die Erde zu einer Ruhestätte und den Himmel zu einem Bau gemacht hat und vom Himmel Wasser herniedersandte und dadurch Früchte als Gabe für euch hervorbrachte, darum setzt Allah nichts gleich, wo ihr doch wisset. Gott ist es, Der euch die Erde wohnlich gemacht und den Himmel wie ein Gebäude errichtet hat. Vom Himmel läßt Er Regen fallen, der Früchte erzeugt, die zu eurem Lebensunterhalt dienen. Deshalb macht niemanden Gott gleich! Das wißt ihr (die ihr euch des gesunden Menschenverstandes bedient).
  23 Und wenn ihr im Zweifel seid über das, was Wir hinabgesandt haben zu Unserem Diener, dann bringt eine Sura hervor wie diesen (Koran) und ruft eure Helfer auf außer Allah, wenn ihr wahrhaft seid. Und wenn ihr hinsichtlich dessen, was wir auf unseren Diener (als Offenbarung) herabgesandt haben, im Zweifel seid, dann bringt doch eine Sure gleicher Art bei und ruft, wenn (anders) ihr die Wahrheit sagt, an Allahs Statt eure (angeblichen) Zeugen an! Und wenn ihr im Zweifel seid über das, was Wir auf Unseren Diener herabgesandt haben, so bringt doch eine Sura gleicher Art herbei und beruft euch auf eure Zeugen außer Allah, wenn ihr wahrhaftig seid. Wenn ihr am Koran zweifelt, den Wir Unserem Diener nach und nach offenbaren, so schafft doch eine Sure gleicher Art, und holt eure Zeugen herbei, denen ihr anstatt Gottes vertraut, wenn ihr die Wahrheit sagt!
  24 Doch wenn ihr es nicht tut - und nie werdet ihr es vermögen -, dann hütet euch vor dem Feuer, dessen Nahrung Menschen und Steine sind, bereitet für die Ungläubigen. Wenn ihr (das) nicht tut - und ihr werdet es nicht tun -, dann macht euch darauf gefaßt, daß ihr in das Höllenfeuer kommt, dessen Brennstoff Menschen und Steine sind, und das (im Jenseits) für die Ungläubigen bereitsteht! Und wenn ihr es aber nicht tut - und ihr werdet es bestimmt nicht tun - so fürchtet das Feuer, dessen Brennstoff Menschen und Steine sind; es ist für die Ungläubigen vorbereitet. Das werdet ihr aber nicht können, niemals. Deshalb müßt ihr euch vor dem Höllenfeuer vorsehen, dem Menschen und Steine als Brennstoff dienen und das für die Ungläubigen bereitet ist.  
  25 Und bringe frohe Botschaft denen, die glauben und gute Werke tun, daß Gärten für sie sind, durch die Ströme fließen. Wann immer ihnen von den Früchten daraus gegeben wird, werden sie sprechen: "Das ist, was uns zuvor gegeben wurde", und (Gaben) gleicher Art sollen ihnen gebracht werden. Und sie werden darin Gefährten und Gefährtinnen haben von vollkommener Reinheit, und darin werden sie weilen. "Und verkünde denen, die glauben und tun, was recht ist, daß ihnen (dereinst) Gärten zuteil werden, in deren Niederungen Bäche fließen! Sooft sie eine Frucht daraus zu essen bekommen, sagen sie: ""Das ist (ja dasselbe), was wir (schon) vorher zu essen bekamen."" Man gibt es ihnen derart, daß eines dem andern (zum Verwechseln) gleichsieht. Und darin haben sie gereinigte Gattinnen (zu erwarten). Und sie werden (ewig) darin weilen." Und verkünde die frohe Botschaft denjenigen, die glauben und Gutes tun, auf daß ihnen Gärten zuteil werden, in deren Niederungen Bäche fließen; und sooft sie eine Frucht daraus bekommen, sagen sie: "Das ist doch das, was wir schon früher zu essen bekamen." Doch ihnen wird nur Ähnliches gegeben. Und ihnen gehören darin Gattinnen vollkommener Reinheit und sie werden ewig darin bleiben. Übermittle den Gläubigen, die gute Werke verrichten, die fröhliche Botschaft, daß Gott sie mit Paradiesgärten belohnen wird, unterhalb derer Flüsse fließen! Wenn sie Früchte erhalten, sagen sie: "Diese ähneln in Form und Art jenen, die wir früher auf Erden bekommen haben." Doch sie sind nur ähnlich. Reine, makellose Gattinnen werden sie dort haben. Im Paradies werden sie ewig bleiben.  
  26 Allah verschmäht nicht, über ein Ding zu sprechen, das klein ist wie eine Mücke oder gar noch kleiner. Die da glauben, wissen, daß es die Wahrheit von ihrem Herrn ist, dieweil die Ungläubigen sprechen: "Was meint Allah mit solcher Rede?" Damit erklärt Er viele zu Irrenden, und vielen weist Er damit den Weg; aber nur die Ungehorsamen erklärt Er damit zu Irrenden, "Allah schämt sich nicht, irgendein Gleichnis zu prägen, sei es auch nur mit einer Mücke oder von etwas Höherem. Diejenigen nun, die glauben, wissen, daß es die Wahrheit ist (und) von ihrem Herrn (kommt). Diejenigen aber, die ungläubig sind, sagen: ""Was will denn Allah mit einem solchen Gleichnis?"" Er führt damit viele irre. Aber er leitet damit (auch) viele recht. Und nur die Frevler führt er damit irre." Wahrlich, Allah schämt sich nicht, irgendein Gleichnis zu prägen mit einer Mücke oder mit etwas darüber. Nun diejenigen, die glauben, wissen, daß es die Wahrheit von ihrem Herrn ist. Diejenigen aber, die ungläubig sind, sagen: "Was wollte denn Allah mit einem solchen Gleichnis?" Er führt damit viele irre und leitet viele auch damit recht. Doch die Frevler führt Er damit irre, Gott scheut sich nicht, kleine Kreaturen, sei es eine Mücke oder ein größeres Lebewesen, zum Gegenstand von Gleichnissen zu machen. Die Gläubigen wissen, daß es die göttliche Wahrheit von ihrem Herrn ist. Die Ungläubigen aber fragen erstaunt: "Was meint Gott mit diesem Gleichnis?" Dadurch führt Er viele irre und leitet viele zum richtigen Weg. Nur die Frevler gehen dadurch irre,  
  27 Die den Bund Allahs brechen, nachdem (sie) ihn aufgerichtet, und zerschneiden, was Allah zu verbinden gebot, und Unfrieden auf Erden stiften: diese sind die Verlierenden. Diejenigen, die eine Verpflichtung (die sie) gegen Allah (eingegangen haben) brechen, nachdem sie (in aller Form) abgemacht war, und zerreißen, was nach Allahs Gebot zusammengehalten werden soll, und auf der Erde Unheil anrichten, haben (letzten Endes) den Schaden. die den Bund Allahs brechen, nachdem dieser geschlossen wurde, und die zerreißen, was nach Allahs Gebot zusammengehalten werden soll, und Unheil auf der Erde anrichten. Diese sind die Verlierer. diejenigen, die den Bund mit Gott brechen, nachdem er geschlossen worden war, die Bindungen nicht einhalten, wie Gott befohlen hat, und Unheil auf Erden stiften. Sie sind die Verlierer.  
  28 Wie könnt ihr Allah verleugnen? Ihr waret doch ohne Leben, und Er gab euch Leben, und dann wird Er euch sterben lassen, dann euch dem Leben wiedergeben, und ihr kehrt dann zu Ihm zurück. Wie könnt ihr an Allah nicht glauben, wo ihr doch tot waret und er euch lebendig gemacht hat, und er euch dann (wieder) sterben läßt und darauf (bei der Auferstehung wieder) lebendig macht, worauf ihr zu ihm zurückgebracht werdet? Wie könnt ihr Allah leugnen, wo ihr doch tot waret und Er euch lebendig machte und euch dann sterben läßt und euch dann (am Jüngsten Tag) lebendig macht, an dem ihr zu Ihm zurückkehrt? Wie könnt ihr Gott leugnen? Ihr wart leblos, und Gott ist es, Der euch ins Leben rief. Dann läßt Er euch sterben und wieder auferstehen. Und zu Ihm kehrt ihr am Tag des Gerichts zurück.  
  29 Er ist es, Der alles für euch erschuf, was auf Erden ist; dann wandte Er Sich nach dem Himmel; Er vollendete deren sieben Himmel, und Er weiß alle Dinge wohl. Er ist es, der euch alles, was auf der Erde ist, geschaffen und sich hierauf zum Himmel aufgerichtet und ihn zu sieben Himmeln geformt hat. Er weiß über alles Bescheid. Er ist es, Der für euch alles auf der Erde erschuf; alsdann wandte Er Sich den Himmeln zu und richtete sie zu sieben Himmeln auf; und Er ist aller (Dinge) kundig. Er ist es, Der zu eurem Nutzen alles erschuf, was es auf Erden gibt. Dann wandte sich Sein Wille dem Himmel zu, und so schuf Er sieben Himmel. Sein Wissen umfaßt alles.  
  30 Und als dein Herr zu den Engeln sprach: "Ich will einen Statthalter auf Erden einsetzen", sagten sie: "Willst Du denn dort solche Wesen haben, die darauf Unfrieden stiften und Blut vergießen? - und wir loben und preisen Dich und rühmen Deine Heiligkeit." Er antwortete: "Ich weiß, was ihr nicht wißt." "Und (damals) als dein Herr zu den Engeln sagte: ""Ich werde auf der Erde einen Nachfolger (khaliefa) einsetzen""! Sie sagten: ""Willst du auf ihr jemand (vom Geschlecht der Menschen) einsetzen, der auf ihr Unheil anrichtet und Blut vergießt, wo wir (Engel) dir lobsingen und deine Heiligkeit preisen?"" Er sagte: ""Ich weiß (vieles), was ihr nicht wißt.""" Und als dein Herr zu den Engeln sprach: "Wahrlich, Ich werde auf der Erde einen Nachfolger einsetzen", sagten sie: "Willst Du auf ihr jemanden einsetzen, der auf ihr Unheil anrichtet und Blut vergießt, wo wir doch Dein Lob preisen und Deine Herrlichkeit rühmen?" Er sagte: "Wahrlich, Ich weiß, was ihr nicht wißet." Einst sprach dein Herr zu den Engeln: "Ich setze auf der Erde jemanden ein, dem ich die Herrschaft darüber verleihe." Die Engel erwiderten: "Setzt Du dorthin einen, der Unheil stiftet und Blut vergießt, während wir Dich preisen und Deine Heiligkeit rühmen?" Gott sprach: "Ich weiß, was ihr nicht wißt!"  
  31 Und Er lehrte Adam alle Namen; dann stellte Er (die Benannten) vor die Engel hin und sprach: "Nennt Mir ihre Namen, wenn ihr im Recht seid." "Und er lehrte Adam alle Namen. Hierauf legte er sie den Engeln vor und sagte: ""Tut mir ihre Namen kund, wenn (anders) ihr die Wahrheit sagt!""" Und Er brachte Adam alle Namen bei, dann brachte Er diese vor die Engel und sagte: "Nennt mir die Namen dieser Dinge, wenn ihr wahrhaftig seid!" Gott lehrte Adam die Namen aller Dinge. Den Engeln führte Gott die Dinge vor und sprach: "Nennt mir die Namen dieser Dinge, wenn ihr die Wahrheit sagt!"  
  32 Sie sprachen: "Heilig bist Du! Wir haben kein Wissen außer dem, was Du uns gelehrt hast; wahrlich, Du allein bist der Allwissende, der Allweise." "Sie sagten: ""Gepriesen seist du! Wir haben kein Wissen außer dem, was du uns (vorher) vermittelt hast. Du bist der, der Bescheid weiß und Weisheit besitzt""" Sie sprachen: "Gepriesen seist Du. Wir haben kein Wissen außer dem, was Du uns gelehrt hast; wahrlich, Du bist der Allwissende, der Allweise." Die Engel sprachen: "Gepriesen seist Du! Wir wissen nur, was Du uns gelehrt hast. Du bist allwissend und unendlich weise."  
  33 Er sprach: "O Adam, nenne ihnen ihre Namen"; und als er ihnen ihre Namen genannt hatte, sprach Er: "Habe Ich euch nicht gesagt: Ich weiß die Geheimnisse der Himmel und der Erde, und Ich weiß, was ihr offenbart und was ihr verhehlt"? "Er sagte: ""Adam! Nenne ihnen ihre Namen!"" Als er sie ihnen kundgetan hatte, sagte Allah: ""Habe ich euch nicht gesagt, daß ich die Geheimnisse von Himmel und Erde kenne? Ich weiß (gleichermaßen), was ihr kundgebt, und was ihr (in euch) verborgen haltet.""" Er sprach: "O Adam, nenne ihnen ihre Namen!" Und als er ihnen ihre Namen nannte, sprach Er: "Habe Ich nicht gesagt, daß Ich das Verborgene der Himmel und der Erde kenne, und daß Ich kenne, was ihr offenbart und was ihr verborgen gehalten habt." Gott sprach: "Adam! Sage ihnen die Namen der Dinge!" Nachdem Adam ihnen die Namen der Dinge gesagt hatte, sprach Gott zu den Engeln: "Habe Ich euch nicht gesagt, daß Ich alles Verborgene im Himmel und auf Erden weiß, und daß Mir nichts von dem entgeht, was ihr äußert oder verschweigt?"  
  34 Und (gedenke der Zeit) da Wir zu den Engeln sprachen: "Verneigt euch vor Adam", und sie alle verneigten sich; nur Iblis nicht. Er weigerte sich und war zu stolz, denn er war der Ungläubigen einer. "Und (damals) als wir zu den Engeln sagten: ""Werft euch vor Adam nieder!"" Da warfen sie sich (alle) nieder, außer lblies. Der weigerte sich und war hochmütig. Er gehörte nämlich zu den Ungläubigen." Und als Wir zu den Engeln sprachen: "Werft euch vor Adam nieder", da warfen sie sich nieder bis auf Iblis; er weigerte sich und war hochmütig. Und damit wurde er einer der Ungläubigen. Einst sprachen Wir zu den Engeln: "Werft euch vor Adam nieder (um ihn - seines Wissens wegen - zu ehren)!" Alle warfen sich nieder, außer Iblîs, der das ablehnte und sich überheblich verhielt. Er ging den Weg der Ungläubigen.  
  35 Und Wir sprachen: "O Adam, weile du und dein Weib in dem Garten, und esset reichlich von dem Seinigen, wo immer ihr wollt; nur nahet nicht diesem Baume, auf daß ihr nicht Frevler seiet." "Und wir sagten: ""Adam! Verweile du und deine Gattin im Paradies, und eßt uneingeschränkt von seinen Früchten, wo ihr wollt! Aber naht euch nicht diesem Baum, sonst gehört ihr zu den Frevlern!""" Und Wir sprachen: "O Adam, verweile du und deine Gattin im Garten und esset uneingeschränkt von seinen Früchten, wo immer ihr wollt! Kommt jedoch diesem Baum nicht nahe, sonst würdet ihr zu den Ungerechten gehören." Zu Adam sprachen Wir: "Bewohne zusammen mit deiner Frau den Garten! Eßt davon, soviel ihr möchtet und wo immer ihr wollt! Nur diesen einen Baum dürft ihr nicht anrühren, sonst würdet ihr Unrecht begehen."  
  36 Doch Satan ließ beide daran straucheln und trieb sie von dort, worin sie waren. Und Wir sprachen: "Gehet hinweg, einige von euch sind Feinde der andern, und für euch ist eine Wohnstatt auf Erden und ein Nießbrauch für eine Weile." "Da veranlaßte sie der Satan, einen Fehltritt zu tun, wodurch sie des Paradieses verlustig gingen, und brachte sie so aus dem (paradiesischen) Zustand heraus, in dem sie sich befunden hatten. Und wir sagten: ""Geht (vom Paradies) hinunter (auf die Erde)! Ihr seid (künftig) einander feind. Und ihr sollt auf der Erde (euren) Aufenthalt haben, und Nutznießung auf eine (beschränkte) Zeit.""" Doch Satan ließ sie dort straucheln und brachte sie aus dem Zustand heraus, in dem sie waren. Da sprachen Wir: "Geht (vom Paradies) hinunter! Der eine von euch sei des anderen Feind. Und ihr sollt auf der Erde Wohnstätten und Versorgung auf beschränkte Dauer haben." Der Satan verführte sie jedoch dazu, einen Fehltritt zu begehen und von dem verbotenen Baum zu essen. Dadurch verloren sie das Paradies, wo sie geweilt hatten. Wir sagten ihnen: "Geht auf die Erde hinab! Die einen von euch sind Feinde der anderen. Auf Erden werdet ihr leben und alles für eine bestimmte Zeit genießen."  
  37 Dann empfing Adam von seinem Herrn gewisse Worte. So kehrte Er Sich gnädig zu ihm; wahrlich, Er ist der oft gnädig Sich Wendende, der Barmherzige. Hierauf nahm Adam von seinem Herrn Worte (der Verheißung) entgegen. Und Allah wandte sich ihm (gnädig) wieder zu. Er ist ja der Gnädige (tauwaab) und Barmherzige. Da empfing Adam von seinem Herrn Worte, worauf Er ihm verzieh; wahrlich, Er ist der Allverzeihende, der Barmherzige. Adam empfing hierauf von Gott Worte für die Bitte um Vergebung, woraufhin Er ihm vergab. Gott ist voller Vergebung und Barmherzigkeit.  
  38 Wir sprachen: "Gehet hinaus, ihr alle, von hier. Und wer, wenn zu euch Weisung von Mir kommt, dann Meiner Weisung folgt, auf die soll keine Furcht kommen, noch sollen sie trauern. "Wir sagten: ""Geht allesamt von ihm hinunter (auf die Erde)! Und wenn dann (später) von mir eine rechte Leitung zu euch kommt, brauchen diejenigen, die ihr folgen, (wegen des Gerichts) keine Angst zu haben, und sie werden (nach der Abrechnung am jüngsten Tag) nicht traurig sein." Wir sprachen: "Geht hinunter von hier allesamt! Und wenn dann zu euch Meine Rechtleitung kommt, brauchen diejenigen, die Meiner Rechtleitung folgen, weder Angst zu haben, noch werden sie traurig sein." Wir sprachen: "Geht alle aus dem Paradies hinaus! Wenn Ich euch Rechtleitung zukommen lasse, sollt ihr sie annehmen. Diejenigen, die Meiner Rechtleitung folgen, brauchen weder Angst zu haben noch traurig zu sein.  
  39 Die aber ungläubig sind und Unsere Zeichen leugnen, die sollen Bewohner des Feuers sein; darin müssen sie bleiben." Diejenigen aber, die ungläubig sind und unsere Zeichen für Lüge erklären, werden Insassen des Höllenfeuers sein und (ewig) darin weilen. Diejenigen aber, die ungläubig sind und Unsere Zeichen für Lüge erklären, werden Bewohner des Feuers sein, in dem sie auf ewig verweilen sollen. Diejenigen aber, die Mich verleugnen und Meinen Offenbarungen nicht glauben, sollen Bewohner der Hölle sein, wo sie ewig bleiben werden."  
  40 O ihr Kinder Israels! gedenket Meiner Gnade, die Ich euch erwiesen, und erfüllet euren Bund mit Mir, so will Ich erfüllen Meinen Bund mit euch, und Mich allein sollt ihr fürchten. Ihr Kinder Israel! Gedenket meiner Gnade, die ich euch erwiesen habe! Und erfüllt eure Verpflichtung gegen mich! Dann werde (auch) ich meine Verpflichtung gegen euch erfüllen. Und vor mir (allein) sollt ihr Angst haben. O ihr Kinder Israels! Gedenkt Meiner Gnade, die Ich euch erwiesen habe und erfüllt euer Versprechen Mir gegenüber, so erfülle Ich Mein Versprechen euch gegenüber. Und Mich allein sollt ihr fürchten. O ihr Kinder Israels! Gedenkt der Gaben, die Ich euch gewährt habe, und erfüllt euer Bündnis mit Mir, damit Ich Mein Bündnis mit euch erfülle. Mich allein sollt ihr fürchten.  
  41 Und glaubet an das, was Ich hinabsandte, Bestätigung dessen, was bei euch ist, und seid nicht die ersten, ihm den Glauben zu versagen, und verhandelt nicht Meine Zeichen für einen armseligen Preis, und suchet Schutz bei Mir allein. Und glaubt an das, was ich (nunmehr) zur Bestätigung dessen, was euch (an frühen Offenbarungen bereits) vorliegt, (als neue Offenbarung) hinabgesandt habe! Und seid nicht (ausgerechnet ihr) die ersten, die nicht daran glauben! Und verschachert meine Zeichen nicht! Und mich (allein) sollt ihr fürchten. Und glaubt an das, was Ich als Bestätigung dessen herabgesandt habe, was bei euch ist, und seid nicht die ersten, die dies verleugnen! Und tauscht Meine Zeichen nicht ein gegen einen geringen Preis, und Mir allein gegenüber sollt ihr ehrfürchtig sein. Glaubt an die von Mir herabgesandte Offenbarung (den Koran), die eure Schrift bestätigt! Seid nicht die ersten, die ihn leugnen, verkauft Meine offenbarten Verse nicht für einen geringen Preis! Mich allein sollt ihr fürchten!  
  42 Und vermenget nicht Wahr mit Falsch noch verhehlet die Wahrheit wissentlich. Und mischt nicht Wahrheit mit Lug und Trug durcheinander, und verheimlicht sie nicht, während ihr (doch um sie) wißt! Und mischt nicht Wahrheit mit Unrecht durcheinander! Und verschweigt nicht die Wahrheit, wo ihr (sie) doch kennt. Das Wahre dürft ihr nicht durch das Falsche verschleiern. Die Wahrheit, um die ihr wißt, dürft ihr nicht verhehlen.  
  43 Und verrichtet das Gebet und zahlet die Zakat, und beugt euch mit denen, die sich beugen. Und verrichtet das Gebet (salaat), gebt die Almosensteuer (zakaat) und nehmt (beim Gottesdienst) an der Verneigung teil! Und verrichtet das Gebet und entrichtet die Zakah und verneigt euch mit den Sich-Verneigenden. Verrichtet das Gebet, zahlt die Zakat-Abgaben und beugt euch mit den Gläubigen nieder, die sich niederbeugen, um Mir zu dienen!  
  44 Wollt ihr andere ermahnen, das Rechte zu tun, und euer Selbst vergessen, obwohl ihr das Buch (Thora) leset? Wollt ihr denn nicht verstehen? (Oder) wollt ihr den (anderen) Leuten gebieten, fromm zu sein, und (dabei) euch selber vergessen, wo ihr doch die Schrift leset? Habt ihr denn keinen Verstand? Wollt ihr den Menschen Aufrichtigkeit gebieten und euch selbst vergessen, wo ihr doch das Buch lest! Habt ihr denn keinen Verstand? Wie könnt ihr von den anderen verlangen, Gutes zu tun, während ihr es nicht tut. Ihr habt euch selbst vergessen, ihr, die ihr die Thora lest. Bedient euch doch des Verstandes!  
  45 Und sucht Hilfe in Geduld und Gebet; und das ist freilich schwer, es sei denn für die Demütigen im Geiste, Und suchet Hilfe in der Geduld und im Gebet (salaat)! Es ist zwar schwer (was man von euch verlangt), aber nicht für die Demütigen, Und helft euch durch Geduld und Gebet; dies ist wahrlich schwer, außer für Demütige , Behelft euch mit Geduld und Gebet! Es ist sicher schwer, nur für die demütigen Frommen nicht,  
  46 Die für gewiß wissen, daß sie ihrem Herrn begegnen und daß sie zu Ihm wiederkehren werden. die damit rechnen, daß sie (am jüngsten Tag) ihrem Herrn begegnen und zu ihm zurückkehren werden. welche es ahnen, daß sie ihrem Herrn begegnen und daß sie zu Ihm heimkehren werden. die Frommen, die fest davon überzeugt sind, am Jüngsten Tag aufzuerstehen, um zu Gott zurückzukehren.  
  47 O ihr Kinder Israels! gedenket Meiner Gnade, die Ich euch erwiesen, und daß Ich euch erhob über die Völker. Ihr Kinder lsrael! Gedenkt meiner Gnade, die ich euch erwiesen habe und denket daran, daß ich euch vor den Menschen in aller Welt (al-`aalamuun) ausgezeichnet habe! O ihr Kinder Israels! Gedenkt Meiner Gnade, mit der Ich euch begnadete und (denkt daran,) daß Ich euch allen Welten vorgezogen habe. O ihr Kinder Israels! Gedenkt Meiner Gaben, mit denen Ich euch bedacht habe und daß Ich euren Vätern so viel gegeben habe, wie niemand zuvor bekommen hat!  
  48

Und fürchtet den Tag, da keine Seele als Stellvertreterin wird dienen dürfen für eine andere Seele, da keine Fürbitte für sie gelten und kein Lösegeld von ihr genommen werden wird; und es wird ihnen nicht geholfen werden.

Und macht euch darauf gefaßt, (dereinst) einen Tag zu erleben, an dem niemand etwas anstelle eines andern übernehmen kann, und (an dem) von niemand Fürbitte (die er für sich vorzuweisen hätte) oder Lösegeld (für seine Person) angenommen wird, (-einen Tag) an dem sie keine Hilfe finden werden! Und meidet den Tag, an dem keine Seele für eine andere bürgen kann und von ihr weder Fürsprache noch Lösegeld angenommen wird; und ihnen wird nicht geholfen. Fürchtet den Jüngsten Tag, an dem keine Seele für eine andere eine Schuld tilgen darf und von keiner Seele Fürsprache oder Ersatzleistung angenommen wird! Keiner könnte einem anderen helfen, die Strafe abzuwenden.  
  49 Und (gedenket der Zeit) da Wir euch erretteten von Pharaos Volk, das euch mit schlimmer Pein heimsuchte; sie erschlugen eure Söhne und schonten eurer Frauen; und darin war eine schwere Prüfung für euch von eurem Herrn. Und (damals) als wir euch von den Leuten Pharaos erretteten, während sie euch eine schlimme Qual auferlegten, indem sie eure Söhne abschlachteten und (nur) eure Frauen am Leben ließen! Darin lag für euch eine schwere Prüfung von seiten eures Herrn. Und denkt daran, daß Wir euch vor den Leuten des Pharao retteten, die euch schlimme Pein zufügten, indem sie eure Söhne abschlachteten und eure Frauen am Leben ließen. Darin lag eine schwere Prüfung von eurem Herrn. Erinnert euch daran, daß Wir euch vor Pharao und seinen Leuten retteten, die euch großem Leid aussetzten, als sie eure Söhne töteten und nur eure Töchter am Leben ließen! Das war eine schwere Prüfung eures Herrn.  
  50 Und (gedenket der Zeit) da Wir das Meer teilten für euch und euch erretteten und das Volk Pharaos vor eurem Angesicht ertränkten. Und (damals) als wir euch einen Weg mitten durch das Meer machten und euch erretteten und die Leute Pharaos ertrinken ließen, während ihr zuschautet! Und denkt daran, daß Wir für euch das Meer teilten und euch retteten, während Wir die Leute des Pharao vor euren Augen ertrinken ließen. Erinnert euch daran, daß Wir euch das Meer durchqueren und Pharao mit seinem Heer vor euren Augen ertrinken ließen!  
  51 Und (gedenket der Zeit) da Wir Moses ein Versprechen gaben für vierzig Nächte; ihr aber nahmet euch das Kalb in seiner Abwesenheit, und ihr verginget euch. Und (damals) als wir uns mit Moses (am Sinai) auf vierzig Tage verabredeten! Und dann, nachdem er weggegangen war, nahmet ihr euch in frevelhafter Weise das Kalb (zum Gegenstand eurer Anbetung). Und denkt daran, daß Wir Uns mit Moses vierzig Nächte verabredeten, als ihr dann hinter seinem Rücken das Kalb nahmt und damit Unrecht begingt. Erinnert euch daran, daß Wir mit Moses vierzig Nächte zur Anbetung vereinbarten! Als er wieder zu euch zurückkehrte, hattet ihr in seiner Abwesenheit das Kalb als Götzen angebetet. Da habt ihr schweres Unrecht getan.  
  52 Danach vergaben Wir euch, daß ihr möchtet dankbar sein. Hierauf, nachdem dies geschehen war, rechneten wir es euch nicht an. Vielleicht würdet ihr dankbar sein. Alsdann vergaben Wir euch, auf daß ihr dankbar sein möget. Später vergaben Wir euch, auf daß ihr Gott (für Seine Gnade) Dankbarkeit erweisen möget.  
  53 Und (gedenket der Zeit) da Wir Moses die Schrift gaben und das Entscheidende, daß ihr möchtet rechtgeleitet sein. Und (damals) als wir dem Moses die Schrift und die Entscheidung (? al-furqaan) gaben, damit ihr euch vielleicht rechtleiten lassen würdet! Und denkt daran, daß Wir Moses das Buch gaben, sowie die Unterscheidung, auf daß ihr rechtgeleitet werden möget. Erinnert euch daran, daß Wir Moses die Schrift (die Thora) und die Wahrheit gaben (in der das Gute vom Bösen abgegrenzt ist), auf daß ihr auf den geraden Weg geleitet werdet!  
  54 Und (gedenket der Zeit) da Moses zu seinem Volke sprach: "O mein Volk, du hast dich wahrlich an dir selbst versündigt, als du dir das Kalb nahmest; kehre dich denn zu deinem Schöpfer und töte dich selbst; das ist am besten für dich vor deinem Schöpfer." Da kehrte Er Sich wieder gnädig zu euch. Wahrlich, Er ist der oft gnädig Sich Wendende, der Barmherzige. "Und (damals) als Moses zu seinen Leuten sagte: ""Leute! Ihr habt damit, daß ihr euch das Kalb (zum Gegenstand eurer Anbetung) genommen habt, gegen euch selber gefrevelt. Wendet euch nun (reumütig) wieder eurem Schöpfer zu und schlagt eure eigenen Landsleute tot! Das ist, so dünkt es eurem Schöpfer, besser für euch."" Darauf wandte Allah sich euch (gnädig) wieder zu. Er ist der Gnädige (tauwaab) und Barmherzige." Und da sagte Moses zu seinen Leuten: "O meine Leute! Ihr habt auf euch selbst eine schwere Schuld geladen, indem ihr euch das Kalb nahmt; so kehrt reumütig zu eurem Schöpfer zurück und tötet selbst eure Schuldigen. Dies ist für euch besser bei eurem Schöpfer." Alsdann vergab Er euch; wahrlich, Er ist der Allvergebende, der Barmherzige. Gedenkt, wie Moses einst seinen Leuten sagte: "Ihr habt euch an euch selbst vergangen, als ihr das Kalb vergöttertet. Bittet Gott um Vergebung und erlegt euch eine schwere, fast todbringende Buße auf! Das ist für euch, Gott dem Schöpfer gegenüber, das beste. " So hat Er euch vergeben. Gott ist voller Vergebung und Barmherzigkeit.  
  55 Und (gedenket der Zeit) da ihr sprachet: "O Moses, wir wollen dir auf keine Weise glauben, ehe wir nicht Allah von Angesicht zu Angesicht schauen"; da ereilte euch der Donnerschlag, dieweil ihr schautet. "Und (damals) als ihr zu Moses sagtet: ""Wir werden dir nicht glauben, bis wir Allah klar und deutlich (dschahratan) sehen""! Da überkam euch der Donnerschlag, während ihr zuschautet." Und als ihr sagtet: "O Moses! Wir werden dir gewiß nicht glauben, bis wir Allah unverhüllt sehen", da traf euch der Blitzschlag, während ihr zuschautet. Gedenkt, als ihr sagtet: "O Moses, wir werden dir nicht eher glauben, bis wir Gott mit eigenen Augen gesehen haben." Da traf euch zur Strafe der Blitz, während ihr hilflos umherschautet.  
  56 Dann richteten Wir euch auf nach eurem Tode, daß ihr möchtet dankbar sein. Hierauf, nachdem ihr (vor Schrecken) tot waret, erweckten wir euch (wieder zum Leben). Vielleicht würdet ihr dankbar sein. Dann erweckten Wir euch wieder nach eurem Tode, auf daß ihr dankbar sein möget , Wir riefen euch aus einem dem Tode ähnlichen Zustand wieder ins Leben, damit ihr Gott für Seine Gnade Dankbarkeit erweist.  
  57 Und Wir ließen die Wolken euch überschatten und sandten euch Manna und Salwa hernieder: "Esset von den guten Dingen, die Wir euch beschert haben." Und sie schädigten nicht Uns, sondern sich selbst haben sie Schaden getan. "Und wir ließen die Wolke über euch Schatten werfen. Und wir sandten das Manna und die Wachteln auf euch hinunter (indem wir euch aufforderten): ""Eßt von den guten Dingen, die wir euch beschert haben!"" (Doch die Kinder Israel waren undankbar und widerspenstig.) Und sie frevelten (damit) nicht gegen uns, sondern gegen sich selber." und Wir ließen die Wolken über euch Schatten werfen und sandten euch Manna und Wachteln herab: "Esset von den guten Dingen, die Wir euch gegeben haben"; sie schadeten Uns aber nicht; vielmehr schadeten sie sich selbst. Wir ließen die Wolken euch Schatten spenden, schickten euch den süßen Manna-Tau und die Salwa-Wachteln herab. Wir sagten: "Eßt von den guten Dingen, die Wir euch beschert haben!" Als sie Gottes Gaben verleugneten, taten sie nicht Uns, sondern sich selbst unrecht.  
  58 Und (gedenket der Zeit) da Wir sprachen: "Tretet ein in diese Stadt und esset reichlich von dem Ihren - wo immer ihr wollt - und tretet unterwürfig ein durch das Tor und sprechet: "Vergebung!" Wir werden euch eure Sünden vergeben und Wir werden jene mehren, die Gutes tun." "Und (damals) als wir sagten: ""Tretet in diese Stadt ein, und eßt uneingeschränkt davon, wo ihr wollt! Und tretet zum Tor ein, indem ihr euch niederwerft, und sagt: ""Vergebung"" (hitta)! Dann werden wir euch eure Sünden vergeben. - Und wir werden denen, die rechtschaffen sind, noch mehr (Gnade) erweisen (als ihnen von Rechts wegen zusteht)." Und Wir sagten: "Tretet ein in diese Stadt und esset von dort, wo immer ihr wollt nach Herzenslust, und tretet durch das Tor ein, indem ihr euch niederwerft und sagt: Vergebung!, auf daß Wir euch eure Missetaten vergeben. Und Wir werden den Rechtschaffenen mehr geben." Gedenkt der Zeit, als Wir sagten: "Tretet in diese Stadt ein und eßt, was euch mundet und wo immer ihr gern möchtet! Ihr sollt jedoch durch das Tor eintreten, indem ihr euch niederwerft, und sagen: §Vergebung!§ Den Sündern werden Wir vergeben, und die Frommen, die Gutes tun, werden Wir mehr belohnen."
  59 Die Ungerechten vertauschten das Wort, das zu ihnen gesprochen ward, mit einem andern. So sandten Wir auf die Ungerechten eine Strafe vom Himmel, weil sie ungehorsam waren. Da vertauschten diejenigen, die frevelten, den Ausspruch, den man ihnen gesagt hatte, mit einem andern. Und da sandten wir auf sie ein Strafgericht (ridschz) vom Himmel herab (zur Vergeltung) dafür, daß sie sich versündigt hatten. Doch die Ungerechten vertauschen das Wort mit einem, das ihnen nicht gesagt wurde. Da sandten Wir auf die Ungerechten eine Strafe vom Himmel herab, weil sie gefrevelt hatten. Die Ungerechten ersetzten die ihnen vorgeschriebenen Worte durch andere. Da wurden sie wegen des begangenen schwerwiegenden Unrechts durch eine vom Himmel herabgesandte qualvolle Strafe gemaßregelt.  
  60 Und (gedenket der Zeit) da Moses um Wasser betete für sein Volk und Wir sprachen: "Schlage an den Felsen mit deinem Stab", und zwölf Quellen brachen aus ihm hervor; jeder Stamm kannte seinen Trinkplatz. "Esset und trinket von Allahs Gaben und verübt nicht Unheil auf Erden, indem ihr Unfrieden stiftet." "Und (damals) als Moses für sein Volk um Wasser bat! Da sagten wir: ""Schlag mit deinem Stock auf den Felsen!"" (Er tat so.) Da brachen zwölf Quellen aus ihm hervor. Nun wußte jedermann, wo es für ihn zu trinken gab. (Und es erging die Aufforderung an sie:) ""Eßt und trinkt von dem, was Allah euch beschert hat, und treibt nicht (überall) im Land euer Unwesen, indem ihr Unheil anrichtet!" Und als Moses für sein Volk um Wasser bat, da sagten Wir: "Schlag mit deinem Stock auf den Felsen." Da sprudelten aus ihm zwölf Quellen heraus. So kannte jeder Stamm seine Trinkstelle. "Esset und trinkt von dem, was Allah euch gegeben hat, und richtet auf Erden kein Unheil an." Einst bat Moses Gott für sein Volk (das in der Wüste durstete) um Wasser. Wir sagten ihm: "Schlage mit deinem Stock auf den Fels!" Da sprudelte das Wasser aus zwölf Quellen hervor; jeder der (zwölf) Stämme erfuhr, welche Quelle für ihn bestimmt war. Dann sagten Wir: "Eßt und trinkt von den Gaben Gottes, und richtet kein Unheil auf Erden an!"  
  61 Und (gedenket der Zeit) da ihr sprachet: "O Moses, gewiß, wir werden uns nicht zufrieden geben mit einerlei Speise; bitte also deinen Herrn für uns, daß Er für uns hervorbringe von dem, was die Erde wachsen läßt - von ihren Kräutern und ihren Gurken und ihrem Weizen und ihren Linsen und ihren Zwiebeln." Er sprach: "Wolltet ihr das Geringere in Tausch nehmen für das Bessere? Geht in irgendeine Stadt, und ihr werdet finden, was ihr verlangt." Und sie wurden mit Schande und Elend geschlagen, und sie luden Allahs Zorn auf sich; dies, weil sie die Zeichen Allahs verwarfen und die Propheten zu Unrecht töten wollten; das war, weil sie widerspenstig waren und frevelten. "Und (damals) als ihr sagtet: ""Moses! Wir können es nicht ertragen, nur eine einzige Speise zu haben. Bete doch für uns zu deinem Herrn, damit er für uns hervorbringt, was die Erde (anderswo) wachsen läßt, - Grünzeug, Gurken, Knoblauch, Linsen und Zwiebeln!"" Moses sagte: ""Wollt ihr denn das, was (an Wert) niedriger ist, in Tausch nehmen gegen das, was besser ist? Zieht (doch wieder) nach Ägypten hinab! Dann wird euch zuteil, was ihr erbeten habt."" Und Erniedrigung und Verelendung kam über sie, und sie verfielen dem Zorn Allahs. Dies (traf sie zur Strafe) dafür, daß sie nicht an die Zeichen Allahs glaubten und unberechtigterweise die Propheten töteten, und dafür, daß sie widerspenstig waren und (die Gebote Allahs) übertraten." Und als ihr sagtet: "O Moses, wir können uns mit einer einzigen Speise nicht mehr zufriedengeben. Bitte also deinen Herrn für uns, daß Er uns (Speise) von dem hervorbringe, was die Erde wachsen läßt, (von) Kräutern, Gurken, Knoblauch, Linsen und Zwiebeln!" Da sagte er: "Wollt ihr etwa das, was geringer ist, in Tausch nehmen für das, was besser ist? Geht doch zurück in eine Stadt. Dort werdet ihr das erhalten, was ihr verlangt!" Und Schande und Elend kamen über sie und sie verfielen dem Zorn Allahs. Dies (geschah deshalb), weil sie immer wieder die Zeichen Allahs leugneten und die Propheten zu Unrecht töteten; dies (geschah), weil sie sich auflehnten und immer wieder übertraten. Einst sagtet ihr zu Moses: "O Moses! Wir können nicht mehr immer dasselbe essen. Bete zu Gott, Er möge uns aus der Erde Bohnen, Gurken, Knoblauch, Linsen und Zwiebeln wachsen lassen! " Er sprach: "Wollt ihr etwa das Beste durch das Geringere ersetzen? Verlaßt die Wüste und geht in eine Stadt, wo ihr findet, was ihr verlangt! " Sie wurden zu Elend und Armut verurteilt und zogen sich Gottes Zorn zu, weil sie Gottes Offenbarungen leugneten und die Propheten ohne jegliches Recht töteten. Das taten sie, weil sie widerspenstig waren und alle Maße überschritten.  
  62 Wahrlich, die Gläubigen und die Juden und die Christen und die Sabäer - wer immer (unter diesen) wahrhaft an Allah glaubt und an den Jüngsten Tag und gute Werke tut -, sie sollen ihren Lohn empfangen von ihrem Herrn, und keine Furcht soll über sie kommen, noch sollen sie trauern. Diejenigen, die glauben, und diejenigen, die dem Judentum angehören, und die Christen und die Saabier, - (alle) die, die an Allah und den jüngsten Tag glauben und tun, was recht ist, denen steht bei ihrem Herrn ihr Lohn zu, und sie brauchen (wegen des Gerichts) keine Angst zu haben, und sie werden (nach der Abrechnung am jüngsten Tag) nicht traurig sein. Wahrlich, diejenigen, die glauben, und die Juden, die Christen und die Sabäer, wer an Allah und den Jüngsten Tag glaubt und Gutes tut - diese haben ihren Lohn bei ihrem Herrn und sie werden weder Angst haben noch werden sie traurig sein. Die Gläubigen, Juden, Christen, Sabäer und diejenigen, die an Gott und den Jüngsten Tag glauben und gute Werke verrichten und sich eines guten Lebenswandels befleißigen, haben ihren Lohn bei ihrem Herrn. Sie brauchen keine Angst zu haben, und sollen nicht traurig sein.  
  63 Und (gedenket der Zeit) da Wir einen Bund schlossen mit euch und den Berg hoch über euch ragen ließen (und sprachen): "Haltet fest, was Wir euch gegeben haben, und bewahret in eurem Sinn, was darinnen ist, auf daß ihr errettet werdet." "Und (damals) als wir eure Verpflichtung entgegennahmen und den Berg (Sinai) über euch emporhoben (indem wir euch aufforderten:) ""Haltet fest (in eurem Besitz), was wir euch (als Offenbarungsschrift) gegeben haben, und gedenkt dessen, was es enthält!"" Vielleicht würdet ihr gottesfürchtig sein." Und als Wir mit euch einen Bund schlossen und über euch den Berg emporragen ließen (und zu euch sagten): "Haltet fest an dem, was Wir euch gebracht haben, und gedenkt dessen, was darin enthalten ist; vielleicht werdet ihr gottesfürchtig sein;" Gedenkt der Zeit, als Wir euer Gelöbnis entgegennahmen und den Berg (Sinai) hoch über euch ragen ließen. Wir sprachen: "Haltet fest an den von Uns herabgesandten, euch zugedachten Offenbarungen! Denkt stets daran, und befolgt sie in der Hoffnung, vor Strafe geschützt zu werden!"  
  64 Danach aber kehrtet ihr euch ab; und wäre nicht Allahs Huld und Seine Gnade für euch gewesen, ihr wäret gewiß unter den Verlierern. (Aber) dann, nachdem dies geschehen war, wandtet ihr euch ab. Und wenn nicht Allah seine Huld und Barmherzigkeit über euch hätte walten lassen, würdet ihr (schon längst) zu denen gehören, die den Schaden haben. da habt ihr euch abgewandt; und wenn nicht die Gnade Allahs und Seine Barmherzigkeit über euch gewesen wären, so wäret ihr gewiß unter den Verlierenden gewesen. Ihr habt euch dann abgewandt. Wenn Gott euch nicht mit Huld und Barmherzigkeit bedacht hätte, wäret ihr unter den Verlierern.  
  65 Und sicherlich habt ihr Kenntnis von (dem Ende) derer unter euch, die das Sabbatgebot übertraten. So sprachen Wir zu ihnen: "Seid denn Affen, Verachtete." "Ihr wißt doch Bescheid über diejenigen von euch, die sich hinsichtlich des Sabbats einer Übertretung schuldig machten, worauf wir zu ihnen sagten: ""Werdet zu abgestoßenen Affen!""" Und gewiß habt ihr diejenigen unter euch gekannt, die das Sabbat-Gebot brachen. Da sprachen Wir zu ihnen: "Werdet ausgestoßene Affen." Ihr kennt gewiß die unter euch, die den Sabbat mißachteten. Da sprachen Wir: "Werdet affenähnliche, verächtliche Geschöpfe!"  
  66 Also machten Wir dies zu einem warnenden Beispiel für die, die damals waren, und für die, die nachher kamen, und zu einer Lehre für die Gottesfürchtigen. Und wir machten es zu einem warnenden Exempel für die Mit- und die Nachwelt und zu einer Ermahnung für die Gottesfürchtigen. Und Wir machten dies zu einem warnenden Beispiel für alle Zeiten und zu einer Lehre für die Gottesfürchtigen. Das machten Wir zu einem Beispiel und einer Warnung für die Zeitgenossen und die Nachkommen und zu einer Lehre für die Frommen.  
  67 Und (denket daran) als Moses zu seinem Volke sprach: "Allah befiehlt euch, eine Kuh zu schlachten"; da sagten sie: "Treibst du Spott mit uns?" Er sprach: "Ich suche Zuflucht bei Allah, daß ich nicht sei der Unwissenden einer." "Und (damals) als Moses zu seinem Volk sagte: ""Allah befiehlt euch, eine Kuh zu schlachten""! Sie sagten: ""Treibst du denn deinen Spott mit uns?"" Er sagte: ""Da sei Allah vor, daß ich ein (solcher) Tor bin!""" Und als Moses zu seinem Volk sagte: "Wahrlich, Allah befiehlt euch, eine Kuh zu schlachten", sagten sie: "Willst du dich über uns lustig machen?" Er sagte: "Allah bewahre mich davor, einer der Unwissenden zu sein." Gedenkt, wie Moses einst seinen Leuten sagte: "Gott befiehlt euch, eine Kuh zu schlachten. " Darauf sagten sie: "Machst du dich lustig über uns?" Er sprach: "Gott bewahre mich davor, daß ich zu den Törichten gehöre (die sich über die Menschen lustig machen)!"  
  68 Sie sprachen: "Bitte deinen Herrn für uns, daß Er uns deutlich mache, was sie ist." Er antwortete: "Er spricht, es ist eine Kuh, weder alt noch jung, voll erwachsen, zwischen beidem; nun tut, wie euch geboten." "Sie sagten: ""Bete für uns zu deinem Herrn, damit er uns Klarheit darüber gibt, wie sie beschaffen sein soll!"" Er sagte: ""Allah sagt: Es soll weder eine Kuh sein, die zu alt ist, noch eine, die noch nicht gekalbt hat, (vielmehr) eine dazwischen, mittleren Alters. Tut nun, was euch befohlen wird!""" Sie sagten: "Bitte für uns deinen Herrn, daß Er uns erkläre, wie sie sein soll." Er sagte: "Wahrlich, Er sagt, sie soll eine Kuh sein, die nicht zu alt und nicht zu jung ist, sondern ein Alter dazwischen hat. So tut das, was euch befohlen wird." Sie sagten: "Bete zu deinem Herrn, Er möge uns die Kuh genau beschreiben!" Er sprach: "Gott sagt, sie sei weder zu alt noch zu jung, sondern mittleren Alters. Führt nun Gottes Befehl aus!"  
  69 Sie sprachen: "Bitte deinen Herrn für uns, daß Er uns deutlich mache, welches ihre Farbe ist." Er antwortete: "Er spricht, es ist eine Kuh von hellgelber Farbe, rein und reich im Ton; eine Lust den Beschauern." "Sie sagten: ""Bete für uns zu deinem Herrn, damit er uns Klarheit darüber gibt, wie ihre Farbe sein soll!"" Er sagte: ""Allah sagt: Es soll eine gelbe Kuh sein, von intensiver Farbe, (eine Kuh) die denen, die sie anschauen, Freude macht.""" Sie sagten: "Rufe für uns deinen Herrn an, daß Er uns erkläre, welche Farbe sie haben soll." Er (Moses) sagte: "Wahrlich, Er sagt, es soll eine gelbe Kuh sein von lebhafter Farbe, die die Schauenden erfreut." Sie sprachen: "Bete zu deinem Herrn, Er möge uns die Farbe sagen!" Moses antwortete: "Er sagt, sie sei von hellgelber Farbe, schön anzusehen."  
  70 Sie sprachen: "Bitte deinen Herrn für uns, daß Er uns deutlich mache, welche es ist; denn (alle solchen) Kühe scheinen uns gleich; und wenn es Allah gefällt, werden wir rechtgeleitet sein." "Sie sagten: ""Bete für uns zu deinem Herrn, damit er uns darüber Klarheit gibt, wie sie (in den weiteren Einzelheiten) beschaffen sein soll! Die Kühe kommen uns (zum verwechseln) ähnlich vor. Aber wenn Allah will, finden wir die rechte Leitung.""" Sie sagten: "Rufe für uns deinen Herrn an, daß Er uns erkläre, wie sie sein soll. Für uns sind die Kühe einander ähnlich; und wenn Allah will, werden wir gewiß rechtgeleitet sein!" Wieder sagten sie: "Bete zu deinem Herrn, damit Er sie uns genau beschreibe, denn die Kühe kommen uns alle ähnlich vor, aber wir werden gewiß die richtige finden, so Gott will."  
  71 Er antwortete: "Er spricht, es ist eine Kuh, nicht gebeugt unter das Joch, das Land zu pflügen oder den Acker zu wässern; eine ohne Tadel; von einerlei Farbe." Sie sprachen: "Nun hast du die Wahrheit gebracht." Dann schlachteten sie sie, ob sie es gleich ungern taten. "Er sagte: ""Allah sagt: Es soll eine Kuh sein, die nicht als Arbeitstier benützt wird, weder zum Pflügen von Ackerland noch zum Bewässern von Saatfeld, fehlerfrei und ohne Makel."" Sie sagten: ""Jetzt hast du die (volle) Wahrheit gesagt."" Und nun schlachteten sie sie. Aber beinahe hätten sie es nicht getan." "Er (Moses) sagte: ""Wahrlich, Er sagt, es soll eine Kuh sein, die nicht abgerichtet ist, die weder den Boden pflügt noch den Acker bewässert, makellos, ohne jeglichen Flecken."" Da sagten sie: ""Jetzt bist du mit der Wahrheit gekommen."" So schlachteten sie sie, und beinahe hätten sie es nicht getan." Er sprach: "Gott sagt, daß es eine Kuh sein soll, die nicht durch Arbeit erniedrigt wurde, weder den Boden pflügt noch die Felder bewässert und die frei von Krankheiten, Makeln und Flecken ist. " Sie sprachen: "Jetzt erst hast du uns die Wahrheit gebracht. " Die bald gefundene Kuh wurde geschlachtet. Vor lauter Fragen hätten sie es fast nicht getan.  
  72 Und (gedenket der Zeit) da ihr einen Menschen erschluget und darüber uneinig waret; und Allah würde ans Licht bringen, was ihr verhehltet. Und (damals) als ihr jemand getötet hattet und ihr daraufhin über ihn miteinander im Streit lagt, - aber Allah würde an den Tag bringen, was ihr (in euch) verborgen hieltet! Und als ihr jemanden getötet und darüber untereinander gestritten hattet, da sollte Allah ans Licht bringen, was ihr verborgen hieltet. Und als ihr einen Menschen getötet und darüber gestritten hattet, wollte Gott die Wahrheit, die ihr verborgen hieltet, ans Licht rücken.  
  73 Da sprachen Wir: "Schlagt das zu Ähnlichem." So gibt Allah Leben den Toten und weist euch Seine Zeichen, daß ihr begreifen möget. "Da sagten wir: ""Berührt ihn mit einem Stück von ihr (dann wird er einen Augenblick wieder lebendig, um die Person desjenigen zu bezeichnen, der ihn getötet hat)! So macht Allah die Toten lebendig und läßt euch seine Zeichen sehen. Vielleicht würdet ihr verständig sein." "Da sagten Wir: ""Berührt ihn mit einem Stück von ihr!"" So bringt Allah die Toten wieder zum Leben und zeigt euch Seine Zeichen; vielleicht werdet ihr es begreifen." Wir sprachen: "Schlagt ihn mit einem Stück davon!" So erweckt Gott die Toten, und so zeigt Er euch die Zeichen Seiner Macht, auf daß ihr sie mit eurem Verstand vernehmt.  
  74 Danach aber wurden eure Herzen verhärtet, bis sie wie Steine waren oder noch härter; denn unter den Steinen sind ja solche, aus denen Ströme hervorbrechen, und solche, aus denen Wasser fließt, wenn sie sich spalten. Und gewiß sind unter ihnen manche, die sich demütigen in der Furcht Allahs; und Allah ist nicht achtlos eures Tuns. Hierauf, nachdem das (alles) geschehen war, verhärteten sich eure Herzen, so daß sie (schließlich) wie Steine waren, oder noch härter. (Denn) unter den Steinen gibt es welche, aus denen Bäche hevorbrechen, und andere, die sich spalten, worauf Wasser aus ihnen herauskommt, und wieder andere, die aus Furcht vor Allah (von den Berghängen) herunterkommen. Allah gibt sehr wohl acht auf das, was ihr tut. Sodann verhärteten sich eure Herzen, so daß sie wie Steine wurden oder noch härter. Es gibt doch Steine, aus denen Bäche hervorsprudeln, und es gibt auch welche unter ihnen, die bersten und aus denen Wasser herausfließt. Und es gibt welche unter ihnen, die herniederstürzen aus Furcht vor Allah. Und Allah ist eures Tuns nicht achtlos. Dann aber wurden eure Herzen hart wie Stein oder noch härter. Es gibt Steine, aus denen Wasser quillt, das in Strömen fließt; es gibt auch Steine, die sich spalten und Wasser hervorquellen lassen, und es gibt Steine, die aus Furcht vor Gott herabfallen. Gott entgeht nichts von euren Taten.  
  75 Erwartet ihr, daß sie (die Juden) euch glauben, wenn ein Teil von ihnen das Wort Allahs hört, es dann verdreht, nachdem sie es begriffen, und sie kennen (die Folgen) davon? Wie könnt ihr (Muslime) verlangen, daß sie euch glauben, wo doch ein Teil von ihnen das Wort Allahs gehört und es daraufhin, nachdem er es verstanden hatte, wissentlich entstellt hat! Verlangt ihr denn, daß sie euch glauben, wo doch eine Schar von ihnen das Wort Allahs bereits gehört und es dann, nachdem sie es begriffen hatten, bewußt verfälschten? Wie könnt ihr hoffen, daß diese sich zu eurem Glauben bekennen? Einige unter ihnen pflegten doch die Worte Gottes, die sie gehört und richtig verstanden hatten, wissentlich zu verdrehen.  
  76 Und wenn sie den Gläubigen begegnen, sagen sie: "Wir glauben", und wenn sie einander heimlich begegnen, dann sagen sie: "Wolltet ihr jenen mitteilen, was Allah euch enthüllt hat, daß sie deswegen mit euch streiten vor eurem Herrn? Begreift ihr das denn nicht?" "Und wenn sie die Gläubigen treffen, sagen sie: ""Wir glauben."" Wenn sie aber (wieder) unter sich sind, sagen sie: ""Wollt ihr ihnen (denn) erzählen, was Allah euch (Juden) eröffnet hat, damit sie (dereinst) auf Grund dieses Beweismaterials vor eurem Herrn mit euch streiten? Habt ihr denn keinen Verstand?""" "Und wenn sie mit denen zusammentreffen, die glauben, so sagen sie: ""Wir glauben"". Und wenn sie aber untereinander allein sind, sagen sie: ""Sprecht ihr zu ihnen über das, was Allah euch eröffnet hat, damit sie es vor eurem Herrn als Argument gegen euch verwenden? Begreift ihr denn nicht?""" Wenn sie Gläubige treffen, sagen sie: "Wir glauben." Sind sie aber unter sich, sagen sie: "Wie könnt ihr diesen Menschen etwas mitteilen, was Gott euch in der Thora offenbarte und was sie am Jüngsten Tag als Argument gegen euch verwenden können? Ihr müßt euch doch alles überlegen!"  
  77 Wissen sie nicht, daß Allah weiß, was sie verbergen und was sie kundtun? Wissen sie denn nicht, daß Allah weiß, was sie geheimhalten, und was sie bekanntgeben? Als ob sie nicht wüßten, daß Allah weiß, was sie verheimlichen und was sie kundtun! Wissen sie nicht, daß Gott weiß, was sie geheimhalten und was sie äußern?  
  78 Und einige unter ihnen sind Analphabeten; sie kennen das Buch nicht, nur eitle Wünsche, und sie meinen bloß. Unter ihnen gibt es Ungelehrten (ummieyuun), die die Schrift nicht kennen, (ihren Ansichten und Behauptungen) vielmehr (eigene) Wünsche (zugrunde legen) und nur Mutmaßungen anstellen. Es gibt Ungelehrte unter ihnen, die das Buch nicht kennen, sondern nur Wunschvorstellungen; und sie stellen nichts anderes als Vermutungen an. Unter den Juden gibt es Unwissende, die von der Thora nur wissen, was sie sich wünschen. Sie stellen nur Vermutungen an.  
  79 Wehe darum denen, die das Buch schreiben mit ihren eigenen Händen und dann sprechen: "Dies ist von Allah" daß sie dafür einen armseligen Preis nehmen möchten! Wehe ihnen also um dessentwillen, was ihre Hände geschrieben, und wehe ihnen um dessentwillen, was sie verdienen! "Aber wehe denen, die die Schrift mit ihrer Hand schreiben und dann sagen: ""Das stammt von Allah"", um sie zu verschachern! Wehe ihnen im Hinblick auf das, was ihre Hand geschrieben hat! Wehe ihnen im Hinblick auf das, was sie begehen!" "Doch wehe denen, die das Buch mit ihren eigenen Händen schreiben und dann sagen: ""Dies ist von Allah"", um dafür einen geringen Preis zu erlangen! Wehe ihnen also ob dessen, was ihre Hände geschrieben und wehe ihnen ob dessen, was sie erworben haben!" Wehe denen, die mit eigener Hand Bücher schreiben und sagen: "Diese sind von Gott", damit sie einen geringen Gewinn erzielen. Wehe ihnen wegen ihrer mit eigener Hand geschriebener Bücher! Und wehe ihnen wegen des Gewinns, den sie dadurch erzielen!  
  80 Und sie sprechen: "Das Feuer wird uns nicht berühren, es sei denn für eine geringe Zahl von Tagen." Sprich: "Habt ihr ein Versprechen von Allah empfangen? Dann freilich wird Allah nimmer Sein Versprechen brechen. Oder sagt ihr von Allah, was ihr nicht wißt?" "Und sie sagen: ""Das Höllenfeuer wird uns nur eine (beschränkte) Anzahl von Tagen erfassen."" Sag: Habt ihr (etwa) bei Allah ein (bindendes) Versprechen (dieses Inhalts) erhalten? Dann wird Allah es nicht brechen. Oder wollt ihr gegen Allah etwas aussagen, wovon ihr kein Wissen habt?" "Und sie sagen: ""Gewiß wird uns das Feuer nicht berühren, außer auf abgezählte Tage!"" Sprich: ""Habt ihr etwa ein Versprechen (darüber) von Allah erhalten? - Dann wird Allah Sein Versprechen bestimmt nicht brechen oder wollt ihr über Allah (etwas) sagen, wovon ihr kein Wissen besitzt?""" Sie sagen: "Das Feuer der Hölle wird uns nur wenige Tage berühren." Sage ihnen: "Habt ihr mit Gott einen Pakt geschlossen, so wird Er Seinen Pakt nicht brechen. Oder schreibt ihr Gott etwas zu, wovon ihr nichts wißt?"  
  81 Wahrlich, wer da übel tut und verstrickt ist in seinen Sünden - diese sind die Bewohner des Feuers; darin müssen sie bleiben. Doch! Diejenigen, die eine schlechte Tat begehen und von ihrer Sünde erfaßt sind (und nicht mehr losgelassen werden), werden Insassen des Höllenfeuers sein und (ewig) darin weilen. Doch! Wer sich Übles erworben hat und sich in seiner Sündhaftigkeit eingefangen hält - diese werden Bewohner des Feuers sein. Darin werden sie ewig bleiben. Nein! Diejenigen, die böse Werke verrichten und in Sünden verfangen sind, das sind die Bewohner der Hölle. Darin werden sie ewig bleiben.  
  82 Die aber glauben und gute Werke tun - diese sind die Bewohner des Himmels; darin sollen sie bleiben. Diejenigen aber, die glauben und tun, was recht ist, werden Insassen des Paradieses sein und (ewig) darin weilen. Diejenigen aber, die glauben und gute Werke tun, werden die Bewohner des Paradieses sein. Darin werden sie ewig bleiben. Die Gläubigen aber, die gute Werke verrichten, sind die Bewohner des Paradieses. Darin werden sie ewig bleiben.  
  83 Und (gedenket der Zeit) da Wir einen Bund schlossen mit den Kindern Israels: "Ihr sollt nichts anbeten denn Allah; und Güte (erzeigen) den Eltern und den Verwandten und den Waisen und den Armen; und redet Gutes zu den Menschen und verrichtet das Gebet und zahlet die Zakat." Ihr aber kehrtet euch späterhin ab in Widerwillen, bis auf einige wenige von euch. Und (damals) als wir die Verpflichtung der Kinder Israel (auf folgende Gebote) entgegennahmen: Dienet nur Allah! Und zu den Eltern (sollt ihr) gut sein, und (ebenso) zu den Verwandten, den Waisen und den Armen. Und sprecht freundlich zu den Leuten! Und verrichtet das Gebet (salaat) und gebt die Almosensteuer (zakaat)! Daraufhin kehrtet ihr - mit Ausnahme von (einigen) wenigen von euch - (in Mißachtung eurer Verpflichtung) den Rücken und wandtet euch ab. "Und als Wir mit den Kindern Israels einen Bund schlossen: ""Ihr sollt niemanden außer Allah anbeten, euch den Eltern, Verwandten, Waisen und Armen gegenüber wohltätig erweisen, freundlich zu den Menschen sprechen, das Gebet verrichten und die Zakah entrichten"", so habt ihr euch danach abgewendet bis auf wenige unter euch, indem ihr abtrünnig bliebt." Wir haben mit den Kindern Israels einen Bund geschlossen und sie ermahnt: "Ihr sollt nur Gott dienen! Den Eltern, den Verwandten, den Waisen und den Bedürftigen gegenüber sollt ihr gütig sein! Mit den Mitmenschen sollt ihr freundlich sprechen (und gut mit ihnen umgehen)! Ihr sollt beten und die Pflichtabgaben entrichten! " Mit Ausnahme weniger seid ihr diesen Verpflichtungen nicht nachgekommen und habt euch von Gott abgewendet.  
  84 Und (gedenket der Zeit) da Wir einen Bund schlossen mit euch: "Ihr sollt nicht das Blut der Eurigen vergießen oder sie austreiben aus euren Häusern"; damals bekräftigtet ihr (es); und ihr habt es selber bezeugt. Und (damals) als wir eure Verpflichtung (auf folgende Gebote) entgegennahmen: Vergießt nicht (gegenseitig) euer Blut und vertreibt euch nicht (gegenseitig) aus euren Wohnungen!, worauf ihr (diese eure Verpflichtung) anerkanntet, indem ihr (darüber) Zeugnis ablegtet! "Und als Wir mit euch einen Bund schlossen: ""Ihr sollt weder euer Blut vergießen noch euch gegenseitig aus euren Häusern vertreiben"", habt ihr es dann zugesagt und es bezeugt." Gedenkt der Zeit, als Wir mit euch einen Bund schlossen und euch ermahnten: "Ihr sollt einander nicht töten und einander nicht aus euren Häusern vertreiben! " Ihr habt das bekräftigt und bezeugt.  
  85 Dennoch seid ihr Leute, die ihr einander erschlagt und einen Teil der Eurigen aus ihren Häusern treibt, einer den andern stützend gegen sie mit Sünde und Missetat. Und wenn sie als Gefangene zu euch kommen, kauft ihr sie los, obwohl ihre Austreibung selbst für euch ungesetzlich war. Glaubt ihr denn nur an einen Teil des Buches und verwerft den andern? Es gibt darum keinen Lohn für jene unter euch, die also tun, denn Schande in diesem Leben, und am Tage der Auferstehung sollen sie der schwersten Strafe überantwortet werden; und Allah ist nicht achtlos eures Tuns. Hierauf tötet nun gerade ihr euch (gegenseitig) und vertreibt eine Gruppe von euch aus ihren Wohnungen, indem ihr in Sünde und Übertretung (der göttlichen Gebote) gegen sie zusammensteht. - Wenn sie (aber) als Gefangene zu euch kommen, dann löst ihr sie (den Vorschriften eures Gesetzes zufolge) aus. - Und dabei ist euch (doch) verboten, sie (aus ihren Wohnungen) zu vertreiben. Glaubt ihr denn (nur) an einen Teil der Schrift, und an den andern nicht? Diejenigen unter euch, die so handeln, verdienen nichts als Schande im diesseitigen Leben. Und am Tag der Auferstehung werden sie der schwersten Strafe zugewiesen werden. Allah gibt sehr wohl acht auf das, was ihr tut. Dennoch seid gerade ihr es, die ihr euch gegenseitig tötet und einen Teil von euch aus seinen Häusern vertreibt, indem ihr gemeinsam gegen sie vorgeht in Sünde und Unrecht. Wenn sie jedoch als Gefangene zu euch kommen, kauft ihr sie los, wo euch doch ihre Vertreibung verboten worden ist. Glaubt ihr denn an einen Teil des Buches und leugnet einen anderen Teil? Für diejenigen unter euch, die solches tun, gibt es aber keine andere Vergeltung außer Schande in diesem Leben; und am Tage der Auferstehung werden sie der strengsten Bestrafung zugeführt werden. Und Allah ist eures Tuns nicht achtlos. Nun aber tötet ihr einander, vertreibt einige der Euren aus ihren Häusern und verbündet euch gegen sie, um sie in sündhafter Weise und unrechtmäßig zu besiegen. Wenn sie als Kriegsgefangene zu euch kommen, kauft ihr sie frei, obwohl es euch verboten ist, sie aus ihren Wohnstätten zu vertreiben. Glaubt ihr etwa nur an einen Teil des Heiligen Buches und verleugnet den anderen Teil? Diejenigen, die das tun, ziehen sich in diesem Leben Schande (und Hohn) zu. Am Jüngsten Tag werden sie die qualvollsten Strafen erleiden. Gott entgeht nicht, was ihr tut.  
  86 Diese sind es, die das jetzige Leben dem künftigen vorgezogen haben. Ihre Strafe soll darum nicht gemildert noch soll ihnen sonst Beistand werden. Das sind die, die das diesseitige Leben um den Preis des Jenseits erkauft haben. Ihnen wird (dereinst) keine Straferleichterung gewährt werden, und sie werden keine Hilfe finden. Diese sind es, die das diesseitige Leben um das jenseitige erkauft haben; deshalb wird ihnen die Strafe nicht erleichtert und ihnen nicht geholfen werden. Diese Frevler haben das Jenseits geopfert und dafür das Diesseits erkauft. Die Höllenstrafe, die sie erwartet, wird nicht gelindert werden, und keiner wird ihnen beistehen.  
  87 Wir gaben Moses fürwahr das Buch und ließen Gesandte folgen in seinen Fußstapfen; und Jesus, dem Sohn der Maria, gaben Wir offenkundige Zeichen und stärkten ihn mit dem Geiste der Heiligkeit. Wollt ihr denn, jedesmal da ein Bote zu euch kommt mit dem, was ihr selbst nicht wünschet, hoffärtig sein und einige als Lügner behandeln und andere erschlagen? Wir haben doch (seinerzeit) dem Moses die Schrift gegeben und nach ihm die (weiteren) Gesandten folgen lassen. Und wir haben Jesus, dem Sohn der Maria, die klaren Beweise (baiyinaat) gegeben und ihn mit dem heiligen Geist gestärkt. Aber waret ihr (Juden) denn nicht jedesmal, wenn ein Gesandter euch etwas überbrachte, was nicht nach eurem Sinn war, hochmütig und erklärtet einige für Lügner und erschluget andere? Wahrlich, Wir gaben Moses das Buch und ließen ihm die Gesandten nachfolgen; und Wir gaben Jesus, dem Sohn Marias, die klaren Beweise und unterstützten ihn durch heilige Eingebung. Doch sooft euch ein Gesandter etwas brachte, was euch nicht behagte, waret ihr hochmütig und erklärtet einige für Lügner und erschluget andere! Wir gaben Moses die Thora und ließen ihm andere Gesandte folgen. Jesus, Marias Sohn, gaben Wir leuchtende Beweise und bestimmten den heiligen Geist ihm beizustehen. Wenn immer Gottes Gesandte zu euch mit Botschaften kamen, die euch nicht gefielen, wurdet ihr so von Hochmut gepackt, daß ihr einige für Lügner hieltet und andere ums Leben brachtet.  
  88 Sie sprechen: "Unsere Herzen sind in Hüllen gewickelt." Nein, Allah hat sie verflucht um ihres Unglaubens willen. Gering ist also, was sie glauben. "Und sie sagen: ""Unser Herz ist (eben) unbeschnitten."" Aber nein! Allah hat sie (zur Strafe) für ihren Unglauben verflucht. Darum sind sie so wenig gläubig." "Und sie sagten: ""Unsere Herzen sind unempfindlich."" Aber nein! Allah hat sie wegen ihres Unglaubens verflucht. Darum sind sie wenig gläubig." Sie sagten: "Unsere Herzen sind verschlossen. " Nein! Gott hat sie ihres Unglaubens wegen verdammt und ihren schwachen Glauben weiter geschwächt.  
  89 Und als ihnen ein Buch von Allah zukam, bestätigend das, was sie haben - und sie hatten zuvor um Sieg gefleht über die Ungläubigen -, dennoch, als ihnen zukam, was sie doch kannten, da verwarfen sie es. Darum Allahs Fluch auf die Ungläubigen! Und als (nun) von Allah eine Schrift zu ihnen kam, die das bestätigte, was ihnen (an Offenbarung bereits) vorlag - und vorher baten sie (doch Allah wiederholt) um eine Entscheidung gegen die Ungläubigen -, als nun das, was sie (der Sache nach bereits) kannten, (in einer neuen Offenbarung) zu ihnen kam, da glaubten sie nicht daran. Allahs Fluch komme über die Ungläubigen! Und als zu ihnen ein Buch von Allah kam, das bestätigend, was ihnen vorlag - und zuvor hatten sie (Ihn) um den Sieg angefleht über diejenigen, die ungläubig waren; als aber zu ihnen das kam, was sie schon kannten, da leugneten sie es. Darum laste der Fluch Allahs auf den Ungläubigen! Als ein Buch von Gott zu ihnen kam, das die Thora bestätigte, verleugneten sie es. Früher (wenn sie mit den Ungläubigen in Fehde standen) hatten sie um Sieg über die Ungläubigen gefleht. Als aber zu ihnen kam, was sie bereits wußten, verleugneten sie es. Gott möge die Ungläubigen verfluchen.  
  90 Übel ist das, wofür sie ihre Seelen verkauft haben: daß sie verwerfen sollten, was Allah offenbart hat, aus Wut, weil Allah Seine Huld herabsendet auf wen immer Seiner Diener, der Ihm gefällt. So luden sie (auf sich) Zorn über Zorn; und eine demütigende Strafe wartet der Ungläubigen. Sie haben sich fürwahr auf einen schlechten Handel eingelassen, indem sie an das, was Allah (nun als Offenbarung) herabgesandt hat, nicht glauben, aus (lauter) Auflehnung (dagegen), daß Allah seine Huld herabschickt, auf wen von seinen Dienern er will. So haben sie sich Zorn über Zorn zugezogen. Und die Ungläubigen haben (dereinst) eine erniedrigende Strafe zu erwarten. Schlecht ist das, wofür sie ihre Seelen verkauft haben, indem sie das leugnen, was Allah herabgesandt hat, aus Mißgunst, daß Allah etwas von Seiner Huld herabkommen lasse auf wen von Seinen Dienern Er auch immer will. So haben sie Zorn über Zorn auf sich geladen, und den Ungläubigen wird eine erniedrigende Strafe zuteil sein. Wehe ihnen! Für welch üblen Preis haben sie ihre Seelen verkauft! Sie leugneten die Offenbarung, weil sie aus Neid nicht annehmen konnten, daß Gott dem Seiner Diener Seine Gunst erweist, wem immer Er will. Sie haben sich Gottes doppelten Zorn zugezogen, und entehrende Strafe erwartet die Ungläubigen.  
  91 Und wenn ihnen gesagt wird: "Glaubet an das, was Allah niedersandte", sagen sie: "Wir glauben an das, was auf uns niedergesandt ward"; sie glauben aber nicht an das hernach (Gesandte), obwohl es die Wahrheit ist und das bekräftigt, was sie haben. Sprich: "Warum habt ihr denn immer gewollt, die Propheten Allahs zu erschlagen, wenn ihr Gläubige waret?" "Und wenn man zu ihnen sagt: ""Glaubt (doch) an das, was Allah (nunmehr) herabgesandt hat!"", sagen sie: ""Wir glauben (nur) an das, was (früher) auf uns herabgesandt worden ist."" An das Spätere glauben sie nicht, wo es doch die Wahrheit ist, indem es bestätigt, was ihnen (bereits) vorliegt. Sag: Warum habt ihr denn früher die Propheten Allahs (immer wieder) getötet, wenn (anders) ihr gläubig seid?" "Wenn ihnen gesagt wird: ""Glaubt an das, was Allah herabgesandt hat"", sagen sie: ""Wir glauben an das, was uns herabgesandt wurde"", während sie das leugnen, was danach kam, obgleich es um die Wahrheit geht, die das bestätigt, was in ihrem Besitz ist. Sprich: ""Warum habt ihr also die Propheten Allahs vordem getötet, wenn ihr Gläubige seid?""" Wenn ihnen gesagt wird: "Glaubt an die Offenbarung, die Gott herabgesandt hat!" antworten sie: "Wir glauben nur an das, was uns früher (in der Thora) herabgesandt worden war." Sie leugnen alles andere. Sie leugnen die Wahrheit, die ihre Schrift bestätigt. Sage ihnen: "Warum habt ihr die Propheten Gottes getötet, wenn ihr wirklich an das euch Offenbarte glaubt?"  
  92 Und Moses kam zu euch mit offenbaren Zeichen, ihr aber nahmt euch das Kalb in seiner Abwesenheit, und ihr waret Frevler. Moses war doch (seinerzeit) mit den klaren Beweisen (baiyinaat) zu euch gekommen. Aber dann nachdem er weggegangen war, habt ihr euch in frevelhafter Weise das Kalb (zum Gegenstand eurer Anbetung) genommen. Und Moses war zu euch mit den klaren Beweisen gekommen. Dann nahmt ihr euch das Kalb, nachdem er weggegangen war, und habt unrecht getan. Moses brachte euch deutliche Beweiszeichen, dann betetet ihr in seiner Abwesenheit, ungerecht wie ihr wart, das Kalb an.  
  93 Und (gedenket der Zeit) da Wir einen Bund schlossen mit euch und hoch über euch den Berg erhoben (und sprachen): "Haltet fest an dem, was Wir euch gegeben, und höret"; sie aber sprachen: "Wir hören und wir gehorchen nicht"; und ihre Herzen waren erfüllt vom Kalb, um ihres Unglaubens willen. Sprich: "Schlimm ist das, was euch euer Glaube auferlegt, wenn ihr überhaupt Glauben habt!" "Und (damals) als wir eure Verpflichtung entgegennahmen und den Berg (Sinai) über euch emporhoben (indem wir euch aufforderten:) ""Haltet, was wir euch (als Offenbarung) gegeben haben, fest (in eurem Besitz) und hört (auf die Gebote, die darin verzeichnet sind)!"" Sie sagten: ""Wir hören und sind widerspenstig."" Und sie bekamen (zur Strafe) für ihren Unglauben das Kalb in ihr Herz zu trinken. Sag: Schlimm ist, was euer Glaube euch befiehlt, wenn (anders) ihr gläubig seid." "Und als Wir mit euch einen Bund schlossen und über euch den Berg emporragen ließen: ""Haltet fest an dem, was Wir euch gegeben haben und höret"", da sagten sie: ""Wir hören, doch wir widersetzen uns."" Und sie wurden in ihren Herzen durch das Kalb trunken gemacht um ihres Unglaubens willen. Sprich: ""Schlecht ist das, was euer Glaube euch befiehlt, wenn ihr Gläubige seid.""" Wir schlossen mit euch einen Bund und ließen den Berg hoch über euch emporragen. (Wir ermahnten euch:) "Haltet an der Offenbarung fest, die Wir für euch herabgesandt haben und höret!" Darauf sagten sie: "Wir haben gehört, gehorchen aber nicht." Ihnen liegt der Götzendienst am Kalb tief im Herzen, so ungläubig sind sie. Sage: "Zu welchem Übel führt euch euer Glaube, wenn es wahr wäre, daß ihr wirklich gläubig seid!"  
  94 Sprich: "Wenn die Wohnstatt im Jenseits bei Allah nur für euch ist, unter Ausschluß der anderen Menschen, dann wünschet den Tod, wenn ihr wahrhaft seid." Sag: Wenn die jenseitige Behausung bei Allah in Sonderheit euch (Juden) im Gegensatz zu den (anderen) Menschen zusteht, dann wünscht euch (doch) den Tod (herbei), wenn (anders) ihr die Wahrheit sagt! "Sprich: ""Wenn die Wohnstätte des Jenseits bei Allah nur euch gehört, unter Ausschluß anderer Menschen, dann wünscht euch den Tod, wenn ihr wahrhaftig seid!""" Sprich: "Wenn ihr meint, das Paradies im Jenseits sei euch allein und keinem anderen Menschen vorbehalten, so wünscht euch gleich den Tod, wenn ihr die Wahrheit sagt!"  
  95 Nie aber werden sie ihn wünschen um dessentwillen, was ihre Hände vorausgeschickt haben; und Allah kennt die Frevler wohl. Aber sie werden ihn wegen der früheren Werke ihrer Hände niemals herbeiwünschen. Allah weiß über die Frevler Bescheid. Doch nie werden sie ihn herbeiwünschen wegen dessen, was ihre Hände vorausgeschickt haben, und Allah kennt die Ungerechten. Sie werden sich niemals den Tod wünschen, weil sie ihn ihrer Sünden wegen fürchten. Gott weiß um die Ungerechten.  
  96 Und unter allen Menschen wirst du sie und einige Götzendiener gewiß am gierigsten nach Leben finden. Jeder einzelne von ihnen wünscht, es möchten ihm tausend Jahre Leben gewährt werden, allein selbst die Gewährung (solchen) Lebens hielte die Strafe nicht von ihm fern; und Allah sieht alles, was sie tun. Und du wirst sicher finden, daß sie mehr als die (anderen) Menschen am Leben hängen - auch (mehr) als die Heiden. (Manch) einer von ihnen möchte gern tausend Jahre am Leben bleiben. Aber angenommen, er bleibt (tatsächlich) lang am Leben, so hält ihn das doch nicht von der Strafe fern (die ihn erwartet). Allah durchschaut wohl, was sie tun. Und bestimmt wirst du sie unter allen Menschen am gierigsten nach Leben finden, und mehr noch als diejenigen, die Götzen anbeten. Manch einer von ihnen möchte, daß ihm ein Leben von tausend Jahren gewährt wird; doch er hält sich dadurch von der Strafe nicht fern, (auch) wenn ihm ein hohes Alter gewährt würde. Und Allah sieht wohl, was sie tun. Und bestimmt findest du, daß sie diejenigen Menschen sind, die am meisten am Leben hängen, sie und einige der Heiden. Mancher von ihnen würde sogar wünschen, tausend Jahre zu leben, obwohl ein langes Leben ihn von der Strafe Gottes nicht fernhält. Gott sieht alles, was sie tun.  
  97 Sprich: "Wer immer Gabriels Feind ist - denn er ist es, der es auf Geheiß Allahs hat herabkommen lassen auf dein Herz, Erfüllung dessen, was vordem war, und Führung und frohe Botschaft den Gläubigen -, Sag: Wenn einer dem Gabriel feind ist - und der hat ihn doch mit Allahs Erlaubnis dir ins Herz herabgesandt, als Bestätigung dessen, was (an Offenbarungen) vor ihm da war, und als Rechtleitung und Frohbotschaft für die Gläubigen -, Sprich: "Wer auch immer Gabriel zum Feind nimmt, so hat er ihn (den Qur'aan) doch mit Ermächtigung Allahs in dein Herz herabgesandt als Bestätigung dessen, was vor ihm war, und als Rechtleitung und frohe Botschaft für die Gläubigen." Sage ihnen: "Wer Gabriel anfeindet (feindet Gott an), weil Gabriel gemäß Gottes Willen den Koran als Bestätigung der vorhandenen Heiligen Schriften und als Rechtleitung und frohe Botschaft für die Gläubigen in dein Herz herabsandte.  
  98 Wer immer ein Feind Allahs ist und Seiner Engel, und Seiner Gesandten, und Gabriels, und Michaels, gewiß ist Allah feind (solchen) Ungläubigen." wenn einer Allah und seinen Engeln und Gesandten und dem Gabriel und Michael feind ist, so ist (umgekehrt auch) Allah den Ungläubigen feind. Wer auch immer zum Feind wurde gegen Allah und Seine Engel und Seine Gesandten und Gabriel und Michael, so ist wahrlich Allah den Ungläubigen ein Feind. Wer Gott, Seine Engel, Seine Gesandten, Gabriel und Michael, anfeindet, wisse, daß Gott der Feind aller Ungläubigen ist."  
  99 Wahrlich, Wir haben offenbare Zeichen zu dir hinabgesandt, und niemand versagt ihnen Glauben als die Ungehorsamen. Und wir haben doch (im Koran) klare Zeichen zu dir hinabgesandt. Nur die Frevler glauben nicht daran. Und Wir haben dir gewiß klare Zeichen herabgesandt und niemand leugnet sie außer den Frevlern. Wir haben dir klare Zeichen herabgesandt, die nur die Frevler leugnen.  
  100 Wie! sooft sie einen Bund schlossen, verwarf ihn ein Teil von ihnen! Nein, die meisten von ihnen haben keinen Glauben. Hat denn nicht jedesmal, wenn sie eine Verpflichtung eingingen, ein Teil von ihnen sie verleugnet? Nein! Die meisten von ihnen glauben (eben) nicht. Ist es denn nicht immer so, daß jedesmal, wenn sie ein Bündnis eingegangen sind, ein Teil von ihnen es verwirft? Die meisten von ihnen glauben es doch nicht. So sind sie. Jedesmal, wenn sie einen Pakt schließen, wird er von einigen von ihnen nicht eingehalten. In der Tat sind die meisten unter ihnen keine Gläubigen.  
  101 Und da ein Gesandter Allahs zu ihnen gekommen ist, bestätigend das, was bei ihnen ist, hat ein Teil jener, denen die Schrift gegeben ward, Allahs Buch hinter den Rücken geworfen, als wüßten sie nichts. Und als (schließlich) von Allah ein Gesandter zu ihnen kam, der bestätigte, was ihnen (an Offenbarungen) bereits vorlag, warf ein Teil von denen, die die Schrift erhalten hatten, die Schrift Allahs (achtlos) hinter sich, wie wenn sie von nichts wüßten. Und als nunmehr zu ihnen ein Gesandter von Allah kam, das bestätigend, was in ihrem Besitz ist, da hat ein Teil von ihnen, denen das Buch gegeben wurde, das Buch Allahs hinter ihren Rücken geworfen, als ob sie nichts wüßten. Als ein Gesandter Gottes zu ihnen kam, der die offenbarte Schrift bestätigte, die sie in der Hand haben, mißachteten einige Schriftbesitzer ihre Heilige Schrift und taten so, als wüßten sie nichts davon.  
  102 Und sie (die Juden) folgen, wohin die Aufrührer unter der Herrschaft Salomos gingen; und Salomo war kein Ungläubiger, sondern es waren die Aufrührer, die Ungläubige waren und das Volk Schwarze Magie lehrten. Und was den beiden Engeln in Babel, Hárut und Márut, offenbart ward. Doch diese beiden belehrten keinen, bevor sie nicht sagten: "Wir sind bloß eine Prüfung (von Gott), verwirf (uns) also nicht." So lernten (die Menschen) von ihnen das, was den Mann von seiner Frau trennte, doch sie taten damit niemandem etwas zuleide, es sei denn auf Allahs Gebot; (im Gegenteil) diese Leute lernen das, was ihnen schaden und nichts nützen würde. Und sie wußten sicherlich, daß einer, der sich solches erhandelt, keinen Anteil am Jenseits haben kann; und fürwahr, um Schlimmes verkauften sie ihre Seelen; hätten sie es nur gewußt! "Und sie folgten dem, was die Satane unter der Herrschaft Salomos (den Menschen) vortrugen. Nicht Salomo war ungläubig, sondern die Satane, indem sie die Menschen in der Zauberei unterwiesen. Und (sie folgten dem) was auf die beiden Engel in Babel, Haaruut und Maaruut, (vom Himmel) herabgesandt worden war. Und sie unterwiesen niemanden (in der Zauberei), ohne zu sagen: ""Wir sind nur eine Versuchung (für die Menschen). Werde darum nicht ungläubig! Und so erlernten sie von ihnen das (Mittel), womit man zwischen einem Mann und seiner Gattin ein Zerwürfnis hervorruft. Und sie schädigen damit niemanden, es sei denn mit Allahs Erlaubnis. Und sie erlernten, was ihnen schadet und nicht nützt. Und sie wußten wohl, daß derjenige, der so etwas einhandelt, am Jenseits keinen Anteil hat. Sie haben sich fürwahr auf einen schlechten Handel eingelassen. Wenn sie (es) doch wüßten!" "Und sie folgten dem, was die Satane während der Herrschaft Salomos vortrugen; doch nicht Salomo war ungläubig, sondern die Satane waren ungläubig; sie brachten den Menschen die Zauberei bei sowie das, was den beiden Engeln in Babel, Harut und Marut, herabgesandt wurde. Die beiden jedoch haben niemanden etwas gelehrt, ohne daß sie gesagt hätten: ""Wir sind nur eine Versuchung, so werde nicht ungläubig!"" Und sie lernten von den beiden das, womit man zwischen dem Mann und seiner Gattin Zwietracht herbeiführt. Doch sie fügten damit niemandem Schaden zu, es sei denn mit der Ermächtigung Allahs. Und sie lernten, was ihnen schadet und ihnen nichts nützt. Und doch wußten sie, daß, wer es erkauft, keinen Anteil am Jenseits hat. Schlecht ist das wahrlich, wofür sie ihre Seelen verkauft haben, hätten sie es (nur) gewußt!" Sie glaubten den Mutmaßungen, die die Anhänger Satans über Salomos Herrschaft verbreiteten. Salomo war nicht ungläubig, ungläubig waren die Anhänger Satans, die die Menschen das Zaubern lehrten und ihnen erhaltene Überbleibsel von dem vermittelten, was den Engeln Harût und Marût zu Babel herabgesandt worden war. Harût und Marût pflegten aber jedem, der von ihnen lernen wollte, zu sagen: "Was wir lehren, ist gewiß eine Versuchung. Hüte dich davor, gottlos zu werden!" Doch die Leute lernten von ihnen Dinge, um einen Mann und seine Gattin zu entzweien. Aber sie können doch keinem schaden, es sei denn, Gott verfügt es. So lernten sie von ihnen, was ihnen schadet und keinen Nutzen bringt. Sie wissen genau, daß derjenige, der dieses Übel erwirbt, im Jenseits nichts vorzuweisen hat. Welche schlimme Erwerbung, wofür sie sich verkauft haben. Wenn sie nur wüßten!  
  103 Und wenn sie geglaubt und recht gehandelt hätten, besser wäre gewiß der Lohn von Allah gewesen; hätten sie es nur gewußt! Und wenn sie geglaubt hätten und gottesfürchtig gewesen wären, dann wären sie angesichts der Belohnung, die ihnen von Allah dafür zuteil würde; besser daran. Wenn sie (es) nur wüßten! Hätten sie aber geglaubt und wären gottesfürchtig gewesen, so wäre eine Belohnung (für sie) von Allah besser gewesen, hätten sie es nur gewußt! Hätten sie sich aber zum wahren Glauben bekannt und Gott gefürchtet, hätten sie Gottes Lohn für das Beste gehalten. Hätten sie es nur gewußt!  
  104 O die ihr glaubt, saget nicht: "Sei uns nachsichtig", sondern sagt: "Schaue gnädig auf uns", und höret. Denn den Ungläubigen wird schmerzliche Strafe. "Ihr Gläubigen! Sagt nicht: ""Achte auf uns (raa`inaa)!"", sondern: ""Schau auf uns (unzurnaa)!"" Und hört (auf das, was euch gesagt wird)! Die Ungläubigen haben (dereinst) eine schmerzhafte Strafe zu erwarten." "O ihr, die ihr glaubt, sagt nicht: ""Achte auf uns!"" sondern sagt: ""Schau auf uns!"" und hört (auf den Propheten). Und den Ungläubigen wird eine schmerzliche Strafe zuteil sein." O ihr Gläubigen! Sagt (dem Propheten, wenn er euch die Offenbarung vorträgt,) nicht "râ§inâ" (= achte auf uns!), sondern "unzurna" (= schau auf uns!) (weil die Juden das Wort "râ§inâ" verdrehen)! Hört aufmerksam zu und wißt, daß sich die Ungläubigen, eine qualvolle Strafe zugezogen haben!  
  105 Die da ungläubig sind unter dem Volk der Schrift oder unter den Götzendienern, sie wünschen nicht, daß irgendein Gutes niedergesandt werde auf euch von eurem Herrn; doch Allah erwählt für Seine Gnade, wen Er will; und Allah ist Herr großer Huld. Diejenigen von den Leuten der Schrift und den Heiden, die ungläubig sind, möchten nicht (wahr haben), daß auf euch (Gläubige) etwas Gutes von eurem Herrn (vom Himmel) herabgesandt wird. Aber Allah zeichnet mit seiner Barmherzigkeit aus, wen er will. Er ist voller Huld. Diejenigen, die ungläubig sind unter den Besitzern des Buches und den Götzenanbetern, möchten nicht, daß euch etwas Gutes von eurem Herrn herabgesandt werde, doch Allah zeichnet mit Seiner Barmherzigkeit aus, wen Er will, und Allah besitzt die große Huld. Weder die Ungläubigen unter den Schriftbesitzern noch die Götzendiener haben gern, daß euch von eurem Herrn Gutes offenbart wird. Gott schenkt Seine Gnade wem Er will. Gottes Gabenfülle ist unermeßlich.  
  106 Welches Zeichen Wir auch aufheben oder dem Vergessen anheimgeben, Wir bringen ein besseres dafür oder ein gleichwertiges. Weißt du nicht, daß Allah die Macht hat, alles zu tun, was Er will? Wenn wir einen Vers (aus dem Wortlaut der Offenbarung) tilgen oder in Vergessenheit geraten lassen, bringen wir (dafür) einen besseren oder einen, der ihm gleich ist. Weißt du denn nicht, daß Allah zu allem die Macht hat? Wenn Wir eine Aya aufheben oder der Vergessenheit anheimfallen lassen, so bringen Wir eine bessere als sie oder eine gleichwertige hervor. Weißt du denn nicht, daß Allah Macht über alle Dinge hat? Wenn Wir (einem Gesandten) das wunderbare Zeichen eines vorigen vorenthalten oder es in Vergessenheit geraten lassen, so geben wir ihm ein besseres oder ein ähnliches. Weißt du nicht, daß Gottes Allmacht unermeßlich ist?  
  107 Weißt du nicht, daß die Herrschaft der Himmel und der Erde Allah allein gehört? Und es ist kein Beschützer noch Helfer für euch als Allah. Weißt du denn nicht, daß Allah die Herrschaft über Himmel und Erde hat? Außer ihm habt ihr weder Freund noch Helfer. Weißt du denn nicht, daß Allah die Herrschaft über die Himmel und die Erde gehört? Und außer Allah habt ihr weder Freund noch Helfer. Weißt du nicht, daß Gott die Herrschaft über die Himmel und die Erde gehört und daß ihr außer Gott keinen Helfer und keinen Beschützer habt?  
  108 Wolltet ihr euren Gesandten befragen, wie Moses vordem befragt ward? Wer aber Unglauben in Tausch nimmt für Glauben, der ist schon unzweifelhaft abgeirrt vom rechten Weg. Oder wollt ihr eurem Gesandten ein ähnliches Ansinnen stellen, wie es früher dem Moses gestellt worden ist? Wer den Unglauben gegen den Glauben eintauscht, ist (damit endgültig) vom rechten Weg abgeirrt. Oder wollt ihr euren Gesandten ausfragen, wie früher Moses ausgefragt wurde? Und wer den Unglauben gegen den Glauben eintauscht, der ist gewiß vom rechten Weg abgeirrt. Oder wollt ihr von eurem Gesandten solche Wunder verlangen wie diejenigen, die die Kinder Israels von Moses forderten? Wer den Unglauben gegen den Glauben eintauscht, ist ein Verirrter, der vom geraden Weg abgekommen ist.  
  109 Viele unter dem Volke der Schrift wünschen aus dem Neid ihrer Seelen, daß sie vermöchten, euch, die ihr schon geglaubt, wieder in Ungläubige zu verwandeln, nachdem ihnen doch selbst die Wahrheit deutlich kundgetan ward. Aber vergebt und wendet euch ab (von ihnen), bis Allah Seinen Ratschluß kundtut. Wahrlich, Allah hat die Macht, alles zu tun, was Er will. Viele von den Leuten der Schrift möchten euch gern, nachdem ihr gläubig geworden seid, wieder zu Ungläubigen machen, da sie von sich aus Neid empfinden, nachdem ihnen (als ersten) die Wahrheit (der Offenbarung) klar geworden ist. Aber rechnet es (ihnen) nicht an und seid nachsichtig (und wartet zu), bis Allah mit seiner Entscheidung (amr) kommt! Er hat zu allem die Macht. Viele von den Besitzern des Buches möchten euch, nachdem ihr gläubig geworden seid, gern wieder zu Ungläubigen machen, aus Neid in ihren Seelen, nachdem ihnen die Wahrheit klar gemacht wurde. Doch vergebt und seid nachsichtig, bis Allah Seine Entscheidung ergehen läßt. Wahrlich, Allah hat zu allem die Macht. Viele Schriftbesitzer hegen den Wunsch, euch vom Glauben wieder zum Unglauben zurückzuführen, einfach nur aus Neid gegen euch, nachdem sie die Wahrheit erkannt haben. Verzeiht ihnen! Vergebt ihnen! Und wartet, bis Gottes Wille geschieht! Gottes Allmacht umfaßt alles.  
  110 Verrichtet das Gebet und zahlet die Zakat; und was ihr Gutes für euch voraussendet, das sollt ihr bei Allah wiederfinden. Wahrlich, Allah sieht alles, was ihr tut. Und verrichtet das Gebet (salaat) und gebt die Almosensteuer (zakaat)! Und was ihr für euch (im Erdenleben) vorweg an Gutem tut, das werdet ihr (dereinst) bei Allah vorfinden. Er durchschaut wohl, was ihr tut. Und verrichtet das Gebet und gebt die Zakah, und was ihr für euch an Gutem vorausschickt, das werdet ihr bei Allah vorfinden. Wahrlich! Allah sieht wohl, was ihr tut. Verrichtet das Gebet, und entrichtet die Zakat-Abgaben! Alle guten Werke, die ihr verrichtet, werden von Gott belohnt. Gott sieht alles, was ihr tut.  
  111 Und sie sprechen: "Keiner soll je in den Himmel eingehen, er sei denn ein Jude oder ein Christ." Solches sind ihre eitlen Wünsche. Sprich: "Bringt her euren Beweis, wenn ihr wahrhaftig seid." "Und sie sagen: ""Niemand wird ins Paradies eingehen außer denen, die Juden oder Christen sind."" Das sind (nur) ihre (persönlichen) Wünsche. Sag: Bringt doch euren Beweis vor, wenn (anders) ihr die Wahrheit sagt!" "Und sie sagen: ""Es wird niemand in das Paradies eingehen außer Juden und Christen."" Dies sind Wunschvorstellungen. Sprich: ""Bringt euren Beweis her, wenn ihr wahrhaftig seid!""" Die Juden behaupten, nur wer Jude ist, komme ins Paradies, die Christen, nur wer Christ ist. Das sind ihre Wunschvorstellungen. Sage ihnen: "Bringt eure Beweise vor, wenn ihr die Wahrheit sagt!"  
  112 Nein, wer sich gänzlich Allah unterwirft und Gutes tut, ihm wird sein Lohn bei seinem Herrn. Keine Furcht soll auf solche kommen, noch sollen sie trauern. Aber doch! Wer (auch immer) sich Allah ergibt (aslama) und dabei rechtschaffen ist, dem steht bei seinem Herrn sein Lohn zu. Und sie brauchen (wegen des Gerichts) keine Angst zu haben, und sie werden (nach der Abrechnung am jüngsten Tag) nicht traurig sein. Doch wer sich Allah hingibt und Gutes tut, der hat seinen Lohn bei seinem Herrn; und diese werden weder Angst haben noch werden sie traurig sein. Aber nein! Wer Gott sein Antlitz ergeben zuwendet und gute Werke verrichtet, hat seinen Lohn bei seinem Herrn. Diese brauchen keine Angst zu haben und sollen nicht traurig sein.  
  113 Die Juden sagen: "Die Christen fußen auf nichts"; und die Christen sagen: "Die Juden fußen auf nichts", obwohl sie doch (beide) die Schrift lesen. So, gleich ihrer Rede, sprachen schon die, die keine Kenntnis hatten. Allah aber wird richten unter ihnen am Tage der Auferstehung über das, worin sie uneinig sind. "Die Juden sagen: ""Die Christen entbehren (in ihren Glaubensanschauungen) der Grundlage."" Und die Christen sagen: ""Die Juden entbehren (in ihren Glaubensanschauungen) der Grundlage"". Dabei lesen sie doch (in gleicher Weise) die Schrift. Diejenigen, die kein Wissen haben, sagen dasselbe. Aber Allah wird am Tag der Auferstehung zwischen ihnen entscheiden über das, worüber sie (in ihrem Erdenleben) uneins waren." "Und die Juden sagen: ""Die Christen stützen sich auf nichts"", und die Christen sagen: ""Die Juden stützen sich auf nichts"", wobei sie doch das Buch lesen. Genauso, wie sie reden, redeten auch diejenigen, die kein Wissen besitzen. Allah wird dann am Tag der Auferstehung zwischen ihnen über das richten, worüber sie gestritten haben." Die Juden sagen: "Die Christen haben keinen wahren Glauben." Die Christen sagen: "Die Juden haben keinen wahren Glauben." Dabei berufen sich diese und jene auf die (Heiligen) Schriften. Auch die unwissenden Araber, die die (Heiligen) Bücher nicht kennen, äußern sich ähnlich. Am Jüngsten Tag wird Gott zwischen ihnen über ihre Kontroversen urteilen.  
  114 Und wer ist ungerechter, als wer verhindert, daß Allahs Name verherrlicht werde in Allahs Tempeln, und bestrebt ist, sie zu zerstören? Es ziemte sich nicht für solche, sie anders zu betreten denn in Ehrfurcht. Für sie ist Schande in dieser Welt; und in jener harrt ihrer schwere Strafe. Wer ist frevelhafter als diejenigen, die verwehren, daß in den Kultstätten (masaadschid) Allahs sein Name erwähnt wird, und die eifern, sie zu zerstören? Sie dürfen sie (ihrerseits) nicht betreten, ohne daß sie Angst haben müßten. Im Diesseits wird ihnen Schande zuteil. Und im Jenseits haben sie eine gewaltige Strafe zu erwarten. Wer begeht mehr Unrecht als derjenige, der verhindert, daß in den Gebetsstätten Allahs Sein Name gerufen wird, und der für ihre Zerstörung eifert? Jene dürfen sie nicht anders als in Furcht betreten. Für sie gibt es im Diesseits Schande und im Jenseits wird ihnen eine schwere Strafe zuteil sein. Äußerst ungerecht ist derjenige, der den Menschen verbietet, Gottes Namen in den Gotteshäusern zu huldigen und der sich bemüht, sie zu zerstören. Sie sollten eigentlich die Gebetsstätten gottesfürchtig betreten. Diese Frevler erleiden auf Erden Schmach, und am Jüngsten Tag wird ihnen eine gewaltige Strafe zuteil.  
  115 Allahs ist der Osten und der Westen; wohin immer ihr also euch wendet, dort ist Allahs Angesicht. Wahrlich, Allah ist freigebig, allwissend. Allah gehört der Osten und der Westen. Wohin ihr euch (beim Gebet) wenden möget, da habt ihr Allahs Antlitz vor euch. Er umfaßt (alles) und weiß Bescheid. Und Allah gehört der Osten und der Westen; wo immer ihr euch also hinwendet, dort ist das Antlitz Allahs. Wahrlich, Allah ist Allumfassend, Allwissend. Gottes ist der Osten und der Westen. Wo immer ihr euch hinwendet, ist Gott gegenwärtig. Gott ist allumfassend und allwissend.  
  116 Und sie sagen: "Allah hat Sich einen Sohn zugesellt." Heilig ist Er! Nein, alles in den Himmeln und auf der Erde ist Sein. Ihm sind alle gehorsam. "Und sie sagen: ""Allah hat sich ein Kind zugelegt."" Gepriesen sei er! (Darüber ist er erhaben.) Nein! Ihm gehört (ohnehin alles), was im Himmel und auf Erden ist. Alle (Geschöpfe) sind ihm demütig ergeben." "Und sie sagen: ""Allah hat Sich einen Sohn genommen."" Gepriesen sei Er! Wahrlich, Ihm gehört, was in den Himmeln und auf der Erde ist - alles ist Ihm untertan ," Sie sagen, Gott hätte einen Sohn. Darüber ist Gott erhaben. Ihm gehören Himmel und Erde. Alles folgt Seinem Willen.  
  117 Der Schöpfer der Himmel und der Erde! Wenn Er ein Ding beschließt, so spricht Er nur zu ihm: "Sei!", und es ist. Er ist der Schöpfer von Himmel und Erde. Wenn er eine Sache beschlossen hat, sagt er zu ihr nur: sei!, dann ist sie. "Dem Schöpfer der Himmel und der Erde! Wenn Er eine Sache beschließt, so sagt Er nur zu ihr: ""Sei!"" und sie ist." Schöpfer der Himmel und der Erde ist Gott, der nur sagt: "Es sei!" und so ist es.  
  118 Und die Unwissenden sagen: "Warum spricht Allah nicht zu uns, oder (warum) kommt uns kein Zeichen?" So, gleich ihrer Rede, sprachen schon die, die vor ihnen waren. Ihre Herzen sind einander ähnlich. Wir haben die Zeichen deutlich gemacht für Leute, die fest im Glauben sind. "Diejenigen, die kein Wissen haben, sagen: ""Warum spricht Allah nicht (unmittelbar) zu uns, oder warum kommt uns nicht (wenigstens) ein Zeichen zu?"" Die vor ihnen lebten, haben dasselbe gesagt. Ihre Herzen sind (was die Verstocktheit angeht) einander gleich. Wir haben die Verse klargemacht für Leute, die (von der Wahrheit) überzeugt sind." "Und diejenigen, die kein Wissen besitzen, sagen: ""Warum spricht Allah nicht zu uns oder sendet uns ein Zeichen?"" So, wie sie reden, redeten auch diejenigen vor ihnen. Ihre Herzen sind einander gleich. Wir haben die Ayat klargemacht für Leute mit sicherem Glauben." Die unwissenden Araber sagen: "Wie wäre es, wenn Gott zu uns spräche? Oder wenn zu uns ein sinnfälliges Wunder käme? " So haben auch die Ungläubigen früher geredet. Die Herzen der Ungläubigen ähneln einander. Wir haben die Verse für die Menschen klargemacht, die sich der Wahrheit ergeben.  
  119 Wir haben dich entsandt mit der Wahrheit, als einen Bringer froher Botschaft und einen Warner. Und du wirst nicht zur Rede gestellt werden über die Insassen der Hölle. Wir haben dich mit der Wahrheit (zu deinem Volk) gesandt, als Verkünder froher Botschaft und als Warner. Und über die Insassen des Höllenbrandes wirst du (dereinst) nicht zur Rechenschaft gezogen. Wir haben dich mit der Wahrheit gesandt als Verkünder der frohen Botschaft und Warner, und du bist für die Gefährten der Dschahim nicht verantwortlich. Wir haben dich als Warner und Freudenboten mit der Wahrheit gesandt. Du bist für die Bewohner der Hölle nicht verantwortlich.  
  120 Und weder die Juden werden mit dir zufrieden sein noch die Christen, es sei denn, du folgst ihrem Glauben. Sprich: "Allahs Führung allein ist die Führung." Und wenn du nach der Kenntnis, die dir zuteil geworden, ihren bösen Gelüsten folgst, so wirst du bei Allah weder Freund noch Helfer finden. Die Juden und Christen werden nicht mit dir zufrieden sein, solange du nicht ihrem Bekenntnis folgst. Sag: Die rechte Leitung ist (allein) die von Allah. Solltest du aber nach (all) dem Wissen, das dir (von Allah her) zugekommen ist, ihrer (persönlichen) Neigung folgen (und den wahren Glauben aufgeben), dann hast du Allah gegenüber weder Freund noch Helfer. "Mit dir werden weder die Juden noch die Christen zufrieden sein, bis du ihrem Bekenntnis gefolgt bist. Sprich: ""Die Rechtleitung Allahs ist doch die wahre Rechtleitung."" Und wenn du ihrem Ansinnen folgst, nachdem zu dir das Wissen gekommen ist, so wirst du vor Allah weder Freund noch Helfer haben." Die Juden und die Christen werden mit dir nur dann zufrieden sein, wenn du ihren Glauben annimmst. Sprich: "Gottes Rechtleitung ist die einzig richtige. " Wenn du den Launen dieser Frevler folgen würdest, nachdem dir die Wahrheit gekommen ist, würdest du gegen Gott keinen Beschützer und keinen Helfer finden.  
  121 Sie, denen Wir das Buch gegeben, folgen ihm, wie man ihm folgen sollte; sie sind es, die daran glauben. Die aber nicht daran glauben, das sind die Verlierer. Diejenigen, denen wir die Schrift gegeben haben, und die sie richtig lesen, glauben daran. Diejenigen aber, die nicht daran glauben, haben (Letzten Endes) den Schaden. Diejenigen, denen Wir das Buch gegeben haben, lesen es, wie man es lesen soll. Diese glauben daran. Wer aber daran nicht glaubt - diese sind wahrlich die Verlierenden. Diejenigen Schriftbesitzer, die ihre Heiligen Bücher richtig lesen und verstehen, glauben dann (an den Koran). Diejenigen, die nicht daran glauben, das sind die Verlierer.  
  122 O ihr Kinder Israels! gedenket Meiner Gnade, die Ich euch erwiesen, und daß Ich euch erhob über die Völker. Ihr Kinder Israel! Gedenkt meiner Gnade, die ich euch erwiesen habe, und (denket daran) daß ich euch vor den Menschen in aller Welt (al-`aalamuun) ausgezeichnet habe! O ihr Kinder Israels! Gedenkt Meiner Gnade, die Ich euch gewährt habe, und (denkt daran,) daß Ich euch den Vorrang vor den Völkern gegeben habe. O ihr Kinder Israels! Gedenkt Meiner Gunst, die Ich euch erwies und daß Ich euch damals den Vorzug vor den anderen Menschen gegeben habe!  
  123 Und fürchtet den Tag, da keine Seele als Stellvertreterin dienen soll für eine andere Seele, noch soll Lösegeld von ihr genommen werden, noch Fürbitte ihr frommen; und sie sollen nicht Hilfe finden. Und macht euch darauf gefaßt, (dereinst) einen Tag zu erleben, an dem niemand etwas anstelle eines andern übernehmen kann, und (an dem) von niemandem Lösegeld (das er für sich anzubieten hätte) entgegengenommen wird, und (an dem) Fürbitte niemandem nützt, (einen Tag) an dem sie keine Hilfe finden werden! Und fürchtet den Tag, an dem keine Seele für eine andere etwas übernehmen kann und von ihr weder Lösegeld angenommen noch eine Fürsprache ihr (etwas) nützen wird. Diesen wird kein Beistand zuteil. Fürchtet den (Jüngsten) Tag, an dem keiner einem anderen etwas abnehmen kann, von keinem Ersatz angenommen wird, keinem eine Fürsprache nützt und die Verlierer keine Hilfe finden!  
  124 Und (denket daran) als sein Herr Abraham auf die Probe stellte durch gewisse Gebote, die er erfüllte, da sprach Er: "Ich will dich zu einem Führer für die Menschen machen." (Abraham) fragte: "Und aus meiner Nachkommenschaft?" Er sprach: "Mein Bund erstreckt sich nicht auf die Ungerechten." "Und (damals) als Abraham von seinem Herrn mit Worten auf die Probe gestellt wurde! Und er erfüllte sie. Er sagte: ""Ich will dich zu einem Vorbild (imaam) für die Menschen machen."" Abraham sagte: ""(Bezieh in deine Verheißung) auch Leute von meiner Nachkommenschaft (ein)!"" Allah sagte: ""(Aber) auf die Frevler erstreckt sich mein Bund nicht.""" "Und als Abraham von seinem Herrn durch Worte geprüft wurde und er diese vollbrachte, (da) sprach Er: ""Ich werde dich zu einem Imam für die Menschen machen."" Da bat Abraham: ""Auch von meiner Nachkommenschaft."" Er sprach: ""Mein Versprechen erstreckt sich nicht auf die, die Unrecht tun. """ Einst prüfte Gott Abraham durch Aufgaben, die dieser vollkommen erfüllte. Gott sprach zu ihm: "Ich werde dich zum Vorbild für die Menschen machen. " Abraham sagte: "Können das auch meine Nachkommen werden?" Gott sprach: "Meine Verheißung gilt nicht den Ungerechten."  
  125 Und (gedenket der Zeit) da Wir das Haus zu einem Versammlungsort für die Menschheit machten und zu einer Sicherheit: "Nehmet die Stätte Abrahams als Bethaus an." Und Wir geboten Abraham und Ismael: "Reinigt Mein Haus für die, die (es) umwandeln, und die in Andacht verweilen und die sich beugen und niederfallen (im Gebet)." "Und (damals) als wir das Haus (der Ka`ba) zu einer Stätte der Einkehr für die Menschen und zu einem Ort der Sicherheit machten! Und (wir sagten): ""Macht euch aus dem (heiligen) Platz (maqaam) Abrahams eine Gebetsstätte!"" Und wir verpflichteten Abraham und Ismael (mit den Worten): ""Reinigt mein Haus für diejenigen, die die Umgangsprozession machen und sich dem Kult hingeben, und die sich verneigen und niederwerfen!""" "Und als Wir das Haus zu einem Ort der Einkehr für die Menschen machten sowie zu einer Sicherheit (,sprachen Wir): ""Nehmt euch die Stätte Abrahams zum Gebetsort."" Und Wir haben Abraham und Ismael auferlegt: ""Reinigt Mein Haus für die es Umkreisenden und (sich dorthin) Zurückziehenden, die Sich-Verneigenden und Sich-Niederwerfenden.""" Wir haben die Kaaba zur Zufluchtsstätte und zum sicheren Ort für die Menschen gemacht. Wir sprachen: "Macht euch die Stätte, an der sich Abraham aufhielt, zur Gebetsstätte! " Abraham und Ismael haben Wir verpflichtet: "Ihr sollt Mein Haus für die Andächtigen reinhalten, die es umschreiten oder sich darin zurückziehen, die vor Gott knien und sich niederwerfen."  
  126 Und (denket daran) als Abraham sprach: "Mein Herr, mache dies zu einer Stadt des Friedens und versorge mit Früchten die unter ihren Bewohnern, die an Allah und den Jüngsten Tag glauben", da sprach Er: "Und auch dem, der nicht glaubt, will Ich einstweilen Wohltaten erweisen; dann will Ich ihn in die Pein des Feuers treiben, und das ist eine üble Bestimmung." "Und (damals) als Abraham sagte: ""Herr! Mach dies zu einer sicheren Ortschaft und beschere ihren Einwohnern Früchte - denen von ihnen, die an Allah und den jüngsten Tag glauben!"" Allah sagte: ""Wer aber ungläubig ist, den lasse ich (die Güter dieser Welt) ein wenig genießen. Hierauf weise ich ihn unweigerlich in die Strafe des Höllenfeuers ein - ein schlimmes Ende!""" "Und als Abraham sagte: ""Mein Herr, mach dies zu einem sicheren Ort und gib Früchte den dort Wohnenden, wer von ihnen an Allah und den Jüngsten Tag glaubt"", sagte Er: ""Auch den, der ungläubig ist, werde Ich für kurze Zeit versorgen, alsdann ihn ausliefern der Bestrafung des Feuers; und welch ein schlechtes Los ist das!""" Einst sprach Abraham: "Herr! Mache diese Stadt sicher und gewähre ihren Einwohnern Früchte, sofern sie an Gott und den Jüngsten Tag glauben!" Gott sprach: "Die Ungläubigen lasse Ich auf Erden kurz genießen, dann zwinge Ich sie am Jüngsten Tag zur Höllenstrafe. Welch schlimmes Ende!"  
  127 Und (gedenket der Zeit) da Abraham und Ismael die Grundmauern des Hauses errichteten (indem sie beteten): "Unser Herr, nimm (dies) an von uns; denn Du bist der Allhörende, der Allwissende. "Und (damals) als Abraham die Grundmauern - die des Hauses (der Ka`ba) - aufführte, (er) und Ismael (und zu Allah betete): ""Herr (rabbanaa)! Nimm (es) von uns an! Du bist der, der (alles) hört und weiß." "Und als Abraham mit Ismael die Grundmauern des Hauses errichtete (, sagte er): ""Unser Herr, nimm von uns an; denn wahrlich, Du bist der Allhörende, der Allwissende." Abraham und Ismael legten den Grundstein des Heiligen Hauses und beteten: "Unser Herr, nimm es von uns an! Du hörst alles und bist der Allwissende.  
  128 Unser Herr, mache uns beide Dir ergeben und (mache) aus unserer Nachkommenschaft eine Schar, die Dir ergeben sei. Und weise uns unsere Wege der Verehrung, und kehre Dich gnädig zu uns; denn Du bist der oft gnädig Sich Wendende, der Barmherzige. Und mach, Herr, daß wir (beide) dir ergeben (muslim) sind, und (mach) Leute aus unserer Nachkommenschaft zu einer dir ergebenen Gemeinde! Und zeig uns unsere Riten (wa-arinaa manasikanaa)! Und wende dich uns (gnädig) wieder zu! Du bist ja der Gnädige (tauwaab) und Barmherzige. Und, unser Herr, mach uns Dir ergeben und aus unserer Nachkommenschaft eine Gemeinde, die Dir ergeben ist. Und zeige uns, wie wir Dich anbeten sollen und wende uns Deine Gnade wieder zu; denn wahrlich, Du bist der gnädig Sich-wieder-Zuwendende, der Barmherzige. Gott, unser Herr, mache, daß wir Dir ergeben sind! Aus unseren Nachkommen mache ein rechtschaffenes, Dir ergebenes Volk! Lehre uns, mit welchen Riten wir Dir dienen sollen und vergib uns! Du bist der Allvergebende, der Barmherzige.  
  129 Unser Herr, erwecke unter ihnen einen Gesandten aus ihrer Mitte, der ihnen Deine Zeichen verkünde und sie das Buch und die Weisheit lehre und sie reinige; gewiß, Du bist der Allmächtige, der Allweise." "Und laß, Herr, unter ihnen einen Gesandten aus ihren eigenen Reihen auftreten, der ihnen deine Verse verliest, sie die Schrift und die Weisheit lehrt und sie (von der Unreinheit des Heidentums) läutert! Du bist der Mächtige und Weise.""" "Und, unser Herr, erwecke unter ihnen einen Gesandten aus ihrer Mitte, der ihnen Deine Worte verliest und sie das Buch und die Weisheit lehrt und sie läutert; denn wahrlich, Du bist der Allmächtige, der Allweise.""" Unser Herr, schicke unseren Nachkommen einen Gesandten aus ihrer Mitte, der ihnen Deine offenbarten Verse vorträgt, sie das Heilige Buch und die Weisheit lehrt und sie läutert! Du bist der Allmächtige, der Allweise."  
  130 Und wer wird sich abwenden von dem Glauben Abrahams, es sei denn einer, der sich betört? Ihn erwählten Wir in dieser Welt, und im Jenseits wird er gewiß unter den Rechtschaffenen sein. Wer anders könnte die Religion (milla) Abrahams verschmähen als einer, der selber töricht ist? Wir haben ihn doch im Diesseits auserwählt. Und im Jenseits gehört er zu den Rechtschaffenen (as-saalihiena). Und wer verschmäht den Glauben Abrahams außer dem, der sich selbst zum Toren macht? Denn Wir hatten ihn bereits im Diesseits auserwählt, und im Jenseits wird er gewiß unter den Rechtschaffenen sein. Von der Lehre Abrahams würde sich nur der abwenden, der sich zum Törichten macht. Im Diesseits hatten Wir ihn auserkoren, und im Jenseits gehört er gewiß zu den Rechtschaffenen.  
  131 Als sein Herr zu ihm sprach: "Ergib dich", da sagte er: "Ich habe mich ergeben dem Herrn der Welten." "(Damals) als sein Herr zu ihm sagte: ""Ergib dich!"" Abraham sagte: ""Ich habe mich dem Herrn der Menschen in aller Welt (al-`aalamuun) ergeben.""" "Als sein Herr zu ihm sagte: ""Ergib dich!"" sagte er: ""Ich ergebe mich dem Herrn der Welten.""" Als sein Herr zu ihm sprach: "Ergib dich Mir!" sagte er: "Ich ergebe mich dem Herrn der Welten!"  
  132 Und ebenso beschwor Abraham - und Jakob - seine Söhne: "O meine Söhne, in Wahrheit hat Allah (diesen) Glauben für euch erwählt; sterbet also nicht, außer ihr seid Gottergebene." "Und Abraham befahl es seinen Söhnen an, (er) und Jakob (mit den Worten): ""Söhne! Allah hat euch eine auserlesene Religion (dien) gegeben. Ihr dürft ja nicht sterben, ohne (Allah) ergeben (muslim) zu sein." "Und Abraham befahl es seinen Söhnen an und ebenso Jakob: ""Meine Söhne, Allah hat für euch die Religion auserwählt, deshalb sterbt nicht anders als (Allah) ergeben zu sein.""" Abraham empfahl seinen Kindern, den wahren Glauben zu befolgen. Dasselbe tat Jakob, der seinen Kindern sagte: "Gott hat euch diese Religion ausgewählt. Bevor der Tod euch dahinrafft, müßt ihr (an Gott allein glauben und) euch Ihm ergeben."  
  133 Waret ihr zugegen, als der Tod Jakob nahte? Da er zu seinen Söhnen sprach: "Was werdet ihr nach mir anbeten?", antworteten sie: "Wir werden anbeten deinen Gott, den Gott deiner Väter - des Abraham, des Ismael und des Isaak -, den Einigen Gott; und Ihm ergeben wir uns." "Oder waret ihr (vielleicht) Zeugen, als es mit Jakob aufs Sterben ging (so daß ihr glaubwürdig darüber aussagen könntet)? (Damals) als er zu seinen Söhnen sagte: ""Wem werdet ihr dienen, wenn ich (einmal) nicht mehr da bin?"" Sie sagten: ""Dem Gott von dir und deinen Vätern Abraham, Ismael und Isaak als einem einzigen Gott. Ihm sind wir ergeben (muslim).""" "Waret ihr etwa Zeugen, als Jakob im Sterben lag. Als er zu seinen Söhnen sagte: ""Wem werdet ihr dienen, wenn ich weg bin?"" sagten sie: ""Wir dienen deinem Gott, dem Gott deiner Väter Abraham, Ismael und Isaak, dem Einzigen Gott, und Ihm sind wir ergeben.""" Oder seid ihr etwa anwesend gewesen, als der sterbende Jakob seinen Kindern sagte: "Wem werdet ihr nach meinem Tod dienen?" Sie sprachen: "Wir werden deinem Gott dienen, dem Gott deiner Vorfahren Abraham, Ismael und Isaak, dem einzigen Gott. Ihm sind wir ergeben."  
  134 Jenes Volk ist nun dahingefahren; ihnen ward nach ihrem Verdienst, und euch wird nach eurem Verdienst, und ihr sollt nicht befragt werden nach ihren Taten. Das ist eine Gemeinschaft, die der Vergangenheit angehört. Ihr kommt (dereinst bei der Vergeltung) zu, was sie (seinerzeit) begangen hat. Und euch (Vertretern einer späteren Generation) kommt zu, was ihr (eurerseits) begangen habt. Und über das, was sie getan haben, werdet ihr (dereinst) nicht zur Rechenschaft gezogen. Dies ist eine Gemeinde der Vergangenheit; ihr wird zuteil, was sie sich erworben hat, und euch wird zuteil, was ihr euch erworben habt. Und ihr werdet nicht für das verantwortlich sein, was jene getan haben. Das sind Menschen, die einst gelebt haben. Sie sind verantwortlich für ihre Werke, und ihr habt eure Werke, für die ihr verantwortlich seid. Ihr werdet nicht wegen ihrer Taten zur Rechenschaft gezogen.  
  135 Und sie sprechen: "Werdet Juden oder Christen, auf daß ihr rechtgeleitet seiet." Sprich: "Nein, (folget) dem Glauben Abrahams, des Aufrichtigen; er war keiner der Götzendiener." "Und sie sagen: ""Ihr müßt Juden oder Christen sein, dann seid ihr rechtgeleitet."" Sag: Nein! (Für uns gibt es nur) die Religion (milla) Abrahams, eines Haniefen - er war kein Heide!" "Und sie sagen: ""Seid ihr Juden oder Christen, dann werdet ihr rechtgeleitet sein."" Sprich: ""Nein! (Wir befolgten) die Religion Abrahams, der rechtgläubig war und nicht den Götzenanbetern angehörte.""" Die Juden sagen: "Seid Juden, so geht ihr den richtigen Weg! " Die Christen sagen: "Seid Christen, so geht ihr den richtigen Weg!" Sage du ihnen: "Eher sollte man sich zum reinen Glauben Abrahams bekennen, der Gott nichts beigesellte."  
  136 Sprecht: "Wir glauben an Allah und was zu uns herabgesandt worden, und was herabgesandt ward Abraham und Ismael und Isaak und Jakob und (seinen) Kindern, und was gegeben ward Moses und Jesus, und was gegeben ward (allen andern) Propheten von ihrem Herrn. Wir machen keinen Unterschied zwischen ihnen; und Ihm ergeben wir uns." "Sagt: ""Wir glauben an Allah und (an das), was (als Offenbarung) zu uns, und was zu Abraham, Ismael, lsaak, Jakob und den Stämmen (Israels) herabgesandt worden ist, und was Moses und Jesus und die Propheten von ihrem Herrn erhalten haben, ohne daß wir bei einem von ihnen (den anderen gegenüber) einen Unterschied machen. Ihm sind wir ergeben (muslim).""" "Sprecht: ""Wir glauben an Allah und an das, was uns herabgesandt worden ist, und was Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und den Stämmen (Israels) herabgesandt wurde, und was Moses und Jesus gegeben wurde, und was den Propheten von ihrem Herrn gegeben worden ist. Wir machen zwischen ihnen keinen Unterschied, und Ihm sind wir ergeben.""" Sagt: "Wir glauben an Gott, an den uns herabgesandten Koran, an die Offenbarungen, die Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und Jakobs Kindern herabgesandt wurden, an das, was Moses, Jesus und den Propheten offenbart wurde. Wir machen keinen Unterschied zwischen den Propheten, und wir ergeben uns Gott allein."  
  137 Und wenn sie glauben, wie ihr geglaubt habt; dann sind sie rechtgeleitet; kehren sie jedoch um, dann bringen sie Spaltung, aber Allah wird dir sicherlich genügen gegen sie, denn Er ist der Allhörende, der Allwissende. Und wenn sie an das gleiche glauben wie ihr, sind sie rechtgeleitet. Wenn sie sich aber abwenden, sind sie eben in der Opposition. Doch Allah wird dir (als Helfer) gegen sie genügen. Er ist der, der (alles) hört und weiß. Wenn sie so glauben, wie ihr glaubt, dann werden sie rechtgeleitet sein; wenn sie sich aber abwenden, so sind sie nur in Abspaltung geraten. Doch Allah wird dir wider sie genügen, und Er ist der Allhörende, der Allwissende. Wenn sie an das glauben, woran ihr glaubt, dann haben sie den richtigen Weg eingeschlagen. Wenn sie sich davon abwenden, so bleiben sie mit euch im Streit. Gott wird dich vor ihnen beschützen. Gott hört alles, und Er ist der Allwissende.  
  138 (Sprich:) "Allahs Religion (wollen wir annehmen); und wer ist ein besserer (Lehrer) im Glauben als Allah? Ihn allein verehren wir." Die Religion (sibgha) Allahs! Wer hätte eine bessere Religion als Allah! Ihm dienen wir. Dies ist die Weisung Allahs, und wer hat eine schönere Weisung als Allah! Und Ihm dienen wir. Das ist Gottes Rechtleitung. Kann es eine bessere geben? Wir dienen Ihm allein.  
  139 Sprich: "Wollt ihr mit uns streiten über Allah, obwohl Er unser Herr ist und euer Herr? Und für uns sind unsere Werke und für euch eure Werke; und Ihm allein sind wir treu. Sag (zu den Leuten der Schrift): Wollt ihr mit uns über Allah streiten? Er ist doch (gleichermaßen) unser und euer Herr. Uns kommen (bei der Abrechnung) unsere Werke zu, und euch die euren. Wir sind ganz auf ihn eingestellt (mukhlis). "Sprich: ""Wollt ihr etwa mit uns über Allah streiten, wo Er unser Herr und euer Herr ist? Doch wir haben unsere Taten und ihr habt eure Taten, und Ihm sind wir aufrichtig zugetan." Sprich: "Führt ihr mit uns Streitgespräche über Gott? Er ist unser Gott und euer Gott. Wir haben unsere Werke, für die wir verantwortlich sind, und ihr habt eure, für die ihr verantwortlich seid. Gott sind wir treu."  
  140 Oder wollt ihr sagen, Abraham und Ismael und Isaak und Jakob und (seine) Kinder waren Juden oder Christen?" Sprich: "Wißt ihr es besser oder Allah?" Und wer ist ungerechter, als wer das Zeugnis verhehlt, das er von Allah hat? Und Allah ist nicht achtlos eures Tuns. Oder wollt ihr (vielleicht) sagen, Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und die Stämme (Israels) seien Juden oder Christen gewesen? Sag: Wißt ihr besser Bescheid, oder Allah? Wer aber ist frevelhafter als derjenige, der eine Zeugenaussage über einen ihm von Allah eröffneten Sachverhalt unterschlägt? Allah gibt wohl acht auf das, was ihr tut. "Oder wollt ihr etwa sagen, daß Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und die Stämme (Israels) Juden oder Christen waren?"" Sprich: ""Wisset ihr es besser oder Allah?"" Und wer ist ungerechter als derjenige, der ein Zeugnis verbirgt, das er von Allah erhalten hat! Und Allah ist dessen nicht achtlos, was ihr tut." Ihr sagt: "Abraham, Ismael, Isaak, Jakob und Jakobs Kinder waren Juden oder Christen. " Sprich: "Wißt ihr besser darum als Gott?" Niemand tut mehr Unrecht als derjenige, der ein Zeugnis über die von Gott offenbarte Wahrheit geheimhält. Gott entgeht nichts von euren Taten.  
  141 Jenes Volk ist nun dahingefahren; ihnen ward nach ihrem Verdienst, und euch wird nach eurem Verdienst; und ihr sollt nicht befragt werden nach ihren Taten. Das ist eine Gemeinschaft, die der Vergangenheit angehört. Ihr kommt (dereinst) zu, was sie (seinerzeit) begangen hat. Und euch (Vertretern einer späteren Generation) kommt zu, was ihr (eurerseits) begangen habt. Über das, was sie getan haben, werdet ihr (dereinst) nicht zur Rechenschaft gezogen. Dies ist eine Gemeinde der Vergangenheit; ihr wird zuteil, was sie sich erworben hat, und euch wird zuteil, was ihr euch erworben habt. Und ihr werdet nicht für das verantwortlich sein, was jene getan haben. Das sind Menschen, die einst gelebt haben! Sie sind verantwortlich für ihre Werke, und ihr habt eure Werke, für die ihr verantwortlich seid. Ihr werdet nicht wegen ihrer Taten zur Rechenschaft gezogen.  
  142 Die Toren unter dem Volk werden sprechen: "Was hat sie abwendig gemacht von ihrer Qibla, die sie befolgten?" Sprich: "Allahs ist der Osten und der Westen. Er leitet, wen Er will, auf den geraden Weg." "Die Toren unter den Leuten werden sagen: ""Was hat sie von der Gebetsrichtung (qibla), die sie (bisher) eingehalten hatten, abgebracht?"" Sag: Allah gehört der Osten und der Westen. Er führt, wen er will, auf einen geraden Weg." "Die Toren unter den Menschen werden sagen: ""Was hat sie bewogen, sich von ihrer Qibla abzuwenden, nach der sie sich bisher gerichtet hatten?"" Sprich: ""Allah gehört der Osten und der Westen; Er leitet, wen Er will, zu einem geraden Weg.""" Die Törichten unter den Leuten werden sagen: "Was hat sie veranlaßt, ihre Gebetsrichtung zu ändern?" Sprich: "Gott gehört der Osten wie der Westen. Er leitet wen Er will auf den geraden Weg."  
  143 Und so machten Wir euch zu einem erhabenen Volke, daß ihr Wächter sein möchtet über die Menschen, und der Gesandte möge ein Wächter sein über euch. Und Wir setzten die Qibla, die du befolgt hast, nur ein, damit Wir den, der dem Gesandten folgt, unterscheiden möchten von dem, der sich auf seinen Fersen umdreht. Und das ist freilich schwer, außer für jene, denen Allah den Weg gewiesen hat. Und Allah will euren Glauben nicht fruchtlos sein lassen. Wahrlich, Allah ist barmherzig, gnädig gegen die Menschen. Und so haben wir euch (Muslime) zu einer in der Mitte stehenden Gemeinschaft gemacht, damit ihr Zeugen über die (anderen) Menschen seiet und der Gesandte über euch Zeuge sei. Und wir haben die Gebetsrichtung, die du (bisher) eingehalten hast, nur eingesetzt, um (die Leute auf die Probe zu stellen und) zu unterscheiden, wer dem Gesandten folgt, und wer eine Kehrtwendung vollzieht (und abtrünnig wird). Es ist zwar schwer (was man von den Leuten verlangt), aber nicht für diejenigen, die Allah rechtgeleitet hat. Allah kann unmöglich zulassen, daß ihr umsonst geglaubt habt. Er ist gegen die Menschen mitleidig und barmherzig. Und so machten Wir euch zu einer Gemeinde von redlicher Gesinnung, auf daß ihr Zeugen seiet über die Menschen und auf daß der Gesandte Zeuge sei über euch. Und Wir haben die Qibla, nach der du dich bisher gerichtet hattest, nur gemacht, damit Wir denjenigen, der dem Gesandten folgt, von demjenigen unterscheiden, der auf seinen Fersen eine Kehrtwendung macht; und dies war wahrlich schwer, außer für diejenigen, die Allah rechtgeleitet hat. Und es ist nicht Allah, Der euren Glauben verloren gehen läßt; wahrlich, Allah ist gegenüber den Menschen Mitleidig, Barmherzig. Wir haben euch zu einem gemäßigten, rechtschaffenen Volk gemacht, damit ihr gerecht über die früheren Glaubensrichtungen urteilen könnt. Gottes Gesandter leitet euch und ist Zeuge eurer Taten. Wir haben die frühere Gebetsrichtung vorgeschrieben, damit Wir die Menschen prüfen, wer dem Gottesgesandten willig folgt und wer sich von ihm abwendet. Das Gebot (gen Jerusalem, Bait-al-maqdis zu beten) war für euch sehr schwer. Nur diejenigen, die Gott rechtgeleitet hat (waren ihm gewachsen). Gott wird euren Glauben nicht unbelohnt lassen, ist doch Gott unendlich gütig und barmherzig.  
  144 Wir sehen dich oft dein Antlitz gen den Himmel wenden; sicherlich werden Wir dann dich nach der Qibla kehren lassen, die dir gefällt. So wende dein Antlitz gegen die Heilige Moschee; und wo immer ihr seid, wendet euer Antlitz gegen sie. Und die, denen das Buch gegeben ward, sie wissen wohl, daß dies die Wahrheit von ihrem Herrn ist; und Allah ist nicht uneingedenk ihres Tuns. Wir sehen, daß du unschlüssig bist, wohin am Himmel du dich (beim Gebet) mit dem Gesicht wenden sollst. Darum wollen wir dich (jetzt) in eine Gebetsrichtung weisen, mit der du gern einverstanden sein wirst: Wende dich mit dem Gesicht in Richtung der heiligen Kultstätte (in Mekka)! Und wo immer ihr (Gläubigen) seid, da wendet euch mit dem Gesicht in dieser Richtung! Diejenigen, die die Schrift erhalten haben, wissen, daß es die Wahrheit ist (und) von ihrem Herrn (kommt). Und Allah achtet sehr wohl auf das, was sie tun. Wir sehen, wie dein Gesicht sich dem Himmel suchend zukehrt, und Wir werden dich nun zu einer Qibla wenden, mit der du zufrieden sein wirst. So wende dein Gesicht in Richtung der heiligen Moschee, und wo immer ihr auch seid, wendet eure Gesichter in ihre Richtung. Diejenigen, denen das Buch gegeben wurde, wissen bestimmt, daß es die Wahrheit von ihrem Herrn ist. Und Allah ist dessen nicht achtlos, was sie tun. Wir sehen, wie du dein Antlitz zum Himmel wendest. Nun wenden Wir dich zu einer Gebetsrichtung, Qibla, die dir gefällt. Richte dein Antlitz beim Gebet in Richtung der Heiligen Moschee! Ihr sollt, wo immer ihr seid, euer Antlitz dorthin wenden. Die Schriftbesitzer wissen, daß es ein wahres Gebot Gottes ist (und daß jedes Volk eine ihm gemäße Gebetsrichtung bekommt). Gott entgeht nichts von ihren Taten.  
  145 Und brächtest du denen, welchen die Schrift gegeben ward, auch jegliches Zeichen, sie würden nie deiner Qibla folgen; und auch du könntest nicht ihrer Qibla folgen, noch würde ein Teil von ihnen der Qibla anderer folgen. Folgtest du aber nach allem, was dir an Kenntnis zuteil ward, doch ihren Wünschen, dann wärest du wahrlich unter den Ungerechten. Du magst denen, die die Schrift erhalten haben jedes (nur denkbare) Zeichen (als Beweis für deine Wahrhaftigkeit vor) bringen. Sie schließen sich (trotzdem) nicht deiner Gebetsrichtung an. Und du schließt dich deinerseits (auch) nicht der ihren an. Sie schließen sich (ja) nicht (einmal) untereinander der gleichen Gebetsrichtung an. Aber wenn du nach (all) dem Wissen, das dir (von Allah her) zugekommen ist, ihrer (persönlichen) Neigung folgst, gehörst du zu den Frevlern. Doch, wenn du denjenigen, denen das Buch gegeben wurde, alle Beweise brächtest, würden sie deine Qibla nicht befolgen. Und du befolgst ihre Qibla nicht; sie befolgen ja selbst untereinander ihre jeweilige Qibla nicht. Doch solltest du ihrem Ansinnen folgen nach dem, was dir an Wissen zugekommen ist, so würdest du bestimmt zu denen gehören, die Unrecht tun. Du könntest den Schriftbesitzern so viele leuchtende Beweise vorlegen, wie du willst, sie würden deine Gebetsrichtung nicht annehmen. Du auch wirst ihre Gebetsrichtung nicht annehmen. Keiner nimmt die Gebetsrichtung einer anderen Religion an. Sollte jemand den Launen dieser Widersacher folgen, nachdem ihm die Wahrheit vermittelt worden ist, so begeht er Unrecht.  
  146 Die, denen Wir die Schrift gegeben, erkennen sie, wie sie ihre Söhne erkennen; sicherlich aber verhehlen manche unter ihnen wissentlich die Wahrheit. Diejenigen, denen wir die Schrift gegeben haben, kennen sie (so gut), wie sie ihre Söhne kennen. Aber zum Teil verheimlichen sie die Wahrheit, während sie (doch um sie) wissen. Diejenigen, denen Wir das Buch gegeben haben, kennen es, wie sie ihre eigenen Söhne kennen; und dennoch verbergen einige von ihnen die Wahrheit, wo sie (sie) doch kennen. Die Schriftbesitzer kennen die Wahrheit deiner Botschaft, wie sie ihre Kinder kennen. Einige unter ihnen verbergen jedoch wissentlich die Wahrheit.  
  147 Die Wahrheit ist es von deinem Herrn; sei darum nicht der Zweifler einer. (Es ist) die Wahrheit (die) von deinem Herrn (kommt). Du darfst ja nicht daran zweifeln. Dies ist die Wahrheit von deinem Herrn, darum sei nicht einer von denen, die daran zweifeln. Die Wahrheit ist das, was Gott dir offenbart. Daran dürft ihr nicht zweifeln.  
  148 Und jeder hat ein Ziel, nach dem er strebt; wetteifert daher miteinander in guten Werken. Wo immer ihr seid, Allah wird euch zusammenführen. Allah hat die Macht, alles zu tun, was Er will. Jeder hat eine Richtung, auf die er eingestellt ist (je nachdem er Jude, Christ oder Muslim ist). Wetteifert nun nach den guten Dingen! Wo immer ihr sein werdet (wenn das Ende über euch kommt), Allah wird euch (am jüngsten Tag) allesamt beibringen. Er hat zu allem die Macht. Jeder hat eine Richtung, der er sich zuwendet. So wetteifert miteinander in guten Werken. Wo immer ihr auch seid, Allah wird euch allesamt zusammenführen; wahrlich, Allah hat Macht über alle Dinge. Jeder Glaubensangehörige hat seine Gebetsrichtung, der er sich zuwendet. Wetteifern sollt ihr um die guten Werke. Wo immer ihr auch seid, zum Jüngsten Gericht wird Gott euch alle zusammenführen. Gottes Allmacht ist unermeßlich.  
  149

Und woher immer du kommst, richte dein Antlitz auf die Heilige Moschee; denn dies ist sonder Zweifel die Wahrheit von deinem Herrn. Und Allah ist nicht uneingedenk eures Tuns.

Und von wo (immer) du herkommst, da wende dich (beim Gebet) mit dem Gesicht in Richtung der heiligen Kultstätte (in Mekka)! Es ist wirklich die Wahrheit (die) von deinem Herrn (kommt). Allah achtet sehr wohl auf das, was ihr tut.

Und von wo du auch herkommst, wende dein Gesicht in Richtung der heiligen Moschee; denn dies ist gewiß die Wahrheit von deinem Herrn. Und Allah ist dessen nicht achtlos, was ihr tut.

Wo immer du herkommst, sollst du dein Antlitz in Richtung der Heiligen Moschee wenden! Das ist die Wahrheit von deinem Herrn. Gott entgeht nichts von dem, was ihr tut.

 
  150 Und woher immer du kommst, richte dein Antlitz auf die Heilige Moschee; und wo immer ihr seid, kehret euer Antlitz gegen sie, damit die Menschen keinen Einwand haben wider euch, ausgenommen die Ungerechten unter ihnen - doch fürchtet nicht sie, fürchtet Mich -, damit Ich Meine Gnade gegen euch vollenden kann und auf daß ihr rechtgeleitet sein möget. Und wo (immer) du herkommst, da wende dich (beim Gebet) mit dem Gesicht in Richtung der heiligen Kultstätte (in Mekka)! Und wo immer ihr (Gläubigen) seid, da wendet euch mit dem Gesicht in dieser Richtung! (Dies schreibe ich euch vor) damit die Leute keinen Beweisgrund gegen euch haben - mit Ausnahme derer von ihnen, die Frevler sind. Nicht sie sollt ihr fürchten sondern mich. Und (ich schreibe euch dies vor) damit ich meine Gnade an euch vollende, und (damit) ihr euch vielleicht würdet rechtleiten lassen. Und von wo du auch herkommst, wende dein Gesicht in Richtung der heiligen Moschee. Und wo immer ihr auch seid, wendet eure Gesichter in ihre Richtung, damit die Menschen keinen Beweisgrund gegen euch haben - außer denjenigen unter ihnen, die unrecht tun; so fürchtet nicht sie, sondern fürchtet Mich. Und damit Ich Meine Gnade an euch vollende und damit ihr euch vielleicht werdet rechtleiten lassen. Wo immer du herkommst, sollst du dein Antlitz in Richtung der Heiligen Moschee wenden! Wo immer ihr seid, wendet euch mit dem Antlitz dorthin! Kein Mensch sollte deswegen ein Argument gegen euch haben. Ihr dürft vor den Ungerechten keine Furcht haben. Mich allein habt ihr zu fürchten. Meine Gunst werde Ich an euch vollenden, auf daß ihr den rechten Weg finden möget.  
  151 Genau so wie Wir zu euch schickten aus eurer Mitte einen Gesandten, der euch Unsere Zeichen ansagt und euch reinigt, euch das Buch lehrt und die Weisheit und euch das lehrt, was ihr nicht wußtet. Wir haben ja auch einen Gesandten aus euren eigenen Reihen unter euch auftreten lassen, der euch unsere Verse verliest, euch von der Unreinheit des Heidentums) läutert, euch die Schrift und die Weisheit lehrt und euch (überhaupt) lehrt, was ihr (bisher) nicht wußtet. Wie Wir auch unter euch einen Gesandten aus eurer Mitte erstehen ließen, der euch Unsere Verse verliest und euch läutert und euch das Buch und die Weisheit lehrt und euch lehrt, was ihr nicht wußtet, Wir haben einen unter euch auserkorenen Gesandten zu euch geschickt, der euch Unsere offenbarten Verse vorträgt, euch läutert, euch das Buch, die Weisheit und ein Wissen lehrt, das ihr vorher nicht hattet.  
  152 Darum gedenket Mein, Ich will euer gedenken; und danket Mir und seid nicht undankbar gegen Mich. So gedenkt meiner, damit (auch) ich euer gedenke, und seid mir dankbar und nicht undankbar! so gedenkt also Meiner, damit Ich euer gedenke; und seid Mir dankbar und verleugnet Mich nicht. Gedenket Meiner, so gedenke Ich euer! Dankt Mir, und hütet euch davor, Mir undankbar zu sein!  
  153 O die ihr glaubt, sucht Hilfe in Geduld und Gebet; Allah ist mit den Standhaften. Ihr Gläubigen! Sucht Hilfe in der Geduld und im Gebet (salaat)! Allah ist mit denen, die geduldig sind. O ihr, die ihr glaubt, sucht Hilfe in der Geduld und im Gebet; wahrlich Allah ist mit den Geduldigen. O ihr Gläubigen! Ihr sollt aus Geduld und Gebet Hilfe schöpfen. Gott ist mit den Geduldigen.  
  154 Und sagt nicht von denen, die für Allahs Sache erschlagen werden, sie seien tot; nein, sie sind lebendig; nur begreift ihr es nicht. Und sagt nicht von denen, die um der Sache Allahs willen getötet werden, (sie seien) tot. (Sie sind) vielmehr lebendig (im Jenseits). Aber ihr merkt es nicht. "Und nennt nicht diejenigen, die auf Allahs Weg getötet wurden, ""Tote"". Denn sie leben, ihr aber nehmt es nicht wahr." Haltet diejenigen, die für Gott gefallen sind, nicht für tot! Sie leben, nur ihr nehmt es nicht wahr.  
  155 Wahrlich, Wir werden euch prüfen mit ein wenig Furcht und Hunger und Verlust an Gut und Leben und Früchten; doch gib frohe Botschaft den Geduldigen, Und wir werden euch sicher mit ein wenig Furcht (vor den Feinden) und Hunger und (mit) Verlust an Vermögen, an Leib und Leben und (Mangel) an Früchten (die ihr zum Lebensunterhalt nötig habt) (gewissen) Prüfungen aussetzen. Und bring denen, die geduldig sind, gute Nachricht (von der Seligkeit, die sie im Jenseits zu erwarten haben)! Und gewiß werden Wir euch prüfen durch etwas Angst, Hunger und Minderung an Besitz, Menschenleben und Früchten. Doch verkünde den Geduldigen eine frohe Botschaft , Wir werden euch gelegentlich prüfen durch Furcht, Hunger, Knappheit von Gütern, Rückgang der Bevölkerung und der Ernten. Den Geduldigen verkünde frohe Botschaft!  
  156 Die sagen, wenn ein Unglück sie trifft: "Wahrlich, Allahs sind wir und zu Ihm kehren wir heim." "(Ihnen) die, wenn sie ein Unglück trifft, sagen: ""Wir gehören Allah, und zu ihm kehren wir (dereinst) zurück.""" "die, wenn sie ein Unglück trifft, sagen: ""Wir gehören Allah und zu Ihm kehren wir zurück.""" Den Geduldigen, die, wenn sie eine Prüfung heimsucht, standhaft bleiben und sagen: "Gottes sind wir, und zu Ihm kehren wir zurück."  
  157 Sie sind es, auf die Segen und Gnade träuft von ihrem Herrn und die rechtgeleitet sind. Ihnen läßt ihr Herr Segnungen und Barmherzigkeit angedeihen. Sie sind es, die die rechte Leitung haben. Auf diese läßt ihr Herr Segnungen und Barmherzigkeit herab und diese werden rechtgeleitet sein. Ihnen gelten Gottes Vergebung und Barmherzigkeit. Sie sind die Rechtgeleiteten.  
  158 Safá und Marwá gehören zu den Zeichen Allahs. Darum ist es keine Sünde für den, der nach dem Hause (Gottes) pilgert oder die Umra vollzieht, wenn er zwischen den beiden hin - und herläuft. Und wer da über das Pflichtgemäße hinaus Gutes tut, (der wisse) Allah ist erkenntlich, allwissend. As-Safaa und Al-Marwa gehören zu den Kultsymbolen (scha'aa'ir) Allahs. Wenn einer die Wallfahrt (hadsch) zum Haus (der Kaa'ba) oder die Besuchsfahrt (Umra) vollzieht, ist es für ihn keine Sünde, bei ihnen den Umgang zu machen. Und wenn einer freiwillig ein gutes Werk leistet, so ist Allah dankbar und (über alles) unterrichtet (und enthält ihm seinen Lohn nicht vor). Wahrlich, As-Safa und Al-Marwa gehören zu den Kultstätten Allahs; und wer zu dem Hause pilgert oder die Umra vollzieht, für den ist es kein Vergehen, wenn er zwischen beiden hin- und herschreitet. Und wenn einer freiwillig Gutes tut, so ist Allah Erkenntlich, Allwissend. As-Safa und al-Marwa (zwei Hügel bei der Kaaba) sind heilige Kultstätten Gottes. Wer die Hadsch-Pilgerfahrt oder die §Umra-Pilgerfahrt unternimmt, darf ohne jegliche Bedenken von dem einen Hügel zum anderen schreiten. Die Gläubigen, die freiwillig gute Werke tun, werden gebührend belohnt. Gott ist dankbbar und allwissend.  
  159 Die aber verhehlen, was Wir herabsandten an Zeichen und Führung, nachdem Wir es für die Menschen klargemacht haben in der Schrift, die wird Allah verfluchen; und verfluchen werden sie die Fluchenden. Diejenigen, die verheimlichen, was wir an klaren Beweisen (baiyinaat) und Rechtleitung hinabgesandt haben, nachdem wir es den Menschen in der Schrift klargemacht haben, werden von Allah verflucht und von (allen) denen, die (überhaupt) verfluchen (können), Diejenigen, die verbergen, was Wir von den klaren Beweisen und der Rechtleitung herabsandten, nachdem Wir es den Menschen im Buch erklärt hatten, diese verflucht Allah, und diese verfluchen auch die Fluchenden ; Diejenigen, die Unsere offenbarten Zeichen und Lehren verhehlen, nachdem Wir sie den Menschen im Buch klar verkündet haben, sind von Gott verdammt. Und alle Verdammenden werden sie verdammen.  
  160 Doch die bereuen und sich bessern und offen (die Wahrheit) bekennen, zu denen kehre Ich Mich mit Verzeihen, denn Ich bin der Allvergebende, der Barmherzige. ausgenommen diejenigen, die umkehren und sich bessern und klarmachen (was ihnen geoffenbart worden ist, anstatt es zu verheimlichen). Ihnen wende ich mich (gnädig) wieder zu. Ich bin ja der Gnädige (tauwaab) und Barmherzige. außer denjenigen, die sich reuevoll zuwenden, sich bessern und klarstellen. Denen wende Ich Meine Gnade wieder zu; denn Ich bin der gnädig Sich-wieder-Zuwendende, der Barmherzige. Ausgenommen sind die, die Reue empfinden, sich bessern und die Wahrheit offen verkünden. Diesen verzeihe Ich. Ich bin der Verzeihende, der Allbarmherzige.  
  161 Die ungläubig sind und als Ungläubige sterben, über sie der Fluch Allahs und der Engel und der Menschen insgesamt! (Jedoch) auf denen, die ungläubig sind und in diesem Zustand sterben, liegt der Fluch Allahs und der Engel und der Menschen insgesamt. Wahrlich, diejenigen, die ungläubig sind und in ihrem Unglauben sterben, auf denen lastet der Fluch Allahs und der Engel und der Menschen insgesamt. Diejenigen, die Gott leugnen und als Ungläubige sterben, sind von Gott verdammt; auch die Engel und alle Menschen verdammen sie.  
  162 Sie sollen unter ihm bleiben. Die Strafe soll ihnen nicht gemildert werden, noch sollen sie Aufschub erlangen. (Sie werden zum Höllenfeuer verdammt) um (ewig) darin zu weilen, ohne daß ihnen Straferleichterung oder Aufschub gewährt wird. Darin werden sie ewig sein. Die Strafe wird ihnen nicht erleichtert, und es wird ihnen kein Aufschub gewährt. In der Hölle werden sie ewig bleiben. Ihre Strafe wird nicht gemildert, und ihnen wird kein Aufschub gewährt werden.  
  163 Und euer Gott ist ein Einiger Gott; es ist kein Gott außer Ihm, dem Gnädigen, dem Barmherzigen. Euer Gott ist einer allein. Es gibt keinen Gott außer ihm, dem Barmherzigen und Gütigen. Euer Gott ist ein Einziger Gott, es ist kein Gott außer Ihm, dem Sich-Erbarmenden, dem Barmherzigen. Euer Gott ist der Eine Gott. Außer Ihm gibt es keinen Gott. Er ist der Gnädige, der Barmherzige.  
  164 In der Schöpfung der Himmel und der Erde und im Wechsel von Nacht und Tag und in den Schiffen, die das Meer befahren mit dem, was den Menschen nützt, und in dem Wasser, das Allah niedersendet vom Himmel, womit Er die Erde belebt nach ihrem Tode und darauf verstreut allerlei Getier, und im Wechsel der Winde und der Wolken, die dienen müssen zwischen Himmel und Erde, sind fürwahr Zeichen für solche, die verstehen. In der Erschaffung von Himmel und Erde; im Aufeinanderfolgen von Tag und Nacht; in den Schiffen, die zum Nutzen der Menschen auf dem Meer fahren; darin, daß Allah Wasser vom Himmel hat herabkommen lassen, um dadurch die Erde, nachdem sie abgestorben war, (wieder) zu beleben; darin, daß er auf ihr allerlei Getier sich hat ausbreiten lassen; darin, daß die Winde wechseln; in den Wolken, die zwischen Himmel und Erde in Dienst gestellt sind, (- in alledem) liegen Zeichen für Leute, die Verstand haben. Wahrlich, im Erschaffen der Himmel und der Erde und im Wechsel von Nacht und Tag und in den Schiffen, die im Meer fahren mit dem, was den Menschen nützt, und in dem, was Allah vom Himmel an Wasser herniedersandte - und Er gab der Erde damit Leben, nachdem sie tot war und ließ auf ihr allerlei Getier sich ausbreiten - und im Wechsel der Winde und den dienstbaren Wolken zwischen Himmel und Erde, (in all dem) sind Zeichen für Leute, die begreifen. In der Erschaffung der Himmel und der Erde, dem Wechsel von Tag und Nacht, den Schiffen, die die Meere mit Menschen und Gütern befahren, dem Wasser, das Gott vom Himmel herabsendet, um die tote Erde zu beleben, den verschiedenartigen Lebewesen, die die Erde bevölkern und den Winden, die ihre Ordnung haben, den Wolken, die zwischen Himmel und Erde schweben, in all diesem liegen Zeichen für Menschen, die sich des Verstandes bedienen.  
  165 Und doch gibt es Leute, die sich andere Gegenstände der Anbetung setzen denn Allah und sie lieben wie die Liebe zu Allah. Doch die Gläubigen sind stärker in ihrer Liebe zu Allah. Und wenn die Frevler (die Stunde) kennten, da sie die Strafe sehen werden (sie würden begreifen), daß alle Macht Allah gehört und daß Allah streng im Strafen ist. Und unter den Menschen gibt es welche, die sich außer Allah (andere) seinesgleichen (zu Göttern) nehmen, indem sie ihnen dieselbe Liebe erweisen wie ihm. Doch die Gläubigen lieben Allah mehr. Wenn doch die Frevler angesichts der Strafe (die sie dereinst zu erwarten haben) sehen würden, daß alle Macht Allah zukommt, und daß er schwere Strafen verhängt! Und es gibt unter den Menschen einige, die sich außer Allah Seinesgleichen (zum Anbeten) nehmen und lieben, wie man (nur) Allah lieben soll. Die aber, die glauben, lieben Allah noch mehr. Und wenn diejenigen, die Unrecht tun, angesichts der Strafe sehen, daß die Macht gänzlich bei Allah ist und daß Allah streng in der Bestrafung ist! Es gibt Menschen, die Gott Gottheiten gleichstellen und sie lieben, wie man Gott liebt. Die Gläubigen aber empfinden für Gott eine weitaus größere Liebe. Sähen diese Ungerechten die qualvolle Strafe, die sie erwartet, dann würden sie erkennen, wie unendlich Gottes Macht und wie unermeßlich Seine Strafe ist.  
  166 Wenn jene, die führten, sich lossagen von denen, die folgten - und sie werden die Strafe sehen, und alle Mittel werden ihnen zerschnitten sein! (Dereinst) wenn diejenigen, denen (im Diesseits) Gefolgschaft geleistet worden ist, sich von denen, die (ihnen) Gefolgschaft geleistet haben, lossagen, und sie die Strafe (unmittelbar vor sich) sehen, und die Verbindungen für sie abgeschnitten sind! (Dereinst,) wenn sich diejenigen, denen (im Diesseits) gefolgt wurde, von jenen lossagen, die ihnen gefolgt sind, und sie die Strafe sehen, während ihnen die Bindungen abgeschnitten sind! Wenn die Anführer der qualvollen Strafe am Jüngsten Tag ansichtig werden, sagen sie sich von ihren Anhängern los. Alle Beziehungen, die sie im Leben auf der Erde miteinander hatten, zerreißen, und niemand will vom anderen etwas wissen.  
  167 Und die, welche folgten, werden sprechen: "Könnten wir nur umkehren, wir würden uns von ihnen lossagen wie sie sich von uns losgesagt haben." Also wird Allah ihnen ihre Werke zeigen, eine Pein für sie, und sie werden dem Feuer nicht entrinnen. "Diejenigen, die Gefolgschaft geleistet haben, sagen: ""Hätten wir doch (Gelegenheit zur) Umkehr, damit wir uns von ihnen lossagen, so wie sie sich (jetzt) von uns losgesagt haben!"" So läßt Allah sie ihre Werke sehen, wobei sie (schmerzlich) bedauern (sich in ihrem Erdenleben nicht anders verhalten zu haben). Und sie werden aus dem Höllenfeuer nicht (mehr) herauskommen." "Und (wenn) diejenigen, die (ihnen) gefolgt sind, sagen: ""Wenn wir zurückkehren könnten, so würden wir uns von ihnen lossagen, wie sie sich von uns losgesagt haben!"" So zeigt ihnen Allah ihre Taten als gramvolle Reue, und sie kommen aus dem Feuer nicht heraus." Die Anhänger sprechen dann: "Könnte uns doch eine Rückkehr auf die Erde gewährt werden, so würden wir uns von ihnen lossagen, wie sie sich von uns losgesagt haben! " Gott führt ihnen ihre bösen Werke vor Augen, so daß sie jammern. Sie bleiben in der Hölle und kommen niemals heraus.  
  168 O ihr Menschen, esset von dem, was erlaubt (und) gut auf der Erde ist; und folget nicht den Fußstapfen Satans; wahrlich, er ist euch ein offenkundiger Feind. Ihr Menschen! Eßt von alledem, was es (an Eßbarem) auf der Erde gibt, soweit er erlaubt und gut ist! Und tretet nicht in die Fußtapfen des Satans! Er ist euch ein ausgemachter Feind. O ihr Menschen, esset von dem, was es auf der Erde an Erlaubtem und Gutem gibt, und folgt nicht den Fußstapfen des Satans; denn er ist euer offenkundiger Feind. O ihr Menschen, eßt von dem, was es auf der Erde gibt, sofern es erlaubt und genießbar ist! Folgt nicht der Verführung des Teufels! Er ist euer offenkundiger Erzfeind.  
  169 Er heißt euch nur Böses und Schändliches (tun) und daß ihr von Allah redet, was ihr nicht wißt. Er befiehlt euch nur Böses und Abscheuliches, und gegen Allah etwas auszusagen, wovon ihr kein Wissen habt. Er gebietet euch nur Böses und Abscheuliches, und daß ihr über Allah sagen sollt, was ihr nicht wisset. Er befiehlt euch, Böses und Schändliches zu tun und verführt euch dazu, Gott etwas zuzuschreiben, wovon ihr kein Wissen habt.  
  170 Und wenn ihnen gesagt wird: "Befolget, was Allah herabgesandt hat", sagen sie: "Nein, wir wollen dem folgen, worin wir unsere Väter vorgefunden." Wie! wenn selbst ihre Väter keinen Verstand hatten und nicht auf dem rechten Wege wandelten? "Und wenn man zu ihnen sagt, sie sollen dem folgen, was Allah (als Offenbarung) herabgesandt hat, sagen sie: ""Nein, wir folgen dem, was wir als Glauben und Brauch unserer Väter überkommen haben."" Wenn nun aber ihre Väter nichts verstanden haben und nicht rechtgeleitet waren?" "Und wenn ihnen gesagt wird: ""Folgt dem, was Allah herabgesandt hat"", so sagen sie: ""Nein! Wir folgen dem, bei dem wir unsere Väter vorgefunden haben"", auch, wenn ihre Väter nichts begriffen hätten und nicht rechtgeleitet gewesen wären?" Wenn man ihnen sagt: "Folgt Gottes Offenbarung!" so sagen sie: "Wir folgen den Überlieferungen, die von unseren Vätern auf uns gekommen sind. " Das tun sie, obwohl sich ihre Väter ihres Verstandes nicht bedienten und ihnen die Rechtleitung fehlte.  
  171 Und jene, die ungläubig sind, gleichen dem Manne, der das anruft, was nichts hört als einen Ruf und einen Schrei. Taub, stumm, blind - also verstehen sie nicht. Bei den Ungläubigen ist es, wie wenn man Vieh anschreit, das nur Zu- und Anruf hört (ohne die eigentliche Sprache zu verstehen). Taub (sind sie), stumm und blind. Und sie haben keinen Verstand. Das Gleichnis derjenigen, die ungläubig sind, ist wie das Gleichnis derjenigen, die irgendein (Tier) anschreien, das nichts hört außer Lauten und Zurufen.Taub, stumm und blind sind sie, darum begreifen sie nichts. Die Ungläubigen sind wie die Tiere, die nichts hören außer Tönen und Zurufen. Sie sind taub, stumm und blind und begreifen nichts.  
  172 O die ihr glaubt, esset von den guten Dingen, die Wir euch gegeben haben, und danket Allah, wenn Er es ist, Den ihr anbetet. Ihr Gläubigen! Eßt von den guten Dingen, die wir euch beschert haben! Und danket Allah, wenn (anders) ihr ihm (allein) dienet! O ihr, die ihr glaubt, esset von den guten Dingen, die Wir euch bereitet haben, und seid Allah dankbar, wenn ihr Ihm allein dient. O ihr Gläubigen, eßt von den guten Gaben, die Wir euch beschert haben und seid Gott dankbar, wenn ihr Ihm wirklich (allein) dient!  
  173 Verwehrt hat Er euch nur das von selbst Verendete und Blut und Schweinefleisch und das, worüber ein anderer Name als Allahs angerufen worden ist. Wer aber durch Not getrieben wird - nicht ungehorsam und das Maß überschreitend -, für ihn soll es keine Sünde sein. Allah ist allvergebend, barmherzig. Verboten hat er euch nur Fleisch von verendeten Tieren, Blut, Schweinefleisch und Fleish, worüber (beim Schlachten) ein anderes Wesen als Allah angerufen worden ist. Aber wenn einer sich in einer Zwangslage befindet, ohne (von sich aus etwas Verbotenes) zu begehren (?ghaira baaghin) oder eine Übertretung zu begehen, trifft ihn keine Schuld. Allah ist barmherzig und bereit zu vergeben. Verboten hat Er euch nur (den Genuß von) natürlich Verendetem, Blut, Schweinefleisch und dem, worüber etwas anderes als Allah angerufen worden ist. Wenn aber jemand (dazu) gezwungen ist, ohne (es) zu begehren und ohne das Maß zu überschreiten, so trifft ihn keine Schuld; wahrlich, Allah ist Allverzeihend, Barmherzig. Verboten hat Er euch, tote Tiere zu essen, sowie Blut, Schweinefleisch und Tiere, die anderen Gottheiten außer Gott geweiht wurden. Wer aber in der Not davon ißt, ohne zu übertreiben oder eine böse Absicht zu hegen, der bürdet sich keine Schuld auf. Gott ist voller Vergebung und Barmherzigkeit.  
  174 Die aber das verhehlen, was Allah niedergesandt hat von dem Buch, und einen armseligen Preis dafür in Tausch nehmen, sie füllen ihre Bäuche mit nichts als Feuer. Allah wird sie nicht anreden am Tage der Auferstehung, noch wird Er sie reinigen. Und ihnen wird schmerzliche Strafe. Diejenigen, die verheimlichen, was Allah von der Schrift (als Offenbarung) herabgesandt hat, und es verschachern, bekommen in ihren Bauch nichts als Feuer zu essen. Und Allah spricht am Tag der Auferstehung nicht zu ihnen und erklärt sie nicht für rein. Eine schmerzhafte Strafe haben sie zu erwarten. Diejenigen, die verbergen, was Allah von dem Buch herabgesandt hat, und es um einen geringen Preis verkaufen, diese verzehren in ihren Bäuchen nichts als Feuer. Und Allah wird zu ihnen am Tage der Auferstehung weder sprechen noch wird Er sie läutern; und ihnen wird eine schmerzliche Strafe zuteil sein. Diejenigen, welche Gottes im Buch (in der Thora) enthaltene Offenbarung verbergen und um einen geringen Preis erhandeln wollen, füllen ihre Bäuche gleichsam mit Feuer. Am Tag der Auferstehung sagt Gott ihnen kein Wort und läutert sie nicht. Auf sie wartet eine qualvolle Strafe.  
  175 Sie sind es, die sich Verirrung gegen Führung eingehandelt haben und Strafe gegen Verzeihung. Wie groß ist ihre Verkennung des Feuers! Das sind die, die den Irrtum um die Rechtleitung erkauft haben, und die Strafe (der Hölle) um die Vergebung. Wie können sie dem Höllenfeuer gegenüber so standhaft sein (anstatt sich abschrecken und eines Besseren belehren zu lassen)! Sie sind es, die den Irrtum für die Rechtleitung erkauft haben und die Strafe für die Vergebung. Wie können sie dem Feuer gegenüber standhaft sein! Sie haben dem Irrweg vor der Rechtleitung und der Höllenstrafe vor der Vergebung den Vorzug gegeben. So warten sie nur hartnäckig auf die Höllenstrafe.  
  176 Dies, weil Allah das Buch mit der Wahrheit niedergesandt hat; und gewiß, die uneins sind über das Buch, sind weit gegangen in Feindschaft. Dies (geschieht) darum, weil Allah die Schrift mit der Wahrheit herabgesandt hat. Und diejenigen, die hinsichtlich der Schrift uneins sind, machen heftig Opposition (? la-fie schiqaaqin ba`iedin). Dies geschieht darum, weil Allah das Buch mit der Wahrheit herabgesandt hat. Und diejenigen, die sich über das Buch streiten, befinden sich gewiß in großer Feindschaft. Gott hat das Heilige Buch mit der Wahrheit herabgesandt. Diejenigen, die darüber stritten, sind vom wahren Pfad weit entfernt.  
  177 Nicht darin besteht Tugend, daß ihr euer Antlitz nach Osten oder nach Westen kehrt, sondern wahrhaft gerecht ist der, welcher an Allah glaubt und an den Jüngsten Tag und an die Engel und das Buch und die Propheten und aus Liebe zu Ihm Geld ausgibt für die Angehörigen und für die Waisen und Bedürftigen und für den Wanderer und die, die um eine milde Gabe bitten, und für (Loskauf der) Gefangenen, und der das Gebet verrichtet und die Zakat zahlt; sowie jene, die ihr Versprechen halten, wenn sie eins gegeben haben, und die in Armut und Krankheit und in Kriegszeit Standhaften; sie sind es, die sich als redlich bewährt haben, und sie sind die Gottesfürchtigen. Die Frömmigkeit besteht nicht darin, daß ihr euch (beim Gebet) mit dem Gesicht nach Osten oder Westen wendet. Sie besteht vielmehr darin, daß man an Allah, den jüngsten Tag, die Engel, die Schrift und die Propheten glaubt und sein Geld - mag es einem noch so lieb sein - den Verwandten, den Waisen, den Armen, dem, der unterwegs ist, den Bettlern und für (den Loskauf von) Sklaven hergibt, das Gebet (salaat) verrichtet und die Almosensteuer (zakaat) bezahlt. Und (Frömmigkeit zeigen) diejenigen, die, wenn sie eine Verpflichtung eingegangen haben, sie erfüllen, und die in Not und Ungemach und in Kriegszeiten geduldig sind. Sie (allein) sind wahrhaftig und gottesfürchtig. Es ist keine Frömmigkeit, wenn ihr eure Angesichter in Richtung Osten oder Westen wendet; Frömmigkeit ist vielmehr, daß man an Allah glaubt, den Jüngsten Tag, die Engel, das Buch und die Propheten und vom Besitz - obwohl man ihn liebt - den Verwandten gibt, den Waisen, den Armen, dem Sohn des Weges, den Bettlern und (für den Freikauf von) Sklaven, daß man das Gebet verrichtet und die Zakah entrichtet. Es sind diejenigen, die ihr Versprechen einhalten, wenn sie es gegeben haben; und diejenigen, die in Elend, Not und in Kriegszeiten geduldig sind; sie sind es, die wahrhaftig und gottesfürchtig sind. Die wahre Frömmigkeit besteht nicht darin, beim Gebet das Gesicht nach Osten oder Westen zu richten, sondern darin, an Gott, den Jüngsten Tag, die Engel, das Heilige Buch und die Propheten zu glauben, gerne Spenden zu geben, um Verwandten, Waisen, Armen, mittellosen Wanderern und Bettlern zu helfen, Leibeigene freizukaufen, das Gebet zu verrichten, die Zakat-Abgaben zu entrichten, Wort zu halten und in Not, Prüfung und gerechtem Krieg geduldig auszuharren. Das sind die Rechtschaffenen, und das sind die Frommen.  
  178 O die ihr glaubt, Vergeltung nach rechtem Maß ist euch vorgeschrieben für die Ermordeten: der Freie für den Freien, der Sklave für den Sklaven, und das Weib für das Weib. Wird einem aber etwas erlassen von seinem Bruder, dann soll (die Sühneforderung) mit Billigkeit erhoben werden, und (der Mörder) soll ihm gutwillig Blutgeld zahlen. Das ist eine Erleichterung von eurem Herrn und eine Barmherzigkeit. Und wer hernach frevelt, den treffe schmerzliche Strafe. Ihr Gläubigen! Bei Totschlag ist euch die Wiedervergeltung vorgeschrieben: ein Freier für einen Freien, ein Sklave für einen Sklaven und ein weibliches Wesen für ein weibliches Wesen. Und wenn einem (der einen Totschlag begangen hat) von seiten seines Bruders (dem die Ausübung der Wiedervergeltung obliegt) etwas nachgelassen wird, soll die Beitreibung (des Blutgeldes durch den Rächer) auf rechtliche und (umgekehrt) die Bezahlung an ihn auf ordentliche Weise vollzogen werden. Das ist (gegenüber der früheren Handhabung der Blutrache) eine Erleichterung und Barmherzigkeit von seiten eures Herrn. Wenn nun aber einer, nachdem diese Regelung getroffen ist, eine Übertretung begeht (indem er sich an die frühere Sitte der Blutfehde hält), hat er (im Jenseits) eine schmerzhafte Strafe zu ewarten. O ihr, die ihr glaubt! Es ist euch die Wiedervergeltung vorgeschrieben für die Getöteten: der Freie für den Freien, der Sklave für den Sklaven, das Weibliche für das Weibliche. Doch wenn jemandem von seinem Bruder etwas vergeben wird, so soll der Vollzug auf geziemende Art und die Leistung ihm gegenüber auf wohltätige Weise geschehen. Dies ist eine Erleichterung von eurem Herrn und eine Barmherzigkeit. Wer nun von jetzt an (die Gesetze) übertritt, dem wird eine schmerzliche Strafe zuteil sein. O ihr Gläubigen! Es ist Pflicht, im Fall von vorsätzlichem Totschlag, Vergeltung zu üben. (Der Täter ist zur Rechenschaft zu ziehen). Ein Freier für einen Freien, ein Leibeigener für einen Leibeigenen und eine Frau für eine Frau. Wenn aber die Angehörigen des Ermordeten dem Täter verzeihen, ist eine Ersatzsumme zu entrichten. Die Begleichung muß korrekt und unverzüglich erfolgen, und die Angehörigen des Toten haben sich tolerant zu verhalten. Dieser Verfügung Gottes wohnen Erleichterung und Barmherzigkeit inne. Wer sie dann überschreitet, zieht sich eine peinvolle Strafe zu.  
  179 Es liegt Leben für euch in der Vergeltung, o ihr Verständigen, daß ihr Sicherheit genießen möget. Die Wiedervergeltung sichert euch das Leben. (Bedenkt dies) die ihr Verstand habt! Vielleicht werdet ihr gottesfürchtig sein. In der Wiedervergeltung ist Leben für euch, o ihr, die ihr einsichtig seid! Vielleicht werdet ihr (Allah) fürchten. Die von Gott geregelte Vergeltung sichert euch das Leben. Darüber habt ihr nachzudenken und euch der Frömmigkeit zu befleißigen.  
  180 Vorgeschrieben ist euch: Wenn einem unter euch der Tod naht, so binde (er), falls er viel Gut hinterläßt, den Eltern und nahen Verwandten das Handeln nach Billigkeit ans Herz - eine Pflicht den Gottesfürchtigen. Wenn es bei einem von euch aufs Sterben geht, und wenn er Vermögen hinterläßt, ist euch vorgeschrieben, in rechtlicher Weise eine letztwillige Verfügung zugunsten der Eltern und der nächsten Verwandten zu treffen. (Dies gilt) als eine Verpflichtung für die Gottesfürchtigen. Es ist euch vorgeschrieben, daß, wenn sich bei einem von euch der Tod einstellt, sofern er Gut hinterläßt, den Eltern und den Verwandten auf geziemende Art ein Vermächtnis gemacht wird. Dies ist eine Verpflichtung gegenüber den Gottesfürchtigen. Vorgeschrieben ist euch: wenn einer unter euch sein Ende nahen fühlt, da soll er seine letzte Verfügung korrekt festlegen - wenn er Hab und Gut hinterläßt - zugunsten seiner Eltern und seiner nahen Angehörigen. Das ist eine rechtliche Pflicht, der die Gottesfürchtigen nachzukommen haben.  
  181 Und wer es ändert, nachdem er es gehört - die Schuld dafür soll wahrlich auf denen lasten, die es ändern. Allah ist allhörend, allwissend. Wenn dann jemand es abändert, nachdem er es (aus dem Mund des Sterbenden) gehört hat, trifft die Schuld daran (ausschließlich) diejenigen, die es abändern. Allah hört und weiß (alles). Doch wer es umändert, nachdem er es gehört hat - so liegt die Schuld dafür nur bei denen, die es umändern. Wahrlich, Allah ist Allhörend, Allwissend. Hat einer die letzte Verfügung, die er als Zeuge gehört hat, verändert, so trägt er die Schuld für seine Untat. Gott hört alles und ist allwissend.  
  182 Wer aber vom Erblasser Parteilichkeit oder Unbill befürchtet und Schlichtung zwischen ihnen herbeiführt, der begeht keine Sünde. Wahrlich, Allah ist allvergebend, barmherzig. Wenn aber einer von seiten eines Erblassers Unrechtmäßigkeit oder schuldhaftes Vergehen befürchtet und daraufhin zwischen ihnen (auf gütlichem Weg) einen Ausgleich herbeiführt, trifft ihn keine Schuld. Allah ist barmherzig und bereit zu vergeben. Wer aber seitens des Erblassers Unrecht oder Vergehen befürchtet und zwischen ihnen Frieden stiftet, so trifft ihn keine Schuld. Wahrlich, Allah ist Allverzeihend, Barmherzig. Wer befürchtet, daß der Erblasser ungerecht oder entgegen den Geboten verfügt hat und zwischen den im Vermächtnis Genannten einen Ausgleich herbeiführen kann, der zieht sich keine Schuld zu. Gott ist voller Vergebung und Barmherzigkeit.  
  183 O die ihr glaubt! Fasten ist euch vorgeschrieben, wie es denen vor euch vorgeschrieben war, auf daß ihr euch schützet - Ihr Gläubigen! Euch ist vorgeschrieben, zu fasten, so wie es auch denjenigen, die vor euch lebten, vorgeschrieben worden ist. Vielleicht werdet ihr gottesfürchtig sein. O ihr, die ihr glaubt! Das Fasten ist euch vorgeschrieben, so wie es denen vorgeschrieben war, die vor euch waren. Vielleicht werdet ihr (Allah) fürchten. O ihr Gläubigen! Euch ist das Fasten wie den Menschen früherer Zeiten vorgeschrieben, auf daß ihr Gott fürchten möget.  
  184 Eine bestimmte Anzahl von Tagen. Wer von euch aber krank oder auf Reisen ist, (der faste) an ebenso vielen anderen Tagen; und für jene, die es schwerlich bestehen würden, ist eine Ablösung: Speisung eines Armen. Und wer mit freiwilligem Gehorsam ein gutes Werk vollbringt, das ist noch besser für ihn. Und Fasten ist gut für euch, wenn ihr es begreift. (Das Fasten ist) eine bestimmte Anzahl von Tagen (einzuhalten). Und wenn einer von euch krank ist oder sich auf einer Reise befindet (und deshalb nicht fasten kann, ist ihm) eine (entsprechende) Anzahl anderer Tage (zur Nachholung des Fastens auferlegt). Und diejenigen, die es (an sich) leisten können, sind (wenn sie es trotzdem versäumen) zu einer Ersatzleistung (fidya) verpflichtet, (nämlich) zur Speisung eines Armen. Und wenn einer freiwillig ein gutes Werk leistet, ist das besser für ihn. Und es ist besser für euch, ihr fastet, wenn (anders) ihr (richtig zu urteilen) wißt. Es sind nur abgezählte Tage. Und wer von euch krank ist oder sich auf einer Reise befindet, soll eine Anzahl anderer Tage (fasten). Und denen, die es mit großer Mühe ertragen können, ist als Ersatz die Speisung eines Armen auferlegt. Und wenn jemand freiwillig Gutes tut, so ist es besser für ihn. Und daß ihr fastet, ist besser für euch, wenn ihr es (nur) wüßtet! Die Fastenzeit ist auf eine begrenzte Anzahl von Tagen festgelegt. Wer krank oder auf Reisen ist, fastet nicht und holt es an anderen Tagen nach. Wer auch sonst aus anderen Gründen nicht fasten kann, soll als Ersatz einem Bedürftigen Essen geben. Wer freiwillig als gutes Werk mehr fastet, der wird entsprechend dafür belohnt. Es ist für euch gut zu fasten, wenn ihr es nur wüßtet!  
  185 Der Monat Ramadán ist der, in welchem der Koran herabgesandt ward: eine Weisung für die Menschheit, deutliche Beweise der Führung und (göttliche) Zeichen. Wer also da ist von euch in diesem Monat, der möge ihn durchfasten; ebenso viele andere Tage aber, wer krank oder auf Reisen ist. Allah wünscht euch erleichtert und wünscht euch nicht beschwert, und daß ihr die Zahl (der Tage) erfüllen und Allah preisen möchtet dafür, daß Er euch richtig geführt hat, und daß ihr dankbar sein möchtet. (Fastenzeit ist) der Monat Ramadan, in dem der Koran (erstmals) als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt worden ist, und (die einzelnen Koranverse) als klare Beweise (baiyinaat) der Rechleitung und der Unterscheidung (? al-furqaan). Und wer von euch während des Monats anwesend ist, soll in ihm fasten. Und wenn einer krank ist oder sich auf einer Reise befindet (und deshalb nicht fasten kann, ist ihm) eine (entsprechende) Anzahl anderer Tage (zur Nachholung des Versäumten auferlegt). Allah will es euch leicht machen, nicht schwer. Macht darum (durch nachträgliches Fasten) die Zahl (der vorgeschriebenen Fastentage) voll und preist Allah dafür, daß er euch rechtgeleitet hat! Vielleicht werdet ihr dankbar sein. Der Monat Ramadan ist es, in dem der Qur'aan als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt worden ist und als klarer Beweis der Rechtleitung und der Unterscheidung. Wer also von euch in dem Monat zugegen ist, der soll in ihm fasten. Und wer krank ist oder sich auf einer Reise befindet, soll eine Anzahl anderer Tage (fasten) - Allah will es euch leicht, Er will es euch nicht schwer machen - damit ihr die Frist vollendet und Allah rühmt, daß Er euch geleitet hat. Vielleicht werdet ihr dankbar sein. Der Fastenmonat Ramadan ist der Monat, in dem die Offenbarung des Korans mit der Rechtleitung für alle Menschen und den klaren Beweiszeichen des rechten Weges und der Rechtsentscheidung begann. Wer den Monat Ramadan erlebt, hat zu fasten. Ist man krank oder auf Reisen, so fastet man nicht, leistet aber an anderen Tagen Ersatz. Gott will es euch leicht und keineswegs schwer machen. Die vorgeschriebenen Tage habt ihr vollständig zu fasten. Ihr sollt Gott dafür preisen, daß Er euch rechtgeleitet hat, und ihr sollt Ihm gebührend danken.  
  186 Und wenn Meine Diener dich nach Mir fragen (sprich): "Ich bin nahe. Ich antworte dem Gebet des Bittenden, wenn er zu Mir betet. So sollten sie auf Mich hören und an Mich glauben, auf daß sie den rechten Weg wandeln mögen." Und wenn dich meine Diener nach mir fragen, so bin ich (ihnen) nahe und erhöre, wenn einer zu mir betet, sein Gebet. Sie sollen nun (auch ihrerseits) auf mich hören und an mich glauben. Vielleicht werden sie den rechten Weg einschlagen. Und wenn dich Meine Diener über Mich befragen, so bin Ich nahe; Ich höre den Ruf des Rufenden, wenn er Mich ruft. Deshalb sollen sie auf Mich hören und an Mich glauben. Vielleicht werden sie den rechten Weg einschlagen. Fragen dich Meine Diener nach Mir, sage ihnen, daß Ich ihnen nahe bin, ihre Bittgebete vernehme und ihnen stattgebe. Sie sollen sich Mir fügen und fest an Mich glauben, auf daß sie den rechten Weg der Vernunft gehen.  
  187 Erlaubt ist euch, in der Nacht des Fastens zu euren Frauen einzugehen. Sie sind euch ein Gewand, und ihr seid ihnen ein Gewand. Allah weiß, daß ihr gegen euch selbst unrecht gehandelt habt, darum hat Er Sich gnädig zu euch gekehrt und euch Erleichterung vergönnt. So möget ihr nunmehr zu ihnen eingehen und trachten nach dem, was Allah euch bestimmte; und esset und trinket, bis der weiße Faden von dem schwarzen Faden der Morgenröte zu unterscheiden ist. Dann vollendet das Fasten bis zum Einbruch der Nacht; und gehet nicht ein zu ihnen, solange ihr in den Moscheen zur Andacht verweilt. Das sind die Schranken Allahs, so nähert euch ihnen nicht. Also macht Allah Seine Gebote den Menschen deutlich, auf daß sie sicher werden gegen das Böse. Es ist euch erlaubt, zur Fastenzeit bei Nacht mit euren Frauen Umgang zu pflegen. Sie sind für euch, und ihr für sie (wie) eine Bekleidung. Allah weiß (wohl), daß ihr (solange der Umgang mit Frauen während der Fastenzeit auch bei Nacht als verboten galt) euch (immer wieder) selber betrogen habt. Und nun hat er sich euch (gnädig) wieder zugewandt und euch verziehen. Von jetzt ab berührt sie (unbedenklich) und geht dem nach, was Allah euch (als Zugeständnis für die Nächte der Fastenzeit) bestimmt hat, und eßt und trinkt, bis ihr in der Morgendämmerung einen weißen von einem schwarzen Faden unterscheiden könnt! Hierauf haltet das Fasten durch bis zur Nacht! Und berührt sie nicht, während ihr (zur Andacht) an den Kultstätten verweilt! Das sind die Gebote Allahs. Verstoßt nicht dagegen! So macht Allah den Menschen seine Verse klar. Vielleicht würden sie gottesfürchtig sein. Es ist euch erlaubt, euch in der Nacht des Fastens euren Frauen zu nähern; sie sind Geborgenheit für euch und ihr seid Geborgenheit für sie. Allah weiß, daß ihr gegen euch selbst trügerisch gehandelt habt, und Er wandte euch Seine Gnade wieder zu und vergab euch. So pflegt nun Verkehr mit ihnen und trachtet nach dem, was Allah für euch bestimmt hat. Und esset und trinkt, bis der weiße Faden von dem schwarzen Faden der Morgendämmerung für euch erkennbar wird. Danach vollendet das Fasten bis zur Nacht. Und pflegt keinen Verkehr mit ihnen, während ihr euch in die Moscheen zurückgezogen habt. Dies sind die Schranken Allahs, so kommt ihnen nicht nahe! So erklärt Allah den Menschen Seine Zeichen. Vielleicht werden sie (Ihn) fürchten. Es ist euch erlaubt, euch euren Frauen nachts im Fastenmonat zu nähern. Ihr seid ihre nahen Gefährten, und sie sind eure nahen Gefährtinnen. Gott weiß, daß ihr es euch zu schwer gemacht habt, indem ihr euch im Fastenmonat von ihnen fernhaltet. Ihr habt euch durch diese Übertreibung mit Schuld beladen, die Gott euch verzeiht. Ihr dürft euch ihnen nähern und sollt den Geboten Gottes entsprechen. Eßt und trinkt, bis ihr das Licht der Morgendämmerung wahrnehmt, das sich von der dunklen Nacht abhebt wie der weiße vom schwarzen Faden! Von da an habt ihr bis zum Sonnenuntergang zu fasten. Wenn ihr euch in den Moscheen der I§tikaf-Andacht während der letzten zehn Tage des Fastenmonats hingebt, sollt ihr keinen Verkehr mit Frauen haben. Das sind Gottes Grenzen, die ihr nicht antasten dürft. So erläutert Gott den Menschen Seine Zeichen, damit sie sich der Frömmigkeit befleißigen.  
  188 Und fresset nicht untereinander euren Reichtum auf durch Falsches, und bietet ihn nicht der Obrigkeit (als Bestechung) an, daß ihr wissentlich einen Teil des Reichtums anderer zu Unrecht fressen möchtet. Und bringt euch nicht untereinander in betrügerischer Weise um euer Vermögen, und wendet euch damit nicht zu dem Zweck, die Leute in sündhafter Weise um einen Teil ihres Vermögens zu bringen, an die Richter, wo ihr doch wißt (daß ihr damit Unrecht tut)! Und verschlingt nicht euren Besitz untereinander in ungerechter Weise und bietet ihn nicht den Behörden an, um einen Teil vom Besitz der Menschen in sündhafter Weise zu verschlingen, wo ihr doch wisset. Ihr sollt einander nicht widerrechtlich um Hab und Gut bringen und die Machthaber damit bestechen, um sich wissentlich, ohne Recht, den Besitz anderer oder einen Teil davon anzueignen.  
  189 Sie fragen dich nach den Monden. Sprich: "Sie sind ein Mittel zum Messen der Zeit für die Menschheit und für die Pilgerfahrt." Und das ist nicht Tugend, daß ihr die Häuser von hinten betretet; sondern wahrhaft gerecht ist, wer gottesfürchtig ist. Und ihr sollt die Häuser betreten durch ihre Türen; und fürchtet Allah, auf daß ihr Erfolg habt. Man fragt dich nach den Neumonden. Sag: Sie sind (von Allah gesetzt als) feste Zeiten für die Menschen, und für die Pilgerfahrt. Und die Frömmigkeit besteht nicht darin, daß ihr von hinten in die Häuser geht. Sie besteht vielmehr darin, daß man gottesfürchtig ist. Geht also zur Tür in die Häuser, und fürchtet Allah! Vielleicht wird es euch (dann) wohl ergehen. "Sie fragen dich nach den Neumonden. Sprich: ""Sie sind festgesetzte Zeiten für die Menschen und den Hadschdsch."" Und es ist keine Frömmigkeit, wenn ihr Häuser von der Rückseite betretet. Frömmigkeit ist vielmehr, (Allah) zu fürchten. So geht in die Häuser durch ihre Türen hinein und fürchtet Allah. Vielleicht werdet ihr erfolgreich sein." Sie fragen dich nach der ab- und zunehmenden Mondsichel. Sprich: "Diese zeigt den Menschen die Zeit für Termine und die Pilgerfahrt. " Es ist keine gute Tat, wenn ihr (wider die Sitten und Bräuche) durch die Hintertüren in die Häuser eintretet. Die guten Taten sind nur die, die man frommen Herzens vollbringt. Ihr sollt durch die Vordertüren in die Häuser eintreten. Fürchtet Gott, auf daß ihr Erfolg haben möget!  
  190 Und kämpfet für Allahs Sache gegen jene, die euch bekämpfen, doch überschreitet das Maß nicht, denn Allah liebt nicht die Maßlosen. Und kämpft um Allahs willen gegen diejenigen, die gegen euch kämpfen! Aber begeht keine Übertretung (indem ihr den Kampf auf unrechtmäßige Weise führt)! Allah liebt die nicht, die Übertretungen begehen. Und kämpft auf dem Weg Allahs gegen diejenigen, die gegen euch kämpfen, doch übertretet nicht. Wahrlich, Allah liebt nicht diejenigen, die übertreten. Für Gottes Sache sollt ihr gegen den Feind Krieg führen, aber erst dann, wenn ihr angegriffen werdet. Überschreitet nicht das Maß (um Kriege anzuzetteln oder Menschen anzugreifen, die euch nicht angegriffen haben)! Gott liebt diejenigen nicht, die Überschreitungen begehen.  
  191 Und tötet sie, wo immer ihr auf sie stoßt, und vertreibt sie von dort, von wo sie euch vertrieben; denn Verfolgung ist ärger als Totschlag. Bekämpft sie aber nicht bei der Heiligen Moschee, solange sie euch dort nicht angreifen. Doch wenn sie euch angreifen, dann kämpft wider sie; das ist die Vergeltung für die Ungläubigen. Und tötet sie, wo (immer) ihr sie zu fassen bekommt, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben! Der Versuch (Gläubige zum Abfall vom Islam) zu verführen ist schlimmer als Töten. Jedoch kämpft nicht bei der heiligen Kultstätte (von Mekka) gegen sie, solange sie nicht (ihrerseits) dort gegen euch kämpfen! Aber wenn sie (dort) gegen euch kämpfen dann tötet sie! Derart ist der Lohn der Ungläubigen. Und tötet sie, wo immer ihr auf sie stoßt, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben; denn die Verführung (zum Unglauben) ist schlimmer als Töten. Und kämpft nicht gegen sie bei der heiligen Moschee, bis sie dort gegen euch kämpfen. Wenn sie aber gegen euch kämpfen, dann tötet sie. Solcherart ist der Lohn der Ungläubigen. Die Feinde (die euch als erste angreifen) sollt ihr überall dort schlagen, wo ihr sie findet und sie aus den Stätten vertreiben, aus denen sie euch vertrieben haben. Verfolgung (und der Versuch, die Gläubigen vom wahren Glauben abzubringen) ist schwerwiegender als ein Krieg. Ihr sollt nicht mit ihnen bei der Heiligen Moschee kämpfen. Doch wenn sie euch dort angreifen, dann dürft ihr sie dort bekämpfen. Das ist die Strafe, die die Ungläubigen verdienen.  
  192 Wenn sie jedoch ablassen, dann ist Allah allvergebend, barmherzig. Wenn sie jedoch (mit ihrem gottlosen Treiben) aufhören (und sich bekehren), so ist Allah barmherzig und bereit zu vergeben. Wenn sie aber aufhören, so ist Allah Allverzeihend, Barmherzig. Wenn sie ihre feindseligen Handlungen einstellen und sich Gottes Willen beugen, wird Gott ihnen vergeben. Er ist der Allbarmherzige und der Allverzeihende.  
  193 Und bekämpfet sie, bis die Verfolgung aufgehört hat und der Glauben an Allah (frei) ist. Wenn sie jedoch ablassen, dann (wisset), daß keine Feindschaft erlaubt ist, außer wider die Ungerechten. Und kämpft gegen sie, bis niemand (mehr) versucht, (Gläubige zum Abfall vom Islam) zu verführen, und bis nur noch Allah verehrt wird! Wenn sie jedoch (mit ihrem gottlosen Treiben) aufhören (und sich bekehren), darf es keine Übertretung geben, es sei denn gegen die Frevler. Und kämpft gegen sie, bis es keine Verwirrung (mehr) gibt und die Religion Allah gehört. Wenn sie aber aufhören, so soll es keine Gewalttätigkeit geben außer gegen diejenigen, die Unrecht tun. Ihr sollt diese Feinde bekämpfen, damit die Gläubigen nicht verfolgt werden und damit der Glaube an Gott vorherrscht. Wenn sie die Feindseligkeiten einstellen, dürft ihr sie nicht angreifen. Nur die Ungerechten dürfen angegriffen werden.  
  194 (Entweihung eines) Heiligen Monats (soll) im Heiligen Monat (vergolten werden); und für alle heiligen Dinge ist Vergeltung. Wer sich also gegen euch vergeht, den straft für sein Vergehen in dem Maße, in dem er sich gegen euch vergangen hat. Und fürchtet Allah und wisset, daß Allah mit den Gottesfürchtigen ist. Der heilige Monat (diene zur Vergeltung) für den heiligen Monat! Auch die sacra fallen unter (das Gesetz der) Wiedervergeltung. Wenn nun einer gegen euch Übergriffe begeht (indem er den Landfrieden bricht), dann zahlt ihm mit gleicher Münze heim! Und fürchtet Allah! Ihr müßt wissen, daß er mit denen ist, die (ihn) fürchten. Der heilige Monat ist für den heiligen Monat, und für die geschützten Dinge ist Wiedervergeltung (bestimmt). Wer nun gegen euch gewalttätig handelt, gegen den handelt in gleichem Maße gewalttätig, wie er gegen euch gewalttätig war, und fürchtet Allah und wisset, daß Allah mit den Gottesfürchtigen ist. Hat der Feind euch in einem heiligen Monat angegriffen, dürft ihr ebenfalls in einem heiligen Monat angreifen. Verbrechen, die die Heiligtümer antasten, sind entsprechend zu bestrafen. Wer sich gegen euch vergeht, gegen den geht in gleichem Maße vor! Fürchtet Gott und bedenket, daß Gott mit den Frommen ist.  
  195 Spendet für Allahs Sache, und stürzt euch nicht mit eigner Hand ins Verderben, und tut Gutes; wahrlich, Allah liebt die Gutes Tuenden. Und spendet (für den Kreig) um Allahs willen! Und stürzt euch nicht ins Verderben! Und seid rechtschaffen! Allah liebt die Rechtschaffenen. Und spendet auf dem Weg Allahs und stürzt euch nicht mit eigenen Händen ins Verderben und tut Gutes! Wahrlich, Allah liebt diejenigen, die Gutes tun. Für die Sache Gottes sollt ihr Spenden geben, und stürzt euch nicht mit eigener Hand ins Verderben! Bemüht euch stets, gute Taten auf die schönste Art zu vollbringen! Gott liebt diejenigen, die gute Werke auf die schönste Art vollenden.  
  196 Und vollziehet die Pilgerfahrt und die Umra um Allahs willen: seid ihr aber behindert: dann das leicht erhältliche Opfer; und schert eure Häupter nicht eher, als bis das Opfer seinen Bestimmungsort erreicht hat. Und wer unter euch krank ist oder ein Leiden am Kopf hat: Tilgung durch Fasten oder Almosenspenden oder ein Opfer. Seid ihr wieder in Sicherheit, dann für den, der die Umra vollziehen möchte zusammen mit Hadsch ein leicht erhältliches Opfer. Wer jedoch nichts finden kann, faste während der Pilgerfahrt drei Tage - und sieben nach eurer Heimkehr; das sind im ganzen zehn. Das gilt für den, dessen Familie nicht in der Nähe der Heiligen Moschee wohnt. Und fürchtet Allah und wisset, daß Allah streng im Strafen ist. Führt die Wallfahrt (hadsch) und die Besuchsfahrt (`umra) (mit allen ihren Zeremonien) im Dienste Allahs durch! Und wenn ihr (durch feindlichen Widerstand an der Ausführung der Wallfahrtszeremonien) behindert seid, dann (bringt als Sühne für die Unterlassung) an Opfertieren (dar), was (für euch) erschwinglich ist! Und schert euch nicht den Kopf, bis die Opfertiere ihre Schlachtstätte (mahill) (im heiligen Gebiet von Mekka) erreicht haben! - Und wenn einer von euch krank ist, oder wenn es ihn (mit Jucken und Ungeziefer) am Kopf plagt (und er sich deshalb vorzeitig das Haar scheren läßt), hat er mit Fasten oder einem Almosen oder der Opferung eines Schlachttieres (nusuk) Ersatz zu leisten. Wenn ihr aber in Sicherheit seid (und die Wallfahrtszeremonien ausführen könnt, ohne mit feindlichem Widerstand rechnen zu müssen), und wenn (dann) einer die Gelegenheit benützt, außer der Wallfahrt (hadsch) eine Besuchsfahrt (`umra) zu machen (was eine Unterbrechung des Weihezustands zur Folge hat), so (hat er als Sühne für die Unterbrechung des Weihezustands) an Opfertieren (darzubringen), was (für ihn) erschwinglich ist. Und wenn einer keine Möglichkeit findet (Opfertiere darzubringen), hat er (dafür) drei Tage während der Wallfahrt und sieben nach eurer Rückkehr (von Mekka nach Medina) zu fasten. Das macht zusammen zehn Tage. Dies (gilt nur) für diejenigen, deren Angehörige nicht an der heiligen Kultstätte wohnhaft sind. Und fürchtet Allah! Ihr müßt wissen, daß Allah schwere Strafen verhängt. Und vollendet den Hadschdsch und die Umra für Allah. Und wenn ihr daran gehindert werdet, so bringt ein Opfertier dar, das euch (zu opfern) leicht fällt. Und schert nicht eure Häupter, bis das Opfertier seinen Bestimmungsort erreicht hat. Und wer von euch krank ist oder an seinem Haupt ein Leiden hat, der soll Ersatz leisten durch Fasten, Mildtätigkeit oder Darbringen eines Schlachtopfers. Und wenn ihr euch sicher fühlt, dann soll der, der die Umra mit dem Hadschdsch vollziehen möchte, ein Opfertier (darbringen), das ihm (zu opfern) leicht fällt. Und wer keines zu finden vermag, soll drei Tage während des Hadschdsch fasten und sieben, wenn ihr zurückgekehrt seid. Dies sind zehn insgesamt. Dies gilt für den, dessen Angehörige nicht nahe der heiligen Moschee wohnen. Und seid gottesfürchtig und wisset, daß Allah streng ist im Strafen. Vollzieht die Hadsch-Pilgerfahrt und die §Umra-Pilgerfahrt, um Gott zu dienen. Sollte euch (nach den einleitenden Ihrâm-Riten) der Feind den Weg abschneiden, könnt ihr euch (vom Ihrâm, dem einleitenden Weihezustand der Pilgerfahrt) dadurch loslösen, daß ihr irgendein Tier, das ihr gerade findet (ein Schaf, eine Kuh oder ein Kamel) schlachtet (und dessen Fleisch an die Armen verteilt). Ihr dürft euch die Haare nicht eher schneiden, bis ihr die Hadsch-Riten abgeschlossen habt. Ist einer aber krank, oder hat er ein Leiden am Kopf, braucht er sich die Haare nicht zu schneiden. Er hat aber dafür einen Ersatz durch Fasten, Almosen oder eine Opfergabe zu leisten (: drei Tage fasten auf die übliche Weise oder sechs Arme jeweils einen Tag verköstigen oder ein Schaf schlachten und an die Armen verteilen). Ist während der Pilgerfahrt Friedenszeit, und ihr habt zuerst die §Umra vor der Hadsch-Pilgerfahrt verrichtet und wollt bleiben bis zur Pilgerfahrt, so schlachtet ein erschwingliches Opfertier! Wer kein Opfertier findet oder es sich nicht leisten kann, hat drei Tage während der Pilgerfahrt und sieben Tage nach der Heimkehr zu fasten, das sind im ganzen zehn volle Tage. Diese Vorschriften gelten für diejenigen, deren Familien nicht in der Nähe der heiligen Moschee wohnen. Haltet euch gottesfürchtig daran und wißt, daß Gott schwer bestrafen kann!  
  197 Die Monate für die Pilgerfahrt sind wohlbekannt; wer also beschließt, die Pilgerfahrt dann zu vollziehen: keine sinnliche Begierde, keine Übertretung noch irgendein Streit während des Pilgerns! Und was ihr Gutes tut, Allah weiß es. Und verseht euch mit der (notwendigen) Zehrung; aber wahrlich, die beste Zehrung ist Rechtschaffenheit. Und fürchtet Mich (allein), ihr Verständigen. Die Wallfahrt (hadsch) findet in (den) bekannten Monaten statt. Und wenn jemand in ihnen die Wallfahrt auf sich nimmt (tritt er in den Weihezustand ein:) Während der Wallfahrt darf man keinen Umgang mit Frauen (rafath) haben, keinen Frevel begehen und sich nicht herumstreiten. Was ihr an Gutem tut, das weiß Allah. Und versorgt euch mit Wegzehrung (für das Jenseits)! Die beste Wegzehrung ist Gottesfurcht. Fürchtet (daher) mich, die ihr Verstand habt! Für den Hadschdsch sind bekannte Monate (vorgesehen). Wer sich in ihnen zum Hadschdsch entschlossen hat, der enthalte sich des Beischlafs und begehe weder Frevel noch unziemliche Rede während des Hadschdsch. Und was ihr an Gutem tut, Allah weiß es. Und sorgt für die Reise, doch wahrlich, die beste Vorsorge ist Gottesfurcht. Und fürchtet Mich, o ihr, die ihr einsichtig seid! Die Pilgerfahrt wird in Monaten verrichtet, die euch (seit Abraham) bekannt sind, (das sind die Monate Schawwal, Zu-l-Qa§da und Zu-l-Hidscha). Wer sich entschließt, die Pilgerfahrt zu verrichten, hat die Verhaltensvorschriften einzuhalten: kein Geschlechtsverkehr, keine bösen Werke und kein Streiten mit den Mitmenschen. Was ihr Gutes tut, das weiß Gott. Sorgt für den Jüngsten Tag vor und wißt, daß die beste Vorsorge die Frömmigkeit ist! So fürchtet Mich, o ihr, die ihr vernünftig seid!  
  198 Es ist keine Sünde für euch, daß ihr die Gnadenfülle eures Herrn sucht. Doch wenn ihr von Arafát zurückkehrt, gedenket Allahs in Maschar al-Harám; und gedenket Seiner, wie Er euch den Weg gewiesen hat, wiewohl ihr vordem zu den Verirrten gehörtet. Es ist keine Sünde für euch, danach zu streben, daß euer Herr euch Gunst erweist (indem ihr die Wallfahrt mit Handelsgeschäften verbindet). Und wenn ihr von `Arafaat aus den Prozessionslauf durchführt (und in al-Muzdalifa ankommt), dann gedenkt Allahs bei der heiligen Kultstätte (masch`ar)! Gedenket seiner, (indem ihr euch vor Augen haltet) wie er euch rechtgeleitet hat, während ihr vordem zu denen gehörtet, die irregehen! Es ist kein Vergehen von euch, wenn ihr nach der Gunst eures Herrn strebt. Und wenn ihr von §Arafat herbeieilt, dann gedenkt Allahs bei Al-Masch§ari-l-haram. Und gedenkt Seiner, wie Er euch rechtgeleitet hat, obwohl ihr wahrlich vordem unter jenen waret, die irregingen. In der Pilgerzeit dürft ihr Handel treiben und von Gottes Gaben profitieren. Wenn ihr vom Berg §Arafat (nach verrichtetem Ritus) abzieht und euch bei der Heiligen Stätte al-Masch§ar al-Harâm (am Berg al-Muzdalifa) aufhaltet, so gedenkt Gottes, wie Er euch zum rechten Weg geleitet hat, nachdem ihr lange zu den Verirrten gezählt worden wart!  
  199 Und kehret von dort zurück, von wannen die Leute zurückkehren, und sucht Vergebung bei Allah; wahrlich, Allah ist allvergebend, barmherzig. Hierauf führet den Prozessionslauf durch, von wo die (anderen) Leute ihn durchführen, und bittet Allah um Vergebung (für eure Sünden)! Allah ist barmherzig und bereit zu vergeben. Dann eilt dorthin weiter, von wo die Menschen weitereilen, und bittet Allah um Vergebung. Wahrlich, Allah ist Allverzeihend, Barmherzig. Ihr sollt alle Riten gemeinsam mit den anderen Menschen verrichten! Bittet Gott um Vergebung! Gott ist der Allverzeihende, Allbarmherzige.  
  200 Habt ihr eure gottesdienstlichen Handlungen ausgeführt, dann gedenket Allahs, wie ihr eurer Väter zu gedenken pflegtet, nur noch inniger. Unter den Leuten sind welche, die sprechen: "Unser Herr, gib uns hienieden"; doch solch einer soll keinen Anteil am Jenseits haben. "Und wenn ihr eure Riten (manaasik) vollzogen habt, dann gedenket Allahs, wie ihr eurer Väter gedenkt, oder vielmehr mit noch stärkerem Gedenken! Und unter den Menschen gibt es welche, die sagen: ""Herr, gib uns im Diesseits (Gutes)"", während sie am Jenseits keinen Anteil haben." "Und wenn ihr eure heiligen Riten beendet habt, dann gedenkt Allahs, so wie ihr eurer Väter zu gedenken pflegt oder vielmehr mit noch stärkerem Gedenken. Denn unter den Menschen sind welche, die sagen: ""Unser Herr, gib uns (Gutes) in dieser Welt."" Doch haben sie nicht im Jenseits Anteil (am Guten)." Wenn ihr die Riten der Pilgerfahrt absolviert habt, sollt ihr Gottes so gedenken, wie ihr eurer Väter gedenkt oder noch gebührender. Es gibt Menschen, die sagen: "Herr, gib uns Gutes im Diesseits!" So haben sie keinen Anteil am Jenseits.  
  201 Andere unter ihnen sprechen: "Unser Herr, beschere uns Gutes in dieser Welt und Gutes in der künftigen und bewahre uns vor der Pein des Feuers." "Es gibt unter ihnen (aber) auch welche, die sagen: ""Herr, gib uns im Diesseits Gutes und ebenso im Jenseits, und bewahre uns vor der Strafe des Höllenfeuers!""" "Und unter ihnen sind manche, die sagen: ""Unser Herr, gib uns in dieser Welt Gutes und im Jenseits Gutes und verschone uns vor der Strafe des Feuers!""" Aber es gibt auch Menschen, die sagen: "Unser Herr! Gewähre uns Gutes im Diesseits und Gutes im Jenseits, und bewahre uns vor der Höllenstrafe!"  
  202 Diese sollen ihren Teil haben, nach ihrem Verdienst. Und Allah ist schnell im Abrechnen. Ihnen kommt (bei der Vergeltung im Jenseits) ein Anteil von dem zu, was sie (im Diesseits) begangen haben. Allah ist schnell im Abrechnen. Diesen wird ein Anteil von dem (gewährt), was sie erworben haben; und Allah ist schnell im Abrechnen. Diese belohnt Gott für ihre guten Werke. Gott rechnet schnell ab.  
  203 Und gedenket Allahs während der bestimmten Anzahl von Tagen; wer sich aber beeilt und in zwei Tagen (aufbricht), der begeht keine Sünde; und wer länger verweilt, der begeht auch keine Sünde. (Das gilt) für den Gottesfürchtigen. Und fürchtet Allah und wisset, daß ihr vor Ihm versammelt werdet. Und gedenket Allahs in einer bestimmten Anzahl von Tagen! Und wenn es einer eilends in zwei Tagen abmacht, trifft ihn keine Schuld. Und wenn einer (damit) in Verzug gerät (und mehr Zeit benötigt), trifft ihn (ebenfalls) keine Schuld. (Dies gilt) für den, der gottesfürchtig ist. Fürchtet Allah! Ihr müßt wissen, daß ihr (dereinst) zu ihm versammelt werdet. Und gedenkt Allahs während einer bestimmten Anzahl von Tagen; und wer eilig in zwei Tagen aufbricht, den trifft keine Schuld, und wer länger bleibt, den trifft keine Schuld, wenn er gottesfürchtig ist. Und fürchtet Allah und wisset, daß ihr zu Ihm geführt werdet. Huldigt Gott bei der Pilgerfahrt an den bestimmten (drei) Tagen (nach dem Werfen der Steine in Mina)! Hat einer sich beeilt und die Zeit auf zwei Tage gekürzt oder verlängert, so ist das kein Vergehen, sofern er gottesfürchtig ist. Gott sollt ihr ehrfürchtig dienen und wissen, daß ihr vor Ihm (am Jüngsten Tag) versammelt werdet.  
  204 Unter den Leuten ist einer, dessen Rede über dieses Leben dir gefallen möchte, und er nimmt Allah zum Zeugen für das, was in seinem Herzen ist, und doch ist er der streitsüchtigste Zänker. Und unter den Menschen gibt es (manch) einen, dessen Aussage über das diesseitige Leben dir gefällt, und der Allah zum Zeugen anruft für das, was er im Herzen hat. Dabei ist er äußerst streitsüchtig. Und unter den Menschen gibt es manch einen, dessen Rede über diese Welt dich in Verwunderung versetzen mag; und er ruft Allah zum Zeugen an für das, was in seinem Herzen ist. Und dabei ist er der streitsüchtigste Widersacher. Manch einer könnte dir mit seinen schönen Worten gefallen (mit denen er sich nur Vorteile im Leben verschaffen will). Er ruft Gott zum Zeugen für seine Herzenstreue an. In Wirklichkeit aber ist er dein ärgster Feind.  
  205 Und wenn er an der Macht ist, so läuft er im Land umher, um Unfrieden darin zu stiften und die Frucht und den Nachwuchs zu verwüsten; aber Allah liebt nicht Unfrieden. Und wenn er sich (von dir) wegwendet (und sich wieder unter seinesgleichen befindet), ist er eifrig darauf bedacht, auf der Erde Unheil anzurichten und Saat und Nachkommenschaft (der Herden) zu vernichten. Aber Allah liebt das Unheil nicht. Wenn er sich abwendet, bemüht er sich, überall auf der Erde Unheil zu stiften, und vernichtet das Ackerland und die Nachkommenschaft. Und Allah liebt das Unheil nicht. Wenn ein solcher an die Macht kommt, zieht er umher und stiftet Unheil auf Erden und fügt dem Ackerbau und der Nachkommenschaft vernichtende Schäden zu. Gott liebt kein Unheil.  
  206 Und wenn ihm gesagt wird: "Fürchte Allah", so treibt ihn Stolz zur Sünde. Drum soll die Hölle sein Los sein; und schlimm ist die Ruhestatt! "Und wenn man zu ihm sagt: ""fürchte Allah!"", packt ihn sündhafter Stolz. Für ihn ist die Hölle gerade das Richtige - ein schlimmes Lager!" "Und wenn ihm gesagt wird: ""Fürchte Allah"", überwältigt ihn sündhafter Stolz. Dschahannam ist ein angemessenes Entgelt für ihn - was für eine schlechte Ruhestätte!" Sagt man ihm: "Fürchte dich vor Gott!" treibt ihn sein Hochmut zur Sünde. Ihm kann nur die Höllenstrafe genügen. Wehe dem, dem die Hölle zur Wohnstätte wird!  
  207 Und manch einer unter den Menschen würde sich selbst verkaufen im Trachten nach Allahs Wohlgefallen; und Allah ist gütig gegen die Diener. Und unter den Menschen gibt es (auch manch) einen, der im Streben nach Allahs Wohlgefallen sich selbst veräußert. (Aber) Allah hat Mitleid mit den Menschen (und verlangt nicht mehr von ihnen, als sie zu leisten vermögen). Und unter den Menschen ist manch einer, der sich selbst hergibt im Verlangen nach Allahs Wohlgefallen. Und Allah ist wahrlich gütig gegen die Diener. Es gibt auch Menschen, die sich selbst verkaufen würden, um Gott zu gefallen (wenn diese die Führung übernehmen. Das ist ein Zeichen von Gottes Barmherzigkeit den Menschen gegenüber.)  
  208 O die ihr glaubt, tretet alle ein in die Ergebung und folget nicht den Fußstapfen Satans; wahrlich, er ist euch ein offenkundiger Feind. Ihr Gläubigen! Tretet allesamt ein in den Zustand des Heils (? silm)! Und tretet nicht in die Fußtapfen des Satans! Er ist euch ein ausgemachter Feind. O ihr, die ihr glaubt! Tretet allesamt ein in das Heil und folgt nicht den Fußstapfen des Satans; wahrlich, er ist euer offenkundiger Feind. O ihr Gläubigen! Nehmt alle den Frieden an! Seid friedlich miteinander, und folgt nicht den Machenschaften des Teufels, denn er ist euer offenkundiger Feind!  
  209 Strauchelt ihr aber nach den deutlichen Zeichen, die zu euch gekommen sind, dann wisset, daß Allah allmächtig, allweise ist. Wenn ihr aber (vom Satan verführt) einen Fehltritt tut, nachdem die klaren Beweise (baiyinaat) zu euch gekommen sind, dann müßt ihr wissen, daß Allah mächtig und weise ist. Und wenn ihr straucheln solltet, nachdem die Beweise zu euch gekommen sind, dann wisset, daß Allah Allmächtig ist und Allweise. Wenn ihr vom geraden Weg abgeht, nachdem euch die klaren Beweise bekannt geworden sind, müßt ihr euch dessen bewußt sein, daß Gott allmächtig und unendlich weise ist.  
  210 Warten sie denn auf anderes, als daß Allah zu ihnen komme im Schatten der Wolken mit Engeln und daß die Sache entschieden werde? Und zu Allah kehren alle Dinge heim. Haben sie denn etwas anderes zu erwarten, als daß Allah (am jüngsten Tag) in Hütten aus Wolken (zum Gericht) kommt, und (mit ihm) die Engel? Die Angelegenheit (über die sie mit dir streiten) ist dann entschieden. Und vor Allah werden (dereinst) die Angelegenheiten (alle zur letzten Entscheidung) gebracht werden. Erwarten sie etwa, daß Allah ihnen beschirmt von Wolken erscheine und mit Ihm die Engel - doch dann ist die Sache schon entschieden. Und zu Allah werden alle Dinge zurückgeführt. Oder wollen die Ungläubigen etwa Gott von Nebel und Engeln umgeben mit eigenen Augen sehen, damit sie glauben? Die Entscheidung Gottes ist gefallen. Gott ist es, Der über alles entscheidet.  
  211 Frage die Kinder Israels, wie viele deutlich Zeichen Wir ihnen gaben. Wer aber Allahs Gabe vertauscht, nachdem sie zu ihm gekommen, dann ist Allah streng im Strafen. Frag die Kinder Israel, wieviel klare Zeichen wir ihnen gebracht haben! Wenn aber einer die Gnade Allahs, nachdem sie zu ihm gekommen ist, verfälscht, verhängt Allah schwere Strafen. Frage die Kinder Israels, wieviel klare Beweise Wir ihnen gegeben haben. Doch wer die Gnade Allahs eintauscht, nachdem sie ihm zuteil geworden ist - dann ist Allah wahrlich streng im Strafen. Frage die Kinder Israels, wieviele eindeutige Beweiszeichen Wir ihnen (über den wahren Glauben) unterbereitet haben! Wer die Gaben Gottes verdreht, nachdem er sie klar verstanden hat, dem steht eine schwere Strafe Gottes bevor.  
  212 Das weltliche Leben ist den Ungläubigen schön gemacht, und sie verhöhnen die Gläubigen. Die aber Gott fürchten, werden über ihnen stehen am Tage der Auferstehung; und Allah gibt, wem Er will, ohne zu rechnen. Denen, die ungläubig sind, zeigt sich das diesseitige Leben im schönsten Licht. Und sie spotten über diejenigen, die gläubig sind. Aber die Gottesfürchtigen stehen am Tag der Auferstehung (an Rang) über ihnen. Und Allah beschert (im Jenseits), wem er will, (Gutes) ohne abzurechnen. Anziehend erscheint denen, die ungläubig sind, das diesseitige Leben, und sie verhöhnen diejenigen, die glauben. Doch diejenigen, die gottesfürchtig sind, werden am Tag der Auferstehung über ihnen stehen. Und Allah beschert, wem Er will, ohne Maß. Die Ungläubigen werden durch das scheinbar schöne Leben auf Erden verführt. Sie machen sich lustig über die Gläubigen. Diese werden aber über ihnen stehen am Tag der Auferstehung. Gott gibt uneingeschränkt, wem Er will, ohne zu rechnen.  
  213 Das Menschengeschlecht war eine Gemeinde; dann erweckte Allah Propheten als Bringer froher Botschaft und als Warner und sandte hinab mit ihnen das Buch mit der Wahrheit, daß Er richte zwischen den Menschen in dem, worin sie uneins waren. Und gerade jene wurden darüber uneins, denen es gegeben worden - nachdem ihnen doch deutliche Zeichen zuteil geworden waren -, aus gegenseitigem Neid. Also leitete Allah durch Sein Gebot die Gläubigen zu der Wahrheit, über die jene anderen uneins waren; und Allah leitet, wen Er will, auf den geraden Weg. Die Menschen waren (ursprünglich) eine einzige Gemeinschaft (umma). Dann (nachdem sie uneins geworden waren) ließ Allah die Propheten als Verkünder froher Botschaft und als Warner auftreten. Und er sandte mit ihnen (jeweils) die Schrift mit der Wahrheit herab, um (dadurch) zwischen den Menschen über das, worüber sie uneins waren, zu entscheiden. Und nur diejenigen waren - in gegenseitiger Auflehnung - darüber uneins, denen sie gegeben wurde, nachdem sie die klaren Beweise (baiyinaat) erhalten hatten. Und nun hat Allah mit seiner Güte diejenigen, die gläubig sind, zu der Wahrheit geleitet, über die sie (bisher) uneins waren. Allah führt, wen er will, auf einen geraden Weg. Die Menschen waren eine einzige Gemeinschaft. Dann entsandte Allah die Propheten als Bringer froher Botschaft und als Warner. Und Er offenbarte ihnen das Buch mit der Wahrheit, um zwischen den Menschen zu richten über das, worüber sie uneins waren. Uneins aber waren nur jene, denen es gegeben wurde, nachdem klare Beweise zu ihnen gekommen waren, aus Mißgunst untereinander. Doch Allah leitet mit Seiner Erlaubnis diejenigen, die gläubig sind, zur Wahrheit, über die sie uneins waren. Und Allah leitet, wen Er will, auf einen geraden Weg. Die Menschen waren einst eine einzige Gemeinschaft. Dann sandte Gott die Propheten als Warner und Freudenboten zu ihnen. Er sandte ihnen die Schrift mit der Wahrheit herab, um unter den Menschen über ihre Kontroversen zu urteilen. Kontroversen haben nur die Schriftbesitzer böswillig verursacht, nachdem sie die eindeutigen Beweiszeichen bekommen hatten. Die Gläubigen hat Gott Seiner Verfügung gemäß zur Wahrheit über die Kontroversen geleitet. Gott leitet wen Er will zum geraden Weg.  
  214 Denkt ihr etwa, ihr werdet in den Himmel eingehen, selbst wenn euch nicht das Gleiche wie denen vor euch widerfahren? Armut und Drangsal befielen sie, und sie wurden gewaltsam geschüttelt, so daß der Gesandte und die mit ihm Glaubenden ausriefen: "Wann ist Allahs Hilfe?" Wahrlich, Allahs Hilfe ist nahe. "Oder meint ihr, daß ihr (dereinst) ins Paradies eingehen werdet, noch ehe Ähnliches über euch gekommen ist, wie (seinerzeit) über diejenigen, die vor euch dahingegangen sind? Not und Ungemach hat sie erfaßt, und sie sind (dadurch in ihrer Siegeszuversicht) erschüttert worden, so daß der Gesandte (der unter ihnen weilte) und diejenigen, die mit ihm gläubig waren, schließlich sagten: ""Wann wird (denn) die Hilfe Allahs kommen?"" (Aber) Allahs Hilfe ist ja nahe." "Oder meint ihr etwa, ihr würdet ins Paradies eingehen, ohne (daß etwas) Ähnliches über euch gekommen sei wie über diejenigen, die vor euch dahingegangen sind? Not und Unheil erfaßte sie, und sie sind erschüttert worden, bis der Gesandte und diejenigen, die mit ihm gläubig waren, sagten: ""Wann kommt die Hilfe Allahs?"" Doch wahrlich, Allahs Hilfe ist nahe." Oder denkt ihr etwa, daß ihr ins Paradies kommt, ohne geprüft zu werden wie die früheren Völker? Diese wurden so hart von schweren Nöten heimgesucht und so heftig erschüttert, daß ihre Gesandten zusammen mit den treuen Gläubigen fragten: "Wann kommt Gottes versprochener Sieg?" Gottes versprochener Sieg ist wahrlich nahe.  
  215 Sie fragen dich, was sie spenden sollen. Sprich: "Was ihr spendet an gutem und reichlichem Vermögen, das sei für Eltern und nahe Angehörige und für die Waisen und Bedürftigen und den Wanderer. Und was ihr Gutes tut, wahrlich, Allah weiß es wohl." Man fragt dich, was man spenden soll. Sag: Wenn ihr etwas Gutes spendet, soll es den Eltern, den nächsten Verwandten, den Waisen, den Armen und dem, der unterwegs ist, zukommen. Und was ihr an Gutem tut, darüber weiß Allah Bescheid. "Sie befragen dich, was sie spenden sollen. Sprich: ""Was immer ihr spendet an Gutem, das sei für die Eltern und Verwandten und die Waisen und die Armen und den Sohn des Weges. Und was immer ihr an Gutem tut, wahrlich, Allah weiß es wohl.""" Die Gläubigen fragen dich, was und wem sie spenden sollen. Sprich: "Ihr sollt vom wohlverdienten Gut den Eltern, den Verwandten, den Waisen, den Armen und den mittellosen Wanderern geben. Was ihr Gutes tut, das weiß Gott genau."  
  216 Der Kampf ist euch befohlen, auch wenn er euch mißfällt; aber es ist wohl möglich, daß euch etwas mißfällt, was gut für euch ist; und es ist wohl möglich, daß euch etwas gefällt, was für euch übel ist. Allah weiß, ihr aber wisset nicht. Euch ist vorgeschrieben, (gegen die Ungläubigen) zu kämpfen, obwohl es euch zuwider ist. Aber vielleicht ist euch etwas zuwider, während es gut für euch ist, und vielleicht liebt ihr etwas, während es schlecht für euch ist. Allah weiß Bescheid, ihr aber nicht. Zu kämpfen ist euch vorgeschrieben, auch wenn es euch widerwärtig ist. Doch es mag sein, daß euch etwas widerwärtig ist, was gut für euch ist, und es mag sein, daß euch etwas lieb ist, was übel für euch ist. Und Allah weiß es, doch ihr wisset es nicht. Euch ist vorgeschrieben zu kämpfen (um den Glauben zu verteidigen und das Leben zu schützen), obwohl ihr den Kampf haßt. Es kann sein, daß man etwas haßt, was einem nützt oder etwas liebt, was einem schadet. Gott allein weiß alles, und ihr wißt nichts.  
  217 Sie fragen dich über den Kampf im Heiligen Monat. Sprich: "Dann kämpfen ist bedenklich, aber von Allahs Weg abbringen und Ihn und die Heilige Moschee leugnen und ihre Bewohner austreiben, ist noch bedenklicher vor Allah; und Verfolgung ist schlimmer als Totschlag." Und sie werden nicht eher aufhören, euch zu bekämpfen, als bis sie euch von eurem Glauben abtrünnig gemacht haben, wenn sie es vermögen. Wer aber unter euch von seinem Glauben abtrünnig wird und als Ungläubiger stirbt - das sind diejenigen, deren Taten eitel sein werden in dieser und in jener Welt. Sie sind Bewohner des Feuers; darin müssen sie bleiben. Man fragt dich nach dem heiligen Monat, (nämlich) danach (ob es erlaubt ist) in ihm zu kämpfen. Sag: In ihm zu kämpfen ist ein schweres Vergehen. Aber (seine Mitmenschen) vom Wege Allahs abzuhalten - und nicht an ihn zu glauben -, und (Gläubige) von der heiligen Kultstätte (abzuhalten), und deren Anwohner daraus zu vertreiben, (all das) wiegt bei Allah schwerer. Und der Versuch (Gläubige zum Abfall vom Islam) zu verführen wiegt schwerer als Töten. Und sie werden nicht aufhören, gegen euch zu kämpfen, bis sie euch von eurer Religion abbringen - wenn sie (es) können. Und diejenigen von euch, die sich (etwa) von ihrer Religion abbringen lassen und (ohne sich wieder bekehrt zu haben) als Ungläubige sterben, deren Werke sind im Diesseits und im Jenseits hinfällig. Sie werden Insassen des Höllenfeuers sein und (ewig) darin weilen. "Sie befragen dich über das Kämpfen im heiligen Monat. Sprich: ""Das Kämpfen in ihm ist schwerwiegend. Doch das Abbringen vom Weg Allahs und nicht an Ihn zu glauben und (den Zutritt) zur heiligen Moschee (zu verwehren) und deren Bewohner daraus zu vertreiben, ist schwerwiegender vor Allah. Und die Verführung ist schwerwiegender als Töten."" Und sie werden nicht ablassen, gegen euch zu kämpfen, bis sie euch von eurem Glauben abbringen, wenn sie dazu imstande sind. Wer sich aber von euch von seinem Glauben abbringen läßt und als Ungläubiger stirbt - das sind diejenigen, deren Taten wertlos sein werden in dieser Welt und im Jenseits. Sie werden die Bewohner des Feuers sein, und darin werden sie ewig verweilen." Die Gläubigen fragen dich, wie es um den Kampf im heiligen Monat steht. Sprich: "Das Kämpfen im heiligen Monat ist eine schwerwiegende Sünde! Aber schwerwiegender sind die Vergehen der Ungläubigen, die ihre Mitmenschen vom Weg Gottes abhalten, an Gott nicht glauben, die Heilige Moschee (zu Mekka) mißachten und die Bewohner (aus ihrer Stadt Mekka) vertreiben. Die Verführung von Gläubigen jedoch ist schwerwiegender als Morden. " Die Ungläubigen werden solange gegen euch kämpfen, bis sie euch von eurem Glauben abbringen, wenn sie könnten. Diejenigen, die nachgeben, vom Glauben abkommen und als Ungläubige sterben, denen werden im Diesseits und im Jenseits keine guten Werken nützen. Sie sind Bewohner der Hölle, wo sie ewig verweilen werden.  
  218 Die da glauben und die auswandern und hart ringen für Allahs Sache, sie sind es, die auf Allahs Gnade hoffen; und Allah ist allverzeihend, barmherzig. Diejenigen (aber), die glauben, und diejenigen, die ausgewandert sind und um Allahs willen Krieg geführt haben, dürfen auf die Barmherzigkeit Allahs hoffen. Allah ist barmherzig und bereit zu vergeben. Wahrlich, jene, die glauben und ausgewandert sind und sich auf dem Weg Allahs mit aller Kraft einsetzen, die sind es, die auf die Barmherzigkeit Allahs hoffen. Und Allah ist Allverzeihend, Barmherzig. Diejenigen, die wahrhaftig glauben, um des Glaubens Willen ausgewandert sind und für Gottes Sache gekämpft haben, können fest mit Gottes Barmherzigkeit rechnen. Gott ist voller Vergebung und Barmherzigkeit.  
  219 Sie fragen dich über Wein und Glücksspiel. Sprich: "In beiden ist großes Übel und auch Nutzen für die Menschen; doch ihr Übel ist größer als ihr Nutzen." Und sie fragen dich, was sie spenden sollen. Sprich: "(Gebt, was ihr) entbehren (könnt)." So macht Allah euch die Gebote klar, auf daß ihr nachdenkt, Man fragt dich nach dem Wein und dem Losspiel (maisir). Sag: In ihnen liegt eine schwere Sünde. Und dabei sind sie für die Menschen (auch manchmal) von Nutzen. Die Sünde, die in ihnen liegt, ist aber größer als ihr Nutzen. Und man fragt dich, was man spenden soll. Sag: Den Überschuß (von dem, was ihr besitzt)! So macht Allah euch die Verse klar. Vielleicht würdet ihr nachdenken. - "Sie befragen dich über Berauschendes und Glücksspiel. Sprich: ""In beiden liegt großes Übel und Nutzen für die Menschen. Doch ihr Übel ist größer als ihr Nutzen."" Und sie befragen dich, was sie spenden sollen. Sprich: ""Den Überschuß."" So macht euch Allah die Zeichen klar, damit ihr nachdenken möget" Sie fragen dich nach dem Wein und dem Glücksspiel. Sprich: "In beiden liegt zwar etwas Nutzen für die Menschen, aber viel Übel. Das Übel überwiegt den Nutzen." Sie fragen dich, was sie spenden sollen. Sprich: "Was man leicht erübrigen kann, ohne sich übermäßig anzustrengen." So erläutert euch Gott Seine offenbarten Zeichen, damit ihr darüber nachdenkt.  
  220 Über diese Welt und die künftige. Und sie fragen dich über die Waisen. Sprich: "Förderung ihrer Wohlfahrt ist (eine Tat) großer Güte." Und wenn ihr mit ihnen enge Beziehungen eingeht, so sind sie eure Brüder. Und Allah unterscheidet wohl den Unheilstifter vom Friedensstifter. Und hätte Allah gewollt, Er hätte es euch schwer gemacht. Wahrlich, Allah ist allmächtig, allweise. Im Diesseits und Jenseits. - Und man fragt dich nach den Waisen. Sag: Ihnen recht zu tun (? islaahun lahum) ist (an sich) besser. Aber wenn ihr euch (schon) mit ihnen (zu einer Vermögensgemeinschaft) zusammentut (tukhaalituuhum), dann sind sie eure Brüder. Allah weiß den, der Unheil anrichtet, von dem (zu unterscheiden), der recht tut. Und wenn er gewollt hätte, hätte er euch (durch rigorose Vorschriften) in Bedrängnis gebracht. Allah ist mächtig und weise. "über diese Welt und das Jenseits. Sie befragen dich über die Waisen. Sprich: ""Ihre Lage zu verbessern ist gut. Und wenn ihr ihre Angelegenheiten mit den euren zusammentut, so sind sie eure Geschwister."" Und Allah weiß den Unheilstifter von dem zu unterscheiden, der Gutes tut. Und wenn Allah es gewollt hätte, hätte Er euch in Bedrängnis gebracht. Wahrlich, Allah ist Allmächtig, Allweise." Ihr sollt über das Diesseits und das Jenseits nachdenken. Sie fragen dich, wie sie die Waisen behandeln sollen. Sprich: "Ihr sollt das tun, was für sie gut ist. Wenn ihr mit ihnen verkehrt, so sollt ihr sie wie eure Geschwister behandeln (mit dem Ziel, ihnen zu nützen und nicht zu schaden)!" Gott weiß, wer gute Absichten und wer böse hegt. Wenn Gott gewollt hätte, hätte Er es euch (durch Pflichten) schwer gemacht. (Die schlecht geleiteten Waisen wären eine schwere Bürde, unter der ihr leiden müßtet.) Gott ist allmächtig und allwissend.  
  221 Und heiratet nicht Götzendienerinnen, ehe sie gläubig geworden; selbst eine gläubige Sklavin ist besser als eine Götzendienerin, so sehr diese euch gefallen mag. Und verheiratet (keine gläubigen Frauen) mit Götzendienern, ehe sie gläubig geworden; selbst ein gläubiger Sklave ist besser als ein Götzendiener, so sehr dieser euch gefallen mag. Jene rufen zum Feuer, Allah aber ruft zum Paradies und zur Vergebung durch Sein Gebot. Und Er macht Seine Zeichen den Menschen klar, auf daß sie sich ermahnen lassen. Und heiratet nicht heidnische Frauen, solange sie nicht gläubig werden! Eine gläubige Sklavin ist besser als eine heidnische Frau, auch wenn diese euch gefallen sollte. Und gebt nicht (gläubige Frauen) an heidnische Männer in die Ehe, solange diese nicht gläubig werden! Ein gläubiger Sklave ist besser als ein heidnischer Mann, auch wenn dieser euch gefallen sollte. Jene (Heiden) rufen zum Höllenfeuer (indem sie zum Unglauben und zu sündigen Handlungen auffordern). Allah aber ruft zum Paradies und zur Vergebung durch seine Gnade. Und er macht den Menschen seine Verse klar. Vielleicht würden sie sich mahnen lassen. Und heiratet keine Götzenanbeterinnen, ehe sie glauben. Und eine gläubige Dienerin ist besser als eine Götzenanbeterin, mag sie euch auch noch so gut gefallen. Und verheiratet nicht (gläubige Frauen) mit Götzenanbetern, ehe sie glauben. Und ein gläubiger Diener ist besser als ein Götzenanbeter, mag er euch auch noch so gut gefallen. Jene rufen zum Feuer, doch Allah ruft zum Paradies und zur Verzeihung mit Seiner Erlaubnis und macht den Menschen Seine Zeichen klar, damit sie Seiner gedenken mögen. Heiratet keine Ungläubigen, bis sie an Gott glauben! Eine gläubige Leibeigene ist besser als eine ungläubige Freie, die euch gefallen könnte. die euch gefallen könnte. Verheiratet (die unter eurer Obhut stehenden) Frauen nicht mit ungläubigen Männern, bis sie an Gott glauben! Ein gläubiger Leibeigener ist besser als ein ungläubiger Freier, der euch gefallen könnte. Die Ungläubigen verführen zu Lastern, die einen in die Hölle bringen. Gott aber lädt euch zum Paradies und zur Vergebung durch Seine Gnade ein. Er macht den Menschen Seine offenbarten Zeichen klar, damit sie Seiner gedenken.  
  222 Und sie fragen dich wegen der monatlichen Reinigung. Sprich: "Das ist schadenbringend, so haltet euch fern von Frauen während der Reinigung, und geht nicht ein zu ihnen, ehe sie sich gereinigt. Haben sie sich durch ein Bad gereinigt, so geht ein zu ihnen, wie Allah es euch geboten. Allah liebt die sich Bekehrenden und liebt die sich Reinhaltenden." Und man fragt dich nach der Menstruation. Sag: Sie ist eine Plage. Darum haltet euch während der Menstruation von den Frauen fern, und kommt ihnen nicht nahe, bis sie (wieder) rein sind! Wenn sie sich dann gereinigt haben, dann geht zu ihnen, so wie (min haithu) Allah es euch befohlen hat! Allah liebt die Bußfertigen. Und er liebt die, die sich reinigen. "Und sie befragen dich über die Menstruation. Sprich: ""Sie ist ein Leiden. So haltet euch von den Frauen während der Menstruation fern und kommt ihnen nicht nahe, bis sie rein sind; und wenn sie rein sind, dann geht zu ihnen, wie Allah es euch geboten hat. Wahrlich, Allah liebt diejenigen, die sich (Ihm) reuevoll zuwenden und die sich reinigen.""" Sie fragen dich, wie sie sich (mit ihren Frauen) während der Menstruation zu verhalten haben. Sprich: "Es ist schädlich. Haltet euch während der Menstruation von den Frauen fern! Ihr sollt mit den Frauen während der Menstruation keinen Geschlechtsverkehr haben, bis sie sich gereinigt haben. Erst dann dürft ihr mit ihnen verkehren, und zwar wie Gott es geboten hat. Gott liebt diejenigen, die um Vergebung bitten und sich läutern.  
  223 Eure Frauen sind euch ein Acker; so naht eurem Acker, wann und wie ihr wollt, und sendet etwas voraus für euch; und fürchtet Allah und wisset, daß ihr Ihm begegnen werdet; und bringe frohe Botschaft den Gläubigen. Die Frauen sind euch ein Saatfeld. Geht zu (diesem) eurem Saatfeld, wo immer (annaa) ihr wollt! Und legt euch (im Diesseits) einen Vorrat (an guten Werken) an! Und fürchtet Allah! Ihr müßt wissen, daß ihr ihm (dereinst) begegnen werdet. Und bring den Gläubigen gute Nachricht (von der Seligkeit, die sie im Jenseits erwartet!) Eure Frauen sind ein Saatfeld für euch; darum bestellt euer Saatfeld wie ihr wollt. Doch schickt (Gutes) für euch voraus. Und fürchtet Allah und wisset, daß ihr Ihm begegnen werdet. Und verheiße den Gläubigen die frohe Botschaft. Eure Frauen sind für den Nachwuchs wie der Boden für die Saat. Naht euch ihnen wie ihr wollt (im Rahmen des Gebotenen)! Fromme Werke sollt ihr im voraus leisten. Seid fromm Gott gegenüber und wißt, daß ihr Ihm begegnen werdet! Überbringe den Gläubigen frohe Botschaft!  
  224 Und machet Allah nicht durch eure Schwüre zum Hindernis: daß ihr euch des Guttuns und Rechthandelns und des Friedenstiftens unter den Menschen enthaltet. Und Allah ist allhörend, allwissend. Und macht nicht Allah mit euren Eiden zu einem Hinderungsgrund (`urda) (indem ihr euch durch leichtfertiges Schwören die Möglichkeit verbaut), Pietät zu üben und gottesfürchtig zu sein und (in Streitfällen) zwischen den Leuten einen Ausgleich herbeizuführen! Allah hört und weiß (alles). Und macht Allah nicht bei euren Schwüren zum Hinderungsgrund, ehrlich und gottesfürchtig zu sein und Frieden zwischen den Menschen zu stiften. Und Allah ist Allhörend, Allwissend. Mißbraucht Gottes Namen nicht bei euren Schwüren! Das ist ungebührlich. Dafür sollt ihr das Gute tun, euch fromm verhalten und die Menschen versöhnen. Gott hört und weiß alles.  
  225 Allah wird euch nicht zur Rechenschaft ziehen für das Unbedachte in euren Schwüren, allein Er wird Rechenschaft von euch fordern für eures Herzens Vorbedacht. Allah ist allverzeihend, langmütig. Allah belangt euch (beim Gericht) nicht wegen des (leeren) Geredes in euren Eiden. Er belangt euch vielmehr wegen dessen, was euer Herz begeht. Er ist mild und bereit zu vergeben. Allah wird euch nicht Unachtsamkeit in euren Schwüren zum Vorwurf machen, doch macht Er euch das zum Vorwurf, was eure Herzen erworben haben. Und Allah ist Allverzeihend, Nachsichtig. Gott verzeiht euch die nicht ernst gemeinten Schwüre und Eide. Er zieht euch zur Rechenschaft, wenn es um absichtlich vom Herzen gefaßte Schwüre und Eide geht. Gott ist voller Vergebung und Milde.  
  226 Für die, welche Enthaltsamkeit von ihren Frauen geloben, ist die Wartezeit (längstens) vier Monate; wollen sie dann zurückkehren, so ist Allah gewiß allverzeihend, barmherzig. Diejenigen (Ehemänner), die schwören, sich von ihren Frauen fernzuhalten, haben eine Wartezeit von vier Monaten. Wenn sie (innerhalb dieser vier Monate) wiedereinlenken (? faa'uu) (und den Verkehr mit ihren Frauen wiederaufnehmen wollen), ist Allah barmherzig und bereit zu vergeben (und rechnet ihnen ihren Schwur nicht an). Diejenigen, die Enthaltsamkeit von ihren Frauen beschwören, sollen vier Monate warten. Wenn sie sich dann von ihrem Schwur entbinden wollen, ist Allah wahrlich Allverzeihend, Barmherzig. Diejenigen (Ehemänner), die schwören, sich des Verkehrs mit ihren Frauen zu enthalten (um den Frauen eine Überlegungsfrist zu gewähren), dürfen nicht länger als vier Monate warten. Wenn sie mit ihren Frauen vor Fristende wieder verkehren, bleibt die Ehe aufrecht erhalten, und sie haben eine Buße zu leisten. Gott ist voller Vergebung und Barmherzigkeit.  
  227 Und wenn sie sich zur Ehescheidung entschließen, dann ist Allah allhörend, allwissend. Wenn sie aber zur (endgültigen) Entlassung entschlossen sind (bleibt es dabei). Allah hört und weiß (alles). Doch wenn sie den festen Entschluß zur Scheidung gefaßt haben, dann ist Allah wahrlich Allhörend, Allwissend. Wenn sie aber den festen Entschluß zur Scheidung gefaßt haben, müssen sie sich vergegenwärtigen, daß Gott alles hört, und daß Er allwissend ist.  
  228 Und die geschiedenen Frauen sollen in bezug auf sich selbst drei Reinigungen zuwarten; und es ist ihnen nicht erlaubt, das zu verhehlen, was Allah in ihrem Schoß erschaffen hat, wenn sie an Allah und an den Jüngsten Tag glauben; und ihre Gatten haben das größere Recht, sie währenddessen zurückzunehmen, wenn sie eine Aussöhnung wünschen. Und wie die Frauen Pflichten haben, so haben sie auch Rechte, nach dem Brauch; doch haben die Männer einen gewissen Vorrang vor ihnen; und Allah ist allmächtig, allweise. Die Frauen, die entlassen sind, sollen ihrerseits drei Perioden abwarten. Und es ist ihnen nicht erlaubt, zu verheimlichen, was (etwa) Allah (als Frucht der vorausgegangenen Ehe) in ihrem Schoß geschaffen hat, wenn (anders) sie an Allah und den jüngsten Tag glauben. Und ihren Gatten steht es am ehesten (von allen Männern) zu, sie darin zurückzunehmen, wenn sie eine Aussöhnung herbeiführen wollen. Die Frauen haben (in der Behandlung von seiten der Männer) dasselbe zu beanspruchen, wozu sie (ihrerseits den Männern gegenüber) verpflichtet sind, (wobei) in rechtlicher Weise (zu verfahren ist). Und die Männer stehen (bei alledem) eine Stufe über ihnen. Allah ist mächtig und weise. Geschiedene Frauen sollen selbst drei Perioden abwarten, und es ist ihnen nicht erlaubt, zu verbergen, was Allah in ihrer Gebärmutter erschaffen hat, wenn sie an Allah und an den Jüngsten Tag glauben. Und ihre Ehemänner haben vorrangig das Anrecht, sie dann zurückzunehmen, wenn sie eine Versöhnung anstreben. Und den (Frauen) stehen die gleichen Rechte zu wie sie (die Männer) zur gütigen Ausübung über sie haben. Doch die Männer stehen eine Stufe über ihnen. Und Allah ist Allmächtig, Allweise. Geschiedene Frauen haben drei Perioden abzuwarten (bevor sie eine Wiederheirat anstreben). Sie dürfen nicht verbergen, was Gott in ihrem Schoß geschaffen haben könnte, wenn sie an Gott und den Jüngsten Tag glauben. Sollten die (geschiedenen) Ehemänner das Verhältnis in Güte wiederherstellen wollen, haben sie das Vorrecht, während der Wartezeit die Ehe mit Einwilligung beider Partner erneut zu schließen. Die Frauen haben so viele Rechte wie sie Pflichten haben, gemäß dem Brauch. Die Ehemänner liegen eine Stufe höher bei den Pflichten (was Verantwortung, Aufrechterhaltung und Sorge für Ehe und Familie angeht). Gottes Allmacht und Weisheit sind unermeßlich.  
  229 Solche Trennung darf zweimal (ausgesprochen) werden; dann aber gilt, sie (die Frauen) entweder auf geziemende Art zu behalten oder in Güte zu entlassen. Und es ist euch nicht erlaubt, irgend etwas von dem, was ihr ihnen gegeben habt, zurückzunehmen, es sei denn beide fürchten, sie könnten die Schranken Allahs nicht einhalten. Fürchtet ihr aber, daß sie die Schranken Allahs nicht einhalten können, so soll für sie beide keine Sünde liegen in dem, was sie als Lösegeld gibt. Das sind die Schranken Allahs, also übertretet sie nicht; die aber die Schranken Allahs überteten, das sind die Ungerechten. Die Entlassung (mit dem Recht, die Frau zurückzunehmen) ist zweimal (erlaubt). Dann (sind die Frauen entweder) in rechtlicher Weise (zu) behalten oder auf ordentliche Weise frei(zu)geben. Und es ist euch (im letzteren Fall) nicht erlaubt, etwas von dem, was ihr ihnen (vorher als Morgengabe) gegeben habt, (wieder an euch) zu nehmen, - außer wenn die beiden fürchten, daß sie (hinsichtlich der Ehegemeinschaft) die Gebote Allahs nicht einhalten werden. Wenn aber zu befürchten ist, daß die beiden (im Fall der Aufrechterhaltung der Ehegemeinschaft) die Gebote Allahs nicht einhalten werden, ist es für sie keine Sünde, wenn die Frau sich mit einem gewissen Betrag loskauft. Das sind die Gebote Allahs. Übertretet sie nicht! Diejenigen, die sie übertreten, sind die (wahren) Frevler. Die Scheidung ist zweimal. Dann (sollen die Männer die Frauen) in angemessener Weise behalten oder im Guten entlassen. Und es ist euch nicht erlaubt, irgend etwas von dem zurückzunehmen, was ihr ihnen (als Brautgabe) gegeben habt, es sei denn, beide (Mann und Frau) befürchten, die Schranken Allahs nicht einhalten zu können. Und wenn ihr befürchtet, daß sie die Schranken Allahs nicht einhalten können, dann liegt kein Vergehen für sie beide in dem, was sie hingibt, um sich damit loszukaufen. Dies sind die Schranken Allahs, so übertretet sie nicht. Und wer die Schranken Allahs übertritt - das sind diejenigen, die Unrecht tun. Scheidung ist zweimal gestattet. Der Ehemann darf nach jeder Scheidung seine geschiedene Frau wieder in Würde heiraten oder sie im Guten und gerecht entlassen. Die Ehemänner dürfen den Frauen nichts von dem nehmen, was sie ihnen gegeben haben. Falls ihr fürchtet, die Frauen würden Gottes Gebote und Verbote nicht einhalten können, kann die Frau für die von ihr verlangte Scheidung eine Entschädigung zahlen, und darin liegt für beide keine Sünde. Das sind die Grenzen, die Gott vorschreibt und die ihr nicht übertreten dürft. Diejenigen, die Gottes Grenzen überschreiten, sind die Ungerechten.  
  230 Und wenn er sich von ihr abermals (endgültig) scheiden läßt, dann ist sie ihm nicht mehr erlaubt, ehe sie nicht einen anderen Gatten geheiratet hat; scheidet sich dieser dann (auch) von ihr, so soll es für sie keine Sünde sein, zueinander zurückzukehren, wenn sie sicher sind, sie würden die Schranken Allahs einhalten können. Das sind die Schranken Allahs, die Er den Verständigen klarmacht. Und wenn der Mann (die Frau endgültig) entläßt, ist sie ihm künftig nicht (wieder als Ehefrau) erlaubt, bevor sie nicht (etwa) einen anderen Gatten heiratet. Falls dieser sie entläßt, ist es keine Sünde für die beiden, wieder zueinanderzukommen, wenn sie (dabei) glauben, die Gebote Allahs (in der von ihnen beabsichtigen neuen Ehegemeinschaft) halten zu können. Das sind die Gebote Allahs. Er macht sie Leuten klar, die Bescheid wissen. Und wenn er sie entläßt, dann ist sie ihm nicht mehr erlaubt, solange sie nicht einen anderen Mann geheiratet hat. Wenn dieser sie entläßt, ist es kein Vergehen für beide, wenn sie zueinander zurückkehren, sofern sie annehmen, daß sie die Gebote Allahs einhalten können. Dies sind die Schranken Allahs, die Er denjenigen klarmacht, die wissen. Hat ein Ehemann seine Frau zum dritten Mal verstoßen, darf er sie nicht wieder heiraten. Es sei denn, daß sie einen anderen heiratet und von ihm geschieden wird. Dann ist es keine Sünde für sie, wenn sie sich aussprechen und eine neue Ehe eingehen. Dabei müssen sie fester Absicht sein, die Grenzen Gottes einzuhalten. Das sind Gottes Gebote und Verbote, die Er für die Menschen klarstellt, die sich um Wissen bemühen.  
  231 Und wenn ihr euch von den Frauen scheidet und sie nähern sich dem Ende ihrer Wartefrist, dann sollt ihr sie entweder auf geziemende Art behalten oder auf geziemende Art entlassen; doch haltet sie nicht zu (ihrem) Schaden zurück, um ungerecht zu handeln. Wer das aber tut, wahrlich, der sündigt wider seine eigene Seele. Und treibt nicht Spott mit Allahs Geboten, und gedenket der Gnade Allahs gegen euch und des Buchs und der Weisheit, die Er euch herabgesandt hat, womit Er euch ermahnt. Und fürchtet Allah und wisset, daß Allah alles weiß. Und wenn ihr Frauen entlaßt und sie dann ihren Termin erreichen, dann behaltet sie in rechtlicher Weise oder gebt sie in rechtlicher Weise frei! Behaltet sie nicht aus Schikane, um (auf diese Weise die Gebote Allahs) zu übertreten! Wer dies tut, frevelt gegen sich selber (indem er sich ins Unrecht setzt). Und treibt nicht euren Spott mit den Versen Allahs! Und gedenket der Gnade, die Allah euch erwiesen, und der Schrift und der Weisheit (hikma), die er auf euch herabgesandt hat, um euch damit zu ermahnen! Und fürchtet Allah! Ihr müßt wissen, daß er über alles Bescheid weiß Und wenn ihr euch von den Frauen scheidet und sie sich der Erfüllung ihrer Wartezeit nähern, dann behaltet sie in gütiger Weise oder entlaßt sie in gütiger Weise. Doch behaltet sie nicht aus Schikane, um zu übertreten. Und wer dies tut, der fügt sich selbst Unrecht zu. Und macht euch nicht über die Zeichen Allahs lustig, und gedenkt der Gnade Allahs, die Er euch erwiesen hat und dessen, was Er euch vom Buch und der Weisheit herabgesandt hat, um euch damit zu ermahnen. Und fürchtet Allah und wisset, daß Allah über alles Bescheid weiß. Wenn nach ausgesprochener Scheidung die Wartezeit verstrichen ist, könnt ihr sie im Guten für eine neue Ehe versöhnen oder sie im Guten ihren Weg gehen lassen. Ihr dürft die Wartezeit nicht ausnutzen, um den Frauen zu schaden und Gottes Vorschriften zu mißachten. Wer sich so etwas erlaubt, hat sich selbst unrecht getan. Über Gottes Offenbarung dürft ihr nicht spotten. Gedenkt stets der Gaben Gottes, des euch herabgesandten Buches und der offenbarten Weisheit, womit Er euch ermahnt! Fürchtet Gott und wißt, daß Er alles weiß!  
  232 Und wenn ihr euch von den Frauen scheidet und sie erreichen das Ende ihrer Wartefrist, dann hindert sie nicht daran, ihre Gatten zu heiraten, wenn sie miteinander auf geziemende Art einig geworden sind. Das ist eine Mahnung für den unter euch, der an Allah und an den Jüngsten Tag glaubt. Es ist segensreicher für euch und lauterer; und Allah weiß, ihr aber wisset nicht. Und wenn ihr die Frauen entlaßt und sie dann ihren Termin erreichen, dann hindert sie (-sofern ihr als Vormund über sie zu bestimmen habt-) nicht durch zwangsmaßnahmen daran, sich mit ihren (bisherigen) Gatten (wieder) zu verheiraten, falls sie sich miteinander in rechtlicher Weise geeinigt haben! Das ist eine Ermahnung an diejenigen von euch, die an Allah und den jüngsten Tag glauben. Auf diese Weise haltet ihr euch am ehesten sittlich und rein. Allah weiß Bescheid, ihr aber nicht. Und wenn ihr die Frauen entlaßt und sie ihren Termin erreichen, dann haltet sie nicht davon ab, ihre Gatten zu heiraten, wenn sie sich in gütiger Weise einigen. Dies ist eine Ermahnung für denjenigen unter euch, der an Allah und an den Jüngsten Tag glaubt. Das ist besser für eure Lauterkeit und Reinheit. Und Allah weiß, doch ihr wisset nicht. Wenn die Frauen nach ausgesprochener Scheidung und verstrichener Wartezeit eine neue Ehe mit dem gleichen Mann eingehen wollen, so dürft ihr (die ihr das Sagen über sie habt) das nicht verbieten, wenn beide Partner eine Versöhnung im Guten erzielt haben. Dazu werdet ihr, die ihr an Gott und den Jüngsten Tag glaubt, ermahnt. Für euch ist das segensreicher und reiner. Gott weiß alles, und ihr wißt nichts.  
  233 Und (die geschiedenen) Mütter sollen ihre Kinder zwei volle Jahre säugen, so jemand will, die Säugung vollständig zu machen. Und der Vater soll für ihre (der Mütter) Nahrung und Kleidung aufkommen nach Billigkeit. Niemand werde belastet über sein Vermögen. Die Mutter soll nicht bedrängt werden wegen ihres Kindes, noch soll der Vater bedrängt werden wegen seines Kindes; und dasselbe obliegt dem Erben. Entscheiden sie sich, nach gegenseitigem Einvernehmen und Beratung, für Entwöhnung, dann trifft sie kein Vorwurf Und wenn ihr wünschet, eure Kinder säugen zu lassen, dann soll euch kein Vorwurf treffen, gesetzt, ihr zahlt den ausbedungenen Lohn nach Billigkeit. Und fürchtet Allah und wisset, daß Allah euer Tun sieht. Und die Mütter (die von ihrem Gatten entlassen sind) sollen ihre Kinder zwei volle Jahre stillen. (Das gilt) für die, die das Stillen ganz zu Ende führen wollen. Und der Vater (der betreffenden Kinder) ist verpflichtet, (während dieser Zeit) ihren Unterhalt und ihre Kleidung in rechtlicher Weise zu bestreiten. Von niemand wird mehr verlangt, als er (zu leisten) vermag. Eine Mutter soll nicht wegen ihres Kindes schikaniert werden, und ein Vater nicht wegen des seinen. Und der Erbe (des Vaters) hat (für den Fall, daß dieser stirbt) dieselbe Verpflichtung (gegenüber der stillenden Mutter). Und wenn die beiden nach gegenseitiger Übereinkunft und Beratung (das Kind vor der angegebenen Zeit) entwöhnen wollen, ist es keine Sünde für sie (dies zu tun). Und wenn ihr eure Kinder (einer Amme) zum Stillen geben wollt, ist es keine Sünde für euch (dies zu tun), wenn ihr das, was ihr (als Lohn für das Stillen) ausgesetzt habt, in rechtlicher Weise aushändigt. Und fürchtet Allah! Ihr müßt wissen, daß Allah wohl durchschaut, was ihr tut. Und die Mütter stillen ihre Kinder zwei volle Jahre. (Das gilt) für die, die das Stillen vollenden wollen. Und es obliegt dem, dem das Kind geboren wurde, für (die Mütter) ihre Nahrung und Kleidung auf gütige Weise Sorge zu tragen. Von keiner Seele soll etwas gefordert werden über das hinaus, was sie zu leisten vermag. Einer Mutter soll nicht wegen ihres Kindes Schaden zugefügt werden, und dem, dem das Kind geboren wurde, nicht wegen seines Kindes. Und für den Erben gilt das gleiche. Und wenn sie beide in gegenseitigem Einvernehmen und nach Beratung (das Kind vorzeitig) entwöhnen wollen, dann liegt darin kein Vergehen für sie. Und wenn ihr eure Kinder stillen lassen wollt, so ist es kein Vergehen für euch, sofern ihr das, was ihr vereinbart habt, in gütiger Weise bezahlt. Und fürchtet Allah und wisset, daß Allah wohl sieht, was ihr tut. Die Mütter haben ihre neugeborenen Kinder zwei volle Jahre zu stillen, wenn sie das Stillen zu Ende führen wollen. Der Vater hat die stillende Mutter ( - auch wenn sie geschieden ist - ) mit Nahrung und Kleidung angemessen zu versorgen. Unmögliches sollte von keinem verlangt werden. Keine Mutter soll durch die Sorge für ihr Kind zu Schaden kommen, und kein Vater soll durch die Sorge für sein Kind Schaden erleiden. Wenn ein Vater stirbt, hat sein Erbe für den Unterhalt des Kindes aufzukommen. Sollten die Eltern sich dafür entscheiden, das Kind (vor Ablauf der zwei Jahre) abzustillen, so dürfen sie das tun, vorausgesetzt, daß sie sich darüber beraten und dieses gemeinsam vereinbart haben. Wenn ihr wünscht, für das Kind eine Amme zu nehmen, die es (anstelle der Mutter) stillt, so dürft ihr das tun, vorausgesetzt, daß ihr (der Mutter und der Amme) den gebührenden Unterhalt wohlwollend bezahlt. Fürchtet Gott und wißt, daß Er alles sieht, was ihr tut!  
  234 Und wenn welche unter euch sterben und Gattinnen hinterlassen, so sollen diese in bezug auf sich selbst vier Monate und zehn Tage warten. Haben sie dann das Ende ihrer Wartefrist erreicht, so soll euch keine Schuld treffen für irgend etwas, das sie mit sich selber nach Billigkeit tun; und Allah achtet wohl eurer Taten. Und wenn welche von euch abberufen werden und Gattinnen hinterlassen, sollen diese ihrerseits vier Monate und zehn (Tage) zuwarten. Wenn sie dann ihren Termin erreichen, ist es keine Sünde für euch, wenn sie von sich aus in rechtlicher Weise etwas (zum Zweck ihrer Wiederverheiratung) unternehmen. Allah ist wohl darüber unterrichtet, was ihr tut. Und wenn diejenigen von euch, die abberufen werden, Gattinnen zurücklassen, so sollen diese (Witwen) vier Monate und zehn Tage abwarten. Und wenn sie dann ihren Termin erreicht haben, so ist es kein Vergehen für euch, wenn sie in gütiger Weise über sich selbst verfügen. Und Allah ist wohl vertraut mit dem, was ihr tut. Wenn diejenigen unter euch, die abberufen werden, Gattinnen hinterlassen, so sollen diese sich vier Monate und zehn Tage (auf Schwangerschaft hin) beobachten. Wenn die Zeit verstrichen ist, dürft ihr (die ihr das Sagen habt) ihnen nicht verbieten, über sich selbst zu verfügen (und zu heiraten), vorausgesetzt, daß das in Recht und Ehren geschieht. Gott weiß alles, was ihr tut.  
  235 Und es soll euch kein Vorwurf treffen, wenn ihr (diesen) Frauen gegenüber auf eine Heiratsabsicht anspielt oder (sie) in eurem Herzen verborgen haltet. Allah weiß ja doch, daß ihr an sie denkt. Doch machet nicht heimlich einen Vertrag mit ihnen, außer daß ihr ein geziemendes Wort sprecht. Und entscheidet euch nicht für die Ehe vor Ablauf der vorgeschriebenen Frist. Und wisset, daß Allah weiß, was in eurem Herzen ist; also hütet euch davor und wisset, daß Allah allverzeihend, langmütig ist. Und es ist keine Sünde für euch, wenn ihr (ihnen gegenüber noch vor Ablauf der Wartezeit gewisse) Andeutungen auf einen Heiratsantrag macht, oder wenn ihr bei euch im Stillen (derartige) Absichten hegt. Allah weiß, daß ihr an sie denken werdet (noch ehe die Zeit zu einer ehelichen Verbindung gekommen ist). Aber verabredet euch (während ihrer Wartezeit) nicht heimlich mit ihnen! Sagt vielmehr nur, was sich geziemt! Und entschließt euch nicht (endgültig) zum Ehebund, bevor die vorgeschriebene Wartezeit ihren Termin erreicht! Ihr müßt wissen, daß Allah Bescheid weiß über das, was ihr (an Gedanken und Absichten) in euch hegt. Nehmt euch daher vor ihm in acht! Ihr müßt (aber auch) wissen, daß Allah mild ist und bereit zu vergeben Und es ist kein Vergehen für euch, wenn ihr ihnen gegenüber Heiratsabsichten andeutet oder euch insgeheim mit diesem Gedanken tragt. Allah wußte, daß ihr an sie denken werdet. Doch verabredet euch nicht heimlich mit ihnen, außer ihr sprecht ein geziemendes Wort. Und faßt keinen festen Entschluß zum Ehebund, bevor die Wartezeit erfüllt ist. Und wisset, daß Allah dessen gewahr ist, was in euren Seelen ist. Darum seid vor Ihm auf der Hut. Und wisset, daß Allah Allverzeihend und Nachsichtig ist. Es ist nicht unbotmäßig, daß ihr Männer den (verwitweten) Frauen vor Ablauf der Wartezeit eine Verlobung in Aussicht stellt oder einen Heiratswunsch im Verborgenen hegt. Gott weiß doch, daß ihr an sie denkt. Aber verabredet euch nicht heimlich mit ihnen, sondern sagt nur, was sich ziemt! Einen Ehevertrag dürft ihr erst schließen, wenn die Wartezeit verstrichen ist. Ihr müßt euch dessen bewußt sein, daß Gott alles weiß, was ihr verborgen haltet. So nehmt euch in acht! Ihr sollt wissen, daß Gott voller Vergebung und Milde ist.  
  236 Es soll euch nicht als Sünde angerechnet werden, wenn ihr euch von Frauen scheidet, dieweil ihr sie nicht berührt noch eine Morgengabe für sie ausgesetzt habt. Doch versorget sie - der Reiche nach seinem Vermögen und der Arme nach seinem Vermögen -, eine Versorgung, wie es sich gebührt, eine Pflicht den Rechtschaffenen. Es ist keine Sünde für euch, wenn ihr Frauen (nach der Eheschließung ohne weiteres) entlaßt, solange ihr sie noch nicht berührt habt, - es sei denn, ihr habt für sie einen Pflichtteil ausgesetzt. Stattet sie dann auf rechtliche Weise aus - der Reiche, wie es seinen Verhältnissen, und der Arme, wie es den seinen entspricht! (Das gilt) als Verpflichtung für diejenigen, die rechtschaffen sind. Es ist kein Vergehen für euch, wenn ihr die Frauen entlaßt, bevor ihr sie berührt oder ihnen eine Brautgabe gewährt habt. Doch gewährt ihnen Versorgung: der Wohlhabende (nach dem,) was er vermag, und der Minderbemittelte nach dem, was er vermag - eine Versorgung auf gütige Weise. (Dies ist) eine Verpflichtung für die Gütigen. Es ist keine Sünde für euch, wenn ihr euch von den Frauen scheiden laßt, die ihr noch nicht berührt oder für die ihr die Brautgabe noch nicht ausgesetzt habt. Ihr habt sie aber wohlwollend mit einer Gabe zu versorgen, jeder seinen Möglichkeiten entsprechend, der Reiche gemäß seinem Reichtum und der Arme gemäß seinen beschränkten Mitteln. Das ist eine Pflicht für die Rechtschaffenen.  
  237 Und wenn ihr euch von ihnen scheidet, bevor ihr sie berührt habt, doch nachdem ihr ihnen eine Morgengabe aussetztet: dann die Hälfte des von euch Ausgesetzten, es sei denn, sie erlassen es oder der, in dessen Hand das Eheband ist, erläßt es. Und euer Erlassen ist der Gottesfurcht näher. Und vergeßt nicht, einander Gutes zu tun. Wahrlich, Allah sieht, was ihr tut. Und wenn ihr sie entlaßt, noch ehe ihr sie berührt habt, und ihnen (dabei schon) einen Pflichtteil ausgesetzt habt, dann (habt ihr) die Hälfte dessen, was ihr ausgesetzt habt (auszuhändigen) - außer wenn euch von ihnen oder von dem, der zur Eheschließung bevollmächtigt ist, Nachlaß gewährt wird. Und wenn ihr Nachlaß gewährt, entspricht das der Gottesfurcht eher (als wenn ihr unnachgiebig auf eurem Recht besteht). Und vergeßt nicht, (in Vermögensangelegenheiten) untereinander Großmut walten zu lassen! Allah durchschaut wohl, was ihr tut. Und wenn ihr sie entlaßt, bevor ihr sie berührt habt, jedoch nachdem ihr ihnen eine Brautgabe ausgesetzt habt, dann zahlt die Hälfte dessen, was ihr ausgesetzt habt, es sei denn, sie erlassen es (euch) oder der, in dessen Hand der Ehebund ist, erläßt es. Und wenn ihr es erlaßt, so kommt das der Gottesfürchtigkeit näher. Und vergesset nicht, einander Güte zu erweisen. Wahrlich, Allah sieht wohl, was ihr tut. Laßt ihr euch von den Frauen scheiden, die ihr nicht berührt habt, aber für die ihr eine Brautgabe ausgesetzt habt, so müßt ihr ihnen die Hälfte der Brautgabe geben, es sei denn, daß die Frau oder ihr Bevollmächtigter darauf verzichtet. Der Mann tut aber gut, die Brautgabe voll und ganz zu geben. Wer das tut, steht der Frömmigkeit am nächsten. Vergeßt nicht die Großzügigkeit im Umgang miteinander! Gott sieht alles, was ihr macht.  
  238 Wacht über die Gebete und das mittlere Gebet, und steht demütig vor Allah. Haltet die Gebete ein, (besonders) auch das mittlere, und steht demütig ergeben vor Allah! Haltet die Gebete ein, sowie das mittlere Gebet. Und steht in demütiger Ergebenheit vor Allah. Beachtet die Gebete, und verrichtet sie andächtig, vollständig und vollkommen! Steht beim Gebet demütig vor Gott!  
  239 Wenn ihr in Furcht seid, dann (sprecht euer Gebet) im Stehen oder im Reiten: seid ihr aber in Sicherheit, dann gedenket Allahs, da Er euch das lehrte, was ihr nicht wußtet. Und wenn ihr (auf einem Kriegszug) fürchtet (bei Abhaltung des Gebets in Gefahr zu kommen), dann (verrichtet die Andacht) im Marschieren oder Reiten (ohne an die Modalitäten des Gebetsritus gebunden zu sein)! Wenn ihr dann aber (wieder außer Gefahr und) in Sicherheit seid, dann gedenket Allahs (indem ihr euch vor Augen haltet), wie er euch (durch die Offenbarung) gelehrt hat, was ihr (bisher) nicht wußtet! Doch wenn ihr in Furcht seid, dann betet zu Fuß oder im Reiten. Und wenn ihr in Sicherheit seid, gedenkt Allahs, wie Er euch das gelehrt hat, was ihr nicht wußtet. Wenn Gebetszeit ist und ihr Euch in gefährlichen (oder außergewöhnlichen Umständen) befindet, so betet gerade wie ihr seid, gehend oder reitend! Wenn ihr wieder in Sicherheit seid, so (betet, wie ihr es gelernt habt und) dankt Gott dafür, daß er euch wissen läßt, was ihr nicht wußtet!  
  240 Und die von euch sterben und Gattinnen hinterlassen, sollen ihren Gattinnen Versorgung auf ein Jahr vermachen, ohne daß sie aus dem Hause müßten. Gehen sie aber von selbst, so soll euch kein Tadel treffen für irgend etwas, was sie nach Billigkeit mit sich selber tun. Und Allah ist allmächtig, allweise. Und wenn welche von euch abberufen werden und Gattinnen hinterlassen, (so gelte) als Verordnung (von seiten Allahs) zugunsten ihrer Gattinnen, (diese) mit einer Ausstattung zu versehen, bis ein Jahr um ist, ohne (sie während dieser Zeit aus der Wohnung) auszuweisen. Wenn sie aber (von sich aus vor Ablauf des Jahres) ausziehen, ist es für euch keine Sünde, wenn sie ihrerseits (zum Zweck ihrer Wiederverheiratung) etwas unternehmen, was sich geziemt. Allah ist gewaltig und weise. Und diejenigen von euch, die abberufen werden und Gattinnen zurücklassen, sollen ihren Gattinnen Versorgung für ein Jahr vermachen, ohne daß sie vertrieben werden. Gehen sie jedoch weg, so ist es kein Vergehen für euch, wenn sie zu ihrem Besten über sich selbst verfügen. Und Allah ist Erhaben, Allweise. Wenn Männer von euch sterben und Frauen hinterlassen, so sollen diese ein volles Jahr im Haus versorgt bleiben. Keiner darf sie daraus vertreiben. Wenn sie selbst das Haus verlassen, so dürfen sie das tun und für sich Entscheidungen treffen, vorausgesetzt, daß sie dabei Gottes Gebote und Verbote einhalten. Gottes Allmacht und Weisheit sind unermeßlich.  
  241 Und (auch) für die geschiedenen Frauen soll eine Versorgung vorgesehen werden nach Billigkeit - eine Pflicht den Gottesfürchtigen. Und den entlassenen Frauen steht eine Ausstattung zu (wobei) in rechtlicher Weise (zu verfahren ist). (Dies gilt) als eine Verpflichtung für die Gottesfürchtigen. Und den geschiedenen Frauen eine Versorgung auf gütige Weise (zu geben, ist) eine Verpflichtung für die Gottesfürchtigen. Auch die geschiedenen Frauen können eine Entschädigung nach Billigkeit beanspruchen, die ihnen von seiten der Gottesfürchtigen rechtmäßig zusteht.  
  242 Also macht Allah euch Seine Gebote klar, daß ihr begreifen möget. So macht Allah euch seine Verse klar. Vielleicht würdet ihr verständig sein. So macht euch Allah Seine Zeichen klar; vielleicht werdet ihr (es) begreifen. So macht Gott euch Seine Vorschriften klar, damit ihr begreifen möget.  
  243 Weißt du denn nicht von denen, die aus ihren Wohnungen flüchteten, und sie waren Tausende, in Todesfurcht? Und Allah sprach zu ihnen: "Sterbet"; dann gab Er ihnen Leben. Wahrlich, Allah ist großmütig gegen die Menschen, doch die meisten Menschen danken nicht. Hast du nicht jene gesehen, die in Todesfurcht zu Tausenden aus ihren Wohnungen auszogen? Allah sagte zu ihnen: Sterbet! Hierauf machte er sie (wieder) lebendig. Allah ist huldvoll gegen die Menschen. Aber die meisten danken (es ihm) nicht. "Hast du nicht über jene nachgedacht, die in Todesfurcht zu Tausenden aus ihren Häusern auszogen? Allah sprach zu ihnen: ""Sterbt!"" Dann gab Er ihnen das Leben (wieder). Wahrlich, Allah ist huldvoll gegen die Menschen, doch die meisten Menschen sind nicht dankbar." Hast du nicht erfahren, wie Menschen zu Tausenden ihre Wohnungen verließen und auszogen aus Angst vor dem Tod, (anstatt dem Feind entgegenzutreten und die rechte Sache zu verteidigen)? Gott sprach zu ihnen: "Sterbt!" Er ließ die Gemeinde aber dann (durch den Kampf der Mutigen in Ehre und Würde) leben. Gott gibt den Menschen in Fülle, aber die meisten Menschen danken Ihm nicht.  
  244 Kämpfet für Allahs Sache und wisset, daß Allah allhörend, allwissend ist. Und kämpft um Allahs willen! Ihr müßt wissen, daß Allah (alles) hört und weiß Und kämpft auf dem Weg Allahs und wisset, daß Allah Allhörend und Allwissend ist. Kämpft für die Sache Gottes, und seid euch dessen bewußt, daß Gott alles hört und alles weiß!  
  245 Wer ist es, der Allah ein stattliches Darlehen gibt, daß Er es ihm vielfach vermehren möge? Und Allah mindert und vermehrt, und zu Ihm sollet ihr zurückgeführt werden. Wer will Allah ein gutes Darlehen geben (indem er gute Werke tut), damit er ihm (bei der Abrechnung am jüngsten Tag) vervielfache? Allah teilt (je nachdem) knapp und reichlich zu (ganz wie er will). Und zu ihm werdet ihr (dereinst) zurückgebracht. Wer ist es, der Allah ein gutes Darlehen gibt, damit Er es ihm um ein vielfaches verdoppele? Und Allah schmälert und mehrt, und zu Ihm werdet ihr zurückgebracht. Wer Gott ein gutes Darlehen gibt, dem gibt Er es mehrfach zurück. Es ist Gott, Der entscheidet, wem Er viel und wem Er wenig gibt. Zu Gott werdet ihr im Jenseits zurückgeführt werden.  
  246 Hast du nicht von den Häuptern der Kinder Israels nach Moses gehört, wie sie zu einem ihrer Propheten sprachen: "Setze einen König über uns, daß wir für Allahs Sache kämpfen mögen"? Er sprach: "Ist es nicht wahrscheinlich, daß ihr nicht kämpfen werdet, wenn euch Kampf verordnet wird?" Sie sprachen: "Welchen Grund sollten wir haben, uns des Kampfes zu enthalten für Allahs Sache, wenn wir doch von unseren Wohnungen und unseren Kindern vertrieben worden sind?" Doch als ihnen nun Kampf befohlen ward, da kehrten sie den Rücken, bis auf eine kleine Zahl der Ihren. Und Allah kennt die Frevler wohl. Hast du nicht die Vornehmen (al-mala') von den Kindern Israel (in der Zeit) nach Moses gesehen? (Damals) als sie zu einem ihrer Propheten sagten: "Schick uns einen König, damit wir (unter seiner Führung) um Allahs willen kämpfen"! Er sagte: "Vielleicht werdet ihr (aber), wenn euch vorgeschrieben ist zu kämpfen, (doch) nicht kämpfen?" Sie sagten: "Warum sollten wir denn nicht um Allahs willen kämpfen, wo wir doch aus unseren Wohnungen und von unseren Söhnen weg vertrieben worden sind?" Als ihnen aber dann vorgeschrieben wurde zu kämpfen, wandten sie sich mit wenigen Ausnahmen ab (und wollten nichts davon wissen). Allah weiß über die Frevler Bescheid. "Hast du nicht nachgedacht über die Vornehmen von den Kindern Israels (in der Zeit) nach Moses, als sie zu einem Propheten unter ihnen sagten: ""Setze für uns einen König ein, damit wir auf dem Weg Allahs kämpfen!"" Er sagte: ""Ist es nicht möglich, daß ihr, wenn euch vorgeschrieben ist zu kämpfen, doch nicht kämpfen werdet?"" Sie sagten: ""Was sollte uns dazu bewegen, daß wir nicht auf dem Weg Allahs kämpfen, wo wir doch aus unseren Häusern vertrieben und von unseren Söhnen (getrennt) worden sind?"" Doch als ihnen vorgeschrieben wurde zu kämpfen, da wandten sie sich ab bis auf wenige von ihnen. Und Allah kennt die Ungerechten." Hast du nicht erfahren, daß einige Notabeln der Kinder Israels nach Moses§ Zeit Merkwürdiges taten? Sie sagten ihrem Propheten: "Bestimme uns einen König, damit wir für die Sache Gottes kämpfen können!" Ihr Prophet sprach: "Werdet ihr wirklich kämpfen, wenn euch der Kampf vorgeschrieben wird, oder werdet ihr nicht kämpfen?" Sie sagten: "Warum sollten wir denn nicht für die Sache Gottes kämpfen? Der Feind hat uns doch aus unseren Häusern vertrieben und uns von den Unseren getrennt. " Als sie jedoch zum Kampf verpflichtet wurden, liefen sie, mit wenigen Ausnahmen, davon. Gott kennt die Frevler genau.  
  247 Und ihr Prophet sprach zu ihnen: "Allah hat den Tálät zum König über euch gesetzt." Sie sprachen: "Wie kann er Herrschaft über uns halten, obwohl wir der Herrschaft würdiger sind als er und ihm nicht Fülle des Reichtums beschieden ist?" Er sprach: "Wahrlich, Allah hat ihn erwählt über euch und hat ihn gemehrt an Wissen und im Fleische." Allah verleiht Sein Reich, wem Er will, und Allah ist huldreich, allwissend. "Und ihr Prophet sagte zu ihnen: ""Allah hat euch (hiermit) den Saul als König geschickt."" Sie sagten: ""Wie sollte ihm die Königsherrschaft über uns zukommen, wo wir doch das (größere) Anrecht auf die Königherrschaft haben als er, und er keine großen Reichtümer erlangt hat?"" Er sagte: ""Allah hat ihn vor euch (anderen) auserwählt und ihm ein Übermaß an Wissen und Körper(größe) verliehen. Allah gibt seine Herrschaft, wem er will."" Allah umfaßt (alles) und weiß Bescheid." "Und ihr Prophet sagte zu ihnen: ""Wahrlich, Allah hat bereits Saul zum König über euch eingesetzt."" Da fragten sie: ""Wie kann ihm die Herrschaft über uns zustehen, wo wir doch das (größere) Anrecht auf die Herrschaft haben als er und ihm nicht genügend Besitz gegeben ist?"" Er sagte: ""Wahrlich, Allah hat ihn vor euch auserwählt und hat ihm reichlich Wissen und körperliche Vorzüge verliehen. Und Allah gibt Seine Herrschaft, wem Er will."" Und Allah ist Allumfassend, Allwissend." Ihr Prophet sprach zu ihnen: "Gott hat Saul - Talût - zu eurem König bestimmt. " Da sagten sie: "Wie kann er unser König werden? Wir haben eher Anspruch auf die Herrschaft als er, da er nicht so viel Besitz hat wie wir. " Ihr Prophet sprach: "Gott hat ihn vor euch (zum König) auserkoren, weil er über mehr Wissen verfügt und von mächtigerem Körperbau ist. " Gott gewährt Seine Herrschaft wem Er will. Gottes Huld und Wissen sind unermeßlich.  
  248 Da sprach ihr Prophet zu ihnen: "Das Zeichen seiner Herrschaft ist, daß euch ein Herz gegeben wird, darin Frieden von eurem Herrn ist und ein Vermächtnis aus dem Nachlaß vom Geschlecht Moses und Aarons - die Engel werden es tragen. Gewiß, darin ist ein Zeichen für euch, wenn ihr Gläubige seid." "Und ihr Prophet sagte zu ihnen: ""Das Zeichen seiner Königsherrschaft sei, daß (unter ihm) die Lade (wieder) zu euch kommt, getragen von den Engeln, (ausgestattet) mit Frieden (sakiena) und Vermächtnis (baqieya) von eurem Herrn, Hinterlassenschaft der Sippe Moses und derjenigen Aarons. Darin liegt für euch ein Zeichen, wenn (anders) ihr gläubig seid.""" "Und ihr Prophet sagte zu ihnen: ""Wahrlich, ein Zeichen für seine Herrschaft soll sein, daß die Bundeslade zu euch (zurück) kommen wird; darin ist Frieden von eurem Herrn und ein Vermächtnis von dem, was die Nachkommen von Moses und die Nachkommen von Aaron hinterlassen haben. Sie wird von Engeln getragen. Wahrlich, darin ist ein Zeichen für euch, wenn ihr Gläubige seid.""" Ihr Prophet sprach zu ihnen: "Der Beweis für seine (Sauls) Bestimmung zur Herrschaft über euch besteht darin, daß er euch die (vom Feind einst erbeutete) Bundeslade wieder beschaffen wird. Die Engel tragen sie zurück. Sie enthält etwas vom Nachlaß der Sippen Moses§ und Aarons. Sie gewährt euch Sakîna (göttliche innere Ruhe) von eurem Herrn. Das ist ein Beweiszeichen von Gott, wenn ihr Gläubige seid."  
  249 Und als Tálät auszog mit den Scharen, sprach er: "Wohlan, Allah wird euch an einem Flusse prüfen: Wer darum aus ihm trinkt, der ist meiner nicht würdig; und wer nicht von ihm kostet, der ist meiner würdig, den ausgenommen, der eine Handvoll Wasser mit der Hand schöpft." Doch sie tranken daraus, bis auf einige wenige. Und als sie ihn überschritten - er und die mit ihm Glaubenden -, da sprachen sie: "Wir haben heute keine Kraft gegen Dschálüt und seine Scharen." Die aber für gewiß wußten, sie würden Allah einst begegnen, die sagten: "Oft hat ein kleiner Haufen über einen großen Haufen gesiegt nach Allahs Gebot. Und Allah ist mit den Standhaften." "Und als Saul mit den Truppen ausrückte, sagte er: ""Allah wird euch mit einem Fluß auf die Probe stellen. Wer daraus trinkt, gehört nicht zu mir (und mag wieder nach Hause gehen). Wer jedoch nicht davon kostet - es sei denn, er schöpft (nur) eine Handvoll -, gehört zu mir."" Da tranken sie mit wenigen Ausnahmen daraus. Und als er und diejenigen, die mit ihm gläubig waren, ihn passiert hatten, sagten sie: ""Wir haben heute keine Kraft (zum Kampf) mit Goliath und seinen Truppen."" Diejenigen aber die damit rechneten, daß sie (am jüngsten Tag) Allah begegnen würden, sagten: ""Wie manche geringe Schar hat schon mit Allahs Erlaubnis über eine große gesiegt! Allah ist mit denen, die geduldig sind.""" "Und als Saul mit den Heerscharen auszog, sagte er: ""Wahrlich, Allah wird euch an einem Fluß prüfen. Wer aus ihm trinkt, gehört nicht zu mir, und wer nicht davon kostet, der gehört wahrlich zu mir, außer dem, der nur eine Handvoll mit seiner Hand (daraus) schöpft."" Und sie tranken davon bis auf wenige von ihnen. Und als sie den Fluß überquert hatten, er und diejenigen, die mit ihm gläubig waren, sagten sie: ""Wir haben heute keine Kraft gegen Goliath und seine Heerscharen."" Doch diejenigen, die damit rechneten, daß sie Allah begegnen würden, sagten: ""Wie oft hat nicht eine geringe Schar über eine große Schar gesiegt mit Allahs Erlaubnis! Und Allah ist mit den Geduldigen.""" Als Saul mit den Streitern (zum Kampf) auszog, sprach er zu ihnen: "Gott wird euch an einem Fluß prüfen. Wer daraus (mehr als eine Handvoll) trinkt, gehört nicht zu mir, und wer nicht (mehr als eine Handvoll) daraus trinkt, ist einer der Meinen. Sie tranken über das Maß davon, nur wenige hielten das Gebot ein. Mit den Wenigen, die sich bewährten und glaubten, überquerte er den Fluß. Sie sagten (als sie Goliath und seine Kämpfer erblickten): "Wir können Goliath und seine zahlreichen Kämpfer heute nicht bezwingen. " Diejenigen unter ihnen, die darauf vertrauten, daß sie Gott einmal (am Jüngsten Tag) begegnen würden, sagten: "Wie oft bezwang eine kleine Schar mit Gottes Willen eine große!" Gott ist mit den Standhaften.  
  250 Und als sie gegen Dschálüt und seine Scharen vorrückten, da sprachen sie: "O unser Herr, gieße Standhaftigkeit über uns aus, und festige unsere Schritte, und hilf uns wider das ungläubige Volk!" "Und als sie gegen Goliath und seine Truppen in die Schlacht gingen, sagten sie: ""Herr! Verleih uns Geduld, festige unsere Füße (so daß wir keinen Fehltritt machen) und hilf uns gegen das Volk der Ungläubigen!""" "Und als sie gegen Goliath und seine Heerscharen in den Kampf zogen, sagten sie: ""Unser Herr, verleih uns reichlich Geduld und festige unsere Schritte und hilf uns gegen das Volk der Ungläubigen.""" Als sie auf Goliath und seine Kämpfer zumarschierten, beteten sie: "Unser Herr! Schenke uns viel Geduld und Mut, und hilf uns gegen das Volk der Ungläubigen!"  
  251 So schlugen sie jene nach Allahs Gebot; und David erschlug Dschálüt, und Allah verlieh ihm Herrschaft und Weisheit und lehrte ihn, was Ihm gefiel. Und wäre es nicht, daß Allah die Menschen hemmt, die einen durch die anderen, die Erde wäre mit Unordnung erfüllt. Doch Allah ist großmütig gegen die Menschen. Und sie schlugen sie mit Allahs Erlaubnis, und David tötete den Goliath. Und Allah gab ihm die Königsherrschaft und die Weisheit und lehrte ihn (mancherlei), was er (ihn eben lehren) wollte. Und wenn Allah nicht die einen Menschen durch die anderen zurückgehalten hätte (indem er ihnen aus ihren eigenen Reihen Widersacher entstehen ließ), wäre die Erde dem Unheil verfallen. Aber Allah ist huldvoll gegen die Menschen in aller Welt (al-`aalamuun). Und sie schlugen sie mit Allahs Erlaubnis, und David erschlug Goliath, und Allah gab ihm die Herrschaft und die Weisheit, und Er lehrte ihn, was Er wollte. Und wenn Allah nicht die einen Menschen durch die anderen zurückgehalten hätte, dann wäre die Erde wahrhaftig von Unheil erfüllt. Doch Allah ist huldvoll gegen alle Welten. Sie besiegten sie mit Gottes Verfügung. David (einer der Kämpfer Sauls) erschlug Goliath. Gott gewährte David nach Sauls Tod Herrschaft und Weisheit. Er lehrte ihn, was Er wollte. Wenn Gott es nicht so einrichtete, daß die guten Menschen die bösen verdrängen und daß die Bösen einander bekämpfen, wäre die Erde voller Unheil. Aber Gott überhäuft die Welten mit Seinen Gaben.  
  252 Das sind die Zeichen Allahs Wir verkünden sie dir in Wahrheit. Gewiß, du bist der Gesandten einer. Das sind die Verse Allahs. Wir verlesen sie dir der Wahrheit entsprechend. Du bist wirklich einer der (von Allah) Gesandten. Dies sind die Zeichen Allahs. Wir tragen sie dir in Wahrheit vor. Und wahrlich, du bist einer der Gesandten. Das sind Gottes Verse, die Wir dir mit der Wahrheit vortragen. Du bist wahrlich einer der Gesandten Gottes.  
  253 Jene Gesandten haben Wir erhöht, einige über die andern: darunter sind die, zu denen Allah sprach; und einige hat Er erhöht um Rangstufen. Und Wir gaben Jesus, dem Sohn der Maria, klare Beweise und stärkten ihn mit dem Geist der Heiligkeit. Und wäre es Allahs Wille, dann hätten die, welche nach ihnen kamen, nicht miteinander gestritten, nachdem ihnen deutliche Zeichen zuteil geworden; doch sie waren uneins. Es waren solche unter ihnen, die glaubten, und solche, die ungläubig waren. Und wäre es Allahs Wille, sie würden nicht miteinander gestritten haben; doch Allah führt durch, was Er plant. Das sind die Gottesgesandten (der früheren Generationen und Volksgemeinschaften). Wir haben die einen von ihnen vor den anderen (durch besondere Gnadenerweise) ausgezeichnet. Mit einem von ihnen hat Allah (unmittelbar) gesprochen. Einigen von ihnen hat er einen höheren Rang verliehen (als den anderen). Und Jesus, dem Sohn der Maria, haben wir die klaren Beweise (baiyinaat) gegeben und ihn mit dem heiligen Geist gestärkt. Und wenn Allah gewollt hätte, hätten diejenigen (die in den Generationen) nach ihnen (lebten) einander nicht bekämpft, nachdem sie die klaren Beweise (baiyinaat) erhalten hatten. Aber sie wurden uneins. Die einen von ihnen waren gläubig, die anderen ungläubig. Und wenn Allah gewollt hätte, hätten sie einander nicht bekämpft. Aber Allah tut, was er will. Dies sind die Gesandten. Wir haben einigen von ihnen den Vorrang über andere gegeben. Unter ihnen sind welche, zu denen Allah gesprochen hat, und einige, die Er um Rangstufen erhöht hat. Und Wir gaben Jesus, dem Sohn Marias, die klaren Beweise und unterstützten ihn durch heilige Eingebung, und wenn Allah es so gewollt hätte, dann hätten sich diejenigen, die nach ihnen kamen, nicht gegenseitig bekämpft, nachdem klare Beweise zu ihnen gekommen waren. Sie wurden jedoch uneins. Die einen von ihnen waren gläubig, die anderen ungläubig. Wenn Allah es so gewollt hätte, dann hätten sie sich nicht gegenseitig bekämpft. Doch Allah tut, was Er will. Diesen Gesandten haben Wir Vorzüge gewährt, dem einen mehr als dem anderen. Unter ihnen ist der, zu dem Gott sprach. Einige waren höher gestuft als die anderen. Jesus, Marias Sohn, gaben Wir die klaren Beweiszeichen, und Wir unterstützten ihn mit dem Heiligen Geist. Wenn Gott es gewollt hätte, hätten sich die Menschen nach diesen Gesandten nicht entzweit (und gegeneinander keine Kriege geführt), besaßen sie doch die klaren Beweiszeichen. Doch sie stritten miteinander und gingen verschiedene Wege. Einige glaubten an Gott und andere leugneten Ihn. Wenn Gott es gewollt hätte, hätten sie einander nicht getötet. Aber Gott macht, was Er will.  
  254 O die ihr glaubt, spendet von dem, was Wir euch gegeben haben, ehe der Tag kommt, an dem kein Handel gilt, noch Freundschaft noch Fürbitte; die Widerspenstigen aber schaden sich. ihr Gläubigen! Gebt Spenden von dem, was wir euch (an Gut) beschert haben, bevor ein Tag kommt, an dem es weder Handel noch Freundschaft noch Fürsprache gibt! Die Ungläubigen sind die (wahren) Frevler. O ihr, die ihr glaubt! Spendet von dem, was Wir euch (an Gut) beschert haben, bevor ein Tag kommt, an dem es kein Handeln, keine Freundschaft und keine Fürsprache (mehr) geben wird. Die Ungläubigen sind es, die Unrecht tun. Ihr Gläubigen! Spendet von dem, was Wir euch beschert haben für gute Zwecke, bevor der Tag kommt (der Jüngste Tag), an dem ihr keine Spenden mehr geben könnt, an dem weder gekauft noch verkauft werden kann und weder Freundschaft noch Fürsprache etwas bewirken können. Die Ungläubigen sind die wahren Frevler.  
  255 Allah - es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Lebendigen, dem aus Sich Selbst Seienden und Allerhaltenden. Schlummer ergreift Ihn nicht noch Schlaf. Sein ist, was in den Himmeln und was auf Erden ist. Wer ist es, der bei Ihm fürbitten will, es sei denn mit Seiner Erlaubnis? Er weiß, was vor ihnen ist und was hinter ihnen; und sie begreifen nichts von Seinem Wissen, außer was Ihm gefällt. Sein Thron umfaßt die Himmel und die Erde; und ihre Erhaltung beschwert Ihn nicht; und Er ist der Erhabene, der Große. Allah (ist einer allein). Es gibt keinen Gott außer ihm. (Er ist) der Lebendige und Beständige. Ihn überkommt weder Schlummer noch Schlaf. Ihm gehört (alles), was im Himmel und auf Erden ist. Wer (unter den himmlischen Wesen) könnte - außer mit seiner Erlaubnis - (am jüngsten Tag) bei ihm Fürsprache einlegen? Er weiß, was vor und was hinter ihnen liegt. Sie aber wissen nichts davon - außer was er will. Sein Thron reicht weit über Himmel und Erde. Und es fällt ihm nicht schwer, sie (vor Schaden) zu bewahren. Er ist der Erhabene und Gewaltige. Allah - kein Gott ist da außer Ihm, dem Ewiglebenden, dem Einzigerhaltenden. Ihn ergreift weder Schlummer noch Schlaf. Ihm gehört, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. Wer ist es, der bei Ihm Fürsprache einlegen könnte außer mit Seiner Erlaubnis? Er weiß, was vor ihnen und was hinter ihnen liegt; sie aber begreifen nichts von Seinem Wissen, es sei denn das, was Er will. Weit reicht Sein Thron über die Himmel und die Erde, und es fällt Ihm nicht schwer, sie (beide) zu bewahren. Und Er ist der Hohe, der Erhabene. Gott ist Einer. Außer Ihm, dem Ewigen, dem Unsterblichen, dem Immerwaltenden, gibt es keinen Gott. Ihn befällt weder Schlummer noch Schlaf. Ihm allein gehört alles, was in den Himmeln und auf Erden ist. Wer ist es, der bei Ihm Fürsprache erbitten dürfte, wenn nicht mit Seiner Genehmigung? Er weiß, was war und was sein wird. Niemand erhält etwas von Gottes Wissen, es sei denn, Gott hat es gewollt. Sein Kursi (seine Allmacht) umfaßt Himmel und Erde. Ihm fällt es nicht schwer, sie zu unterhalten, ist Er doch der Höchste und der Mächtigste.  
  256 Es soll kein Zwang sein im Glauben. Gewiß, Wahrheit ist nunmehr deutlich unterscheidbar von Irrtum; wer also sich von dem Verführer nicht leiten läßt und an Allah glaubt, der hat sicherlich eine starke Handhabe ergriffen, die kein Brechen kennt; und Allah ist allhörend, allwissend. In der Religion gibt es keinen Zwang. Der rechte Weg (des Glaubens) ist (durch die Verkündigung des Islam) klar geworden (so daß er sich) vor der Verirrung (des heidnischen Unglaubens deutlich abhebt). Wer nun an die Götzen (at-taaghuut) nicht glaubt, an Allah aber glaubt, der hält sich (damit) an der festesten Handhabe, bei der es kein Reißen gibt. Und Allah hört und weiß (alles). Es gibt keinen Zwang im Glauben. Der richtige Weg ist nun klar erkennbar geworden gegenüber dem unrichtigen. Wer nun an die Götzen nicht glaubt, an Allah aber glaubt, der hat gewiß den sichersten Halt ergriffen, bei dem es kein Zerreißen gibt. Und Allah ist Allhörend, Allwissend. Niemand soll zu einem Glauben gezwungen werden. Der Weg der Wahrheit ist klar und von dem des Irrtums abgegrenzt. Wer die Taghût-Teufel verwirft und an Gott glaubt, hält an dem unauflösbaren Bund fest. Gott hört alles und weiß alles.  
  257 Allah ist der Freund der Gläubigen: Er führt sie aus den Finsternissen ans Licht. Die aber nicht glauben, deren Freunde sind die Verführer, die sie aus dem Licht in die Finsternisse führen; sie sind die Bewohner des Feuers; darin müssen sie bleiben. Allah ist der Freund derer, die gläubig sind. Er bringt sie aus der Finsternis hinaus ins Licht. Die Unläubigen aber haben die Götzen (at-taaghuut) zu Freunden. Die bringen sie aus dem Licht hinaus in die Finsternis. Sie werden Insassen des Höllenfeuers sein und (ewig) darin weilen. Allah ist der Beschützer derjenigen, die glauben. Er führt sie aus den Finsternissen ins Licht. Diejenigen aber - die ungläubig sind, deren Freunde sind die Götzen. Sie führen sie aus dem Licht in die Finsternisse. Sie werden die Bewohner des Feuers sein, darin werden sie ewig bleiben. Gott ist der Beschützer der Gläubigen. Er führt sie aus der Finsternis ans Licht. Die Ungläubigen verlassen sich auf die Taghût-Teufel, die sie aus dem Licht in die Finsternis führen. Sie werden die Bewohner der Hölle sein, in der sie ewig bleiben werden.  
  258 Hast du nicht von dem gehört, der mit Abraham über seinen Herrn stritt, weil Allah ihm das Königreich verliehen hatte? Als Abraham sprach: "Mein Herr ist der, Der Leben gibt und tötet", sagte er: "Ich gebe Leben und töte." Abraham sprach: "Wohlan, Allah bringt die Sonne von Osten; bringe du sie von Westen." Da war der Ungläubige bestürzt. Und Allah weist den Ungerechten nicht den Weg. "Hast du nicht jenen (Herrscher der Vorzeit) gesehen, der mit Abraham über seinen Herrn stritt, (indem er die Tatsache leugnete) daß Allah ihm die Königsherrschaft gegeben hatte? (Damals) als Abraham sagte: ""Mein Herr ist es, der lebendig macht und sterben läßt."" Er sagte: ""Ich mache lebendig und lasse sterben."" Abraham sagte: ""Allah bringt die Sonne vom Osten her. Bring du sie vom Westen!"" Da war jener Ungläubige verwirrt (und konnte nichts mehr erwidern). Allah leitet das Volk der Frevler nicht recht." "Hast du nicht über jenen nachgedacht, der über seinen Herrn mit Abraham ein Wortgefecht führte, weil Allah ihm die Herrschaft gegeben hatte? Als Abraham sagte: ""Mein Herr ist Derjenige, Der lebendig macht und sterben läßt"", sagte er: ""Ich bin es, der lebendig macht und sterben läßt."" Da sagte Abraham: ""Doch es ist Allah, Der die Sonne im Osten aufgehen läßt; so laß du sie im Westen aufgehen."" Da war der Ungläubige verwirrt. Und Allah leitet nicht die ungerechten Leute." Hast du nicht von demjenigen gehört, der wegen der ihm von Gott gewährten Macht so überheblich wurde, daß er mit Abraham über Gott debattierte. Abraham sagte: "Mein Herr läßt leben und sterben. " Darauf sagte er: "Ich lasse leben und sterben. " Da sagte Abraham: "Gott läßt die Sonne im Osten aufgehen, so lasse du sie im Westen aufgehen!" Der Ungläubige war sprachlos. Gott leitet die, die unrecht tun, nicht zum rechten Weg.  
  259 Oder wie jener, der an einer Stadt vorüberkam, die auf ihren Dächern lag, (und) ausrief: "Wann wird Allah diese dem Leben zurückgeben nach ihrem Tod?" Da ließ Allah ihn sterben auf hundert Jahre; dann erweckte Er ihn (und) sprach: "Wie lange hast du geharrt?" Er antwortete: "Ich harrte einen Tag oder den Teil eines Tages." Er sprach: "Nein, du harrtest hundert Jahre lang. Nun blicke auf deine Speise und deinen Trank; sie sind nicht verdorben. Und blicke auf deinen Esel - also, daß Wir dich zu einem Zeichen machen für die Menschen. Und blicke auf die Knochen, wie Wir sie zusammensetzen und dann mit Fleisch überziehen." Als ihm dies klar wurde, sprach er: "Ich weiß, daß Allah die Macht hat, alles zu tun, was Er will." "Ein weiteres Beispiel (aus der Vorzeit): Der, der an einer Stadt vorbeikam, die in Trümmern lag. Er sagte: ""Wie sollte Allah diese (Stadt wieder) zum Leben erwecken, nachdem sie ausgestorben (und verödet) ist?"" Da ließ Allah ihn (auf) hundert Jahre sterben. Hierauf erweckte er ihn (wieder zum Leben) und sagte: ""Wie lange hast du (in deinem Todesschlaf) verweilt?"" Er sagte: ""Einen Tag oder einen Teil davon."" Allah sagte: ""Nein, du hast hundert Jahre (darin) verweilt. Sieh auf dein Essen und dein Getränk (das du vor dem Einschlafen bei dir hattest)! Es ist (trotz der hundert Jahre) nicht verdorben Und sieh auf deinen Esel! (Auch er hat sich nicht verändert.) (Wir haben dieses Wunder) auch (deshalb bewirkt) um dich zu einem Zeichen für die Menschen zu machen. Sieh nun auf die Gebeine, wie wir sie sich erheben lassen und sie hierauf mit Fleisch bekleiden!"" Nachdem es ihm (alles) klar geworden war, sagte er: ""Ich weiß (jetzt), daß Allah zu allem die Macht hat.""" "Oder (hast du auch nicht über) den (nachgedacht), der an einer Stadt vorüberkam, die wüst in Trümmern lag? Da sagte er: ""Oh, wie soll Allah dieser nach ihrer Zerstörung wieder Leben geben?"" Und Allah ließ ihn für hundert Jahre tot sein. Dann erweckte Er ihn wieder. Er sprach: ""Wie lange hast du verharrt?"" Er sagte: ""Ich verharrte einen Tag oder den Teil eines Tages."" Da sprach Er: ""Nein du verharrtest einhundert Jahre. Nun betrachte deine Speise und deinen Trank. Sie sind nicht verdorben. Und betrachte deinen Esel. Wir machen dich damit zu einem Zeichen für die Menschen. Und betrachte die Knochen, wie Wir sie zusammensetzen und dann mit Fleisch bekleiden."" Und als ihm dies klargemacht worden war, sagte er: ""Ich weiß, daß Allah Macht hat über alle Dinge.""" Denke auch an den Mann, der an einer Stadt vorüberkam, die in Trümmern lag und sagte: "Wie könnte Gott diese Stadt jemals wieder zum Leben rufen?" Gott ließ ihn sterben und rief ihn nach hundert Jahren wieder ins Leben und sprach: "Wie lange bist du tot gewesen?" Der Mann sagte: "Einen Tag oder einen Bruchteil davon. " Gott sprach: "Du bist hundert Jahre tot gewesen. Schau deine Speise und deinen Trank an, sie sind nicht verdorben, und sieh dir deinen Esel an! Wir machen dich zu einem Zeichen für die Menschen. Sieh dir die Knochen an, wie wir sie wieder zusammenfügen und mit Fleisch beziehen!" Als der Mann das alles klar erkannte, sprach er: "Nun weiß ich, daß Gott alles kann."  
  260 Und (denke daran) wie Abraham sprach: "Mein Herr, zeige mir, wie Du die Toten lebendig machst." Er sprach: "Hast du denn nicht geglaubt?" Er sagte: "Ja, doch, aber um mein Herz zu beruhigen." Er antwortete: "So nimm vier Vögel und mache sie dir anhänglich. Alsdann setze jeden besonders auf einen Berg; dann rufe sie, sie werden eilends zu dir kommen. Und wisse, daß Allah allmächtig, allweise ist." "Und (damals) als Abraham sagte: ""Herr! Laß mich sehen, wie du die Toten lebendig machst!"" Allah sagte: ""Glaubst du denn nicht (daß ich das kann)?"" Er sagte: ""Doch. Aber ich möchte eben ganz sicher sein"". Allah sagte: ""So nimm vier Vögel und richte sie (mit dem Kopf) auf dich zu (und schlachte sie)! Hierauf tu auf jeden Berg ein Stück von ihnen! Dann ruf sie, worauf sie (eilends) zu dir gelaufen kommen! Du mußt wissen, daß Allah mächtig und weise ist.""" "Und gedenke, als Abraham sagte: ""Mein Herr, laß mich sehen, wie Du die Toten wieder zum Leben bringst"", Er sprach: ""Glaubst du denn nicht?"" Er sagte: ""Doch! Aber (ich frage,) um mein Herz zu beruhigen."" Er sagte: ""Nimm dir vier Vögel und zerstückle sie, dann setze auf jeden Berg einige Teile davon. Hierauf rufe sie. Sie werden eilends zu dir kommen. Und wisse, daß Allah Allmächtig und Allweise ist!""" Einst sprach Abraham: "Mein Herr! Zeige mir, wie Du die Toten auferweckst!" Gott sprach: "Glaubst du denn nicht (daß Gott die Toten auferwecken kann)?" "Doch", sagte Abraham, "aber ich möchte, daß mein Herz wirklich sicher ist. " Gott sprach: "Nimm vier Vögel und zähme sie (und sieh sie dir so genau an, daß du sie wiedererkennen kannst)! Schlachte sie und verteile die Teile auf verschiedene voneinander entfernte Berge! Rufe sie dann zu dir her, und sie werden kommen!" Wisse, daß Gott allmächtig und unendlich weise ist!  
  261 Die ihr Gut hingeben für Allahs Sache, sie gleichen einem Samenkorn, das sieben Ähren treibt, hundert Körner in jeder Ähre. Allah vermehrt (es) weiter, wem Er will; und Allah ist huldreich, allwissend. Diejenigen, die ihr Vermögen um Allahs willen spenden, sind einem Saatkorn zu vergleichen, das sieben Ähren (aus sich) wachsen läßt, mit hundert Körnern in jeder Ähre. Allah vervielfacht (den himmlischen Lohn), wem er will. Und Allah umfaßt (alles) und weiß Bescheid. Das Gleichnis derjenigen, die ihr Vermögen auf dem Weg Allahs ausgeben, ist wie das Gleichnis eines Samenkorns, das sieben Ähren wachsen läßt, in jeder Ähre hundert Körner. Und Allah vervielfacht es, wem Er will. Und Allah ist Allumfassend, Allwissend. Diejenigen, die ihr Hab und Gut für Gottes Zwecke spenden, sind wie ein Saatkorn, dem sieben Ähren entsprießen, deren jede hundert Körner trägt. Gott vervielfältigt Seine Belohnung für wen Er will. Gott ist allumfassend und allwissend.  
  262 Die ihr. Gut hingeben für Allahs Sache und dann ihrer Gabe nicht Vorhaltung und Anspruch folgen lassen, sie haben ihren Lohn bei ihrem Herrn; und keine Furcht soll über sie kommen, noch sollen sie trauern. Denjenigen, die ihr Vermögen um Allahs willen spenden und dann nicht hinterher auf ihr Verdienst pochen (mann) oder (denen, für die sie gespendet haben) Ungemach zufügen (azaa), steht bei ihrem Herrn ihr Lohn zu, und sie brauchen (wegen des Gerichts) keine Angst zu haben, und sie werden (nach der Abrechnung am jüngsten Tag) nicht traurig sein. Diejenigen, die ihren Besitz auf dem Weg Allahs spenden, dann dem, was sie gespendet haben, weder Vorhaltungen noch Ungebührlichkeiten folgen lassen, denen wird ihr Lohn von ihrem Herrn zuteil werden, und weder Angst wird über sie kommen noch werden sie traurig sein. Diejenigen, die von ihrem Hab und Gut für Gottes Zwecke spenden und keine kränkenden oder schmerzenden Äußerungen folgen lassen, erhalten (am Jüngsten Tag) ihre Belohnung von ihrem Herrn. Sie haben nichts zu befürchten und werden nicht traurig sein.  
  263 Ein gütiges Wort und Verzeihung sind besser als ein Almosen, gefolgt von Anspruch; und Allah ist Sich Selbst genügend, langmütig. Freundliche Worte und Verzeihen sind besser als ein Almosen mit nachträglicher Zufügung von Ungemach (azaa). Und Allah ist reich und mild. Gütige Rede und Verzeihung sind besser als ein Almosen, das von einem Übel befolgt wird; und Allah ist Reich und Milde. Ein angenehmes, freundliches Wort ist besser als eine Spende, auf die eine Kränkung folgt. Gott ist unendlich reich und voller Milde.  
  264 O die ihr glaubt, machet eure Almosen nicht eitel durch Vorhaltung und Anspruch, dem gleich, der von seinem Reichtum spendet, um von den Leuten gesehen zu werden, und er glaubt nicht an Allah und an den Jüngsten Tag. Ihm ergeht es wie einem glatten Felsen, den Erdreich bedeckt: wenn ein Platzregen auf ihn fällt, legt er ihn bloß - glatt und hart. Sie haben nichts von ihrem Verdienst. Und Allah weist nicht dem ungläubigen Volk den Weg. Ihr Gläubigen! Macht eure Almosen nicht dadurch zunichte, daß ihr auf euer Verdienst pocht (mann) und (denen, für die ihr spendet, nachträglich) Ungemach zufügt (azaa)! (Das ist) wie wenn einer sein Vermögen spendet, um von den Leuten gesehen zu werden, und (dabei) nicht an Allah und den jüngsten Tag glaubt. Der ist einem steinigen Grund (safwaan) zu vergleichen, mit (etwas) Erde darüber: Ein Regenguß fällt darauf, und nachher ist nur noch eine harte, kahle Stelle (sald) übrig. Sie haben (dereinst) keine Gewalt über etwas von dem, was sie (im Erdenleben) erworben haben. Allah leitet das Volk der Ungläubigen nicht recht. O ihr, die ihr glaubt, vereitelt nicht eure Almosen durch Vorhaltungen und Ungemach, gleich dem, der sein Gut ausgibt, um von den Leuten gesehen zu werden, und nicht an Allah glaubt und an den Jüngsten Tag. Das Gleichnis dessen ist das Gleichnis eines Felsens mit Erdreich darüber, und es trifft ihn ein Platzregen und läßt ihn hart. Sie richten nichts aus mit ihrem Verdienst; denn Allah leitet nicht die ungläubigen Leute. O ihr Gläubigen! Macht Eure Spenden nicht durch Kränkungen und schmerzende Äußerungen wieder zunichte! Das wäre wie einer, der sein Geld nur ausgibt, um von anderen gesehen zu werden und nicht an Gott und den Jüngsten Tag glaubt. Dieser Mensch ist mit einer glatten, mit fruchtbarer Erde bedeckten Steinschicht zu vergleichen. Ein starker Regenguß spült die fruchtbare Erde weg und hinterläßt nur das nackte felsige Gestein. Sie haben nichts von dem, was sie leisten. Gott leitet die Ungläubigen nicht zum rechten Weg.  
  265 Und jene, die ihr Gut hingeben im Trachten nach Allahs Wohlgefallen und zur Stärkung ihrer Seelen, sind gleich einem Garten auf erhöhtem Grund. Platzregen fällt darauf, und er bringt seine Frucht zwiefältig hervor. Fällt aber kein Platzregen auf ihn, so (genügt auch) leichter. Allah sieht euer Tun. Diejenigen aber, die ihr Vermögen spenden im Streben nach Allahs Wohlgefallen, und um ihrerseits (die Empfänger der Almosen im Glauben) zu festigen, sind einem Garten auf einem flachen Höhenzug (rabwa) zu vergleichen, auf den ein Regenguß fällt, worauf er in doppelter Menge Früchte trägt. Und wenn kein Regenguß auf ihn fällt, (bekommt er wenigstens) Tau. Allah durchschaut wohl, was ihr tut. Das Gleichnis jener aber, die ihr Gut ausgeben im Trachten nach Allahs Wohlgefallen und zur Stärkung ihrer Seele, ist das Gleichnis eines Gartens auf einem Hügel: es trifft ihn ein Platzregen, und da bringt er seine Früchte zweifach (hervor). Und wenn ihn kein Platzregen trifft, so doch Tau. Und Allah durchschaut euer Tun. Diejenigen, die ihr Hab und Gut für Gottes Zwecke spenden, weil sie Gottes Gunst anstreben, sind mit einem herrlichen Garten auf einem Hügel zu vergleichen, der nach einem starken Regenguß die doppelte Ernte hervorbringt und auch bei nur spärlichem Tau ertragreich ist. Gott sieht alles, was ihr tut.  
  266 Wünscht einer von euch daß ein Garten für ihn sei voll Palmen und Reben, den Ströme durchfließen, mit Früchten aller Art für ihn darin - dieweil das Alter ihn geschlagen und er schwächliche Nachkommen hat -, und ein feuriger Wirbelwind ihn (den Garten) schlage und er verbrenne? Also macht Allah die Gebote klar für euch, auf daß ihr nachdenkt. Möchte (wohl) einer von euch einen Garten haben mit Palmen und Weinstöcken, in dessen Niederung Bäche fließen, und in dem er allerlei Früchte (zu ernten) hat? Nun ist er (inzwischen) hochbetagt geworden, hat aber (noch) kleine Kinder. Da kommt ein glühend heißer Wirbelwind über den Garten, und er verbrennt. So macht Allah euch die Verse klar. Vielleicht würdet ihr nachdenken. Wünscht einer von euch, daß er einen Garten besitze mit Palmen und Reben, durcheilt von Bächen, in dem er allerlei Früchte habe, und daß ihn das Alter treffe, während er (noch) schwache Sprößlinge habe, und (daß) ihn (den Garten) ein feuriger Wirbelsturm da treffe und er verbrenne? So erklärt euch Allah die Zeichen; vielleicht denkt ihr (darüber) nach. Möchte jemand von euch einen an Dattelpalmen und Reben ertragreichen Garten besitzen, unterhalb dessen Flüsse fließen, den, wenn er altersschwach ist und seine Kinder (noch) nicht erwerbsfähig sind, ein Blitzsturm in Brand setzt? (So ist es mit demjenigen, der auf seine Spenden Kränkungen folgen läßt.) Gott erläutert euch Seine Zeichen, damit ihr nachdenkt.  
  267 O die ihr glaubt, spendet von dem Guten, das ihr erwarbt, und von dem, was Wir für euch aus der Erde hervorbringen; und sucht zum Almosenspenden nicht das Schlechte aus, das ihr ja selbst nicht nähmet, es sei denn ihr drücktet dabei ein Auge zu; und wisset, daß Allah Sich Selbst genügend, preiswürdig ist. Ihr Gläubigen! Gebt Spenden von den guten Dingen, die ihr (im Erdenleben) erworben habt, und von dem, was wir die Erde für euch haben hervorbringen lassen! Und sucht euch nicht das Schlechte davon aus, um es (anderen) zu spenden, während ihr es (für euch selber) nicht nehmt, ohne dabei ein Auge zuzudrücken! Ihr müßt wissen, daß Allah reich und des Lobes würdig ist. O ihr, die ihr glaubt, spendet von dem Guten, das ihr erwarbt, und von dem, was Wir für euch aus der Erde hervorkommen lassen, und sucht darunter zum Spenden nicht das Schlechte aus, das ihr selber nicht nähmet, ohne dabei die Augen zuzudrücken; und wisset, Allah ist Reich und Gepriesen. Ihr Gläubigen! Spendet von den guten Dingen, die ihr erworben habt und von den Bodenerträgen, die Wir euch gewähren! Gebt nicht vom Schlechten, das ihr selbst nicht annehmen würdet oder nur, wenn ihr ein Auge dabei zudrücken müßtet. Wisset, daß Gott unendlich reich ist und daß Ihm höchster Dank gebührt!  
  268 Satan warnt euch vor Armut und befiehlt euch Schändliches, während Allah euch Seine Vergebung und Huld verheißt; und Allah ist huldreich, allwissend. Der Satan droht euch (für den Fall, daß ihr eurer Spendepflicht nachkommt) Armut an und befiehlt euch Abscheuliches. Allah aber verspricht euch seine Vergebung und Huld. Er umfaßt (alles) und weiß Bescheid. Satan droht euch Armut an und befiehlt euch Schändliches, Allah aber verheißt euch Seine Vergebung und Huld. Und Allah ist Allumfassend und Allwissend. Der Satan läßt euch Armut fürchten, wenn ihr für Gottes Zwecke spendet und verführt euch, Untaten zu begehen. Gott aber verspricht euch Vergebung und überhäuft euch mit Gaben. Gott ist allwissend und allumfassend.  
  269 Er gewährt Weisheit, wem Er will; und wem da Weisheit gewährt ward, dem ward wahrhaftig viel Wertvolles gewährt; niemand aber will es bedenken, außer den mit Verständnis Begabten. Er gibt die Weisheit, wem er will. Und wer die Weisheit erhält, erhält (damit) viel Gutes. Aber nur diejenigen, die Verstand haben, lassen sich mahnen. Er gibt die Weisheit, wem Er will, und wem da Weisheit gegeben wurde, dem wurde hohes Gut gegeben; doch niemand bedenkt dies außer denjenigen, die Verstand haben. Weisheit gibt Gott, wem Er will. Wem Weisheit zuteil wird, der hat viel Gutes bekommen. Nur diejenigen, die sich ihres Verstandes bedienen, machen sich Gedanken darüber und ziehen die Lehren daraus.  
  270 Was immer ihr spendet und welches Gelübde ihr auch geloben möget, Allah weiß es gewiß; und die Ungerechten sollen keine Helfer finden. Und wenn ihr eine Spende gebt oder etwas gelobt, weiß Allah darüber Bescheid. Und die Frevler haben (dereinst) keine Helfer. Und was ihr an Spende gebt oder als Gelübde versprecht, seht, Allah weiß es, und die Ungerechten finden keine Helfer. Was ihr für gute Zwecke ausgebt oder auszugeben gelobt, das weiß Gott. Den Ungerechten aber ist (im Jenseits) nicht (mehr) zu helfen.  
  271 Gebt ihr öffentlich Almosen, so ist es schön und gut; hält ihr sie aber geheim und gebt sie den Armen, so ist es noch besser für euch; und Er wird (viele) eurer Sünden von euch hinwegnehmen, denn Allah achtet wohl eures Tuns. Wenn ihr die Almosen offen kundtut, ist es (schon) trefflich. Wenn ihr sie aber geheimhaltet und (unter der Hand) den Armen gebt, ist es (noch) besser für euch und wird euch (bei der Abrechnung am jüngsten Tag) etwas von euren schlechten Taten tilgen. Allah ist wohl darüber unterrichtet, was ihr tut. Wenn ihr Almosen offenkundig gebt, so ist es angenehm, und wenn ihr sie verbergt und sie den Armen gebt, so ist es besser für euch und sühnt eure Missetaten. Und Allah ist eures Tuns kundig. Wenn ihr die Spenden offen (aber ohne Prahlerei) zeigt, ist das gut. Wenn ihr sie jedoch geheimhaltet und den Armen heimlich gebt, ist es für euch besser, und Gott vergibt euch einige eurer bösen Taten. Gott weiß alles, was ihr macht.  
  272 Nicht deine Verantwortung ist es, ihnen den Weg zu weisen; doch Allah weist den Weg, wem Er will. Und was ihr an Gut spendet, es ist für euch selbst, und ihr spendet nur, um Allahs Huld zu suchen. Und was ihr an Gut spendet, es soll euch voll zurückgezahlt werden, und ihr sollt keinen Nachteil erleiden. Es ist nicht deine Aufgabe, sie (zum Glauben) rechtzuleiten. Vielmehr leitet Allah recht, wen er will. Wenn ihr etwas Gutes spendet, kommt es euch selber zugute. Ihr habt aber, wenn ihr Spenden gebt, immer nur Allah vor Augen. Wenn ihr etwas Gutes spendet, wird es euch (bei der Abrechnung im Jenseits) voll heimgezahlt. Und euch wird (dabei) nicht Unrecht getan. Ihre Rechtleitung obliegt nicht dir, sondern Allah leitet recht, wen Er will. Was immer ihr an Gutem spendet, das ist für euch selbst, und ihr (sollt) nicht spenden, es sei denn aus Verlangen nach dem Angesicht Allahs. Und was immer ihr an Gutem spendet, das soll euch voll zurückerstattet werden, und es soll euch kein Unrecht zugefügt werden. Du bist nicht verpflichtet, sie zum rechten Weg zu leiten. Gott aber leitet, wen Er will, zum rechten Weg. Wenn ihr Spenden gebt, nützt ihr euch selbst. Gott belohnt euch, wenn ihr Ihm zuliebe spendet. Für alle Spenden erhaltet ihr gebührenden Lohn. Euch wird kein Unrecht getan.  
  273 (Diese Almosen sind) für die Armen, die auf Allahs Sache festgelegt und unfähig sind, im Land umherzuwandern. Der Unwissende hält sie wegen der Enthaltsamkeit für frei von Not. Du magst sie an ihrer Erscheinung erkennen; sie bitten die Leute nicht zudringlich. Und was ihr an Gut spendet, wahrlich, Allah hat genaue Kenntnis davon. (Was ihr spendet, soll besonders) den Armen (zukommen), die (im Kriegsdienst) um Allahs willen behindert sind, indem sie (aus Mangel an Reittieren und dergleichen) nicht im Land (draußen) unterwegs sein können. (Nur) wer töricht ist, hält sie für reich, weil sie sich zurückhalten (und nicht immer betteln). Du erkennst sie (aber als verschämte Arme) an ihrem (charakteristischen) Äußeren. Sie bitten die Leute nicht in aufdringlicher Weise (um Almosen). Und was ihr an Gutem spendet, darüber weiß Allah Bescheid. (Dies ist) für die Armen, die auf dem Weg Allahs (daran) gehindert werden, sich frei im Land zu bewegen. Der Unwissende hält sie für reich wegen (ihrer) Zurückhaltung. Du aber erkennst sie an ihrem Auftreten. Sie betteln die Menschen nicht aufdringlich an. Und was immer ihr an Gutem spendet, wahrlich, Allah weiß es. Die Spenden gehen an die Armen, die beim Kampf für Gottes Sache auf Erden erwerbsunfähig wurden. Der Unwissende könnte sie für Reiche halten, weil sie sich ihrer Armut schämen. Man erkennt sie am Verhalten. Sie bitten nicht aufdringlich um Hilfe. Was ihr für gute Zwecke spendet, weiß Gott genau.  
  274 Die ihr Gut hingeben bei Nacht und Tag, heimlich und öffentlich, ihr Lohn ist bei ihrem Herrn; keine Furcht soll über sie kommen, noch sollen sie trauern. Denen, die ihr Vermögen bei Nacht oder bei Tage geheim oder offen spenden, steht bei ihrem Herrn ihr Lohn zu, und sie brauchen (wegen des Gerichts) keine Angst zu haben, und sie werden (nach der Abrechnung am Jüngsten Tag) nicht traurig sein Diejenigen, die ihren Besitz bei Nacht und Tag, geheim oder offen, spenden - denen ist ihr Lohn von ihrem Herrn (gewiß), und sie brauchen keine Angst zu haben noch werden sie traurig sein. Diejenigen, die von ihrem Hab und Gut bei Nacht und Tag, öffentlich und im Verborgenen spenden, bekommen (am Jüngsten Tag) von Gott den gebührenden Lohn. Sie haben nichts zu befürchten und sollen nicht traurig sein.  
  275 Die Zins verschlingen, stehen nicht anders auf, als einer aufsteht, den Satan mit Wahnsinn geschlagen hat. Dies, weil sie sagen: "Handel ist gleich Zinsnehmen", während Allah doch Handel erlaubt und Zinsnehmen untersagt hat. Wer also eine Ermahnung von seinem Herrn bekommt und dann verzichtet, dem soll das Vergangene verbleiben; und seine Sache ist bei Allah. Die aber rückfällig werden, die sind des Feuers Bewohner; darin müssen sie bleiben. "Diejenigen, die Zins nehmen, werden (dereinst) nicht anders dastehen als wie einer, der vom Satan erfaßt und geschlagen ist (so daß er sich nicht mehr aufrecht halten kann). Dies (wird ihre Strafe) dafür (sein), daß sie sagen: ""Kaufgeschäft und Zinsleihe sind ein und dasselbe."" Aber Allah hat (nun einmal) das Kaufgeschäft erlaubt und die Zinsleihe verboten. Und wenn zu einem eine Ermahnung von seinem Herrn kommt (wie z.B. die, das Zinsnehmen zu unterlassen) und er dann aufhört (zu tun, was ihm verboten wurde), so sei ihm (belassen), was bereits geschehen ist! Und die (letzte) Entscheidung über ihn steht bei Allah. Diejenigen aber, die es (künftig) wieder tun, werden Insassen des Höllenfeuers sein und (ewig) darin weilen." "Diejenigen, die Zinsen verschlingen, sollen nicht anders dastehen als wie einer, der vom Satan erfaßt und zum Wahnsinn getrieben wird. Dies (soll so sein,) weil sie sagen: ""Handel ist dasselbe wie Zinsnehmen."" Doch Allah hat den Handel erlaubt und das Zinsnehmen verboten. Und wenn zu jemandem eine Ermahnung von seinem Herrn kommt und er dann aufhört - dem soll verbleiben, was bereits geschehen ist. Und seine Sache ist bei Allah. Wer es aber von neuem tut - die werden Bewohner des Feuers sein, darin werden sie ewig bleiben." Diejenigen, die Wucher treiben, sind wie jene, denen Satan den Verstand verwirrt hat. Sie sagen nämlich, daß Handel und Wucher gleichzusetzen sind. Doch Gott hat den Handel erlaubt und den Wucher verboten. Wer von Gottes Verbot erfährt und dann aufhört, (weiter Wucher zu betreiben) darf behalten, was er bis dahin bekommen hat. Gott wird über ihn entscheiden. Diejenigen aber, die zum Wuchern zurückkehren, sind die Bewohner der Hölle, in der sie ewig bleiben werden.  
  276 Allah wird den Zins abschaffen und die Mildtätigkeit mehren. Und Allah liebt keinen, der ein hartnäckiger Ungläubiger, ein Erzsünder ist. Allah läßt den Zins (des Wucherers) dahinschwinden, aber er verzinst die Almosen (mit himmlischem Lohn). Allah liebt keinen, der gänzlich ungläubig (kaffaar) und ein Sünder ist. Allah wird den Zins dahinschwinden lassen und die Mildtätigkeit vermehren. Und Allah liebt keinen, der ein hartnäckiger Ungläubiger und Übeltäter ist. Gott vernichtet den Wucher und vermehrt den Reichtum, von dem gespendet wird. Gott liebt keinen, der ein hartnäckiger Ungläubiger, ein Sünder, ist.  
  277 Gewiß, die da glauben und gute Werke tun und das Gebet verrichten und die Zakat zahlen, ihr Lohn ist bei ihrem Herrn, und keine Furcht soll über sie kommen, noch sollen sie trauern. Denen, die glauben und tun, was recht ist, das Gebet (salaat) verrichten und die Almosensteuer (zakaat) geben, steht bei ihrem Herrn ihr Lohn zu, und sie brauchen (wegen des Gerichts) keine Angst zu haben, und sie werden (nach der Abrechnung am jüngsten Tag) nicht traurig sein. Wahrlich, denjenigen, die gläubig sind und gute Werke tun und das Gebet verrichten und die Zakah entrichten, ist ihr Lohn von ihrem Herrn (gewiß,) und sie brauchen keine Angst haben noch werden sie traurig sein. Diejenigen, die an Gott glauben, die gute Werke vollbringen, die Gebete verrichten und die Zakat-Abgaben entrichten, werden von Gott belohnt. Sie haben nichts zu befürchten und sollen nicht traurig sein.  
  278 O die ihr glaubt, fürchtet Allah, und lasset den Rest des Zinses fahren, wenn ihr Gläubige seid. Ihr Gläubigen! Fürchtet Allah! Und verzichtet auf das, was noch übrig ist an Zinsen, wenn (anders) ihr gläubig seid! O ihr, die ihr glaubt, fürchtet Allah und verzichtet auf das, was noch übrig ist an Zinsen, wenn ihr Gläubige seid. O ihr Gläubigen! Fürchtet Gott und verzichtet auf noch ausstehende Wucherbeträge, wenn ihr wirklich an Gott glaubt!  
  279 Tut ihr es aber nicht, dann erwartet Krieg von Allah und Seinem Gesandten; und wenn ihr bereut, dann bleibt euch euer Kapital; ihr sollt weder Unrecht tun, noch Unrecht leiden. Wenn ihr (es) nicht tut, dann sei euch Krieg angesagt von Allah und seinem Gesandten! Wenn ihr euch jedoch bekehrt (und auf weiteres Zinsnehmen verzichtet), steht euch euer (ausgeliehenes) Kapital (als Eigentum) zu, so daß weder ihr Unrecht tut (indem ihr Zins nehmt) noch euch Unrecht getan wird (indem man euch um euer Kapital bringt). Und wenn ihr dies nicht tut, dann ist euch Krieg angesagt von Allah und Seinem Gesandten. Doch wenn ihr bereut, dann soll euch euer Kapital zustehen, so daß weder ihr Unrecht tut, noch euch Unrecht zugefügt wird. Wenn ihr das nicht tut, so wißt, daß ihr mit Gott und Seinen Gesandten in Fehde steht. Wenn ihr reumütig davon ablaßt, dürft ihr euer Kapital zurückverlangen (nicht mehr und nicht weniger), so tut ihr keinem Unrecht, und keiner tut euch Unrecht.  
  280 Und wenn er (der Schuldner) in Schwierigkeit ist, dann Aufschub bis zur Besserung der Verhältnisse. Erlaßt ihr es aber als Guttat: das ist euch noch besser, wenn ihr es nur wußtet. Und wenn (unter den Schuldnern, die Kapital zurückzahlen müssen) einer ist, der sich in Bedrängnis befindet, dann sei (ihm) Aufschub (gewährt), bis er Erleichterung gefunden hat! Es ist aber besser für euch, ihr gebt (dem, der in Bedrängnis ist) Almosen (indem ihr auf die Rückzahlung überhaupt verzichtet). (Das wird euch einleuchten) wenn (anders) ihr (richtig zu urteilen) wißt. Wenn jemand in Schwierigkeiten ist, dann gewährt ihm Aufschub, bis eine Erleichterung (eintritt). Doch wenn ihr mildtätig seid, so ist es besser für euch, wenn ihr es nur wüßtet. Wenn der Verschuldete in Schwierigkeiten ist, muß man ihm für die Rückzahlung Aufschub gewähren und warten, bis er zahlen kann. Entscheidet ihr euch dafür, ihm etwas oder alles als milde Gabe zu erlassen, ist das für euch besser. Wenn ihr nur wüßtet!  
  281 Und fürchtet den Tag, an dem ihr zu Allah zurückkehren müsset; dann wird jeder den vollen Lohn erhalten nach seinem Verdienst; und es soll ihnen kein Unrecht geschehen. Und macht euch darauf gefaßt, einen Tag zu erleben, an dem ihr (zum Gericht) zu Allah zurückgebracht werdet, worauf jedem voll heimgezahlt wird, was er (im Erdenleben) begangen hat! Und ihnen wird (dabei) nicht Unrecht getan. Und fürchtet den Tag, an dem ihr zu Allah zurückgebracht werdet. Dann wird jeder Seele das zurückerstattet, was sie erworben hat, und ihnen wird kein Unrecht geschehen. Fürchtet den Tag, an dem ihr zu Gott zurückgebracht werdet und jeder seinen Taten entsprechend belohnt wird! Ihnen wird kein Unrecht zugefügt.  
  282 O die ihr glaubt, wenn ihr voneinander ein Darlehen nehmt auf eine bestimmte Frist, dann schreibt es nieder. Ein Schreiber soll in eurer Gegenwart getreulich aufschreiben; und kein Schreiber soll sich weigern zu schreiben, hat ihn doch Allah gelehrt; also soll er schreiben und der Schuldner soll diktieren, und er soll Allah, seinen Herrn, fürchten und nichts davon unterschlagen. Ist aber jener, der die Verpflichtung eingeht, einfältig oder schwach oder unfähig, selbst zu diktieren, so diktiere sein Beistand nach Gerechtigkeit. Und ruft zwei unter euren Männern zu Zeugen auf; und wenn zwei Männer nicht (verfügbar) sind, dann einen Mann und zwei Frauen, die euch als Zeugen passend erscheinen, so daß, wenn eine der beiden irren sollte, die andere ihrem Gedächtnis zu Hilfe kommen kann. Und die Zeugen sollen sich nicht weigern, wenn sie gerufen werden. Und verschmäht nicht, es niederzuschreiben, es sei klein oder groß, zusammen mit der festgesetzten (Zahlungs-) Frist. Das ist gerechter vor Allah und bindender für das Zeugnis und geeigneter, daß ihr nicht in Zweifeln gerät; (darum unterlasset die Aufschreibung nicht) es sei denn, es handle sich um Warenverkehr, den ihr von Hand zu Hand tätigt: in diesem Fall soll es keine Sünde für euch sein, wenn ihr es nicht aufschreibt. Und habt Zeugen, wenn ihr einander verkauft; und dem Schreiber oder dem Zeugen geschehe kein Nachteil. Tut ihr es aber, dann ist das euer Ungehorsam. Und fürchtet Allah; Allah wird euch Wissen geben, denn Allah weiß alle Dinge wohl. Ihr Gläubigen! Wenn ihr auf eine bestimmte Frist ein Schuldverhältnis eingeht, dann schreibt es auf! Und ein Schreiber soll (es) in eurem Beisein aufschreiben, so wie es recht und billig ist (bil-`adli). Und kein Schreiber soll sich weigern zu schreiben, so wie Allah es ihn gelehrt hat. Er soll schreiben. Und der Schuldner soll diktieren und Allah, seinen Herrn, fürchten und nichts davon abzwacken. Und wenn der Schuldner schwachsinnig (safieh) oder minderjährig ist oder (aus irgend welchen Gründen) nicht selber zu diktieren vermag, soll sein Anwalt (walie) diktieren, so wie es recht und billig ist (bil-`adli). Und nehmt zwei Zeugen unter euren Männern! Wenn es nicht zwei Männer sein können, dann sollen es ein Mann und zwei Frauen sein, solche, die euch als Zeugen genehm sind, - (zwei Frauen) damit (für den Fall), daß die eine von ihnen sich irrt, die eine (die sich nicht irrt) die andere (die sich irrt, an den wahren Sachverhalt) erinnere. Und die Zeugen sollen sich nicht weigern (als solche aufzutreten), wenn sie (dazu) aufgefordert werden. Und laßt es euch nicht verdrießen, es aufzuschreiben, (die Summe sei) klein oder groß, (damit es) bis zu seiner Frist (festgelegt sei)! Auf diese Weise ist, so dünkt es Allah, am besten dafür gesorgt, daß ihr gerecht handelt und richtig Zeugnis abgebt, und (so ist) am ehesten (gewährleistet), daß ihr (später über die Zeugenaussagen) nicht Zweifel hegt. Anders ist es, wenn es sich um eine augenblicklich greifbare, unter euch zirkulierende Ware handelt. Dann ist es für euch keine Sünde, wenn ihr sie nicht aufschreibt. Aber nehmt, wenn ihr ein Kaufgeschäft abschließt, (wenigstens) Zeugen! Und kein Schreiber oder Zeuge soll (bei alledem) schikaniert werden. Wenn ihr es (dennoch) tut, verübt ihr Frevel. Und fürchtet Allah! Allah lehrt euch (was ihr tun sollt) und weiß über alles Bescheid. O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr eine Anleihe gewährt oder aufnehmt zu einer festgesetzten Frist, dann schreibt es nieder. Und ein Schreiber soll es in eurem Beisein getreulich niederschreiben. Und kein Schreiber soll sich weigern zu schreiben, so wie Allah es gelehrt hat. So schreibe er also, und der Schuldner soll es diktieren und Allah, seinen Herrn, fürchten und nichts davon weglassen. Und wenn der Schuldner schwachsinnig oder schwach ist oder unfähig, selbst zu diktieren, dann soll sein Sachwalter getreulich für ihn diktieren. Und lasset zwei Zeugen unter euren Männern es bezeugen, und wenn es keine zwei Männer gibt, dann (sollen es bezeugen) ein Mann und zwei Frauen von denen, die euch als Zeugen geeignet erscheinen, damit, wenn sich eine der beiden irrt, die andere von ihnen sie (daran) erinnert. Und die Zeugen sollen sich nicht weigern, wenn sie gerufen werden. Und verschmäht nicht, es niederzuschreiben - (seien es) große oder kleine (Beträge) - bis zur festgesetzten Frist. Das ist rechtschaffener vor Allah und zuverlässiger, was die Bezeugung angeht und bewahrt euch eher vor Zweifeln, es sei denn es handelt sich um eine sogleich verfügbare Ware, die von Hand zu Hand geht unter euch; dann ist es kein Vergehen für euch, wenn ihr es nicht niederschreibt. Und nehmt Zeugen, wenn ihr miteinander Handel treibt. Und weder dem Schreiber noch dem Zeugen soll Schaden zugefügt werden. Und wenn ihr es tut, dann ist es wahrlich ein Frevel von euch. Und fürchtet Allah. Und Allah lehrt euch, und Allah ist über alles kundig. O ihr Gläubigen! Wenn ihr ein befristetes Darlehen vereinbart, so müßt ihr das schriftlich festhalten. Ein Schreiber soll in eurem Beisein aufschreiben, was recht und richtig ist. Niemand soll ablehnen, so zu schreiben, wie Gott es ihn gelehrt hat. Er muß schreiben. Der Schuldner soll diktieren, Gott seinen Herrn fürchten und die Summe genau unvermindert nennen. Ist der Schuldner entscheidungsunfähig, schwach, oder unfähig zu diktieren, so soll sein Sachwalter auf gerechte Weise diktieren. Nehmt als Zeugen zwei eurer Männer, sonst einen Mann und zwei Frauen, die ihr als Zeugen akzeptiert! Die beiden Frauen haben bei der Beweisführung gemeinsam Zeugnis abzulegen, damit die eine die andere erinnert oder korrigiert. Die Zeugen haben zu erscheinen, wenn sie vorgeladen werden und dürfen sich nicht weigern. Es darf euch nicht verdrießen, eine Schuld aufzuschreiben, sei sie klein oder groß, wenn es sich um eine befristete handelt. Das ist ein von Gott für gerecht erachtetes Verfahren, sicherer bei der Beweisführung und geeigneter dafür, daß keine Zweifel aufkommen. Von dieser Anordnung wird die Begleichung von vorhandenen Handelswaren, die ihr austauscht, ausgenommen. Diese braucht ihr nicht aufzuschreiben. Sorgt dafür, daß beim Kauf und beim Verkauf Zeugen anwesend sind! Hütet euch davor, Schreiber oder Zeugen zu belästigen! Wer ihnen etwas antut, begeht eine Sünde (deren Folgen auf euch zurückfallen). Fürchtet Gott, Der euch alle Dinge lehrt! Gott weiß alles.  
  283 Und wenn ihr auf Reisen seid und keinen Schreiber findet, so soll ein Pfand (gegeben werden) zur Verwahrung. Und wenn einer von euch dem anderen etwas anvertraut, dann soll der, dem anvertraut wurde, das Anvertraute herausgeben, und er fürchte Allah, seinen Herrn. Und haltet nicht Zeugenschaft zurück; wer sie verhehlt, gewiß, dessen Herz ist sündhaft, und Allah weiß wohl, was ihr tut. Und wenn ihr auf einer Reise (unterwegs) seid und keinen Schreiber findet, ist ein Draufgeld zu nehmen (fa-rihaanun maqbuudatun). Und wenn einer von euch einem anderen (einen Vermögenswert) anvertraut, soll der Empfänger das ihm anvertraute Gut (nach Ablauf der verabredeten Frist dem Eigentümer wieder) aushändigen und Allah, seinen Herrn, fürchten. Und unterschlagt keine Zeugenaussage! Wer eine unterschlägt, dessen Herz ist sündig. Allah weiß Bescheid über das, was ihr tut Und wenn ihr auf einer Reise seid und keinen Schreiber findet, dann soll ein Pfand in Empfang genommen werden. Und wenn einer von euch dem anderen (etwas) anvertraut, dann soll der, dem es anvertraut wurde, das ihm Anvertraute zurückgeben und Allah, seinen Herrn, fürchten. Und unterdrückt das Zeugnis nicht. Und wer es verbirgt, dessen Herz ist wahrlich mit Schuld befleckt. Und Allah ist dessen kundig, was ihr tut. Wenn ihr auf Reisen seid und keinen Schreiber findet, so soll ein Pfand genommen werden, das dieser treu verwahrt. Derjenige, dem ein Pfand anvertraut wurde, hat das ihm Anvertraute zurückzugeben und Gott, seinen Herrn, zu fürchten. Ihr sollt euch nicht weigern, Zeugnis abzulegen! Wer eine Zeugenaussage zurückhält, trägt Sünde im Herzen. Gott weiß alles, was ihr tut.  
  284 Allahs ist, was in den Himmeln und was auf Erden ist; und ob ihr das, was in eurem Gemüt ist, kundtut oder verborgen haltet, Allah wird euch dafür zur Rechenschaft ziehen; dann wird Er vergeben, wem Er will, und strafen, wen Er will; und Allah hat die Macht, alles zu tun, was Er will. Ihm gehört (alles), was im Himmel und auf Erden ist. Ihr mögt, was in euch ist, kundtun oder geheimhalten, Allah rechnet (dereinst) mit euch darüber ab. Er vergibt dann, wem er will, und bestraft, wen er will. Allah hat zu allem die Macht Allah gehört das, was in den Himmeln und was in der Erde ist. Und ob ihr kundtut, was in euren Seelen ist, oder es geheimhaltet, Allah wird euch dafür zur Rechenschaft ziehen. Dann verzeiht Er, wem Er will, und bestraft, wen Er will. Und Allah hat Macht über alle Dinge. Gott gehört alles, was es in den Himmeln und auf Erden gibt. Ob ihr eure Absichten äußert oder verborgen haltet, sie entgehen Gott nicht, und Er zieht euch zur Rechenschaft. Er begnadigt, wen Er will und bestraft, wen Er will. Gottes Allmacht umfaßt alles.  
  285 Dieser Gesandte glaubt an das, was zu ihm herabgesandt wurde von seinem Herrn, und (also) die Gläubigen: sie alle glauben an Allah, und an Seine Engel, und an Seine Bücher, und an Seine Gesandten (und sprechen): "Wir machen keinen Unterschied zwischen Seinen Gesandten"; und sie sagen: "Wir hören, und wir gehorchen. Uns Deine Vergebung, o unser Herr! und zu Dir ist die Heimkehr." Der Gesandte (Allahs) glaubt an das, was von seinem Herrn (als Offenbarung) zu ihm herabgesandt worden ist, und (mit ihm) die Gläubigen. Alle glauben an Allah, seine Engel, seine Schriften und seine Gesandten - wobei wir bei keinem von seinen Gesandten (den anderen gegenüber) einen Unterschied machen. Und sie sagen: Wir hören und gehorchen. (Schenk uns) deine Vergebung, Herr! Bei dir wird es (schließlich alles) enden. "Der Gesandte glaubt an das, was ihm von seinem Herrn herabgesandt worden ist, ebenso die Gläubigen; sie alle glauben an Allah und an Seine Engel und an Seine Bücher und an Seine Gesandten. Wir machen keinen Unterschied zwischen Seinen Gesandten. Und sie sagen: ""Wir hören und gehorchen. Gewähre uns Deine Vergebung, unser Herr, und zu Dir ist die Heimkehr." Gottes Gesandter glaubt an das ihm von seinem Herrn Offenbarte, und also die Gläubigen: sie glauben alle an Gott, an Seine Engel, an Seine Bücher und an Seine Gesandten. Sie sagen: "Wir glauben an die Gesandten, ohne Unterschiede zwischen ihnen zu machen". Sie beten Gott an: "Wir haben Deine offenbarte Botschaft gehört und fügen uns. Vergib uns, Herr! Zu Dir kehren wir zurück."  
  286 Allah betastet niemanden über sein Vermögen. Ihm wird, was er verdient, und über ihn kommt, was er gesündigt. "Unser Herr, strafe uns nicht, wenn wir uns vergessen oder vergangen haben; unser Herr, lege uns nicht eine Verantwortung auf, wie Du sie denen auferlegtest, die vor uns waren. Unser Herr, bürde uns nicht auf, wozu wir nicht die Kraft haben, und lösche unsere Sünden aus und gewähre uns Vergebung und habe Erbarmen mit uns; Du bist unser Meister; also hilf uns wider das ungläubige Volk." Allah verlangt von niemandem mehr, als er (zu leisten) vermag. Jedem kommt (dereinst) zugute, was er (im Erdenleben an guten Taten) begangen hat, und (jedem kommt) auf sein Schuldkonto, was er sich (an bösen Taten) geleistet hat. Herr! Belange uns nicht, wenn wir vergeßlich waren oder uns versehen haben! Herr! Lad uns nicht eine drückende Verpflichtung (isr) auf, wie du sie denen aufgeladen hast, die vor uns lebten! Herr! Belaste uns nicht mit etwas, wozu wir keine Kraft haben! Verzeih uns, vergib uns und erbarm dich unser! Du bist unser Schutzherr (maulaa). Hilf uns gegen das Volk der Ungläubigen! "Allah fordert von keiner Seele etwas über das hinaus, was sie zu leisten vermag. Ihr wird zuteil, was sie erworben hat, und über sie kommt, was sie sich zuschulden kommen läßt. Unser Herr, mache uns nicht zum Vorwurf, wenn wir (etwas) vergessen oder Fehler begehen. Unser Herr, und erlege uns keine Bürde auf, so wie Du sie jenen aufgebürdet hast, die vor uns waren. Unser Herr, und lade uns nichts auf, wofür wir keine Kraft haben. Und verzeihe uns und vergib uns und erbarme Dich unser. Du bist unser Beschützer. So hilf uns gegen das Volk der Ungläubigen!""" Gott fordert von keinem Menschen mehr als er tun kann und rechnet ihm zu seinem Vorteil an, was er Gutes leistet und zu seinem Nachteil, was er Böses tut. Die Gläubigen beten zu Gott: "Nimm es uns nicht übel, wenn wir vergessen oder wenn wir Fehler begehen! Unser Herr, bürde uns keine schwere Last auf, wie Du es mit den Menschen vor uns getan hast, und fordere von uns nichts, was wir nicht schaffen können! Begnadige uns! Vergib uns! Nimm uns in Deine Barmherzigkeit auf! Du bist unser Beschützer. Hilf uns gegen die Ungläubigen!"